Kinderabtreibung
Offene Kritik an Rom
Theologie und Kirche dürfen sich nicht länger als „Allwissende“ präsentieren – wußte unlängst eine Assistentin an der Theologischen Fakultät in Fulda. Von Peter M. Leibold.
Webseite der theologischen Fakultät Fulda
Webseite der theologischen Fakultät Fulda
(kreuz.net, Fulda) Bei der diesjährigen Eröffnungsfeier zum neuen Studienjahr der Theologischen Fakultät Fulda am 15. Oktober sparte der Rektor der Hochschule, Hw. Richard Hartmann, nicht mit offener Kritik an Rom.

Das berichtete die „Fuldaer Zeitung“ in ihrer Ausgabe vom 16. Oktober.

Hw. Hartmann ist Ordinarius für Pastoraltheologie und Homiletik.

In Anbetracht der Vakanz zweier Lehrstühle erlaubte sich Seine Magnifizenz die Anfrage, ob die Römische Kurie in ihrer angeblichen „Tendenz, alles zu zentralisieren, sich nicht manches Mal in ihren personellen Möglichkeiten überschätzen und somit unsere Arbeit erschweren.“

Hw. Hartmann sprach in Anwesenheit zahlreicher Gäste und Pressevertreter, der Leitung des Bischöflichen Priesterseminars, der Alumnen und der neuen Studenten, des Lehrkörpers der Hochschule und nicht zuletzt des Magnus Cancellarius der Theologischen Fakultät, Bischof Heinz Josef Algermissen.

Die Theologische Fakultät

In Fulda sind die Lehrstühle für Dogmatik und Liturgiewissenschaft derzeit nicht besetzt.

Die Theologische Fakultät Fulda ist eine staatlich anerkannte wissenschaftliche Hochschule.

Sie verfügt über zehn Lehrstühle mit zwei wissenschaftlichen Assistentinnen und zählt nach offiziellen Angaben des Rektors zur Zeit 44 (2003: 37) voll immatrikulierte Studenten in den Diplom- und Promotionsstudiengängen sowie rund 60 (2003: 40) Gasthörer.

Diese Zahlen relativieren sich jedoch schnell, wenn man sich vor Augen führt, daß von den offiziell gemeldeten 44 Studierenden nur ein gutes Drittel als Priesteramtskandidaten für die Diözese Fulda immatrikuliert ist.

Seit dem Amtsantritt von Bischof Algermissen ist die Zahl der Neueintritte in das Priesterseminar deutlich zurückgegangen. Bei der überwiegenden Mehrzahl der Studierenden handelt es sich um Alumnen aus Osteuropa, die für ihre jeweiligen Heimatdiözesen ausgebildet und geweiht werden.

Wegen der schwachen Auslastung der Lehranstalt spekulierte die ‘Frankfurter Allgemeine Zeitung’ vor einigen Monaten sogar über eine mögliche Schließung der Hochschule.

Die Diözese Fulda bringt für die laufenden Kosten der Fakultät und Bibliothek jährlich 1,19 Millionen Euro auf. Der Verband der Diözesen Deutschlands schießt pro Jahr 170.000 Euro zu.

Das Priesterseminar verfügt über einen Regens, einen Subregens und einen Spiritual.

Regens ist Hw. Cornelius Roth, ein Neffe des verstorbenen Erzbischofs, Mons. Johannes Dyba.

In Anbetracht der geringen Zahl einheimischer Alumnen erscheint das Amt des Subregens überflüssig.

Was ist Wahrheit?

Ute Leimgruber, wissenschaftliche Assistentin am Lehrstuhl für Pastoraltheologie und Homiletik in Fulda, hat sich durch zahlreiche Veröffentlichungen zu den Themenbereichen „Dämonologie und Anthropologie der Frau in der Kirchengeschichte“, „Hexenverfolgung“ und „Die Rede vom Teufel: soziologische und systematisch-theologische Studien“ hervorgetan.

In ihrer Online-Publikation „Das Böse und die Moral“ ist unter anderem folgendes zu lesen:

„Die Theologie ebenso wie die Kirche können und dürfen sich spätestens seit dem Zweiten Vatikanischen Konzil nicht mehr als Allwissende präsentieren, denn dazu ist der Horizont, den man zu überblicken hätte, viel zu weit und das eigene Blickfeld viel zu beschränkt, leben die Adressaten und Adressatinnen der eigenen Botschaft in zu pluralen Lebensräumen.“

Weiter erklärt Frau Leimgruber:

„Die vorvatikanisch-neuscholastische Sprache für die gleichbleibenden, übergeschichtlichen Wesensgehalte war schlichtweg untauglich für die ständige Veränderung und Pluralisierung der Lebensverhältnisse.

Es gibt nicht mehr einfach zu definierende Wesensgehalte menschlichen Daseins. Auf der Suche nach der Sprache, die die Menschen und ihre pluralen Lebenswelten umgreift, geht es um ein Moment, das mit der Beschreibung eindeutiger anthropologischer Grundlagen nicht in den Blick gerät: ‘die humane Situation, die sich fortlaufend verändert und beständig mit neuen Problemlagen verbunden ist.’“


Auch das sind in Fulda neue Töne – zumindest aus der Theologischen Fakultät.

Ob es unter Erzbischof Dyba solche umstrittenen Lehren gegeben hätte, bleibt sehr zweifelhaft.

