In Deutschland leistet ein Dorf entschlossenen Widerstand gegen die Einführung regelmäßiger Wortgottesdienste am Sonntag: „Warum, wenn doch ein Priester im Ort wohnt.“
Bei Wortgottesdiensten übernehmen sogenannte Gemeindereferentinnen die Rolle des Priesters.
(kreuz.net, Blankenheim) Seit dem vorletzten Sonntag wurde in der 8.600-Seelen Gemeinde Blankenheim der
Pfarrverbund „Hl. Apostel Matthias“ errichtet. Er umfaßt neben Blankenheim auch 17 Ortsteile.
Blankenheim
befindet sich siebzig Kilometer südwestlich von Köln und gehört kirchlich zum Bistum Aachen.
Zu dem
Pfarrverbund gehören knapp 6.500 Katholiken, zehn Kirchen und acht Kapellen.
Sie werden von zwei Pfarrern,
Hw. Hans-Peter Meuser und Hw. Gernot Auer, betreut. Ihnen stehen drei Pfarresignate – Hw. Gregor Stepkes,
Hw. Richard Hahn und Hw. Werner Rampold – sowie die Gemeindereferentin Susanne Funke zur Seite.
Trotz
der fünf im Ort residierenden Priester soll es aber in jeder Kirche, wo Sonntagsmessen gelesen werden,
jeden fünften Sonntag statt der Messe einen Wortgottesdienst geben.
Katholiken, die am Sonntag nur den
Wortgottesdienst besuchen, erfüllen nach Kirchenrecht ihre Sonntagspflicht nicht.
Die Gläubigen im
1000-Seelen Ortsteil Blankenheimerdorf sind mit der neuen Regelung gar nicht einverstanden. Das berichtete
die Tageszeitung ‘Kölner Stadt-Anzeiger’.
Deshalb verweigerten die Vorsitzende und die Vizevorsitzende
des dortigen Pfarrgemeinderates eine von ihnen in dieser Sache geforderte Unterschrift.
Die Vizevorsitzende
des Pfarrgemeinderates verwies dabei auf den Pfarresignat Werner Rampold, der in der Ortschaft wohnt und
bereit sei, den Sonntagsdienst zu übernehmen.
Hw. Rampold sei zu krank, um in den anderen Ortsteilen
Messen zu übernehmen.
Die Gläubigen wollten das Angebot von Resignat Rampold schon im September mit
dem zuständigen Pfarrer Meuser besprechen.
Doch der verweigerte kurzerhand das Gespräch: „Darüber
diskutiere ich mit euch nicht.“
Das ganze Dorf macht mobil
Deshalb schritt das mündige Kirchenvolk
zur Tat.
Am letzten Samstag demonstrierten rund zweihundert Katholiken vor der Pfarrkirche St. Peter
und Paul.
„Das ganze Dorf macht heute mobil“ – erklärte die Vizevorsitzende des Pfarrgemeinderates nach
dem Bericht des ‘Kölner Stadt-Anzeigers’.
Die Gläubigen trugen Schilder und Plakate mit verschiedenen
Aufschriften: „Warum Wortgottesdienst, wenn ein Priester im Ort ist“ oder „Johannes XXIII., wir bitten
um Deine Hilfe“.
Lieder wurden gesungen und man betete gemeinsam das Vater Unser.
Angesichts der Kälte
verteilte der Dorfwirt umsonst Glühwein.
Eine 84jährige Demonstrantin kommentierte die Wortgottesdienste
fassungslos: „Sowas hat es hier noch nie gegeben.“
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28 Lesermeinungen
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einmal ganz abgesehen davon … … dass es in der kirche schon immer nichteucharistische (also sog. „wort-“)
gottesdienste gab (die tagzeitenliturgie, das rosenkranzgebet, die andachten etc. wurden bereits erwähnt),
halte ich das „argument“ „das hat’s noch nie gegeben“ für relativ wenig aussagekräftig. die alleinige
feststellung, dass es etwas noch nicht gab (noch dazu, wo es nachweislich falsch ist), sagt noch absolut
nichts darüber aus, ob eine neuerung nun gut ist oder nicht. richtig ist allerdings, dass eine wort-gottes-feier
einer eigenen form bedarf (wie sie von den bischofskonferenzen ja auch vorgegeben ist) und nicht einfach
nach dem modell „messe minus hochgebet“ stattfinden sollte. vor allem halte ich daher eine wort-gottes-feier
mit kommunionspendung für einen falschen weg – auch wenn es die kommunionspendung außerhalb der hl.
messe schon immer gegeben hat.
