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Samstag, 27. Oktober 2007 08:13
kreuzmeldungen
Gastgeber für den Weltjugendtag 2011 + ‘Donum Vitae’ will Tabus brechen + Zur Homo-Unzucht verdammt? + Sport vor der Frühmesse + Sich selber den Garaus gemacht
Benedikt XVI. und der deutsche Bundespräsident Horst Köhler anläßlich des Weltjugendtages in Köln, 2005
Benedikt XVI. und der deutsche Bundespräsident Horst Köhler anläßlich des Weltjugendtages in Köln, 2005
Gastgeber für den Weltjugendtag 2011

Brasilien. Brasilien will den übernächsten Weltjugendtag organisieren. Das erklärte der Präsident der dortigen Bischofskonferenz, Erzbischof Geraldo Lyrio Rocha (65) von Mariana, am Donnerstag bei einer Pressekonferenz. Mitwerber sind England und Spanien. Der Erzbischof schlägt als Austragungsort die brasilianischen Städte Rio de Janeiro oder Belo Horizonte vor.

‘Donum Vitae’ will Tabus brechen

Deutschland. Der antikatholische Verein ‘Donum Vitae’ hat die Kritik an dem Kinder-Pornospiel ‘Nase, Bauch und Po’ durch den Fuldaer Bischof, Mons. Heinz-Josef Algermissen, erwartungsgemäß verurteilt. Das berichtete die ‘Katholische Nachrichtenagentur’. Der Verein warf dem Bischof vor, er lasse sich von Interessengruppen instrumentalisieren, die ihrer angeblich „tabubesetzten Einstellung zur Sexualerziehung“ ein Forum verschaffe wollten.

Homo-Werbung der liberalen Regierung in der Toscana
Homo-Werbung der liberalen Regierung in der Toscana
Zur Homo-Unzucht verdammt?

Italien. „Sexuelle Orientierung ist keine Wahl.“ So lautet eine Behauptung auf homo-ideologischen Plakaten der linksgerichteten Regierung der mittelitalienischen Region Toskana. Das Plakat zeigt ein neugeborenes Kind im Krankenhaus, das ein Erkennungsarmband trägt. Darauf steht nur ein Wort: „homosexuell“. Der vatikanische Staatssekretär Tarcisio Kardinal Bertone kritisierte die Kampagne vor der italienischen Nachrichtenagentur ‘ANSA’ als „befremdlich“: „Sie hätten nicht so weit gehen sollen.“

Sport vor der Frühmesse

Deutschland. Der Erzbischof von Köln, Joachim Kardinal Meisner, macht Frühsport. Noch vor der Zelebration der Messe, „übt er sich, den erzbischöflichen kleinen Park mit zwei Stöcken schnellen Schrittes auf- und abwandernd, im Nordic Walking“. Das erzählt die Journalistin Gudrun Schmidt in dem neuen Buch „7 Tage mit dem Kardinal“. Die Journalistin hat den Kölner Erzbischof eine Woche lang begleitet und ihre Eindrücke in dem Buch niedergeschrieben.

Sich selber den Garaus gemacht

Deutschland. Heute Samstag erhält der Frankfurter Schriftsteller Martin Mosebach den ‘Georg Büchner Preis’. Der Präsident der ‘Akademie für Sprache und Dichtung’, Klaus Reichert, begründete die Preisverleihung vor dem ‘Deutschlandradio’ und erwähnte auch Mosebachs Buch ‘Häresie der Formlosigkeit’, in dem es über die Alte Messe geht: „Ich bin kein Katholik, ich bin überhaupt kein Christ. Mich interessiert aber die Argumentation, mit der Mosebach zeigt, wie sich eine Institution durch permanente Modernisierungsschübe auf lange Sicht hin selbst den Garaus gemacht.“

© Titelbild: Flickr-Benützer „Howie_Berlin“, CC
Alle Lesermeinungen anzeigen 6 von 8 Lesermeinungen:
Samstag, 27. Oktober 2007 18:15
Peter-Pan: @Ansgar
Wie wohl die meisten Menschen, erinnere ich mich nicht an das Allermeiste aus meinem fünften Lebensjahr. Aber es ist wohl sicher zu sagen: nein.

