12:35:23 | Montag, 29. Oktober 2007
In Deutschland wird gegenwärtig versucht, einen gigantischen Pädophilieskandal unter den Teppich zu kehren. Eine staatliche Stelle rief jahrelang zu Kindesmißbrauch auf.

Titelblatt der perversen Broschüre „Körper, Liebe, Doktorspiele“
(kreuz.net) „Jahrelang hat das Bundesfamilienministerium Aufklärungsratgeber vertrieben, die eindeutig
zum Kindesmißbrauch aufriefen.“
Das erklärte der Soziologe Gerhard Amendt (68) in einem Essay, das
am 26. Oktober in der deutschen Tageszeitung ‘Welt’ publiziert wurde.
Amendt ist Professor für Geschlechter-
und Generationenforschung an der Universität Bremen.
Er bezieht sich auf den kindergefährdenden Elternratgeber
„Körper, Liebe, Doktorspiele“, der seit 2001 von der deutschen ‘Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung’
vertrieben wurde.
Die hochumstrittene Broschüre aus Zeiten rot-grüner Familienpolitik wurde in einer
Nacht- und Nebelaktion von der CDU-Familienministerin Ursula von der Leyen aus dem Verkehr gezogen.
Genitalien-GrapschenAmendt deckt in seinem Essay die perfide Verschleierungstaktik
auf, die in dem Werk verwendet wird: „Dadurch werden die Texte weniger angreifbar und der Leser merkt
nur allmählich, wie ihm geschieht.“
So versuche „Körper, Liebe, Doktorspiele“ die Eltern zu verpflichten,
ihren Kindern alles zu zeigen und sie alles befühlen zu lassen, was sie an deren Körper interessiert:
„So sollen die Kinder die Eltern erkunden, die zu diesem Zweck den Kindern ihre Sexualorgane öffnen
sollen.“
Anfassen sei sexualerzieherisch wertvoller als Reden.
„Als Selbstverständlichkeit wird hinzugefügt,
daß Eltern sich dabei sexuell erregen“ – so Amendt.
Zugleich versuche das Werk, die Unterschiede zwischen
Männlichem und Weiblichen einzuebnen.
Es werde die Illusion erweckt, daß gutes Leben zwischen den Geschlechtern
erst beginnen könne, wenn solcherlei Unterschiede abgeschafft seien: „Eine rabiate Kampfansage an jede
individualisierte Lebensführung und privat verfaßte Lebenskultur.“
Offene DrohgebärdenDie Broschüre
versucht nach Amendt, die Sexualität in einem ersten Schritt zu banalisieren.
So erklärt sie, daß
Eltern ihren Kindern das Lesen, den Unterschied zwischen roten und grünen Ampeln und vieles mehr beibringen
würden: „Warum aber machen sie eine Ausnahme bei der Sexualität“ – unterstellt die Broschüre.
Die
Antwort von Amendt: „Weil Sexualität weder eine Verkehrsampel, noch eine Leseübung, noch vieles andere
mehr ist.“
Der Ratgeber bläue seine Banalisierungs-Ideologie den Eltern mit offenen Drohgebärden ein:
Eltern, die sich der Gleichsetzung von Äpfeln und Birnen widersetzten, würden ihre Kinder erst richtig
sexbesessen machen – was Eltern angeblich am meisten fürchten.
Belohnend wird den Eltern geweissagt,
daß ihre Kinder an Sex geringeres Interesse entwickeln, wenn sie ihnen ihren Körper zum Betasten und
Beschauen zugänglich machen.
Doch Amendt informiert, daß solche Weissagungen weder von Psychotherapie
noch Psychiatrie bestätigt werden.
Die Psychotherapie von Mißbrauchten zeige, „daß der Zugang zu den
Sexualorganen der Erwachsenen die Kinder verstört oder traumatisiert“.
„Es hat kulturell bewährte Gründe,
wenn Eltern es beim Reden bewenden lassen und inzestartiges Handeln vermeiden.“
Typisch für Charaktergestörte
Nach Amendt übernimmt der sogenannte Ratgeber Argumente, „die von Personen mit schweren Charakterstörungen
zu hören sind, wenn ihnen die Schädlichkeit ihres Verhaltens vor Gericht vorgehalten wird“.