Diözeseangrenzen Typ schrieb: Meines Wissens geht die Grenze zwischen den Diözesen Münster und Essen
mitten durch die Stadt Hamm und die Grenze zwischen den Diözesen Münster und Paderborn mitten durch
die Stadt Lünen. Und ich glaube, im Süden und Südwesten Deutschlands gibt es auch ähnliche Grenzziehungen
zwischen den Diözesen.Dies stimmt. Auch einige Stadteile Duisburgs gehören zu Münster, der Grossteil
aber zu Essen. Daneben gibt es noch in manchen Gegenden Enklaven,das heisst ein Teil einer Diözese hängt
nicht mit dem übrigen Diözeseangebiet zusammen und ist vom Gebiet einer anderen Diözese umgeben. Ich
glaube z.B. Mainz hat eine solche. Auch der ganze Bezirk Oldenburg des Bistums Münster ist von Osnabrück
umgeben, so dass der Bischof von Münster immer durch Osnabrücker Territorium muss, wenn er in das Oldenburger
Land will. Auch ich hatte mich übrigens schon gewundert, dass die besagten Pfarreien im Erzbistum Köln
sein sollten, da Wortgottesfeiern am Sonntag dort meines Wissens nicht gefördert werden.
#26 Don Camillo 16:35:38 | Montag, 29. Oktober 2007
WGF d. DBK Im Geleitwort zum „Deutschen“ Wort-Gottes-Feier-Buch wird betont, dass darauf hinzuwirken ist,
dass jede Pfarrgemeinde sonntags die Eucharistie feiern kann. Ist das jedoch nicht möglich, soll der
nächst gelegene Ort, wo Eucharistie gefeiert wird, aufgesucht werden. Und erst wenn das aufgrund der
Entfernung nicht mehr zumutbar ist, soll die Pfarrgemeinde am Sonntag zu einer Wortgottesfeier zusammenkommen.
Ziel der Wortgottesfeier ist es, dass „die Gläubigen einander und ihren Herrn nicht aus den Augen verlieren,
und [so wird] ihre Sehnsucht nach der heiligen Eucharistie […] lebendig bleiben.“ Die Versammlung der
Gläubigen verleiht dem Sonntag also auch hier eine besondere Bedeutung. Der Sonntag wird also auch dann,
wenn keine Eucharistie gefeiert werden kann, als Tag der Versammlung charakterisiert, an dem die Gläubigen
das Wort Gottes hören, durch das sie Weisung und Stärkung erfahren und darauf in Gebet und Zeichen ihre
Antwort geben
monti Guten Tag, ich bin neu hier. Ich dachte nur, es sei interessant zu erfahren, dass die Grenze zwischen
den Diözesen Münster und Essen durch die Stadt Duisburg läuft. Ursache dafür ist die kommunale Gebietsreform
der 70er Jahre. Da wurde die Stadt Walsum (Bistum Münster) von der Stadt Duisburg, die zum Bistum Essen
gehört, „geschluckt“. Natürlich änderte dieser Verwaltungsakt nichts an den kirchlichen Grenzen.
Unsinn Bei Wortgottesdiensten übernehmen sogenannte Gemeindereferentinnen die Rolle des Priesters. Diese
Bildunterschrift ist absoluter Unsinn! Bei Wortgottesdiensten gibt es KEINE festgelegten und notwendigen
Dienste …
@ monti Meines Wissens geht die Grenze zwischen den Diözesen Münster und Essen mitten durch die Stadt
Hamm und die Grenze zwischen den Diözesen Münster und Paderborn mitten durch die Stadt Lünen. Und ich
glaube, im Süden und Südwesten Deutschlands gibt es auch ähnliche Grenzziehungen zwischen den Diözesen.
Kommt das eigentlich öfter vor, dass Dörfer eines Kreises (wie hier der Kreis Euskirchen) zu zwei verschieden
Bistümern gehören ? Nur mal so interessehalber.
