Pfarrer-Rauswurf
Zur Türe hinaus komplimentiert
Die Augsburger Bistumsleitung schätzt einen kürzlich in Schimpf und Schande entlassenen und bei seiner Pfarreijugend sehr beliebten Geistlichen als eifrigen Priester. Das ist wohl auch der Grund, warum er gehen mußte.
Das katholische Forum 'kreuzgang' hat einen eigenen Thread über die Entlassung von Hw. Thomas Balogh.
Das katholische Forum ‘kreuzgang’ hat einen eigenen Thread über die Entlassung von Hw. Thomas Balogh.
(kreuz.net, Lindau) „Das letzte Wort ist noch nicht gesprochen.“ Das erklärte Prälat Josef Heigl beschwichtigend zum Fall des de facto entlassenen Pfarrers Thomas Balogh.

Prälat Heigl ist der Generalvikar des Bistums Augsburg. Er äußerte sich bereits am letzten Mittwoch im Gespräch mit der Lokalzeitung ‘Schwäbische Zeitung’.

Der Generalvikar nannte Anlaß und Ursuche für die Entlassung des bisherigen Lindauer Pfarrers, Hw. Thomas Balogh:

„Der wichtigste Dienst des Priesters ist der Dienst der Einheit“ – behauptet der Prälat einleitend.

Ein Priester müsse darauf achten, daß er die Gemeinde „zusammenführt“. Als Beispiel nennt der Generalvikar die Messe, wo sich die Gemeinde – nach seiner Formulierung – um den Altar versammelt.

Wenn es dazu komme, daß einige Leute mit dem Seelsorger überhaupt nicht können und andere ihn geradezu anhimmeln, dann sei die Einheit gestört: „Das ist in Lindau passiert.“

Die „Sünde gegen die Einheit“ ist kirchenpolitisch das übliche Argument gegen Priester, die ihre Aufgabe ernst nehmen und ihr Amt nach den Vorgaben der Kirche ausüben.

Dabei sei auch das ursprünglich gute Verhältnis zwischen dem Ortsdekan Ortwin Gebauer und Pfarrer Balogh belastet worden.

Doch das sei nicht der Grund für das „Versetzungsangebot“ gewesen: „Der liegt vielmehr in Beschwerden von Eltern und Gläubigen.“

Im Generalvikariat würden sich Briefe für und gegen Pfarrer Balogh „stapeln“.

Gleichzeitig anerkannte Prälat Heigl, daß es keinen Zweifel am priesterlichen Lebensstil von Pfarrer Balogh gebe: „Ich schätze ihn als einen eifrigen Priester.“

Weder die Bistumsleitung noch Dekan Gebauer hätten seinen Ruf schädigen wollen.

Der Generalvikar erklärt auch, daß der Vorschlag zur Beurlaubung von Pfarrer Balogh gekommen sei: „Ich hatte ihm verschiedene Angebote gemacht, er hat aber gefragt, ob er Zeit bekommt, um sich neu zu orientieren.“

Das sei dem Pfarrer nicht aufgezwungen worden, sondern im beiderseitigen Einvernehmen geschehen.

Zudem sei es immer noch möglich, daß Hw. Balogh eines der Angebote seiner Diözese annimmt.
      
