Ist das gerecht und gut, was die Masse schreit und tut?
„Wie kann man heute seine Kinder zu Katholiken erziehen, wenn man ihnen das, was früher schwer sündhaft war, für gut oder wenigstens nicht sündhaft erklären soll?“ Ein neuer, unzeitgemäßer Seliger in Österreich.
(kreuz.net, Linz) Heute vormittag sprach der Präfekt der Selig- und Heiligsprechungs- kongregation, José
Kardinal Saraiva Martins, den oberösterreichischen Bauern und Mesner Franz Jägerstätter selig.
Jägerstätter
wurde in der Epoche des National-Sozialismus hingericht. Anklagepunkt: Wehrkraftzersetzung. Der neue Selige
wurde am 9. August 1943 in der norddeutschen Stadt Brandenburg an der Havel geköpft.
Kardinal Martins
freute sich in seinen Abschlußworten besonders, einen „verheirateten Laien“ zur Ehre der Altäre zu erheben.
Zu der Seligsprechung erschienen dreißig Bischöfe und zahlreiche Politiker.
Seit heute ist im Linzer
Mariensdom ein drei Meter hohes Bild Jägerstätters enthüllt.
Die Witwe des neuen Seligen, Frau Franziska Jägerstätter (94), begleitete
einen Reliquienschrein – mit einem Schriftstück ihres Gatten – zum Altar.
Der Gedenktag des neuen Seligen
ist der 21. Mai – der Tauftag des im Jahr 1907 geborenen.
„Mir ist es recht. Ich freue mich.“
Die Witwe
Jägerstätter ist „stolz auf ihn“. Das erklärte sie gestern Donnerstag vor der Regionalzeitung ‘Oberösterreichische
Nachrichten’.
Frau Jägerstätter war überrascht, daß „das mit der Seligsprechung“ so schnell gegangen
ist: „Aber mir ist es recht. Ich freue mich.“
Franz Jägerstätter:
Seit wann können auch die Verführten,
welche ohne Reue und Besserung ihrer begangenen Sünden und Fehler, die sie durch Verführung begangen
haben, dahinsterben, denn auch in den Himmel kommen?
Die Frage, ob sie in den letzten Tagen viel an „ihren
Franzl“ habe denken müssen, bejaht die Witwe: „Ich brauche ihn, habe ihn schon oft gebraucht. Er muß
mir oft helfen“.
Sie freue sich darauf, „wenn wir zusammen kommen“. Noch immer sei sie in ihren Ehemann
„verliebt“.
Die Witwe Jägerstätter erinnert sich auch, daß ihr Mann den damaligen Bischof von Linz
aufsuchte. Die Kirche habe gesagt, er soll einrücken: „Aber er war nie so gehorsam“.
Der Erzbischof
von Wien, Christoph Kardinal Schönborn, staunte vor der Wiener Kirchenzeitung, mit welcher Sicherheit
„dieser einfache Mann“ die geistige und politische Situation seiner Zeit erfaßt habe.
Jägerstätter
habe seinen Weg sogar gegenüber Priestern und seinem Bischof bestimmt und demütig begründet. Dabei
habe er die Hierarchie oder die den Kriegsdienst leistenden Katholiken nie verurteilt.
Worte des Seligen
Die Webseite der Diözese Linz veröffentlichte zur Seligsprechung verschiedene Texte des neuen Seligen.