Rotarier am Ruder

In Fulda ist es außerdem ein offenes Geheimnis, daß bestimmte Berufungsverfahren und Ernennungen seit dem Amtsantritt von Bischof Algermissen über „rotarische Seilschaften“ gelaufen sind.

So ist neben dem Bischof und dem derzeitigen Rektor Hartmann auch der Ordinarius für Moraltheologie, Hw. Peter Schallenberg, Mitglied bei ‘Rotary’.

Hw. Schallenberg fungiert in Fulda zudem als Pfarrer der Katholischen Hochschulgemeinde an der Hochschule Fulda – University of Applied Sciences, wie die frühere Fachhochschule mit ihren rund 4.500 Studierenden jetzt offiziell bezeichnet wird.

Insofern ist es wohl verständlich, wenn man sich jetzt in Fulda „in seiner Arbeit“ erschwert sieht, da Rom letztlich den Neubesetzungen an der Theologischen Fakultät zustimmen muß.

Trotz dieser offener Kritik an Rom ließ sich Bischof Heinz Josef Algermissen unterdessen in Rom selbst „als Hirte aus der Diözese des heiligen Bonifatius“ besonders willkommen heißen.

In der Jesuitenkirche Sant’ Ignazio in Rom weihte der Fuldaer Oberhirte vor wenigen Tagen Alumnen des von den Jesuiten geführten Päpstlichen Kolleges Germanicum-Hungaricum zu Priestern und Diakonen.

Unter den Neupriestern befand sich mit Hw. Ulrich Pasenow aus Amöneburg-Roßdorf, ein Theologe aus dem Bistum Fulda.

Zu Beginn des Gottesdienstes hieß der Rektor des Germanicums, Pater Franz Meures SJ, Bischof Algermissen als Hirten aus der Diözese des heiligen Bonifatius besonders willkommen.

Auch das gehört zu den Widersprüchlichkeiten eines Oberhirten, der nach außen Romtreue bekundet, während nach innen nicht selten völlig anders gehandelt und entschieden wird.
      