Nach der
schwer gestörten Innenwelt von Kinderschändern wünschen sich Kinder angeblich diese Genitalerkundungen:
„Eine solche Verkennung ist typisch für Charaktergestörte, die in Psychiatrie und psychologischer Diagnostik
als Pädophile eingeordnet werden.“
Auf der gleichen Linie heißt es in der Broschüre, daß ein Kind
durchaus einmal in den geräuschvoll verlaufenden Sex seiner Eltern hineingeraten könne.
Dann sollten
die Eltern das Kind einfach zu sich ins Bett nehmen und ihm sagen, das sei wie beim kindlichen Spiel,
bei dem ginge es ja mitunter auch ganz schön laut her.
Amendt führt solche Aussagen auf die Ideologie
der Broschüre zurück, wonach Unterschiede zwischen Erwachsenen und Kindern eingeebnet werden müßten:
„Deshalb darf die elterliche Leidenschaft nichts anderes sein als das wilde Schreien von Kindern beim
Spiel.“
Gerhard Amendt:
„Seit wann teilen Ehefrau und Ehemann ihre Liebe zueinander mit ihren Kindern?“
Wenn der Sohn um das vierte Lebensjahr herum mit seinem Vater um die Mutter rivalisiert, wird Ehefrauen
empfohlen, „ihre Liebe zwischen beiden gerecht aufzuteilen“.
Amendts erstaunte Frage: „Seit wann teilen
Ehefrau und Ehemann ihre Liebe zueinander mit ihren Kindern?“
Die Ideologie der Broschüre trübe den
Blick für die Tatsache, daß zwischen der zärtlichen Liebe von Eltern zu ihren Kindern und der erotisch-sexuellen
Liebe zwischen Mann und Frau ein grundsätzlicher Unterschied besteht:
„Die Liebe zu den Kindern ist
nur zärtlich. Ist sie es nicht, dann ist sie mißbräuchlich.“
Ideologie der Geschlechter-Gleichschaltung
Die morsche Wurzel der Broschüre entdeckt Amendt in der Ideologie der
Geschlechter-Gleichschaltung –
auf Englisch: Gender Mainstreaming.
„Die Vorstellung, daß man sich mit Unterschieden abfinden muß,
kränkt ihre Anhänger zutiefst.“
Deshalb herrsche unter den Anhängern der Geschlechter-Gleichschaltung
eine aggressive Gereiztheit besonders über die Unterschiede der Genitalanatomie.
In Schweden, dem großen
Vorbildland der Geschlechter-Gleichschaltung, wolle man sogar verhindern, daß sich Jungen das Pinkeln
im Stehen angewöhnen:
„Als ob das Fantasien von besonderen Machtausstattungen der Jungen unter Mädchen
dämpfen würde, wenn denen der lenkbare Strahl aus der Hand genommen wird, über den sie selber nicht
verfügen.“
Die Sache muß auf den TischAmendt wundert sich, daß trotz ständiger Debatten über sexuellen
Mißbrauch niemand – nicht einmal Kirchen – gegen den sogenannten Ratgeber Sturm gelaufen sind:
„Das
Familienministerium hat über mehrere Jahre Empfehlungen für mißbräuchliche Beziehungen als Elternbildung
ausgegeben – und vertreiben lassen.“
Ein erziehungspolitischer Skandal eines solchen Ausmaßes läßt
sich nach Amendt nicht dadurch aufklären, daß Datenträger eingezogen werden.
Er fordert, daß Ideologien
der Geschlechter-Gleichschaltung aus dem deutschen Familienministerium beseitigt werden, welche Empfehlungen
zu gewalttätiger Sexualerziehung mit Sexualaufklärung verwechselten.
Erst dann könne Aufklärung beginnen.
Ebenso müßten mehr als 600.000 Leser, in einer Art Rückrufaktion, darüber informiert werden, „daß
der Ratgeber Aufforderungen zu sexuellen Handlungen zwischen Kindern und Eltern enthält, die nicht befolgt
werden dürfen, weil sie die Kinder beschädigen und deren Beziehung zu ihren Eltern wie zur Familie zerstören“.
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