@ Don Camillo Richtig, ich habe mich geirrt (bzw. den falschen Ausdruck verwendet). Die Liturgischen Institute
Deutschlands, Österreichs und Luxemburgs haben das von Ihnen genannte Buch herausgegeben; einige Jahre
vorher dasselbe in der Schweiz – jeweils im Auftrag ihrer Bischofskonferenzen. Es handelt sich nicht um
ein vom Papst approbiertes Buch, allerdings ist bekannt (Belegstellen fehlen mir), dass es erst veröffentlicht
wurde, nachdem der Papst dem zugestimmt hatte. In der Terminologie des II. Vatikanischen Konzils handelt
es sich also bei der Wort-Gottes-Feier nicht um „sacra liturgia“ (päpstlich geregelte Liturgie), aber
auch nicht bloß um ein „pium exercitium“ (alles, was sonstwie fromm ist), sondern um die Zwischenstufe
eines „sacrum exercitium“ (also eine bischöflich erlassene Gottesdienstform). Ich nehme meine Behauptung
zurück. Nichtsdestotrotz stellt dieses Buch – nach seiner nach und nach erfolgenden Inkraftsetzung durch
die Ortsbischöfe – die Norm für die Wort-Gottes-Feier im deutschen Sprachraum dar.
#18 Don Camillo 13:53:01 | Montag, 29. Oktober 2007
@Alois Bischof; @Typ Ich kann Ihnen aber versichern, dass in der Kirche Jerusalems im 4. Jahrhundert […]
keine ohne Erlaubnis und ohne Tradition selbstgebastelte Texte gab wie in den deutschen Wortgottesdiensten
von heute. Dann nennen Sie doch bitte Quellen, wenn Sie das versichern können. Die ersten Sakramentarien
sind leider erst rund zwei Jahrhunderte später entstanden. Kurz zuvor gab es in Rom die sog. „Libelli“,
aus denen heraus die Sakramentarien entstanden sind. Konkrete Quellen von Euchologien fehlen uns leider
aus dieser Zeit. Einzig die Struktur der Messfeier ist teilweise aufgrund der patristischen Literatur
rekonstruierbar. Für die Wort-Gottes-Feier gibt es ein vom Papst approbiertes Buch. Könnten Sie bitte
dieses Buch nennen. Von Rom gibt es einzig das „Directorium de celebrationibus dominicalibus absente presbytero“
von 1988 von der CONGREGATIO PRO CULTO DIVINO. Sehr wahrscheinlich meinen Sie die von der Deutschen und
Österreichischen Bischofskonferenz und dem Erzbischof von Luxemburg approbierte Wort-Gottes-Feier-Buch
von 2004. Ebenfalls gibt es ein Wortgottesfeierbuch der Schweizer Bischofskonferenz von 1997.
#17 Melchisedech 13:31:01 | Montag, 29. Oktober 2007
Im Bistum Aachen… …befinden sich besagte Pfarrgemeinden und NICHT im Erzbsitum Köln. Auch im Bistum
Aachen gibt es klare Stellungnahmen seitens des Bischofs, regelmäßige Wortgottesdienste mit Kommunion
NICHT zu etablieren. Es dient der vielgepriesenen Geschwisterlichkeit in der Kirche und in den Pfarrgemeinden,
die Messe dort zu besuchen wo sie gefeiert wird, also auch nebenan in einer nachbarkirche. Die Kirche
wird durch die Eucharistie aufgebaut. Die Pfarrer können oder wollen den Gläubigen Messtheologie/-spiritualität
und die Lehre über die Kirche nicht mehr lehramtstreu vermitteln. Ein Weihbischof in Aachen sprach klipp
und klar von Protestantisierung durch diese regelmäßigen Wortgottesdienste (-feiern). Die Gläubigen
in besagter Pfarrei mögen den Mut haben, sich bischöflichen Beistand in der Auseinandersetzung mit ihrem
Pfarrer zu erbitten!
Selbstzerstörung der Kirche Dieser totalitäre sog. „Pfarrer“ der gegen die seelsorglichen Erfordernisse,
den noch Gläubigen die Hl. MEsse vorenthalten will, sollte einfach versetzt werden. Er will sich nicht
um die Seelen sorgen, also ist er ungeeignet. Darüber hinaus ist er ein Dialogverweigerer!!! Im übrigen
erinnert mich dieserTyp an Pfarreien von denen mir Verwandte und Bekannte erzählen, wo jetzt schon mal
an manchen Tag keine Messe gefeiert wird, mit der offiziellen Begründung, damit sich die noch Gläubigen
schon mal an die zukünftige priesterlose Zeit gewöhnen können. Trotz Pfarrer und Kaplan, NULL Werktagsmessen
um die priesterlose Zukunft zu trainieren – das ist echt so mega-idiotisch, daß man sich fragt wie so
einer mal ein Abitur erlangen konnte.