40 Lesermeinungen
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#40   Vogel   11:43:05 | Montag, 1. November 2010
liest das hier auch noch jemand
ich finde es schön, daß die Neffen von Johannes Dyba in
Fulda und Umgebung wohnen und arbeiten. Ist ja keine Selbstverständlichkeit, oder? Man brauchs eigentlich nicht in Unterlagen nachzuschauen, daß C. Roth zu Dyba gehört.
Hineulich war er bei uns in der Kirche und ich hatte nicht erst überlegt, wer er ist.
Seine Augen sind blau, die von seinem Onkel sind braun – ansonsten läßt sich die Ähnlichkeit nicht übersehen.
Der ganze Blick, die Bewegung, das Lachen.
Soll ich mal sagen, es ist schön, daß so viele Gene sich vererbt haben. So viel Ähnlichkeit gibts bei anderen nicht mal bei Vater und Sohn.
Es gab ja in Fulda mal eine Wohnung in einer engen Gasse von Johannes Roth, Rechtsanwalt und Notar.
Man sagte, es sei der Neffe von J. Dyba und dieser wurde dort auch öfters gesehen. Ich bin so oft dort hergelaufen, hab ihn leider nie angetroffen.
Der Neffe von Dyba hat übrigens im Krankenhaus gearbeitet.
Ich habe immer davon geträumt, daß da irgend etwas mysteriöses war. Das wäre doch spannend.
Aber wahrscheinlich ist alles ganz normal und perfekt.
Mittlerweile habe ich das Gefühl, daß man wirklich auf irgendeine Weise auch mit Verstorbenen in Kontakt sein kann – ich habe die Menschen immer für verrückt gehalten, die so etwas glauben.
Ob es die Menschen im Jenseits auch merken, wenn man an sie denkt?????????????????????????????????
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#39   Lieblingsuli   09:53:44 | Montag, 22. Juni 2009
Das Lehramt
Die Hl. Überlieferung ist nicht umsonst heilig.
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#38   Gunsenum   13:54:24 | Montag, 5. November 2007
Fuldaer Zustand…
Und das haben sie erst jetzt hier bei kreuz.net gemerkt, daß Dr. Roth der Neffe des verstorbenen Erzbischofs Dyba ist? Meine Güte…wie auffassungsstark und schnell sie doch sind!
Und ein Regent des Fuldaer Seminars im Sinne und in der Manier des ehemaligen Bischofs von Fulda dürfte ihnen doch gefallen!
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#37   Horst Metzker   17:51:45 | Freitag, 2. November 2007
Hallo engelhardt, kam gestern nicht mehr dazu,
mich für Ihre Belehrung zu danken. Habe es nicht gewußt, was wohl daran liegt, daß ich prakt. Katholik, mit großen Einschränkungen bin.
Dennoch hatten Moses und 1600 Jahre später Jesus keinen Laptop zur Seite, wonach sie eine neue Religion „kreieren“ konnten. Bei Jesus konnte man noch die griechische, vielleicht auch die indische Mythologie zu Hilfe nehmen, doch was mache ich mit Moses?
Übrigens habe ich noch nie Gott personifiziert, was mir erspart, darüber nachzudenken, was an Gott richtig oder falsch ist. Danke nochmals, Horst.
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#36   Benedikt   17:04:03 | Freitag, 2. November 2007
@ Rudolfus
Jeder in den „Kirchensteuerländern“ (BRD, CH, Österreich) ist frei, sich vor dem Staat als „Kirchenmitglied“ abzumelden.
Dadurch wird die Kirchensteuer aber nicht ungültig. Das ist bloß eine Ihrer typischen Einbildungen.
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#35   Florian Geyer   11:50:54 | Freitag, 2. November 2007
die „katholischen Fuckultäten“
haben die Aufgabe der negativen Selektion, dh gläubige auszusondern und durch Gehirnwäsche den Glauben an den fleischgewordenen Gottessohn systematisch zu unterminieren. Wer eine „katholische“ Fuckultät besucht sollte nicht auffallen heucheln und die Irrsinnsthesen nachplappern, mehr aber nicht. Ich fürchte das Gericht für diverse Bischöfe wird einmal schlimm werden denn sie wissen genau was abläuft trauen sich aber nix zu tun oder sind schlimmstenfalls sogar d-accord.
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#34   Schwarzbach   08:04:57 | Freitag, 2. November 2007
@ mitten drin …
Stimmt ganz genau … und wir sind glücklich darüber!
Und welche Personalveränderungen mittelfristig im Bistum Fulda noch erforderlich sein werden; da verlassen wir uns mal auf unseren Bischof Algermissen.
Dieses Forum hier wir ganz sicher seine Meinung nicht beeinflussen.
Was ist eigentlich mit dem württemberger SJM – Primizianten passiert. Wo wikt der denn jetzt?
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#33   Mitten drin statt nur dabei   22:59:31 | Donnerstag, 1. November 2007
Veraltet
Vom 16. Oktober stammt also der Artikel aus der Fuldaer Zeitung, auf den sich kotz.net beruft!?! Mmmh … wie aktuell doch dieses Forum ist … man kommt in Versuchung zu sagen: von gestern.
Aporopos Fulda und Algermissen:
H.H. Bischof Algermissen war derjenige, der vor fast ganz genau 11 Monaten endliche diese furchtbaren SJM-Patres aus dem Dienst seiner Diözese entlassen hat.
Naiv wie diese waren, haben sie auf eine Kehrtwende gehofft … tja … war wohl nichts … wie schon zuvor in allen anderen deutschen Bistümern sind sie auch in Fulda gescheitert!
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#32   Koadjutator †   21:04:37 | Donnerstag, 1. November 2007
Dr. Roth-Dyba
