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Sonntag, 28. Oktober 2007 08:55
Wie ein Schlachtschwein
„Ich übergebe euch meinen Leib. Aber meine Seele wird in den Himmel kommen.“ Seligsprechung von 498 spanischen Märtyrern, die von den kommunistischen Mördern massakriert wurden.
Ausschnitt eines von der spanischen Bischofskonferenz veröffentlichten Mosaiks mit den Fotos der spanischen Märtyrer.
Ausschnitt eines von der spanischen Bischofskonferenz veröffentlichten Mosaiks mit den Fotos der spanischen Märtyrer.
(kreuz.net, Madrid) Im Sommer 1936 verbrachte der Diakon Juan Duarte Martín einige Tage in seinem Heimatdorf Yunquera in Südspanien.

Damals tobte bereits der Spanische Bürgerkrieg, in dem die katholischen Truppen von General Francisco Franco den kommunistischen Horden gegenüberstanden, die dabei waren, das Land in eine Provinz des stalinistischen Sowjet-Terrors umzuwandeln.

Wenige Tage nach seiner Ankunft zuhause wurde der Diakon von den Republikanern – wie sich die kommunistischen Schergen nannten – verschleppt.

„Wie einem Schlachtschwein schnitten
Bischof Cruz Laplana y Laguna:
„Glaubt ihr, daß es keinen Himmel gibt? Meine Söhne, es gibt einen Himmel. Glaubt ihr, daß es keine Hölle gibt? Meine Söhne, es gibt eine Hölle.“
sie ihm den Bauch auf“ – berichtet seine leibliche Schwester, die Klosterfrau Carmen Duarte, laut einem Bericht der Berliner Zeitung ‘Tagesspiegel’.

Die Mutter des Diakons starb kurz nach ihrem Sohn vor Kummer.

Heute Sonntag wird Diakon Juan Duarte seliggesprochen.

Insgesamt sind es 498 Märtyrer, die der Präfekt der Heiligsprechungskongregation, José Kardinal Saraiva Martin, zur Ehre der Altäre erhebt.

Es handelt sich dabei um die größte Seligsprechung der Kirchengeschichte.

Unter den neuen Seligen befinden sich zwei Bischöfe, 24 Priester, 462 Ordensleute, der Diakon Juan Duarte Martín, ein Subdiakon, ein Seminarist und sieben Laien.

Fast der ganze spanische Episkopat ist zur Seligsprechung nach Rom gereist. Mehr als tausend Priester werden von der Ferne aus mit einer Hostienschale in der Hand konzelebrieren. Tausende Gläubige werden der Messe beiwohnen.

Mons. Narciso Estenaga Echevarría
Mons. Narciso Estenaga Echevarría
Treue Bischöfe

Einen der beiden Märtyrerbischöfe, Mons. Narciso Estenaga Echevarría (*1882) von Ciudad Real, ermordeten die Kommunisten am 22. August 1936.

Er starb gemeinsam mit seinem Sekretär, Hw. Julio Melgar Salgano, der sich ebenfalls unter den neuen Seligen befindet. Die blutigen Details der Hinrichtung sind nicht bekannt.

Wenige Tage vorher, am 7. August 1936, erschossen die Kommunisten den zweiten seligen Märtyrerbischof, Mons. Cruz Laplana y Laguna (*1875) von Cuenca.

Mons. Cruz Laplana y Laguna
Mons. Cruz Laplana y Laguna
Auch er starb gemeinsam mit seinem Sekretär, Hw. Fernando Español Berdié, der heute ebenfalls seliggesprochen wird.

Der Leichnam des Bischofs wurde von seinen haßentbrannten Mördern brutal entstellt.

Vor seiner Ermordung richtete der Bischof das Wort an seine Peiniger:

„Ich weiß, daß ihr mich töten werdet. Aber wenn mein Leben notwendig ist, werde ich es für Spanien opfern.

Glaubt ihr, daß es keinen Himmel gibt? Meine Söhne, es gibt einen Himmel. Glaubt ihr, daß es keine Hölle gibt? Meine Söhne, es gibt eine Hölle.

Ihr könnt mich töten. Ich übergebe euch meinen Leib. Aber meine Seele wird in den Himmel kommen. Ich vergebe euch und werde im Himmel für euch beten.“
Alle Lesermeinungen anzeigen 6 von 92 Lesermeinungen:
Dienstag, 30. Oktober 2007 15:47
Montfalcone: @GerdEric:
Das sagten Sie ja sowieso, oder?

Sie sollten nicht alles,
was hier über mich erlogen wird,
glauben.

Aber ich soll doch wohl glauben, was Sie über sich selbst sagen? Darauf bezog ich mich ja.

