Wenn einer Bedenken äußerte, wußte man, ihn zu beruhigen
„Wohl ist man zuerst recht vorsichtig zu Werke gegangen, damit die Leute nicht merken, auf was man hinaus will“. Ein alter Pfarrer über die Reformen des letzten Konzils. Von Hw. Alois Aßmayr († 1980).
Die Reform begann mit dem Kernstück: Messe und Liturgie. Skandal-Pfarrei St. Franziskus bei einer Messe im Mai 2007.
(kreuz.net) Ich glaube, daß es euch schwer fallen wird, noch etwas zu finden, das ihr noch nicht zerstört
habt, vielleicht wird manches aber auch noch kommen.
Angefangen hat dieses Zerstörungswerk eigentlich
schon vor dem, „Konzil“. Die feste Grundlage hierfür aber hat das „Konzil“ geschaffen.
Wohl ist man
zuerst recht vorsichtig zu Werke gegangen, damit die Leute nicht merken, auf was man hinaus will, um möglichst
keinen oder nur geringen Widerstand zu erregen.
Mit Absicht hat man mit den „Reformen“ bei dem Kernstück
der katholischen Kirche begonnen: der Liturgie und der Heiligen Messe.
Zu Beginn – so rechnete man –
sind viele Konzilsväter noch nicht so hellhörig, um zu merken, worauf die ‘‘Reformen“ abzielen.
Auch
hat man ja mit ganz bescheidenen und fast harmlosen Änderungen angefangen, aber doch die Türe für spätere
und weiterreichende Veränderungen ein wenig geöffnet, ohne daß es viele Konzilsväter merkten.
Wenn
einer Bedenken äußerte, verstand man es, ihn zu beruhigen.
Als
dann 1969 die neue Messe auch in der Volkssprache erschien und angeordnet wurde, griffen viele voll Begeisterung
danach, manche jedoch – auch ich – schüttelten den Kopf. Andere warnten sehr eindringlich davor.
Mich
haben besonders die leeren nichtssagenden, eigentlich verlogenen Opfergebete und die Verfälschung in
den Wandlungsworten stutzig gemacht.
Ich habe zum Schott gegriffen. Es kamen dann in einem fort Änderungen.
Hw. Aßmayr:
„Ich laß mich nicht mehr länger zum Narren halten und geh ganz zur alten lateinischen Messe
zurück. Dann können die Affen übersetzen, was und wie sie wollen.“
„Als dann die „ökumenische Übersetzung“
erschien, sagte ich offen:
„Ich laß mich nicht mehr länger zum Narren halten und geh ganz zur alten
lateinischen Messe zurück. Dann können die Affen übersetzen, was und wie sie wollen.
Wenn wir bei
der Matura so übersetzt hätten, wären wir alle durchgeflogen.
Epistel und Evangelium werde ich an
Sonn- und Feiertagen deutsch vorlesen, und ihr könnt hinten beten, was und wie ihr wollt.“
„Pascendi“ war mir schon früher bekannt, ebenso
der ganze Kampf von Papst Pius X. gegen den Modernismus.
Heute steht fest, daß die ganze maßgebende
Führung der katholischen Kirche modernistisch ist und daher die Kirche auch. Die „Reformen“ beweisen
es.
Auch ist heute bekannt, daß die neue Messe ein Fabrikat von liberalen Protestanten und modernistischen
Katholiken ist, die beide den Opfercharakter der Heiligen Messe leugnen und auf deren Zerstörung ausgehen.
Um aber den Gläubigen Sand in die Augen zu streun, hat man eine Messe fabriziert, die noch eine zu sein
scheint, in Wirklichkeit aber keine mehr ist.
Hw. Alois Aßmayr war Pfarrer in Biberwier im Bistum Innsbruck.