Ist ja interessant, dass kreuz.hetz.net jetzt auch den Dyba-Clan sich zur Zielscheibe gemacht hat, wahrscheinlich allerdings aus Unwissen und ungewollt. Dr. Roth ist nicht das Ziehkind Algermissens, sondern das seines Onkels Johannes Dyba! Jener hat den damals völlig unerfahrenen jungen Geistlichen mit den Würden des Subregens ausgestattet und ihn auf die Karriereleiter gesetzt! Man muss sich das mal vorstellen! Viele Priester des Bistums Fulda, besonders aus der älteren Generation, haben damals diese innerverwandtschaftliche Schiebung als das bezeichnet, was sie ist: Purer Nepotismus! Dass Dr. Roth heute im Sinne seines Onkels Johannes Dyba das Fuldaer Priesterseminar und mit seinen Methoden „regiert“, muss niemand verwundern! Und kreuz.hetz.net doch schon gar nicht! Ihr müsstet das doch eigentlich begrüßen, weil es ganz in eurem Sinne ist!!! Nur: Euer Feindbild Algermissen vernebelt völlig eure Hirne!
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#31   Sigurd von Thelen   20:14:56 | Donnerstag, 1. November 2007
@Pünktchen @DocR.
Es gehört m.E. aber auch zur humanen Dimension des Emotionalen, daß man gegenüber der Welt eigener „Gefühle und Bedürfnisse“ wertend und urteilend Stellung nimmt, sie also nicht als Letztes und Nicht-Hinterfragbares behandelt
Was soll das bezüglich Homosexuellen denn bedeuten? Ein generelles In-Frage-Stellen der eigenen Sexualität, oder ein Überdenken des Verhaltens innerhalb dieser sex. Ausrichtung? Letzteres betrifft wohl jede (!) sexuelle
Identität. Wenn Sie von der Wertung und Beurteilung „eigener“ Gefühle und Bedürfnisse sprechen, übersehen Sie (als Katholik), dass die katholische Lehre durchaus zur Wertung und Beurteilung der Bedürfnisse anderer anhält. „Bekehren“ heißt hier schließlich, den praktizierenden Homosexuellen als Sünder
abzustempeln, wenn er nicht -wie gelehrt- Verzicht übt, bzw. entgegen seiner sex. Identität eine heterosex. Beziehung anstrebt. Das ist ein Gefühlsdiktat- Zuwiderhandlung bedeutet schließlich „Hölle“, wenn man den Kram glaubt.
@DocR.
Diese Sehnsucht nach „Big Brother“- egal, in welchem Kostüm er kommt- ist erstaunlich und wohl darauf zurückzuführen, dass viele sich nicht imstande sehen, für sich selbst und für andere Verantwortung zu übernehmen
Die hier häufig gemachte Unterstellung, akzeptierte Homosexualität ebne den Weg für sittlichen Verfall, bestätigt Ihre These: Es gibt eine latente Angst von Gläubigen, „Sünden“ zu begehen. Alles, was an diese Sünden erinnern könnte, möge man verbieten.
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#30   Pünktchen   17:58:01 | Donnerstag, 1. November 2007
Doc Röntgen
Sie scheinen die Welt in eine einfache Dichotomie „schwulenfreundlich vs. schwulenfeindlich“ einzuteilen. Das schafft kognitive Übersichtlichkeit und die brauchen Sie offenbar (für polemische Zwecke)!
Was meine Auffassungen zur HS angeht, dürfen Sie mich nicht mit einem Biblizisten verwechseln, der einfach den Finger auf eine Schriftstelle hält und fertig ist das Argument! Sichten Sie doch mal meine Beiträge daraufhin, wo ich HS alleine mit Hinweis auf eine Schriftstelle problematisiere! Sie dürften nichts dergl. finden.
Von einem „Verbot von Gefühlen“ kann ich schon deswegen nicht gesprochen haben, weil mir die Unmöglichkeit solcher Verbote bewußt ist. Warum müssen Sie einen Argumentationsgegner eigentlich ständig irgendetwas in die Schuhe schieben? Weil er sonst nicht so bequem angreifbar ist?
Ihr Eingangsvotum haben Sie selber schon korrigiert: ja, es gibt menschliche Konstanten im Moralischen und es gibt natürliche Gegebenheiten des Menschseins, die normativ so relevant sind, daß sie auch in pluralisierten Lebensverhältnissen nur zum Schaden von Individuum und/oder Gemeinschaft mißachtet werden. Auch „Gefühle“ sind kein Letztes und sie tragen in sich keinen handhabbares Maß! Eine Éducation sentimentale auch am Maßstab unserer vernünftigen Einsichten in die menschliche Sittlichkeit stellt immer noch einen Kernbestand von „Bildung“ dar!
Ich wette, Sie wollen jetzt sofort wissen:
heißt das „Homosexualität: ja oder nein“
Damit wären wir wieder bei Ihrer Dichotomie…
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#29   periphobos   17:54:45 | Donnerstag, 1. November 2007
von wegen Sachlichkeit
Besonders die Schlussaussage über Bischof Algermissen verrät m.E. viel über die Widersprüchlichkeiten dieser Homepage, die „nach außen Romtreue bekundet, während nach innen nicht selten völlig anders gehandelt und entschieden wird.“ Difficile est satiram non scribere!
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#28   Rudolfus   17:51:11 | Donnerstag, 1. November 2007
@maliems: Rom hat die Kirchensteuer bereits für ungültig erklärt
weg mit der kirchensteuer
Jeder in den „Kirchensteuerländern“ (BRD, CH, Österreich) ist frei, sich vor dem Staat als „Kirchenmitglied“ abzumelden.
siehe PÄPSTLICHER RAT FÜR DIE GESETZESTEXTE
ACTUS FORMALIS DEFECTIONIS
AB ECCLESIA CATHOLICA
Vatikanstadt, 13. März 2006
Prot. N. 10279/2006
Die vorliegende Mitteilung wurde approbiert von Papst Benedikt XVI., der die amtliche Bekanntmachung an alle Präsidenten der Bischofskonferenzen angeordnet hat.
siehe:
www.vatican.va/roman_curia/pontifical_councils/intrptxt/documents/rc_pc_intrptxt_doc_20060313_actus-formalis_ge.html
