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Mittwoch, 31. Oktober 2007 16:37
Eine neue Religion
Sogar das Erzbistum Washington gibt zu, daß das Interesse von Jugendlichen an der Alten Messe auf die Attraktion des Ritus zurückzuführen ist.
Alte Messe in der Westminster Cathedral.
Alte Messe in der Westminster Cathedral.
(kreuz.net) Vor allem junge Menschen fühlen sich vom Geheimnis der Alten Messe angezogen.

„Ich liebe die lateinische Messe“, gestand Audrey Kunkel (20) von Cincinnati kürzlich vor der Tageszeitung ‘Washington Times’. Es sei wunderbar, daran zu denken, daß „ich die selbe Messe besuche, die durch Jahrhunderte hindurch die Heiligen geformt hat“.

„Die Alte Messe löst mich von der Welt und hebt meine Gedanken, mein Herz und meine Seele zu himmlischen Dingen“, ist Michael Malain (21) von Houston überzeugt.

Für Kirk Rich (21) aus dem US-Bundesstaat Ohio war die Erfahrung der ersten Alten Messe so intensiv, daß er glaubte, es sei eine neue Religion erfunden worden:

Hw. Franklyn McAfee:
„Der gregorianische Gesang ist das Gegenteil von Rap. Ich glaube, daß das eine erfrischende Abwechslung für die Jugendlichen ist.“
„Das ist der Eindruck, den man bekommt, wenn man die zwei Formen der Messe vergleicht.“

Kenneth Wolfe (34) sieht den Vorteil des Alten Ritus darin, daß die soziale Kaffeerunde nachher stattfindet – nicht während der Messe: „Ehrlicherweise kann niemand behaupten, daß die nachkonziliäre Liturgie schöner ist als jene die jahrhundertelang zelebriert wurde.“

Das Gegenteil von Rap
Hw. Franklyn McAfee, Pfarrer von St. John the Beloved aus der Gegend McLean im US-Bundesstaat Virginia erklärt, daß der Alte Ritus im Gegensatz zum ‘Novus Ordo’ „kontemplativ, geheimnisvoll, heilig, transzendent“ sei.

Dieser Ritus ziehe junge Leute an: „Der gregorianische Gesang ist das Gegenteil von Rap. Ich glaube, daß das eine erfrischende Abwechslung für die Jugendlichen ist.“

Die Pressesprecherin der Erzdiözese Washington, Susan Gibbs, findet die Anziehungskraft der Alten Messe auf Jugendliche „sehr interessant“.

Alte Messe im Oratorium St. Philipp Neri in LondonAlte Messe im Oratorium St. Philipp Neri in LondonKlicken Sie auf das Bild, um die Photomeile mit 12 Bildern zu starten.

Auch Herr Louis J. Tofari von der Priesterbruderschaft St. Pius X. sucht eine Antwort auf dieses Phänomen.

Abgesehen von dem reichen historischen Inhalt und der spirituellen Bedeutung der Liturgie zeige die junge Generation auch ein Interesse daran, das Alte wieder neu werden zu lassen.

„Leute, die nie mit der traditionellen Messe aufgewachsen sind, finden sie von sich aus und verlieben sich in sie.“

„Die Alte Messe hilft Menschen zwischen 20 und 40, die in einer Kultur aufgewachsen sind, der es an Stabilität und Rechtgläubigkeit mangelt, etwas zu sehen, das größer ist als sie – die Herrlichkeit Gottes“, glaubt Pater Geoffrey Coleman von der Priesterbruderschaft St. Petrus.

Pater Coleman ist am US-Priesterseminar der Petrusbruderschaft in Denton tätig.

Viele Priester sind davon überzeugt, daß die Alte Messe mehr junge Menschen in die Kirche bringen und den Glauben vieler vertiefen wird.

Hw. Paul Scalia (37), Priester des Bistums Arlington im östlichen Bundesstaat Virginia und Sohn des obersten Bundesrichters Antonin Scalia, sieht in dem Interesse der Jugendlichen den Beweis dafür, daß die Messe lebendig und lebensspendend ist:

„Ihre Schönheit ist gewaltig, da sie uns zu Gott hinzieht, der die Schönheit selbst ist.“

© Titelbild: Vernon Quaintance, traditionalcatholic.org.uk
Alle Lesermeinungen anzeigen 6 von 57 Lesermeinungen:
Freitag, 2. November 2007 17:22
Benedikt: @ Gotthard
Was soll denn eine Zelebrationshostie sein?

Ach wissen Sie, da ich davon ausgehe, dass auch Sie schon mal gesehen haben wie Kelch, Hostie und Patene für eine Messe vorbereitet werden gehe ich mal davon aus, dass Sie genau wissen, was ich meine.
Donnerstag, 1. November 2007 21:25
Gotthard: @Heinrich vO
dabei handelt es sich nur um natürliche Eheschließungen, nicht um sakramentale. Diese Beispiele sind daher nur Belege, dass Sie sich nicht auskennen.
bitte beantworte mir eine Frage: ist die Ehe zwischen Christen ein Sakrament oder nicht?
Donnerstag, 1. November 2007 21:22
HeinrichvonOfterdingen: Lieber Gotthard,
… in der evangelischen Kirche , vor dem Standesamt …es konnte in der Vergangenheit unter der Eiche nur zwischen den beiden Brautleuten oder oder oder …
… dabei handelt es sich nur um natürliche Eheschließungen, nicht um sakramentale. Diese Beispiele sind daher nur Belege, dass Sie sich nicht auskennen.
Donnerstag, 1. November 2007 21:17
Rudolfus: Heinrich v. O. meint den Ritus der Kirche, der das Übernatürliche bewirkt
Die Zivilriten bewirken ja nichts Übernatürliches.
Donnerstag, 1. November 2007 21:15
Gotthard: @Heinrich vO
ein Ritus soll das bezeichnen was er übernatürlich bewirkt.
sorry, diese Aussage ist schlicht falsch!
Das Sakrament der Ehe zB kann auf die unterschiedlichsten Art und Weisen (=Riten) gespendet werden: in einer kath. Kirche vor einem Priester und 2 Zeugen, in der evangelischen Kirche , vor dem Standesamt …es konnte in der Vergangenheit unter der Eiche nur zwischen den beiden Brautleuten oder oder oder …
ein Ritus ist die Art und Weise, die sichtbaren „Zeichen der Liebe Gottes“ (=Sakramente) zu feiern.
Donnerstag, 1. November 2007 21:11
juergen: Handkommunion
Auf den Hankommunionstreit lasse ich mich hier sicher nicht ein. Es gibt die Handkommunion, sie wird auch vom Papst praktiziert. Das sollte als aktuelle Legitimation reichen. Wie die historische Entwicklung war etc. ist bekannt und braucht nicht diskutiert zu werden. Insbesondere eignet sich die Frage nicht zur Festlegung der Rechtgläubigkeit. Zudem ist der teils festzustellende Skrupulismus weder katholisch noch dem Herrn, der sich nicht zu schade war, ins Stroh einer Krippe legen zu lassen, um von Flöhen und sonstigem Ungeziefer gebissen zu werden; der bei Sündern gegessen hat; der Aussätzige berührt hat; der für uns gestorben ist, gerecht.
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