Noch im August verdammte ein US-Priester und Kolumnist die Alte Messe in Bausch und Bogen. Jetzt hat er Asche auf sein Haupt gestreut und das Gegenteil behauptet.
Bis zum Motu Proprium ‘Summorum Pontificum’ war die Alte Messe nicht selten in Privaträume verbannt.
(kreuz.net) Am 17. August ist der US-Priester Peter J. Daly über das Motu Proprium ‘Summorum Pontificum’
und die Alte Messe hergefallen.
Hw. Daly ist Priester der Erzdiözese Baltimore im Osten der USA. Er
verfaßt regelmäßig Kolumnen für den Nachrichtendienst der US-Bischofskonferenz ‘Catholic News Service’.
In seinem August-Artikel behauptete Hw. Daly, daß die Alte Messe vorwiegend von Alten Leuten besucht
werde. Der Grund: Die Alte Messe sei ruhig, kurz, erinnere an die Alten Tage und fordere keine Teilnahme.
Die wenigen jüngeren Meßteilnehmer würden nur ausnahmsweise und aus Neugierde kommen.
Doch in einer
Kolumne vom 19. Oktober hat sich der Geistliche für seine Behauptungen entschuldigt.
Grund für den
Sinneswandel war offenbar ein Proteststurm der Gläubigen: „In meinen zwanzig Jahren als Kolumnenschreiber
habe ich nie so viele erzürnte Zuschriften bekommen.“
Er sei als Häretiker und Verrückter bezeichnet
worden: „Es tut mir leid, wenn ich jemanden verletzt habe.“
In seiner neuen Kolumne sieht er die Alte
Messe mit ganz anderen Augen. Seine Kritiker seien im Recht – erklärt der Priester.
Er habe auch seine
eigenen, positiven Erinnerungen verdrängt. Die Lateinische Messe, die er in seiner Kindheit und Jugend
besuchte, verbindet er jetzt neu mit einer Zeit der Unschuld und der Frömmigkeit.
Hw. Daly stellt sich
in seinem jüngsten Artikel auch die Frage, was den Gläubigen an der Alten Messe gefällt. Er findet
vier Gründe:
1. Ehrfurcht
Als erstes Argument nennt er ein Gefühl der Ehrfurcht, das aus den genau
beschriebenen Gesten und dem Rhythmus des Alten Ritus entsteht.
2. Geheimnis Gottes
Der Alte Ritus vermittle –
ganz im Sinne einer „gute Liturgie“ – das Mysterium Gottes. Das sei in der Neuen Messe teilweise verloren
gegangen.
3. Tradition
Als dritten Grund nennt Hw. Daly die große Tradition der Kirche und die Verbindung
mit den vergangenen Generationen. Die Kirchenmusik, die Gebete und Gesten seien über Jahrhunderte entwickelt
und verfeinert worden.
Der überlieferte Ritus vermittle darum ein Gefühl der Verbundenheit mit einem
Heiligen Franz Xavier in der indischen Mission und ebenso mit seinen eigenen Vorfahren – gewöhnlichen
Bauern in Irland.
4. Einheitsstiftend
Hw. Daly glaubt schließlich, daß die Altgläubigen katholisch
im besten Sinn des Wortes sein möchten. Die Alte Messe sei universell vereinend gewesen:
„Egal wo man
lebte, diese Messe war – von Korea bis Chicago – dieselbe.“
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51 Lesermeinungen
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#51 Pünktchen 16:32:59 | Samstag, 3. November 2007
Defensor Sie haben die Grund- und Haltlosigkeit des geschmäcklerischen Subjektivismus von DG sehr gut
herausgearbeitet! Viele verwechseln die Religion mit dem dem Fernsehen, wo sie beliebig hin- und herzappen
können, bis sie was gefunden haben, das ihrem Niveau und ihrer momentanen Laune passend scheint…
Gefühlsduselei auf beiden Seiten Subjektivismus gibt es wohl auch auf Seiten der Verfechter des trid.
Ritus. Als erstes Argument nennt er ein Gefühl der Ehrfurcht… –> Das ist wohl auch ein subjektives
Empfinden und nix objektives. Der Alte Ritus vermittle – ganz im Sinne einer „gute Liturgie“ – das Mysterium
Gottes… –> Ist das objektiv feststellbar? Der überlieferte Ritus vermittle darum ein Gefühl der Verbundenheit
mit… –> Wieder geht es um ein Gefühl.
Das „Ich“ als Maßstab der „Wahrheit“ ist typisch lutherisch und „bibelprotestantisch“ In der Lutherreligion
(bzw. den vielen Lutherreligionen) hat jeder „Bibelleser“ seine „eigene Wahrheit“.