@ Alois Bischof in der Kirche Jerusalems im 4. Jahrhundert keine Frauen der „Feier vorstanden“ Da gab
es ja auch genügend Priester und Diakone. Frauen die Leitung übernahmen in pseudoklerikalen Gewändern
Sicher nicht. Tun sie es heute? Ich habe bisher nur Gottesdienstvorsteherinnen in Albe gesehen. Und die
Albe ist nicht pseudoklerikal, sondern sie ist das Gewand aller Getauften – so wie das weiße Taufkleid
oder das weiße Erstkommunionkleid (vgl. Apk 7,14) und dass es auch keine nicht-geweihten Kommunionhelfer
gab Heutzutage werden Wort-Gottes-Feiern in den allermeisten Fällen ohne Kommunionspendung gefeiert.
und auch, dass es keine ohne Erlaubnis und ohne Tradition selbstgebastelte Texte gab wie in den deutschen
Wortgottesdiensten von heute Für die Wort-Gottes-Feier gibt es ein vom Papst approbiertes Buch. Manches
darin ist neu – aber auch Rosenkranz, Fronleichnamsfest und leoninische Gebete waren mal neu. Tradition
heißt ja nicht, dass niemals neues entstehen kann. Die letzteren passen ja nicht ins monastische Konzept
der fortwährenden Liturgie von Vesper über das Hl. Messopfer bis hin zum Angelus Das ist kein monastisches
Konzept, sondern ein altkirchliches. Und der Angelus ist nun ganz und gar unmonastisch; ist eine reine
Ersatzform. neue „Kirchenmodell“ annimmt, in dem kein Priester mehr notwendig ist Es gibt keine Eucharistie
ohne Priester. Es gibt nur Gemeinden, die, wenn sie keinen Priester haben, sich wenigstens um Gottes Wort
versammeln. Was haben Sie gegen Gottes Wort?
#14 Don Camillo 13:05:35 | Montag, 29. Oktober 2007
so als kleiner Hinweis Innerhalb der theologischen Diskussion redet man von Wortgottesfeiern, d.h. es
handelt sich um einen Gottesdienst ohne Eucharistiefeier. Wortgottesdienst meint den ersten Teil der Hl.
Messe.
#13 Alois Bischof 13:03:25 | Montag, 29. Oktober 2007
Typ,,,, Ich kann Ihnen aber versichern, dass in der Kirche Jerusalems im 4. Jahrhundert keine Frauen der
„Feier vorstanden“, dass dort sicherlich keine Frauen die Leitung übernahmen in pseudoklerikalen Gewändern,
und dass es auch keine nicht-geweihten Kommunionhelfer gab, und auch, dass es keine ohne Erlaubnis und
ohne Tradition selbstgebastelte Texte gab wie in den deutschen Wortgottesdiensten von heute. Die letzteren
passen ja nicht ins monastische Konzept der fortwährenden Liturgie von Vesper über das Hl. Messopfer
bis hin zum Angelus, sind jedoch selbstgestaltete Ereignisse die lediglich dazu dienen dass man künftig
leichter das bereits vorbereitete neue „Kirchenmodell“ annimmt, in dem kein Priester mehr notwendig ist,
und in dem die Sakramente – so wie es 1949 in der Deutschen Reichskirche nach Rosenberg hätte sein müssen –
zu Symbolfeiern werden des gesellschaftlichen und alltäglichen Lebens. Ohne übernatürlichen Inhalt.
Man geht in die Kirche um sich von der Welt zu trennen in einigen Momenten, doch nicht um die Welt dort
wieder vorzufinden und zwar agressiver und sakrilegischer als draußen!
@ K.TO. Ich brauch nicht in eine Kirche zu gehen… wenn es nur um ein Geschwatz geht. Ich kann zuhause
lesen und reden was ich will: Bibel oder fromme Texten. Ich gehe zur Messe für die Messe (Opfer), nicht
zu tanzen, singen, reden oder bewegen. Die Messe ist kein Zirkus Zauberhaft. Mit solchen Ausfällen verurteilen
Sie – den gemeinsam gebeteten Rosenkranz (fromme Texte, die man zuhause lesen kann) – die Karfreitagsliturgie
(keine Messe) – die Fronleichnamsprozession (sich bewegen – „procedere“ = „unterwegs sein, schreiten“)
– die bis in die 60er-Jahre vielerorts praktizierte Predigt am Sonntagnachmittag – das monastische Stundengebet
(fromme Texte, die man zuhause lesen kann) – die uralten liturgischen Anweisungen „flectamus genua“ und
„levate“ (sich bewegen!) – Pius X. (der das gemeinsame Singen förderte und forderte; Sie hingegen lehnen
das ab) – den Apostel Paulus, der in Eph 5,19 auffordert: „Singt in eurer Mitte Psalmen, Hymnen und Lieder“
– die Jerusalemer Liturgie des 4. Jahrhunderts, von der uns die Pilgerin Egeria berichtet (nur ein ganz
kleiner Teil des liturgischen Lebens waren Messen, das meiste war Psalmengesang, Predigt, Prozession und
Schriftlesung, z.T. sogar stundenlang) Alles das ist für Sie „Zirkus“. Großartig, Sie sind ein toller
Katholik!