und auf …atholischedokumente.de.tl/…T-VOR-DER-KIRCHE.htm
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#27   DocRöntgen   17:07:01 | Donnerstag, 1. November 2007
@möchtegern-kathole & @Pünktchen
(…) als 10 Gebote in 2 Tontafeln geschrieben. Die Kirche hat es dann auf die Details des täglichen Lebens übertragen (…)
Immerhin machen Sie hier einen Unterschied zwischen dem Wort Gotts und dem der Kirche. Denn „Übertragen“ heißt hier schlicht „deuten, interpretieren“. Der Mensch in seiner Fehlbarkeit kann also durchaus eigenes Empfinden in die Exegese hineingelegt haben.Auch eine gut gemeinte Verfälschung bleibt eine Verfälschung. Inwieweit die biblische Lehre eher menschlich und weniger göttlich geprägt ist, bleibt dahingestellt.
@Pünktchen
Sie zitieren die bibl. Lehre und gleichen ihre Meinung zur
Homosexualität dieser Lehre an. Vielleicht verzichten Sie auch ganz auf eine eigene Meinung zu diesem Thema und adaptieren die biblische komplett. Natürlich bedeutet dies
einen Versuch, die Gefühle von Mitmenschen zu steuern:
In dem Moment, wo eine Institution Menschen ihre Gefühle untersagen will (das Verbot, empfundene Gefühle auszuleben, ist ja eine (versuchte) Untersagung), kommen wir zu der von mir gemachten Kritik. Nur, weil Sie sich auf eine Ideologie berufen, ändert dies nichts an der Aussage darin. Sie sprechen von einer „kultivierten Gefühlswelt“: Wie nett, wenn Homosexuellen von vornherein gesagt wird, ihre Gefühle seien sündhaft. Worte wie „Vernunftnatur“ täuschen nicht über den inhumanen Ansatz (und damit gottlosen~) der kath. Lehre hinweg. Ein Votum kann übrigens nicht „danebenliegen“- es ist eine persönliche Entscheidung- hier: Meinung!
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#26   Kurt K.   16:33:40 | Donnerstag, 1. November 2007
@ Nachtlaterne
Was für eine Sch…
Damit sprechen Sie jedem Menschen, der nicht an Ihren Gott glaubt, die Fähigkeit ab, seine Umwelt positiv und gerecht zu gestalten. Ich z.B. leite seit geraumer Zeit einen Verein. Ich denk ich mach das ganz gut und auch gerecht (soziale Komponenten des Vereinslebens, z.B. zinslose Kreditvergabe an pekuniär schlechter gestellte Mitglieder, Aussetzung der Mitgliedsbeiträge, kostenübernahmen, etc)
So. Ich glaube aber nicht an Ihren Gott. Warum ist das jetzt schlecht in Ihren Augen, als wenn ich das mit dem Glauben an Gott machen würde?
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#25   Nachtlaterne   16:00:45 | Donnerstag, 1. November 2007
lieber kurt,
gerechtigkeit herstellen, selbst wenn man beste ideen dazu hätte, landen im elend, wenn man nicht berücksichtit, dass es außerhalb gottes garkeine gerechtigkeit geben kann. denn die gerechtigkeit von uns menschen ist ohne echte substanz und daher enttäuschend! wieviele haben gerechtigkeit versprochen und ungerechtigkeit verbrochen! das wort gerechtigkeit ist ohne gott eine leere hülse und wird dann zu einer stinkenden kloake, die unerträglich ist. wenn ich jetzt zum beispiel das land regieren dürfte hätte ich ganz bestimmt sehr gute ideen zu mehr gerechtigkeit. wenn ich aber nicht von gott selbst substanz erhielte, erleuchtung und kraft, dann wäre alles sinnlos. jeder kann an sich selbst sehr schnell maßlos viele fehler feststellen und ecte gerechtigkeit, sofern ich einen beitrag dazu leisten dürfte, geschah nur aus der gnade gottes heraus nicht aber kraft meines eigenen geistes. wir müssen gott die ehre geben und uns vor ihm tief demütigen, weil wir im grunde genommen nur sch…sind. gott aber kann aus sch… guten humusboden machen, wenn wir ihm unser verpfuschtes leben übergeben!
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#24   Elisabeth v. H.   15:40:20 | Donnerstag, 1. November 2007
Ist Verantwortung genug?
Durch verantwortungsvolles Handeln ist es möglich Erfolg zu erzielen; andererseits kann verantwortungsvolles Handeln zum Misserfolg führen.
Kann Verantwortung deshalb allein als moralisch positiv gewertet werden?
Sollten nicht Begriffe, wie z.B. Erfolg, in unserer heutigen Gesellschaft so genau wie möglich definiert werden?
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#23   engelhardt †   14:31:29 | Donnerstag, 1. November 2007
Horst!
Religionsgeschichtlich hat sich der abrahamitsche Gott („Gott“, YHWH, El-Shaddai etc.) aus dem Haupt (Sturm)-Gott eines Pantheons aus mehreren Goettern entwickelt.
Sollte eigentlich bekannt sein (es sei denn, man glaubt die eigenartigen Mythen in der Bibel).
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#22   Pünktchen   14:05:11 | Donnerstag, 1. November 2007
Doc Röntgen
Der Diskussionsverlauf zeigt sehr schön, daß Sie mit Ihrem Eingangsvotum danebengelegen haben!
Und die Erkenntnis, daß es für vernunftbegabte Freiheitswesen auf einem begrenzten und miteinader geteilten Raum womöglich doch nicht-wandelbare Normen geben muß, die mit der Vernunftnatur und z.B. den natürlichen Entwicklungs- und Betätigungsbedingungen dieser Natur zusammenhängen, drängt sich auch Ihnen allmählich auf!
Daß ich irgendjemandem Gefühle aufdiktieren wolle, ist eine böswillige Unterstellung von Ihnen, die Ihrem schwachen Eingangsvotum einen Anstrich von Berechtigung geben soll!