Ansonsten s. die Replik von PXII.
Dienstag, 30. Oktober 2007 15:41
Pius XII: GerdEric, man kann nicht wissen, was man nicht weiß
Wieso machen Sie sich nicht erstmal schlau, ehe Sie hier rumstussen? Es gibt Diözesen in Katalonien (etwa Lerida/LLeida), da sind 90 % des Klerus bestialisch ermordet wurden, der Rest floh. Wollen Sie das allen Ernstes rechtfertigen?

Es ist grober Unfug, daß die Oberschicht und der Klerus paramilitärische Einheiten hatten und die Unterschicht quasi in vorweggenommener Notwehr gehandelt hätte. Die Macht im Sommer 1936 lag bei der Republik und den paramilitärischen Verbänden der Anarchisten, Kommunisten und Sozialisten. Das Militär griff erst ein, als die Kirchen bereits brannten. Ziel der Republik war es, den Katholizismus in Spanien vollständig auszurotten. In der Republik waren bis zu deren verdientem Ende 1939 jedwede öffentlichen Messen verboten – so weit hat es nicht mal der russische Kommunismus getrieben.
Insofern, GerdEric, ist Ihr ahnungslos-dummes Geschreibsel einfach ärgerlich!
Dienstag, 30. Oktober 2007 15:32
GerdEric: @Montfalcone
Das sagten Sie ja sowieso, oder?

Sie sollten nicht alles,
was hier über mich erlogen wird,
glauben.

Ich habe die Ursachen der Morde genannt,
das mag aus Ihrer Sicht die reine Lust am Morden sein,
aber aus der Sicht der Besitzlosen,
die von der Kirche verlassen waren,
war es Notwehr,
denn papramilitärsiche Gruppen standen hinter der Oberschicht und dem Klerus.
Dienstag, 30. Oktober 2007 14:35
Montfalcone: @GerdEric:
Wenn das kein Mord ist,
Was?

dann ist auch der Mord an den Klerikern kein Mord…
Das sagten Sie ja sowieso, oder?

um es mal zynisch zu sagen: Beihilfe zum Märtyertum
Zynisch ist gar kein Ausdruck.

Was Ihr den Geringsten tut, das tut Ihr mir!
(ich weiß echt nicht wer das gesagt haben soll)

Das glaube ich Ihnen gern.

Das Böse gibt es eben, in mancherlei Form; manchmal kann man es weniger gut erkennen, und manchmal eben doch sehr gut.
Dienstag, 30. Oktober 2007 14:24
GerdEric: @Montfalcone
Wenn das kein Mord ist,
dann ist auch der Mord an den Klerikern kein Mord…
um es mal zynisch zu sagen: Beihilfe zum Märtyertum

Was Ihr den Geringsten tut, das tut Ihr mir!
(ich weiß echt nicht wer das gesagt haben soll)
Dienstag, 30. Oktober 2007 14:11
Montfalcone: @GerdEric:
[…] wenn z.B. eine politische Gruppe Rekruten einberuft, […]
die dann ihr Leben dafür geben sollen/müssen.

Das ist Mord.

Nein, das ist kein Mord.

Daß die Verhältnisse in Spanien damals schlecht waren,
vorallem für die Besitz- und Mittellosen,
ist wohl klar,

Nein. Was heißt denn schlecht, und was vor allem?

und daß der Klerus leider auf der Seite der falschen war, ist auch klar,
Nein.

denn Jesus stand nicht auf der Seite Herodes,
er stand auf der Seite des einfachen Menschen,
er stand nicht auf der Seite der Gesetze um der Gesetze willen

Das ist ein non sequitur. Herodes (welchen meinen Sie eigentlich?) ist kein Symbol für die Besitzenden (?), weder in der Hl. Schrift noch anderweitig. Und kein Herodes wird als Zeichen des „Gesetzes um des Gesetzes Willen“ verwendet; eher im Gegenteil.

Auch wenn Menschen sich gegen Unterdrückung sich erheben, sie dann erschossen werden, es bleibt Mord.
Je nachdem. Aber wenn dem so wäre, wäre das nicht Ihr Punkt, sondern meiner.

Daß der Klerus sich auf die falsche Seite stellte,
die der Macht,
führte dazu,
daß sich die sich von G’TT verlassen fühlten,
gegen die Kleriker wandten.

Die Macht war die Republik, und diese wandte sich gegen die Kirche.

Auch Rufmord ist Mord!
Nein.

GerdEric, Sie inflationieren den Mordbegriff mit Ihren Privatdefinitionen und vergehen sich damit erneut an den Ermordeten.

Meine Frage, warum die Kirche ihre Märtyrer nicht seligsprechen sollte, haben Sie nicht beantwortet.
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