Unter ihnen befindet sich eine Liste mit Fragen aus dem Gefängnis:
„Seit wann können auch die Verführten,
welche ohne Reue und Besserung ihrer begangenen Sünden und Fehler, die sie durch Verführung begangen
haben, dahinsterben, denn auch in den Himmel kommen?“
„Wenn also die deutschen Soldaten, die im Kampfe
für den nationalsozialistischen Sieg ihr Leben lassen müssen, für Helden und Heilige erklärt werden
können, um wieviel besser muß es dann noch für die Soldaten in den anderen Ländern bestellt sein,
die von den Deutschen überfallen wurden und hinausziehen um ihr Vaterland zu verteidigen, kann man da
den Krieg noch als Strafe Gottes ansehen, ist es dann nicht besser, zu beten, daß der Krieg fortdauere
bis ans Ende der Welt, als zu beten, daß er bald aufhöre, wenn doch soviele Helden und Heilige daraus
hervorgehen.“
„Wie kann man denn heute seine Kinder noch zu Katholiken erziehen, wenn man ihnen auch
das, was früher schwer sündhaft war, für gut oder wenigstens nichts Sündhaftes erklären soll?“
„Warum
soll denn jetzt das für gerecht und gut befunden werden, was die Masse schreit und tut?
Kann man jetzt
auch glücklich ans andere Ufer gelangen, wenn man sich stets wehrlos vom Strom mitreißen läßt?“
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24 Lesermeinungen
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@ Tilly Die Hürden für heutige Selige und Heilige sind wirklich schon extrem niedrig angesetzt1 Faktisch
kann sie jeder schon überwinden. Ja, das kann jeder, aber nicht erst seit heute, sondern seit dem Opfer
des Herrn…
#27 Leblhuber 20:45:09 | Samstag, 27. Oktober 2007
@Tilly: Kapituliert vor dem Zeitgeist! Die Hürden für heutige Selige und Heilige sind wirklich schon
extrem niedrig angesetzt1 Faktisch kann sie jeder schon überwinden. Wenn ich da z.B. an Karl von Habsburg
denke, mögen Sie Recht haben. Eine von Krampfadern geheilte Nonne ist schließlich an Banalität kaum
noch zu übertreffen. Wenn Sie das auf Jägerstätter beziehen, haben Sie in zweifacher Hinsicht Unrecht.
1. Zu seiner Seligsprechung bedurfte es keiner Wunder. Er gilt als Märtyrer. 2. Seinen Glauben und seine
Liebe zu Gott höher zu stellen, als das eigene Leben dürfte, wenn es denn darauf ankäme, nur für ganz
wenige und besondere Menschen möglich sein. Ihre Anmerkung ist ziemlich daneben und offensichtlich ideologiegefärbt.
@thaumaturgos: Was sollen Ihre Einwände? 1) Der Skeptiker oder gar Nihilist und Hedonist Augustinus ließ
sich erst 387 nach einem Bekehrungserlebnis, durch das er zum Christsein fand, taufen – Die Sache mit
dem unehelichen Sohn lag lange vor dieser Zeit. 2) Der Mörder von Maria Goretti starb hochbetagt in einem
Kloster. Er wurde aber nie seliggesprochen – im Gegensatz zu Jägerstätter, von dem hier die Rede ist!
#25 Fragender 12:14:41 | Samstag, 27. Oktober 2007
@ Vineta 2) Bereits 1940 verweigerte er den Wehrdienst für „ so eine Regierung“; er hatte vom Euthanasieprogramm
erfahren gegen LÄSTIGE unnütze Esser. Ist das ihr ernst????????
#24 thaumaturgos 10:23:46 | Samstag, 27. Oktober 2007
… hatte selbst eine uneheliche Tochter na und, der heilige Augustinus hatte einen unehelichen Sohn …
schon vergessen oder nie patristisch gebildedt worden? und, der Mörder von Maria Goretti … auch noch
nie gehört? der hat sich auch bekehrt … scheinheiliges Pack!
Kapituliert vor dem Zeitgeist! Das der ‘‘Selige’’ vor seiner Heirat schon ein lediges Kind hatte macht
ihn nicht seliger. Und als wahrer Katholik hätte er sich mal erst um seine Familie zu kümmern gehabt.
Die Hürden für heutige Selige und Heilige sind wirklich schon extrem niedrig angesetzt1 Faktisch kann
sie jeder schon überwinden.