Das „Ich“ im Glauben DienerGottes Mir persönlich…Ich…ich…mich…Ich…usw. Wer mal den Unterschied
zwischen Objektivismus und Subjektivismus genauer untersuchen will, dem sei als Paradebeispiel des Subjektivismus
der Beitrag von „DienerGottes“ (DG) empfohlen. Jedes zehnte Wort ist ichbezogen. Diese Ichbezogenheit
übertrifft die des Sonnenkönigs wohl noch um ein vielfaches. Persönliche Geschmacksfragen sind für
die Beurteilung der objektiven Qualität eines Ritus ungefähr so beachtlich wie die Farbe einer Kloschüssel.
DG hat vom Alten Ritus und seinem theologischen Aussagegehalt ungefähr so viel Ahnung wie ich von höherer
Mathematik…nämlich gar keine! „ich will mich nicht als Sünder fühlen müssen“ Wie bedauerlich für
DG, daß sein Wunschdenken an der Realität nichts ändert. Entlarvend ist jedoch, daß der NOM es DG
ermöglicht, sich weiter in die Tasche zu lügen. Hier scheint er sich nämlich nicht als Sünder zu fühlen.
Stattdessen reicht es DG, wenn er in der Messe ein rein subjektive Gefühl vermittelt bekommt, daß Gott
da sei. Ob dies auch objektiv der Fall ist, scheint für DG eher zweitrangig zu sein. Schließlich meint
DG auch noch, daß er am HG Anteil haben möchte. Diese Äußerung kann nun wirklich nur noch als töricht
bezeichnet werden, weil die Anteilhabe am HG sicherlich nicht vom Hören desselben abhängt. nicht vor
sich her und für sich alleine brummelt DG sollte nicht immer gleich von sich auf andere zu schließen.
Das HG „brummelt“ der Priester nämlich nicht für sich, sondern für Gott.
@ Rudolfus Sie schmeißen permanent wild die Sachgebiete durcheinander. Wenn Sie mit jemandem über „deutsche
Stammlande“ diskutieren, dann ist es blödsinnig, den Gegenüber als Apostaten abzuqualifizieren. Das
ist in der Diskussion nämlich irrelevant.
Alle, die keine Argumente haben, wie die Irrlehrer und Modernisten können von Natur aus nur ausfällig
werden. Beschimpfungen kommen immer nur von Leuten, die nicht rational denken können.
@ Romulus Die „Bekehrung“ dieses Typen forderte keinen Mut, zu Bonifatius’ Zeiten brauchte es Mut gegen
den Clan aufzustehen und Christ zu werden. Aha, und Bekehrungen sind nur echt, wenn sie Mut erfordern.
Was soll das bitteschön für ein Kriterium sein? Dieser Typ ist einfach ein Kriecher, der Angst um seinen
Posten hatte. Mehr nicht. Angst um den Posten, na klar. Es sind ja auch schon SO viele Priester wegen
Animositäten dem alten Ritus gegenüber ihres Postens enthoben worden…
Eine riesige Zahl deutscher Streusiedlungen gab es bis 1948 in ganz Osteuropa, und das seit Jahrhunderten.
Millionen Deutsche lebten in den deutschen Streusiedlungen in Osteuropa, an der Wolga in Rußland und
in ganz Amerika. Die Wolgadeutschen wurden durch Stalin zerstreut und verfolgt, die Osteuropadeutschen
bis 1948 durch die UdSSR und die Alliierten.
Die deutschen Stammländer sind wohl eher das geschlossene deutsche Siedlungsgebiet. Die Ostgebiete gehörten
Jahrhunderte zum geschlossenen deutschen Siedlungsgebiet – wurden aber vom Westen her besiedelt. Die „Ostgebiete“
können deshalb kaum die deutschen Stammländer sein.
#37 Desperatus † 23:36:53 | Freitag, 2. November 2007
Deutsche Stammlande? Damit sind wahrscheinlich Ober- und Niederschlesien gemeint, Ost- und Westpreussen,
das Ermland, das Sudetenland, Böhmen und Mähren…, und nicht zu vergessen, die Grafschaft Mömpelgard.
@rudolfus Das heutige Deutsch in den deutschen Stammländern verwendet das Wort „Pfaffe“ nicht. in diesen
deutschen Stammländern (welche sind das?) wird aber das Wort „Weib“ bis heute verwendet? Sorry, du hast
echt eine an der Klatsche …
Jede Bekehrung ist ein Geschenk Gottes Romolus Die „Bekehrung“ dieses Typen forderte keinen Mut, zu Bonifatius’
Zeiten brauchte es Mut gegen den Clan aufzustehen und Christ zu werden. Dieser Typ ist einfach ein Kriecher,
der Angst um seinen Posten hatte. Mehr nicht. Jede Bekehrung ist ein Geschenk Gottes. Es ist völlig dumm,
jemanden zu beschimpfen, nur weil er sich bekehrt hat. Das ist die Aufgabe der Kirche – die Bekehrung
jeder Seele: auch Ihrer.