Es gehört m.E. aber auch zur humanen Dimension des Emotionalen, daß man gegenüber der Welt eigener „Gefühle und Bedürfnisse“ wertend und urteilend Stellung nimmt, sie also nicht als Letztes und Nicht-Hinterfragbares behandelt. Darin besteht m.E. sogar eine wesentliche Dimension des Humanen, eine humane Konstante soz., daß man auch die Gefühlswelt „kultivieren“ muß. Wenn jemand z.B. Ehebruch begeht und sich damit rechtfertigt (wie der Comte Valmont in den „Gefährlichen Liebschaften“): „Dagegen bin ich machtlos!“, dann erkennen wir darin zu recht ein humanes (weil: moralisches) Versagen.
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#21   Horst Metzker   13:44:04 | Donnerstag, 1. November 2007
@engelhardt,
Du sollst keine fremden Götter, noch irgendein ein Gleichnis neben mir haben. Bete sie nicht an und heilige sie nicht, denn ich bin eine eifernder Gott, der die Missetaten der Väter andet bis ins 3. und 4. Glied.
Wer soll der asiatische Sturmgoll sein?
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#20   engelhardt †   13:32:32 | Donnerstag, 1. November 2007
Grundgesetz menschlichen Zusammenlebens?
dennoch sind sie die Eckpfeiler der Menschen, sozusagen das Grundgesetz menschlichen Zusammenlebens
Ein paar davon vielleicht, aber ich bezweifle, dass die Anbetung eines vorderasiatischen Sturmgottes, freie Samstage und Denkverbote Berechtigung als „Echpfeiler der Menschen“ haben.
Und im uebrigen ist das Zusammenleben viel besser durch vernuenftige Gesetze geregelt.
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#19   möchtegern-kathole   13:28:24 | Donnerstag, 1. November 2007
@DocRöntgen
Die Regeln stellt nur die Kirche (bzw. Gott) auf – verantwortlich bleibt auch ein Christ und kann die Verantwortung nicht abgeben.
Auch ein Christ kann die Gebote brechen, wenn er will, aber er soll es eben nicht tun und dafür ist er verantwortlich. D.h. die Kirche (Gott) hat sich mal überlegt, was für den Menschen und das Zusammenleben der Menschen gut ist. Das wurde dann formuliert und als 10 Gebote in 2 Tontafeln geschrieben. Die Kirche hat es dann auf die Details des täglichen Lebens übertragen. Das umzusetzen ist des Christen Verantwortung vor Gott.
Gleiches gilt übrigens bei der Beichte: die Kirche stellt nur die Regeln auf, die Anklage muss der Angeklage selbst erheben.
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#18   Kurt K.   13:21:22 | Donnerstag, 1. November 2007
Frage an Nachtlaterne
und somit leben und liebe und gerechtigkeit selber herstellen wollen.
Was ist denn falsch daran, Gerechtigkeit selber herstellen zu wollen? Wenn man s nicht selber macht, machts keiner.
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#17   maliems   13:20:41 | Donnerstag, 1. November 2007
weg mit der
kirchensteuer
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#16   DocRöntgen   13:15:16 | Donnerstag, 1. November 2007
Bestimmte, gesellschaftliche Normen sind unvermeidlich, wenn…
…man auf engem Raum miteinander auskommen soll oder muß. ABER: Die Gefühlswelt des Einzelnen per Institution Kirche kontrollieren zu wollen, wie Pünktchen & Co. das für richtig halten, ist ein aberwitziger Versuch. Da kann man nur froh sein, dass es für den Bereich Sexualität eben kein
gesetzliches Diktat gibt, sondern nur eine Festlegung, was das Schutzalter betrifft, bzw. die Bestrafung gewaltsamen
Einwirkens auf andere. Diese Sehnsucht nach „Big Brother“- egal, in welchem Kostüm er kommt- ist erstaunlich und wohl darauf zurückzuführen, dass viele sich nicht imstande sehen, für sich selbst und für andere Verantwortung zu übernehmen. Das soll dann wahlweise die Kirche oder der Staat tun. Arme Leute!
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#15   Horst Metzker   13:15:13 | Donnerstag, 1. November 2007
@Lieber engelhardt,
dennoch sind sie die Eckpfeiler der Menschen, sozusagen das Grundgesetz menschlichen Zusammenlebens. Wenn sie nun ständig gebrochen werden, bedeutet dies nicht, das man sie abschaffen muß. Das Gegenteil ist der Fall.
Was ich jedoch der Kirche, die auch nur aus Menschen besteht vorwerfen muß, ist in 1. Linie die über Jahrtausende bestehende Personifizierung Gottes, in der sie vermutlich glaubte Gott dem Menschen verständlicher zu machen, doch das Gegenteil geschah. Wer glaubt denn ernsthaft, daß Gott bis ins Ehebett hinein, die Turnübungen regelte, und wie Turnnoten: Missionarsstellung ohne Lustgewinn ist eine eins, vergibt.
Analverkehr führt automatisch in die Hölle.
Solche und ähnliche Regelungen können niemals von Gott abgesegnet sein, sind klerikales, also Menschenwerk.
Was sagt Gott? Du sollst nicht begehren deines Nächsten Weib. Das ist genz was anderes.
Ich bin kein Freund des Plural, doch könnte Rom noch so, wie vor der Säkularisation, würden diese Herrn uns vorschreiben wie lange wir am PC sitzen dürfen, welche Zeitungen nicht lesbar sind, wie lange und mit welchen Gebeten wir uns beim Zähneputzen beschäftigen müssen, etc.
Alleine schon deshalb brauchen wir die 10 Gebote, und Kirchengesetze sind mir persönlich nicht relevant.
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#14   virOblationis   13:04:39 | Donnerstag, 1. November 2007
Korrektur
Statt
„Was bleibt: Jeder macht irgendwie irgendwas.“
muß es heißen:
„Was bleibt: Jeder sagt irgendwem irgendwas.“
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#13   fulda   13:01:33 | Donnerstag, 1. November 2007
Algermissen u Co
Natürlich ist es daneben, dass Algermissen u andere Priester, die sich im Schatten des Domes befinden der Rotarierriege angehören. Aber ausser Algermissen hatte bisher kein Bischof in Deutschland den Mut gehabt offen gegen das Musical „Nase, Bauch und Po“ usw… vorzugehen (kreuz.net berichtete). Man sollte nicht immer nur das negative aufzeigen und dann auch nur einseitig.
In dem Artikel wird dargelegt, dass nachdem Algermissen Bischof von Fulda wurde, die Seminaristenzahl zurück ging!! Dies liegt aber NICHT an Bischof Algermissen, sondern an seinem Regens. Msgr Dr. Roth wurde einige Monate nach der Ernennung von Bischof Algermissen zum Bischof von Fulda, als Regens eingesetzt.
Im Bistum Fulda ist es bekannt, vor allem unter Priestern und kirchlichen Mitarbeitern, wie Regens Roth mit den Seminaristen des Bistums umgeht.
Vertrauensmissbrauch und persönliche Beleidigungen stehen an der Tagesordnung. Das in Fulda die Zahl der Seminaristen zurückgeht liegt wie erwähnt nicht an Bischof Algermissen, sondern an der Unreife und Selbstherrlichkeit des Regens Dr. Roth. Mehrere Seminaristen berichteten, dass man es im Fuldaer Priesterseminar, aufgund des erwähnten Regens, „nicht mehr aushalten kann“.
Eine Umbesetzung der gesamten Hausleitung, einschließlich des Spirituals, ist dringend angebracht.
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#12   virOblationis   13:01:08 | Donnerstag, 1. November 2007
Wahrheit im Plural? – Eher Leimrute als Leimgruber.
„Die Theologie … [darf] sich … nicht mehr als Allwissende präsentieren …“
Ist denn die Wahrheit eine andere geworden? Hat sie sich geändert? Vermag sie das denn? Wie ist sie dann Wahrheit?
„ … der eigenen Botschaft in zu pluralen Lebensräumen.“
Ist das „zu“ ein Versehen oder sozusagen ein überschießender Plural?
„Die vorvatikanisch-neuscholastische Sprache für die gleichbleibenden, übergeschichtlichen Wesensgehalte war schlichtweg untauglich für die ständige Veränderung und Pluralisierung der Lebensverhältnisse.“
Gemeint ist wohl nicht nur die Sprache, sd. die Sache an sich(*): die Wahrheit. Sie soll nicht mehr die eine verbindliche sein, sd. sich in lauter Wahrheiten auflösen, von denen jeder seine eigene hat, entsprechend seinen Lebensverhältnissen.“
(*) Dauernd wird über die Sprache gesprochen, nicht über die Sache an sich, vgl. „Die Rede vom Teufel“. – Gibt es nach Ansicht der Autorin überhaupt Wahrheit außerhalb des Redens?
„Es gibt nicht mehr einfach zu definierende Wesensgehalte menschlichen Daseins.“
So! – Das Gegenteil zeigt Pünktchens Beitrag.
„Auf der Suche nach der Sprache, die die Menschen und ihre pluralen Lebenswelten umgreift, geht es um ein Moment, das mit der Beschreibung eindeutiger anthropologischer Grundlagen nicht in den Blick gerät: ‘die humane Situation, die sich fortlaufend verändert und beständig mit neuen Problemlagen verbunden ist.’“
Was bleibt: Jeder macht irgendwie irgendwas.
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#11   Pünktchen   12:54:02 | Donnerstag, 1. November 2007
Die ganze Diskussion offenbart nur, wie wenig
die binnenmenschlichen Verhältnisse „pluralisierbar“ sind und reduzierbar auf ein nicht definierbares und stets wandelbares Etwas!!!
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#10   engelhardt †   12:49:27 | Donnerstag, 1. November 2007
Kloake?
D.h. alle nicht-Christen leben in einer Art geistigen „Kloake“?
Interessantes Menschenbild hast Du.
Im uebirgen hast Du anscheinend nicht ganz verstanden, was ich schrieb: es ist und war die kath. Kirche selbst, die die 10 Gebote nach belieben aushebelte und aushebelt.
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#9   Nachtlaterne   12:43:46 | Donnerstag, 1. November 2007
wenn sie ausgehebelt wurden und…
…werden dann müssen sie eben immer wieder zu neuen ehren kommen. wenn ich beispielsweise die frau meines nächsten begehre, dann habe ich das gebot gottes gegen ehebruch im herzen schon gebrochen. dann muss ich aber wieder zu mir kommen und eine neuorientierung an den geboten gottes suchen. wir menschen tragen doch alle die erbsünde in uns, ausnahmslos jeder. erbsünde heisst für mich autonom sein zu wollen von gott und somit leben und liebe und gerechtigkeit selber herstellen wollen. das kann im ergebnis immer nur eine kloake der eigenen unzulängichkeit sein.
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#8   engelhardt †   12:37:11 | Donnerstag, 1. November 2007
Die Gebote…
du sollst nicht morden, nicht stehlen, nicht falsch zeugnis reden usw. solche schützenden gebote haben in unserer pluralistischen welt nun wirklich nichts mehr verloren.
Diese Gebote sind doch gerade von der kath. Kirche immer wieder beliebig ausgehebelt worden, wenn’s der Zeitgeist verlangte.
Die Heuchelei der Christen kennt wirklich kein Ende.
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#7   Nachtlaterne   12:32:03 | Donnerstag, 1. November 2007
der hinweis…