Aber ich kenne das Musical nicht und kann mir so kein echtes Urteil bilden.

Aber mein Punkt bleibt: Warum jetzt (oder von mir aus seit letzem Juni)? Etwas womit Jahre lang weder Eltern, noch Kirchenmänner rebellierten, wird plötzlich als pervers verdammt.

War es das bisher nicht oder hat es einfach keiner gemerkt?
Samstag, 27. Oktober 2007 17:36
Ansgar: @ Peter Pan
Ich habe keine Aufführung gesehen, aber immerhin die Texte gelesen. Momentan bin ich Experte, was die Zielgruppe des Musicals angeht, weil ich zwei kleine Kinder in de Alter habe. Die – und ihre Kindergartenfreunde auch – haben eine vollkommen andere „Sexualität“ als die im Musical angesprochene. Erinnern Sie sich doch selbst, Peter Pan: Haben Sie mit 5 Jahren „onaniert“, sind „zum Höhepunkt gekommen“, haben „sich selbst befriedigt“ und festgestellt, dass Ihr „kleiner Penismann“ Streicheleinheiten „gut leiden kann“? Das Musical ist schlüpfrig-grotesker Irrsinn, von sexuell unreifen Hirnen erdacht.
Samstag, 27. Oktober 2007 17:04
Peter-Pan: @Ansgar
Haben Sie es gesehen? Klingt nämlich so, wie Sie darüber urteielen.

Ich habe es nicht gesehen, kann mich also tatsächlich nicht direkt dazu äußern.

Es fällt mir nur auf, dass dieses Stück nun mal tatsächlich Jahre kritiklos überstanden hat und auch in kirchlichen Tagesstätten vorgetragen wurde, ohne dass Priester, Nonnen oder höhere Mächte auf die Barikaden gingen.

Eher gaben sie ihren Segen dazu, erlaubten die Aufführung auf kirchlichen Grund und in kirlichen Einrichtungen.

Und das legt die Vermutung nahe, dass dieses Kindermusical so pervers wohl nicht sein kann.
Samstag, 27. Oktober 2007 16:09
Ansgar: @Peter Pan
Das Musical ist seit Juli in der Kritik, im Zusammenhang mit den später zurückgezogenen BzgA-Broschüren. Es ist nicht harmlos. Der Vorwurf der Leibfeindlichkeit, die der Grund für die Ablehnung des Musicals sei, ist banal und eine Verteidigungsfinte. Nochmals:
Das Stück ist überflüssig, geht an der Zielgruppe vorbei und ermutigt Pädophile. Allerdings: Von den BzgA-Angeboten ist es in der Tat eins der harmloseren.
Samstag, 27. Oktober 2007 14:43
Peter-Pan: Kinder-Pornospiel?
Erstaunlich. Vier Jahre lang wurde dieses Kinder-Musical aufgeführt – häufig sogar in kirchlichen Einrichtungen selbst. Nie gab es Kritik. Zumindest keine die laut genug gewesen wäre, die Medien zu erreichen.

Und auf einmal ist es perves?? Irgendein Bischof gibt seinen Kommentar dazu ab und die kreuz(netz)zügler zweifeln keine Sekunde daran, dass das Stück tatsächlich kindergefährdend ist?
Samstag, 27. Oktober 2007 12:54
Pünktchen: Es gibt inzwischen starke empirische
Anhaltspunkte für eine vorgeburtliche Orientierungsfestlegung im Sexuellen. Wer diese Erkenntnisse (s. auch: hier unter „genetische Diskussion“ und „andere Ursachen“!) nicht akzeptieren will, muß für auffällige statistische Gegebenheiten (jüngere Brüder sind statistisch häufiger von Homosexualität betroffen) bessere Erklärungen finden. Mit weltanschaulichen Postulaten ist da nichts gewonnen!
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