Keine Probleme mit diesem Seligen? Selige gelten (wenn auch weniger denn Heilige) als Vorbilder! Worin
aber kann uns Heutigen Jägerstätter ein Vorbild sein? 1) Er, der in ziemlich verworrenen Familienverhältnissen
aufwuchs, hatte selbst eine uneheliche Tochter. 2) Bereits 1940 verweigerte er den Wehrdienst für „ so
eine Regierung“; er hatte vom Euthanasieprogramm erfahren gegen LÄSTIGE unnütze Esser. Könnte denn
nicht, wer heute nach Afghanistan geschickt wird, ebenfalls den Kriegsdienst verweigern für so eine Regierung,
die jährlich mit über 40 Millionen Euro das Abtreiben ( von ca. 300000 LÄSTIGEN Ungeborenen) finanziert
und in Pflegeheimen LÄSTIGE Alte verhungern und verdursten läßt, um Pflegepersonal zu sparen?
Die Apostasie von der Kirche Gotthard: In der römisch-katholischen Kirche bedeutet Exkommunikation nicht
den Ausschluss aus der Kirche (der kirchenrechtlich unmöglich ist), sondern den Verlust der Kirchengemeinschaft
und damit gewisser Rechte innerhalb der Kirche. Zusätzlich gibt es aber den vollständigen Abfall von
der Kirche – durch den Abfall (Apostasie) von der rechten Lehre. Wer ein Leugner eines Dogmas ist, ist
von der Kirche abgefallen und gehört nicht mehr zur Kirche.
Rudolfus hat keine Ahnung – aber viel Meinung In der römisch-katholischen Kirche bedeutet Exkommunikation
nicht den Ausschluss aus der Kirche (der kirchenrechtlich unmöglich ist), sondern den Verlust der Kirchengemeinschaft
und damit gewisser Rechte innerhalb der Kirche. Der Exkommunizierte ist nicht berechtigt, die Sakramente
oder Sakramentalien zu empfangen, außerdem darf er kein kirchliches Amt ausüben. Die Exkommunikation
ist eine Beugestrafe, die zur Besserung anregen soll.
Exkommunizierte sind aus der Kirche ausgeschlossen Und damit auch nicht Kirchenmitglied. Die Formel lautet
„der sei ausgeschlossen“ – aus der Kirche. Häretiker sind von der Kirche abgetrennt und keine Glieder
der Kirche mehr, sondern abgestorbene Glieder.
@ Rudolfus Ist schon kanonistisch falsch, denn auch Exkommunizierte sind immer noch Kirchenmitglieder.
Die Mitgliedschaft in der Kirche endet niemals. Bisschen Rechtsdogmatik würde Ihnen auch nicht schaden –
und gesunder Menschenverstand sowieso
Das ist eine objektive Feststellung Hitler war damit automatisch exkommuniziert, ebenso wie die modernistischen
Bischöfe im heutigen Deutschland. Hitler leugnete als „Kirchenmitglied“ die Dogmen, ebenso wie der Großteil
der Bischöfe. Wer ein Dogma leugnet, ist automatisch ausgeschlossen und gar kein Kirchenmitglied.
@ Gotthard Tja, so ist das mit dem kirchlichen Lehramt: Rudolfus entscheidet nämlich, wann das Lehramt
Lehramt ist und wann es sich ihm unterzuordnen hat. Das heißt: Wann immer Rudolfus derselben Meinung
ist wie das Lehramt, unterwirft er sich ihm, wann immer die Meinungen auseinandergehen, exkommuniziert
Rudolfus das Lehramt. Das nennt man „katholisch“
@rudolfus Hitloer war damit automatisch exkommuniziert, ebenso wie die modernistischen Bischöfe im heutigen
Deutschland. Bist Du der Groß-Inquisitor in Person des 21. Jahrhunderts? Deine Gleichsetzungen disqualifizieren
Dich wieder einmal von einer ernsthaften Diskussion. Jeder benennt sich mit dem Schimpfwort so gut, wie
es auf ihn passt.
Hitler war Taufscheinkatholik aber nicht mehr. Hitler leugnete die katholischen Dogmen und war damit automatisch
exkommuniziert, ebenso wie die modernistischen Bischöfe im heutigen Deutschland.
