Familie
Heidenangst
Jeder gottlose Mensch, der den Mut hat, sein Leben zu Ende zu denken, steht irgendwann vor einer fürchterlichen Ausweglosigkeit. Von Christa Meves.
"Der Tag der Toten" des französischen Malers William-Adolphe Bouguereau († 1905)
„Der Tag der Toten“ des französischen Malers William-Adolphe Bouguereau († 1905)
(kreuz.net) Neben den Ängsten, die Angstkrankheiten hervorrufen, gibt es im Menschen natürlich auch reale Angst.

Die Fachleute sprechen dann im Gegensatz zu Angst von Furcht.

Es hat nichts mit einer seelischen Krankheit zu tun, wenn wir uns fürchten, nachts in der U-Bahn zu fahren oder allein im Wald spazieren zu gehen.

Wir fürchten uns dann berechtigterweise vor Überfällen.

Diese Angst ist – im Tiefsten – eine nur allzu berechtigte Furcht vor dem Tod, dem wir minütlich entgegengehen und der für uns vielleicht sogar ein qualvolles Sterben bedeuten kann.

Gedenke Mensch…
"Alles ist Eitelkeit" des US-Künstlers Charles Allan Gilbert († 1929)"Vanitas" - des französischen Barockmalers Simon Renard de Saint-André († 1677)Vanitas-Motiv aus dem 18. Jahrhundert: Hinter der Maske der Schönheit lauert der Tod.

Die Angst sitzt somit allen Sterblichen im Nacken – besonders, wenn uns schwere Schicksalsschläge treffen, die unsere Lage ausweglos erscheinen lassen.

Das kann den Lebensmut nehmen – bis hin zum Wunsch nach Selbsttötung.

Für den gottlosen Menschen wird das Leben deshalb bald hoffnungslos. Für ihn endet das Leben mit absoluter Gewißheit in einer fürchterlichen Niederlage.

Wozu dann noch kämpfen? Gegen den Tod ist sowieso kein Kraut gewachsen. Die Medizin mit ihren Elixieren kann uns darüber nicht hinwegtäuschen.

Vor der absoluten Herrschaft des Todes sind wir als Geschöpfe ohne jede Chance.

Es ist deshalb konsequent, daß sich mancher Atheist entschließt, das von ihm nicht freiwillig begonnene Unternehmen Leben durch Selbsttötung zu beenden – wie etwa der Schriftsteller Ernest Hemingway († 1961), der Schriftsteller Klaus Mann († 1949) oder der Sexualforscher Ernst Bornemann († 1995).

Jeder Mensch ohne Gott, der zu Ende denkt, steht irgendwann unweigerlich vor dieser Ausweglosigkeit.

Christa Meves ist eine bekannte Psychotherapeutin. Der Text ist die überarbeitete Fassung eines Vortrages, den sie an einem von ‘Kirche in Not’ organisierten Augsburger Kongreß gehalten hat.
Der Artikel ist Teil der folgenden Reihe:
1. Wie sollen wir keine Angst haben? 2. Hinter jeder Angst steckt Furcht vor dem Tod 3. Angst schon im Mutterleib 4. Kinder ohne Mütter
5. Heidenangst
6. Ein schlotternder Wicht 7. Heidnischer Unsinn an heiliger Stätte 8. Heilsame Furcht bei Christen?
      