@K.TO – Wortgottesdienste Prima, Ihre Ausführungen! Wortgottesdienste besuche ich grundsätzlich nicht
mehr. In meinem ganzen Leben habe ich vielleicht drei solche zwangsläufig besucht. Es sind Blabla Gottesdienst
von Tussies, die Pfarrer spielen wollen. Da kann man getrost zuhause bleiben.
Soundsoundsowieso Es ist schön einen Artikel auf Kreuz.net zu lesen, der den Pfarrgemeinderat in einem
guten Lichte vzeigt. Allerdings darf gerade das Statment der 84jährigen Frau nicht überbewertet werden.
Aussagen wie, „sowas hat es hier noch nie gegeben“ zeigen das wahre Gesicht solcher Aktionen sowie auch
den wahren Grund, warum Wortgottesdienste angeboten werden. Es geht allgemein nur darum, das „Angebot
Kirche“ vor Ort zu erhalten, den Wellnessfaktor Kirchgang nicht zu streichen. Dabei wäre ein Weniger
an Gottesdienstangebote wahrscheinlich ein mehr an wirklich gläubigen Gläubigen. Selbst die älteren
Menschen in den Gemeinden finden eine Fahrgelegenheit in den Nachbarort, wenn dort bei Gelegenheit Kaffe
grtatis gibt, Sie weden es auch, womöglich mit der Hilfe motorisierter Gottesdioenstbesucher , in den
Gottesdienst zum Nachbarort schaffen. Wir müssen die Anzahl der Gottesdienste an der Anzahl Priester
festmachen und nicht an der Anzahl der Gemeinden, da diese nur statistische Steuerzahlgläubige ausweisen
aber nicht reale Gläubige.
@ Alois Bischof Können Sie mir einen Fall nachweisen, in dem im Rahmen einer Wort-Gottes-Feier eine Eucharistiefeier
simuliert wurde? Ich kenne keinen einzigen. Auch die Bilder, die mal hier von kreuz.net publiziert wurden,
ließen eher den Schluss zu, dass es sich um einen Wortgottesdienst mit Kommunionfeier, aber nicht um
eine simulierte Eucharistiefeier handelte. Wenn die Wort-Gottes-Feier Ihrer Meinung nach die Simulation
einer Eucharistiefeier ist, wie denken Sie dann über Tagzeitenliturgie und die Karfreitagsliturgie? Sind
das auch Simulationen der Eucharistiefeier? Erstere enthält teilweise dieselben Texte wie die Messe des
Tages (Orationen, Antiphonen, Psalmen), letztere ist in ihrem Aufbau der Wort-Gottes-Feier nicht unähnlich.
Wieso ist eigentlich Lesen und Auslegen der Hl. Schrift „protestantisierend“? Halten Sie auch die tridentinische
„Vormesse“ für „protestantisierend“? Da werden immerhin Lesungen gelesen und ggfs. ausgelegt. Ekelt Sie
dieser Teil der „Alten Messe“ nicht an?