18 Lesermeinungen
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#18   Rudolfus   17:37:40 | Dienstag, 30. Oktober 2007
@Ansgar Keine Ahnung über die katholische Religion
Verschiedene „Religionen“ sind das natürlich nicht, es handelt sich in jedem Fall um das Christentum
Das einzige authentische Christentum ist die katholische Religion.
Ale anderen Konfessionen sind falsche, neue Religionen.
Das Hl. Römische Reich nannte die Lutherreligion „die neue Religion“, die römische Religion „die alte Religion“.
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#17   Hacki   17:33:18 | Dienstag, 30. Oktober 2007
@Ansgar
Es handelt sich tatsächlich um zwei verschiedene Religionen:
1. in der zweitausend jahre alten r.k. Religion steht der dreifaltige Gott im Mittelpunkt. (Theozentrische Religion)
2. in der nachkonzilaren Kirche ist der Mensch das Maß aller Dinge. Das Dogma der Neuen Messe heißt nämlich: „Es muß den Menschen gefallen!“ (Anthropozentrische Religion)
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#16   Seminarist   17:29:30 | Dienstag, 30. Oktober 2007
@Sirilo
Ich bin gekommen, um das Schwert zu bringen.
Der Sohn steht gegen den Vater und der Vater gegen den Sohn…
etc., etc,
Mit Ihren Bibelkenntnissen scheints ja nicht weit hergeholt zu sein!?
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#15   Ansgar   17:12:03 | Dienstag, 30. Oktober 2007
@ Pius XII.
Dieser seltsame Konvertit Williamson leidet unter Begriffsunschärfe, wenn er das wirklich gesagt hat. Verschiedene „Religionen“ sind das natürlich nicht, es handelt sich in jedem Fall um das Christentum, der nölige unerlaubte Bischof meinte wahrscheinlich Konfessionen. Aber auch da liegt er falsch. Die Pius-Bruderschaft ist bislang auch noch katholisch. Aber langsam müssen die Jungs aufpassen.
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#14   Sirilo   17:09:35 | Dienstag, 30. Oktober 2007
Pius XII.
Jesus sagte (nach Johannes) in seinem hohepriesterlichen Gebet: „Bewahre sie in deinem Namen, damit sie eins seien wie wir.“
Der Dienst an der Einheit ist also ein Auftrag vom Herrn höchstpersönlich.
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#13   Pius XII   17:02:59 | Dienstag, 30. Oktober 2007
Andere Religion
Die wichtigste Aufgabe des Priesters ist der „Dienst an der Einheit“, sichtbar in der Messe, wo sich „die Gemeinde um den Altar versammelt.“
Also, da kann man Bischof Williamson nur recht geben: DAS SIND ZWEI VERSCHIEDENE RELIGIONEN, die katholische und die V2-Religion.
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#12   st.georg   16:53:06 | Dienstag, 30. Oktober 2007
@ruhrgebietler
…toll, dass sie als einziger die göttliche sendung erhalten haben, dies über unsere bischöfe aphodiktisch feststellen zu können… na, bilden sich schon stigmata…? *fg
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#11   r.ruhrgebietler   16:39:57 | Dienstag, 30. Oktober 2007
@Hacki – Mixa & seeleneifrig?
vielleicht für Satan – das mag den aktuellen Fakten wohl nächsten kommen.
Aktuell ist wohl keiner der derzeitgien Bischöfe & Erzbischöfe im Sinne Jesu Christi als Seeleneifrig zu bezeichnen – oder es sickert nichts durch. Das ist aber eher unwahrscheinlich, denn dann würde ein solcher Bischof auffallen, wie eine Kerze im dunklen Zimmer.
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#10   matt2 †   14:13:15 | Dienstag, 30. Oktober 2007
Den Laden zusammenhalten…
ist auch ein wichtiges Anliegen. Denn was hat man davon, wenn ein Priester zwar recht hätte in der Sache, aber in der Art seines Vorgehens, in der Durchsetzung seines Willens den Kirchenleib zerreisst und beschädigt. Eine Veränderung zum besseren wird zwar manchmal auch weh tun, aber muß doch behutsam geschehen, sodass der Leib diese Wehen die über ihn kommen auch ertragen und verschmerzen kann. Man kann dem geistigen Organismus der Kirche keine Veränderung bringen in der Art eines Gehetzten. Man muss Geduld haben, sehen, wieviel damit zusammenhängt und alle Aspekte befriedigen. Das erfordert eine gewisse Gelassenheit. Ich würde sagen, bestimmt sein, aber zugleich gelassen und erträglich für die anderen, die man ja schließlich dazu bringen will einem zu willfahren.
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#9   Hacki   13:05:59 | Dienstag, 30. Oktober 2007
@st.georg
Ich stimme mit Ihnen überein. Bischof Mixa wäre bestimmt ein sehr guter und „seeleneifriger“ Hirte.
Aber er ist auch ein Gefangener des Systems.
Einerseits kann er sich gegen die pastoralideologischen Umtriebe seines Domkapitels nicht durchsetzten. Andrerseits darf er von der antirömischen und modernistischen Linie (Würzburger Synode) der deutschen Bischofskonferenz nicht abweichen.
Als Ersatzhandlung für sein Versagen als Hirte im eigenen Stall duelliert er sich gern mit Politikerinnen (Leyen, Roth…).
Besser wäre es, wenn er nach dem Vorbild von Papst Benedikt kontraproduktive Mitarbeiter von wichtigen Posten entfernte.
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#8   Romulus   13:03:52 | Dienstag, 30. Oktober 2007
Intriganten, Schleimer und Kriecher
Die „Sünde gegen die Einheit“ ist kirchenpolitisch das übliche Argument gegen Priester, die ihre Aufgabe ernst nehmen und ihr Amt nach den Vorgaben der Kirche ausüben.
Genau so ist es und nicht anders! Mit diesem Argument werden in deutschen Seminaren sogar schon Seminaristen getrimmt und, wenn sie nicht konform laufen, fertig gemacht. Rauskommen dann karrieregeile klerikale Intriganten, Schleimer und Kriecher. Da setzt sich dann auf Diözesanebene fort.
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#7   virOblationis   12:31:32 | Dienstag, 30. Oktober 2007
„Sünde gegen die Einheit“
Die „Einheit“ ist kein Wert an sich, denn es kann auch eine „Einheit im Irrtum“ geben.
Benötigt wird ein absoluter Maßstab, kein relativer.
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#6   st.georg   12:06:29 | Dienstag, 30. Oktober 2007
@hacki
vielleicht gibt es ja in augsburg auch einen „seeleneifrigen“ bischof, der schlimmeres für die ihm anvertrauten katholiken verhindern musste ?
wär doch auch mal ne sichtweise… passt leider nicht so zu der aufkommenden mähr vom verfolgten tradi…gell?
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#5   Hacki   11:49:51 | Dienstag, 30. Oktober 2007
@st.georg
es hat in Augsburg eine lange Tradition, daß „seeleneifrige“ Priester unter fadenscheinigen Gründen fortgeschickt werden. Es sei nur an den Hw. Erich Maria Fink erinnert.
Prälat Heigl ist geradezu ein Musterbeispiel von einem Heuchler.
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#4   st.georg   11:31:26 | Dienstag, 30. Oktober 2007
ende der diskussionen
Der Generalvikar erklärt auch, daß der Vorschlag zur Beurlaubung von Pfarrer Balogh gekommen sei
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#3   Seminarist   11:26:20 | Dienstag, 30. Oktober 2007
Verlogenheit hoch zehn
„Der wichtigste Dienst des Priesters ist der Dienst der Einheit“ – behauptet der Prälat einleitend.
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#2   Hacki   11:12:07 | Dienstag, 30. Oktober 2007
@Toby
Einheit heißt:
Die „Böcke“ wollen unter sich sein.
Sie fühlen sich durch ein frommes „Schaf“ gestört.
(reine Herdenpsychologie, nennt sich auch „Pastoralplan“)
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#1   Toby   11:01:44 | Dienstag, 30. Oktober 2007
Einheit?
Einen Priester nur deshalb zu beurlauben, weil sich einige Leute über ihn beschwert haben, ist schon hanebüchen. Was versteht Generalvikar Heigl eigentlich unter „Einheit“?
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