18 Lesermeinungen
Sie haben eine Meinung zu diesem Artikel? Dann verfassen Sie einen Beitrag. Bleiben Sie in Ihrem Kommentar sachlich und bemühen Sie sich um eine erträgliche Diskussionsatmosphäre. Bedenken Sie, daß Ihr Beitrag noch über Jahre hinweg abrufbar und durch Suchmaschinen im Internet auffindbar ist.
Die Redaktion übernimmt keine Verantwortung für den Inhalt der Leserbeiträge. Sie behält sich das Recht vor, Beiträge zu löschen oder Leser aus der Debatte auszuschließen.
Kommentar schreiben
#18   Atzmon   23:12:02 | Dienstag, 27. September 2011
„Der Tag der Toten“ des französischen Malers William-Adolphe Bouguereau († 1905)
.
www.youtube.com/watch?v=ImDLYChb_Tg&…
Redaktion benachrichtigen
#17   methusalix †   02:52:21 | Sonntag, 4. November 2007
Man muss diese Hexe unbedingt von Kindern fernhalten!
Sonst ist ihr mit ihrer bösartigen Angstmacherei der Mühlstein um den Hals absolut sicher!
Redaktion benachrichtigen
#16   raindance1 †   19:35:33 | Freitag, 2. November 2007
Wenn alle „gottlosen“ Kreaturen
durch Selbsttötung ihrem sinnlosen Leben ein Ende setzen dann muss mir mal jemand erklären, wieso wir eine derart überalterte Gesellschaft sind. Im Grunde dürften doch nur die jungen spritzigen Atheisten existieren, bevor diese mit 40 ihre Hoffnungslosigkeit erkennen und sich schnellstens einen Strick besorgen…
Redaktion benachrichtigen
#15   Sigurd von Thelen   19:25:53 | Freitag, 2. November 2007
Interessantes „Rezept“
Man nehme ein paar prominente Selbstmörder, führe ihren Freitod auf deren Ungläubigkeit zurück und erhalte so den Nachweis für das unwerte Leben des Nichtgläubigen.
Tolles Prinzip! Man nehme ein paar publik gewordene Fälle von Kindesmißbrauch innerhalb der Kirche, führe dieses verlangen auf eine katholische Erziehung zurück und erhalte
so den Nachweis für die Pädophilieanfälligkeit des Gläubigen.
Etwas mehr Grips kann man sich von dieser Frau Mewes schon wünschen. Zumindest, solange sie den Mut hat,
ihre Gedanken zu veröffentlichen.
Redaktion benachrichtigen
#14   DocRöntgen   15:04:22 | Freitag, 2. November 2007
@Pascendi: Aha!
Er ist ein Geschenk mannigfaltiger gnadenreicher Tiefendimension welches der Herr denjenigen schenkt den er es schenken will.
Na, da bin ich aber froh, dass dieser Kelch an mir vorübergegangen ist. Nicht erst diese Seite hat mir offenbahrt, wie es um das „Seelenheil“ Gläubiger bestellt ist.
Redaktion benachrichtigen
#13   juergen   14:43:13 | Freitag, 2. November 2007
geschenkter Glaube
Er ist ein Geschenk mannigfaltiger gnadenreicher Tiefendimension welches der Herr denjenigen schenkt den er es schenken will.
Ist es also so: Wenn der Herr den Glauben jemandem nicht schenken will, dann glaubt der nicht und kommt hinterher in die Hölle. Hat somit der Herr schon im vorhinein bestimmt, wer überhaupt eine Chance bekommt, in den Himmel zu gelangen?
Redaktion benachrichtigen
#12   Pascendi   14:36:12 | Freitag, 2. November 2007
matt2
Glaube ist keine freie Willensentscheidung noch bedingt durch Rationalschlüsse oder Willensleistungen.
Er ist ein Geschenk mannigfaltiger gnadenreicher Tiefendimension welches der Herr denjenigen schenkt den er es schenken will.
Will man dieses Geschenk in Empfang nehmen muß man zuerst bitten dann sich würdevoll für die Annahme bereit machen und alle alten Fetzen ausziehen da nur das feinste für diesen Augenblick gut genug ist.
Redaktion benachrichtigen
#11   matt2 †   14:29:54 | Freitag, 2. November 2007
wer sich der Tragweite seines Daseins nicht bewußt ist…