@ Geyer Wieso war Hitler Katholik ? Woher soll ich das wissen? Er war nicht in meinem Verein, sondern
in ihrem. Whrscheinlich war ers, wie so viele andere, weil seine Eltern ihn als schreiendes, unmündiges
Baby zum Pfaffen getragen haben, damit dieser ihm Wasser über die Birne giesse.
Nein, Träger waren sie nicht. Die Katholiken waren nicht die Träger des NS-Reiches und sind deshalb
als Untertanen nicht verantwortlich. Schon klar. Sie waren eher die Chefs. Hitler war Katholik.
#10 Wandregisel 22:05:33 | Freitag, 26. Oktober 2007
Verwundert Ich hab doch von nicht allzu langer Zeit hier einen niederträchtigen Schmähartikel über
den neuen Seeligen gelesen. Darin ging es um die Untreue, den Ungehorsam und die Feigheit dieses „Vaterlandverräters“.
Und nun dies… Ich freue mich jedenfalls, dass Kreuznet seine Meinung geändert hat. Ein wahrhaft würdiger
Seeliger und ein Schmuck für die Kirche!!
@Fragender / Die Katholiken regieren seit 1918 nicht mehr man könnte den Kindern in christlicher Ehrlichkeit
sagen, daß viele Katholiken (die Mehrzahl) zur Nazizeit ganz einfach an falsche Ideale glaubten und einen
Fehler begingen Die Katholiken waren nicht die Träger des NS-Reiches und sind deshalb als Untertanen
nicht verantwortlich. Zu kritisieren ist die Jetztzeit, wo wieder Gottlose Deutschland, Österreich und
Europa regieren, ebensowenig Katholiken, sondern wieder Sozialisten.
Der sel. Franz Jägerstetter analysiert ebenso das Regime des internationalsozialistischen Österreich
seit 1970 „Wie kann man heute seine Kinder zu Katholiken erziehen, wenn man ihnen das, was früher schwer
sündhaft war, für gut oder wenigstens nicht sündhaft erklären soll?“ Die heutigen Schulen lehren nicht
mehr den katholischen Glauben und die katholischen Tugenden, sondern sie lehren die Promiskuität und
die Abtreibung. In Salzburg wurden seit der SPÖ-Landesregierung bereits über 30 Schulklassen abgetrieben,
durch Ärzte aus dem roten Wien (Quelle: Der 13., 13. Oktober 2007).
ein katholisches Vorbild und die Kirchenfeinde „Wie kann man heute seine Kinder zu Katholiken erziehen,
wenn man ihnen das, was früher schwer sündhaft war, für gut oder wenigstens nicht sündhaft erklären
soll?“ Tja- die Kirchenfeinde von Kreuz.net fallen über einen Seliggesprochenen her, weil er die Kriegsverbrechen
der Nazis nicht mitmachen wollte. Typisch. Hier huldigt man halt lieber Kriegsverbrechern und mutmaßlich
päderastischen Kardinälen. Und das soll katholisch sein???????
„Was die Masse schreit und tut“ … das passt natürlich voll in den vorgehenden Bereich, den kreuz.net
postete, hinein. Die Masse [= die Bischöfe, vertreten auf dem 2. Vatikanischen Konzil] schrie nach Veränderungen.
Aber ist die Masse auch glaubwürdig bzw. maßgeblich für das, was sie rausschrieen? Nein. Mehrheiten
sind nicht glaubwürdig, wenn sie sich gegen die Lehre stellen. Die FSSPX hat somit das Recht, auch als
glaubwürdige Kraft anerkannt zu werden, da sie noch die einzige Kraft ist, die sich gegen die sogenannte
„demokratische Änderungskultur“ des 2 .Vatikanums stellt. Die FSSPX stellt sich somit nicht gegen die
Kirche, sondern gegen das sogenannte „Pastoralkontzil“, das keinen Anspruch auf ein dogmatisches Konzil
stellt.