@Benedikt Die „Bekehrung“ dieses Typen forderte keinen Mut, zu Bonifatius’ Zeiten brauchte es Mut gegen
den Clan aufzustehen und Christ zu werden. Dieser Typ ist einfach ein Kriecher, der Angst um seinen Posten
hatte. Mehr nicht.
@ Romulus Genau. Und die Leute, die Bonifatius bekehrt hat, dass waren auch ganz eklige Opportunisten,
die nicht bei ihrer Sache geblieben sind und ihr Fähnchen nach dem Wind hängten…
#30 Desperatus † 22:45:33 | Freitag, 2. November 2007
Der Ton macht die Musik, und aus diesem Grunde kann ich nur zustimmen. Allein aus der Verwendung eines
bestimmten Wortes läßt sich kein urteil über einen Menschen fällen. (Vgl: DienerGottes: „Pfaffe“,
Cardinal Meissner: „Kunst entartet“)
Ein ekliger Opportunist Er sei als Häretiker und Verrückter bezeichnet worden: „Es tut mir leid, wenn
ich jemanden verletzt habe.“ Das scheint noch nicht mal so abwegig zu sein. Denn wer heute so sagt und
morgen so, hängt im besten Fall sein Fähnlein nach dem Wind und ist im schlimmsten Fall ein Charakterschwein.
Kurz und gut: Dieser Typ ist nicht ernstzunehmen. Liebes kreuz.net, geht bitte nicht mir solchen Typen
hausieren, denen man keine fünf Euro pumpen würde!
#27 pfl♥umchen † 22:41:52 | Freitag, 2. November 2007
weib und pfaffe ich denk es kommt immer auf den ton an in dem mans sagt. mit einem schmunzeln ists anders
als wenn man schimpft oder schreit. an sich ganz simpel. stimmts?
Das heutige Deutsch in den deutschen Stammländern verwendet das Wort „Pfaffe“ nicht. Mittelalterliche
deutschen Dialekte verwenden aber Deutsche wie die Pennsylvania-Deutschen etc.
@Gotthard: ist das nicht herrlich?! und die anderen hier: … warum sollte „…gebenedeit unter den Weibern“
negativ sein? Weib faßt die Spezies der Frau (da verheiratet und dem Manne untertan) so das Mädchen
(unverheiratet und keusch) wie das jugendliche Mädchen (auch Frl. genannt) etc. in einem sinngreifenden
Wort zusammen. Was also ist daran negativ?
Weib… Das Wort „Weib“ gerät selbst in diesen Kreisen langsam aus der Mode. Es hat auch keinen Sinn
darauf zu bestehen, wenn es negativ konnotiert ist und das mittlerweile auch von den meisten Messbesucher
so empfunden wird. Die alten Messen, die ich bislang besuchte kamen jedenfalls ohne das „Weib“ aus.
#19 DienerGottes 22:22:38 | Freitag, 2. November 2007
Pfaffe In der Alten Messe wird beim Rosenkranz „du bist gebenedeit unter den Weibern“ gebetet. Weib ist
im Gegewartsdeutsch auch etwas negatives. Seit wann ist die Hl. Maria etwas negatives?? Wenn die in der
Alten Messe „Weib“ sagen können, warum soll ich dan nicht „Pfaffe“ sagen können??
@Desperatus / Wir sprechen die deutsche Sprache der Gegenwart, und nicht des Mittelalters. Im Gegenwartsdeutschen
wird das Wort „Pfaffe“ nicht mehr verwendet, außer im negativen Sinn.
@rudolfus Außerdem ist der Meßbesuch unter schwerer Sünde verpflichtend am Sonntag und an den gebotenen
Festtagen. Hast Du vielleicht auch noch eher motivierende, erklärende und begeisternde Argumente? Warum
schimpst Du eigentlich über Radarfallen und Parkknöllchen?
Die Deutschen können sich ruhig wieder der christlichen deutschen Sprache bemächtigen und die angebrachten
christlichen Ausdrücke verwenden. Sie verstehen es selbstverständlich.
#11 Desperatus † 21:59:12 | Freitag, 2. November 2007
@Rudolfus Außerdem ist der Meßbesuch unter schwerer Sünde verpflichtend Eine Sprache, die zweifelsohne
jeder Mensch der deutschen Gegenwart sofort versteht.