wer kein Vertrauen hat in Gottes Verheissung auf ewiges Leben und Glückseeligkeit, der ist einfach eine blöde Kreatur. Diese Menschen hier, die sich als Atheisten hervortun, die haben es verdient, dass ihr Unglaube sie umbringt. Ich kann kein Mitleid für sie empfinden. Sie sind einfach zu dumm für das Leben.
Redaktion benachrichtigen
#10   Lutheraner   14:13:54 | Freitag, 2. November 2007
Lächerliche Angstmacherei
Vor der Fußball-WM tobte ein Sturm druch unser Land und das war nicht der erste. Die Berliner Bande hatte über ihre Presseorgane aufwendige Anti-Nazi-Umziehungskampagnen innitiiert. Der häßliche Deutsche wurde mal wieder an die Wand gemalt.
Die Ausländer wurden vor uns gewarnt, es gäbe überall No-Go-Areas (Sollten Lagepläne an die Besucher ausgegeben werden?), die Schwarzen würden alle zusammen geschlagen, der Holocaust wurde beschworen, solange, bis alle die Fratzen fürchterlicher Massenmörder aufhatten. Gleichzeitig teilte man uns quasi zur Abstumpfung die widerlichtsten antideutschen Umtriebe mit. Das Vorspiel zum sog. „Sommernachtstraum“ war an Scheußlichkeiten kaum mehr zu überbieten.
In Deutschland werden die allerfinstersten politischen Vorgänge verharmlost, beschönigt, geduldet, was jedem denkenden Menschen die Eingeweide heraus reissen sollte, ist unser täglich Brot. Wir werden psychisch terrorisiert und kollektiv verfolgt. Wir sind längst so psychotisch und verwahrlost, daß es auf die Gottlosigkeit auch nicht mehr ankommt. Die sog. Christen machen bei diesen Kampagnen nämlich mit!
Redaktion benachrichtigen
#9   Pascendi   13:56:44 | Freitag, 2. November 2007
Röntgen
klar – für einen Nichtgläubigen ist ihre Sichtweise logisch.
Redaktion benachrichtigen
#8   DocRöntgen   13:05:28 | Freitag, 2. November 2007
Boah, ist das dämlich!
Das sagt ausgerechnet eine Vertreterin einer „Fraktion“, die
überhaupt erst durch erfolgreiches Angstschüren Menschen in ein übles Abhängigkeitsverhältnis zwingt. Und jetzt will sie den selbstbestimmten Menschen einreden, sie seien
„Selbstmordkandidaten“. Die Frau scheint innerlich wirklich arg zerfressen zu sein.
Der Tod steht am Ende jeden Lebens. Er ist „Natur“. Niemand braucht ihn zu fürchten, allenfalls ein qualvolles Sterben, das theoretisch jeden Menschen (jedes Tier) betreffen kann und zwar völlig unabhängig einer Glaubenszugehörigkeit. Was für ein plumper Versuch Nicht-Gläubigen diesbezüglich eine Sonderrolle zuschreiben zu wollen.
Redaktion benachrichtigen
#7   Peter-Pan   11:35:00 | Freitag, 2. November 2007
Wer hat hier Angst?
Ich glaube auch, dass Frau Meves nicht weiß, wovon sie spricht. Mein Eindruck ist, dass religiöse Menschen viel mehr Anlass haben, sich vor dem Tod zu fürchten, als Ahteisten oder Agnostiker.
So viel Furcht davor, sich falsch zu verhalten, gegen diese oder jene Regel oder irgendwelche Gebotte zu verstoßen.
Ich weiß nicht, was nach dem Tod kommt. Ich vermute nichts, aber ich bin bereit mich überraschen zu lassen. Es geht auch nicht so sehr um das was ich glaube, als um das was ich nicht glaube.
Und ich glaube nicht – und werde auch niemals glauben – dass Menschen nach dem Tode von irgendeiner höheren Macht danach beurteilt werden, wie gläubig sie dem Weg dieser oder jener Religion befolgt haben oder eben davon abgewichen sind.
So viele Menschen die sich nach einer grenzenlos widersprüchlichen und moralisch mehr als fragwürdigen Schriftensammlung wie der Bibel richten oder zu richten glauben – denen es nie darum geht, gute Menschen zu sein, sondern nur darum, gute Christen / Moslems / Juden / … zu sein.
Wahnsinnige Massenmörder und friedliebende Pazifisten waren bereits gleichermaßen davon überzeugt, sich das Paradies gesichert zu haben – auf genau die Weise – und keine andere – die sie gelebt haben.