…auf die plurale lebenswelt hat schon manchen verbrecher davor bewahrt vor gericht verurteilt zu werden. warum sollten von diesem argument nicht auch theologen, politiker usw. nutzen ziehen, in dem sie die schützenden gebote gottes über bord werfen und sich so ihre eigene humanität machen können, z.b. die der abtreibung, der pornografie, der drogen, des toten konsums, der betäubung, der medien etc?!
du sollst nicht morden, nicht stehlen, nicht falsch zeugnis reden usw. solche schützenden gebote haben in unserer pluralistischen welt nun wirklich nichts mehr verloren. mord ist doch ohnehin definitionssache, lügen ebenso. wir lernen aus den reden der theologen, dass gott sich geirrt hat und der zeitgeist eben nicht.
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#6   Pünktchen   12:24:51 | Donnerstag, 1. November 2007
„plurale Lebenswelten“
„Theologin“: „Es gibt nicht mehr einfach zu definierende Wesensgehalte menschlichen Daseins. Auf der Suche nach der Sprache, die die Menschen und ihre pluralen Lebenswelten umgreift, geht es um ein Moment, das mit der Beschreibung eindeutiger anthropologischer Grundlagen nicht in den Blick gerät: ‘die humane Situation, die sich fortlaufend verändert und beständig mit neuen Problemlagen verbunden ist.“
Mit dem Hinweis auf die Pluralisierung der Lebensverhältnisse in den modernen westlichen Gesellschaften soll der kapitale Satz gerechtfertigt sein:
„Es gibt nicht mehr einfach zu definierende menschliche Wesensgehalte menschlichen Daseins“. o.O
Zur gleichen Zeit und von den selben Personen werden jedoch ständig „menschliche Grundbedürfnisse“ (etwa im Bereich des Sozialen und Sexuellen) postuliert, „Menschenrechte“ angemahnt, „Humanisierung“ eingefordert. Merkwürdig!??? „Das Humane“ ist doch gerade erst als „nicht definierbar“ bezeichnet worden.
Am Ende soll natürlich als „das Humane“ die spontane Bedürfnisbefriedigung gelten, ganz so als ob diese ein nicht bedingtes und trans-soziales Phänomen ist. Wenn es gar keine menschliche Natur gibt, sondern nur fließende Gestaltvariationen, dann ist jede Berufung auf das Humane, auf Menschenrechte, ja selbst auf „menschl. Bedürfnisse“ eigentlich überflüssig!
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#5   DocRöntgen   12:02:33 | Donnerstag, 1. November 2007
Ute, die Gute!
Endlich mal jemand, der den Herrschaften unliebsame Begriffe wie plurale Lebenswelt entgegenhält. Das, was z.B. hier so viele übersehen wollen, wenn sie mal wieder irgendwelchen biblischen Idealen hinterherlaufen, die mit den Anforderungen der Jetztzeit nichts zu tun haben. Sie fordert ja nichts anderes, als eine gesunde Mischung aus Realismus und Idealismus. Für Fundis ist das natürlich gleich wieder eine Bankrotterklärung- schon, weil die Rolle der Frau in der Gesellschaft und Arbeitswelt jenseits der reinen Mutterrolle nicht gern diskutiert wird.
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#4   Pünktchen   11:53:13 | Donnerstag, 1. November 2007
„Allwissenheit“ ist eine Eigenschaft Gottes,
die weder von der akademische Theologie noch von einem Kirchenlehrer beansprucht wird. Insofern äußert die Theologin Binsenweisheiten, erhebt aber womöglich den Anspruch „Neues“ und „Revolutionäes“ zu verkünden!
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#3   engelhardt †   11:36:50 | Donnerstag, 1. November 2007
Wissenschaft
Die Theologie ebenso wie die Kirche können und dürfen sich spätestens seit dem Zweiten Vatikanischen Konzil nicht mehr als Allwissende präsentieren
Gut so. Solange sie das machen, ist die Theologie naemlich eine Pseudowissenschft ohne Existenzberechtigung and deutschen Hochschulen.
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#2   Gotthard   11:26:48 | Donnerstag, 1. November 2007
Kritik
In Anbetracht der Vakanz zweier Lehrstühle erlaubte sich Seine Magnifizenz die Anfrage, ob die Römische Kurie in ihrer angeblichen „Tendenz, alles zu zentralisieren, sich nicht manches Mal in ihren personellen Möglichkeiten überschätzen und somit unsere Arbeit erschweren.“
Worin soll denn nun das Schlimme bestehen? Wo der Rektor Recht hat, hat er Recht… Rom steht nun nicht außerhalb jeglicher Kritik. Was soll ein solches Denken?
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#1   Romulus   11:20:28 | Donnerstag, 1. November 2007
Deutsche Bischöfe, Mini-Hochschulen und Mini-Seminare
Auch das gehört zu den Widersprüchlichkeiten eines Oberhirten, der nach außen Romtreue bekundet, während nach innen nicht selten völlig anders gehandelt und entschieden wird.
Sorry, aber das ist mittlerweile seit gut 40 Jahren der Normalfall in allen deutschen Diözesen. Nur gut, dass der Papst seine Pappenheimer kennt. In Deutschland verkaufen sich die Bischöfe den Medien als „Opfer“ der Politik Roms (Bspw. Donum vitae, Alte Messe, Ökumenepapier etc). Man munkelt sogar, dass kein einziger deutscher Kardinal im Konklave Ratzinger gewählt haben soll. Warum wohl?
Nicht nur Fulda hat so eine Mini-Hochschule und ein Miniseminar, hier ist noch eines …priesterseminar-erfurt.de/. Welchen Sinn diese Miniseminare noch haben, erschließt sich mir überhaupt nicht. Die zu niedrigen Seminaristenzahlen werden mit ausländischen Studenten nach oben korrigiert, sonst wären es noch weniger.
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