Wer an der hl. Messe nicht teilnimmt, hält sich nur selbst von den Gnaden der hl. Messe fern. Außerdem
ist der Meßbesuch unter schwerer Sünde verpflichtend am Sonntag und an den gebotenen Festtagen.
#8 Desperatus † 21:51:09 | Freitag, 2. November 2007
@Monti Ich kann auch in der Gegenwart mal nachfragen, was Menschen bei Sprichwort „Tridentinische Messe“
denken und dann die Mehrheitsmeinung zur Wahrheit erklären.
Das ist ja vielleicht ne Argumentation, mir reformatorisches gedankengut zu unterstellen, nur weil ich
beim Begriff „Pfaffe“ negative Assoziationen habe. Fragen Sie doch in der Gegenwart mal nach, wer bei
dem Begriff an eine positive Bezeichnung für einen Priester denkt.
#6 Desperatus † 21:40:29 | Freitag, 2. November 2007
@Monti Zum Begriff“Pfaffe“ aus „Wikipedia“: Der Begriff Pfaffe (von lat.: papa = Vater) war im Gegensatz
zum Mönch eine Bezeichnung für einen Geistlichen (Weltgeistlichen). Der Begriff wurde ursprünglich
für römisch-katholische Priester oder Geistliche in würdevoller Bedeutung, oft auch allgemein für
eine Person, die nach einer geistlichen Regel lebt, verwendet. Im Mittelalter waren schließlich fast
allein die Geistlichen gebildet. Seit der Reformation allerdings wurde „Pfaffe“ zunehmend zu einer mehr
abfälligen Bezeichnung. Mithin: wer beim Begriff „Pfaffe“ negative Konatationen hat, ist selbst vom Gedankengut
der „Reformatoren“ infiziert. Laudetur Jesus Christus.
@Alle merken Sie nicht, dass „Diener Gottes“ nur provozieren will. Wäre er gläubiger Katholik (auch
moderner Katholik), würde er den Priester am Altar nicht als Üfaffe bezeichnen. Es wäre das Beste,
wir würden dem „Diener Gottes“ zukünftig keine Beachtung mehr schenken.
@ Diener Gottes ie Gegenwärtigkeit von Jesus Christus sehen möchte. Aber das kann ich nur im Neuen Ritus
weil da kein Pfaffe davor steht der den Blick verspert. Verzeihung, aber der einzige Unterschied diesbezüglich
ist, dass Sie die Gestalten beim „Per ipsum…“ („Durch ihn, und mit ihm…“) im alten Ritus nicht sehen
können. Ansonsten sehen Sie die Gestalten in der alten wie in der neuen Form zu selben Zeit.
#3 DienerGottes 19:09:54 | Freitag, 2. November 2007
MP hat keine Aussrahlung für mich… Mir persönlich gefällt die Alte Messe NICHT. Ich bestreite nicht
das sie für den einen oder anderen etwas besonderes ist. Aber ich will mich auch nicht während der gesamten
Messe als Sünder fühlen müssen der den ganzen tag nichts macht als zu sündigen und in der Messe nichts
anderes tut als dafür um Vergebung zu Bitten. Ich gehe in die Messe weil ich die Anwesenheit Gottes spüren
will und die Gegenwärtigkeit von Jesus Christus sehen möchte. Aber das kann ich nur im Neuen Ritus weil
da kein Pfaffe davor steht der den Blick verspert. Ausserdem möchte ich anteil haben am Hochgebet, das
geht aber auch nur im Neuen Ritus da der Pfarrer es Laut spricht und nicht vor sich her und für sich
alleine brummelt. So könnte ich mit noch viel mehr Beispielen auffahren. Aber soviel Zeichen hab ich
nicht zur Verfügung. Also lass ich es einfach. Es geht mir lediglich darum, wie man Messe, Liturgie und
die Feier an sich erfahren, erleben und begreifen will. Das muss aber jeder für sich entscheiden, wo
er das am besten kann. Und ich kann es am besten im Neuen Ritus.
Dieselbe Liturgie „Egal wo man lebte, diese Messe war – von Korea bis Chicago – dieselbe.“ Außer landete
in Chicago zufällig in der syro-malabarischen Kathedrale…
#1 Nachtlaterne 18:46:15 | Freitag, 2. November 2007
die alte messe… …macht unmissverständlich deutlich, dass wir in der kirche gott die ehre geben und
dass es keineswegs um einen unterhaltungscharakter für das volk geht. herfürchtiges knien gilt für
priester, ministranten und die kirchenbesucher. die messe wird als opfer verstanden in das wir christen
hineingenommen werden. ich mchte die neue form der messe nicht verteufeln, sie hat auch ihren wert, die
alte messe aber hat unbedingt eine daseinsberechtigung.