Ich brauch nicht in eine Kirche zu gehen… … wenn es nur um ein Geschwatz geht. Ich kann zuhause lesen
und reden was ich will: Bibel oder fromme Texten. Ich gehe zur Messe für die Messe (Opfer), nicht zu
tanzen, singen, reden oder bewegen. Die Messe ist kein Zirkus
#7 Alois Bischof 12:22:14 | Montag, 29. Oktober 2007
Auch Lutheranismus Es wundert mich gar nicht, wenn auch im Erzbistum des angeblich „konservativen“ Kardinal
Meisner – der in anderen Angelegenheiten, das muss gesagt, heldenhaft das Recht auf Leben verteidigt hat –
nun nach vierzig Jahren Novus Ordo Missae auch der Krypto-Lutheranismus Einzug hält. Es ist ja eine logische
Folge der Protestantisierung der Liturgie, des theologischen Modernismus und des denominationellen Relativismus
der in der BRD schon seit 1965 herrscht und alle Kritiker versucht zu dämonisieren. Die einzige Lösung
ist angesichts dieser Aufstände und Liturgieskandale sich treu zur Römisch-Katholischen Tradition und
zur überlieferten Liturgie der Römischen Kirche zu bekennen. In der örtlichen FSSPX-Kapelle zu Köln
wird auch in 70 oder 300 Jahren noch keine Referentin eine Eucharistie simulieren können. Diese Stabilität
gibt den Katholiken Seelenruhe und Seelenfreude. Ich rufe dieses Dorf auf zurück zur Tradition zu gehen,
z.B. in dem man das Missale Romanum 1962, des Johannes XXIII., wiederaufnimmt. Es gibt traditionell-röm.-kath.
Priester die mit Freude diese Gemeinde dabei helfen würden.
@ K.TO Da haben sie ‘was nicht verstanden: Ps 119,105: „Eine Leuchte für deinen Fuß ist mein Wort; ein
Licht für meinen Pfad.“ 2Petr 3,2: „Denkt an die Worte, die von den heiligen Propheten im voraus verkündet
worden sind, und an das Gebot des Herrn und Retters, das eure Apostel euch überliefert haben.“ Apk 1,3:
„Selig, wer diese prophetischen Worte vorliest und wer sie hört und wer sich an das hält, was geschrieben
ist; denn die Zeit ist nahe.“ Joh 5,24: „Amen, amen, ich sage euch: Wer mein Wort hört und dem glaubt,
der mich gesandt hat, hat das ewige Leben; er kommt nicht ins Gericht, sondern ist aus dem Tod ins Leben
hinübergegangen.“ Konzil von Trient: Die Kirche „folgt dem Beispiel der rechtgläubigen Väter, wenn
sie alle Bücher des Alten und Neuen Bundes […] anerkennt und verehrt“. Also besonders katholisch die
von Ihnen gemachte Gleichsetzung „Wort Gottes = Blabla“ nicht gerade…
doncamillo Nein, wer hier offenkundig nicht mit Rechtstexten umgehen kann, sind Sie. In can. 1248 § 2
ist die Rede vom „Fehlen eines geistlichen Amtsträgers“. Dass ein solches Fehlen vorliegt, wenn z.B.
direkt vor Ort kein Priester verfügbar ist, ist hier gar nicht ausgesagt. Hier muss man zur richtigen
Bewertung die Frage einbeziehen, welche Umstände für einen Gläubigen zumutbar sind, zu einer Sonntagsmesse
zu gelangen. Es ist kein „schwerwiegender Grund“, um fernzubleiben, wenn nicht gleich vor der Haustüre
die nächste Gelegenheit zur Messe ist.
#3 Don Camillo 11:28:31 | Montag, 29. Oktober 2007
falsche Behauptung Katholiken, die am Sonntag nur den Wortgottesdienst besuchen, erfüllen nach Kirchenrecht
ihre Sonntagspflicht nicht. Tja, da hat die Kirchenrechtsvorlesung wohl nicht gefruchtet. Man lese doch
bitte CIC/1983 Can. 1248 § 2.
Nicht sofort wieder auf kreuz.net einschlagen. Kreuz.net hat diesen Artikel – in abgewandelter Form –
aus dem Kölner Stadtanzeiger entnommen. Und im übrigen halte ich nichts von „Möchtegern-Monarchen“
wie diesem selbstgerechten Pfr. Meuser, der Gespräche verweigert und sagt: „Darüber diskutiere ich mit
euch nicht.“
Sicher falsch Eine 84jährige Demonstrantin kommentierte die Wortgottesdienste fassungslos: „Sowas hat
es hier noch nie gegeben.“ Als unter preußischer Herrschaft schon einmal erheblicher Priestermangel in
weiten Teilen des Landes gegeben war, hat es mit ziemlicher Wahrscheinlichkeit auch in der Gemeinde der
Dame Wortgottesdienste gegeben. Die waren sehr weit verbreitet damals. Bin schon gespannt, wann kreuz.net
ähnlich euphorisch über eine Gemeinde berichtet, die den „alten Ritus“ nicht will. Man könnte dann
als Begründung ja auch mal anführen: Zwei formae ein und desselben Ritus? „Sowas hat es hier noch nie
gegeben.“