Redaktion benachrichtigen
#6   Kurt K.   11:24:39 | Freitag, 2. November 2007
Angst vorm Tod
Ich habe NULL Angst vor dem Tod an sich.
Was mir nicht behagt ist das Sterben.
Denn je nachdem, wie das abläuf, kanns sehr qualvoll sein.
Man kann sich meine Gedanken, was das „totsein“ anbelangt so vorstellen, wie es Kender (eine Fantasy-Rasse) empfinden: Die letzte grosse Erfahrung, das letzte Abenteuer:
Gibt es ein Leben nach dem Tod? Und wenn ja, welcher Gott / welche Götter zeichnen dafür verantwortlich? Oder gibts gar keine Götter? Werde ich meine Familie treffen? Oder ist das dann nicht mehr von Belang?
Ich gehe eigentlich davon aus, dass „danach“ nichts ist. Aber wir werden sehen. Oder eben nicht.
Redaktion benachrichtigen
#5   Pelagius III.   10:40:14 | Freitag, 2. November 2007
Wer hat mehr Angst?
Für den, der nicht an ein Weiterleben nach dem Tod glaubt, ist der Tod einfach ein Auslöschen des Lebens, ein unendlich langer Schlaf ohne Erwachen.
Für den Gläubigen aber ist der Tod eine Quelle der Angst: „Was ist, wenn ich danach in die Hölle komme und ewig gequält werde?“
Deshalb haben Gläubige mehr Angst vor dem Tod als Ungläubige.
Redaktion benachrichtigen
#4   Karl Rahna   10:39:34 | Freitag, 2. November 2007
@ Christa Meves
Ist dieser Artikel eigens für +.net verfasst oder – wie manch anderes hier – einfach nur geklaut (oder »übernommen«)?
Im ersten Fall wäre der Abstieg von Frau Meves damit einen weiteren großen Schritt vorangekommen.
Redaktion benachrichtigen
#3   Romulus   10:31:39 | Freitag, 2. November 2007
Sieh mal einer an,
wie die agnostischen / atheistischen Angsthasen aus den Löchern kriechen und sich als erste in diesem Thread für ihren Nichtglauben auf einem religiösen Internetportal rechtfertigen. Honi soit qui mal’y pense.
Redaktion benachrichtigen
#2   Waldemar Michael   10:27:57 | Freitag, 2. November 2007
Angst vor dem Tod
nur sehr gläubige Menschen sind in der Lage, ein vollbesetztes Passagierflugzeug in ein Hochhaus zu fliegen, da sie ja dann entsprechend ihrem Glauben von Gott belohnt werden.
nur sehr gläubige Menschen sind in der Lage, Menschen eines anderen Glaubens das Lebensrecht abzusprechen.
Warum gibt es wohl auf dieser Erde zwischen 10.000 und 100.000 Religionen (je nach Definition von Religion und/oder Sekte, Abspaltung usw.). Wieviele Varianten des katholischen Glaubens (was ist das bloß) gibt es allein hier unter den Besuchern des Forums?
Redaktion benachrichtigen
#1   E. Nigma   10:14:35 | Freitag, 2. November 2007
Ach wirklich?
Also, ich als Atheist bin zufrieden und sehe keine Ausweglosigkeit. Wenn’s vorbei ist, ist’s halt vorbei.
Frau Meves kann (wie jeder andere Religiöse Mensch) Atheisten nicht beurteilen weil sie sie nicht versteht.
Redaktion benachrichtigen
Weiterlesen:
PädophilieskandalJungen dürfen nicht mehr im Stehen pinkeln FamilieEin tiefes, schwarzes Loch FamilieKinder ohne Mütter Eva Herman„Ich bin ein sehr gläubiger Mensch“ Eva HermanIm Iran gibt es öffentliche Hinrichtungen – in Deutschland Johannes B. Kerner Eva HermanTosender Applaus KinderkrippenLebenslang geschädigt Eva HermanKreuzzug gegen den Mutterkreuzzug Christa MevesAngst schon im Mutterleib FamilieHinter jeder Angst steckt Furcht vor dem Tod P. James ManjackalDie Geburt unehelicher Kinder soll nicht ermutigt werden FamilieEhescheidung mit Vorbildfunktion? FamilieWie sollen wir keine Angst haben? FamilieDer Iran liegt voll im Trend FamilieWas kümmert das kinderlose Politiker?
RSS Feed  •  News Ticker  •  Kontakt  •  Impressum
© CC-BY-NC-SA 2012 kreuz.net