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Gotthard schrieb: „NOM ist der abschätzige Kampf-Begriff aller Tradis und der Pius-Hanseln!“ NOM bedeutet
Novus Ordo Missae. Der Begriff wird verwendet, um vom Alten Messritus zu Unterscheiden. Oder ist „Alter
Messritus“ ein abschätziger Begriff? Sicher nicht. „NOM“ ist deshalb nur treffend, auch Paul 6. verwendete
den Terminus bei der Promulgation seines Ritus, um vom alten Ritus abzugrenzen. Oder wie sollte man –
auf Latein – sonst den NOM bezeichnen, wenn man vom Alten Ritus abgrenzen möchte? Dass Gotthard selbst
aber den Begriff als „abschätzig“ ansieht, ist ein deutlicher Hinweis, wie die Modernisten selbst im
Herzen erkennen, dass das neu Creierte im Vergleich zum Alten wertlos ist.
Die Forma Ordinaria widerspricht der Apostolischen Konstitution Quo primum Die Forma Ordinaria des Römischen
Meßbuches widerspricht allerdings der Apostolischen Konstitution Quo primum von Papst St. Pius V. „Wieder
falsch“ Die Apostolische Konstitution Quo primum spricht eine klare Sprache. Die Forma Ordinaria widerspricht
der weiterhin gültigen Konstitution Quo primum. Wer das leugnet, kann nicht lesen.
@ Rudolfus Die Forma Ordinaria des Römischen Meßbuches widerspricht allerdings der Apostolischen Konstitution
Quo primum von Papst St. Pius V. Wieder falsch .
Der Papst hat das Recht auf juristische Definition der Papst hat in der Kirche das Recht zur Ordnung der
Liturgie. Wenn er nun bestimmt, dass die Bücher von 1062 außerordentliche Form und die von 1970 ordentliche
Form des einen Römischen Ritus sind, dann ist das so. Das Recht und die Gültigkeit der Definition der
beiden verschiedenen Meßbücher als „zwei verschiedene Formen des Römischen Ritus“ oder „des Römischen
Meßbuches“ kann man dem Papst auch nicht absprechen, da es einfach eine juristische Einteilung ist, die
jeder Papst treffen kann. Die Forma Ordinaria des Römischen Meßbuches widerspricht allerdings der Apostolischen
Konstitution Quo primum von Papst St. Pius V.
@Gotthard NOM ist der abschätzige Kampf-Begriff aller Tradis und der Pius-Hanseln! In den Gemeinden ist
es schlicht und ergreifend „die Messe“… Punkt!!!!!!!1 Welch schönes Eigentor, Gotthard! Ist etwa „Pius-Hanseln“
kein abschätziger Kampfbegriff Ihrerseits???!!! Und so schlicht und ergreifend „Messe“ liest man auch
nicht überall! Meist steht doch da was von „Eucharistiefeier“…
Er kapiert es nicht… Werter Rudolfus, der Papst hat in der Kirche das Recht zur Ordnung der Liturgie.
Wenn er nun bestimmt, dass die Bücher von 1062 außerordentliche Form und die von 1970 ordentliche Form
des einen Römischen Ritus sind, dann ist das so. Das ist eine Definition, verstehen Sie? Genau wie man
irgendwann festgelegt hat, was „ein Meter“ ist. Da konnt man auch nicht irren, wie auch? Man hat ja gerade
erst ein Maß festgelegt.
Disziplinarische und juristische Erklärungen der Päpste muß man nur um der Ordnung halber akzeptie-
ren Sie wird dadurch aber nicht unfehlbar. In der Ritusfrage ist die FSSPX anderer Meinung – und ich schließe
mich der FSSPX an.
@ Rudolfus Es sind zwei Riten – auch wenn der Papst das Gegenteil erklärt. Logisch, denn maßgeblich
für diese Frage ist allein die Einschätzung von Oberpapst Rudolfus dem Großen. Alle irren, nur Rudolfus
ist stets im Besitz der Wahrheit und weiß es immer besser. Waren Sie eigentlich mal Protestant?
Rodolfus „Ich bin überzeugt, daß hier der Papst irrt.“ Schickens ihm doch ne Mail und tuns Ihms knd.
Bin mir sicher er wird seine Ansicht ändern das ja von Ihnen kommt
In nicht-unfehlbaren Dingen irren auch die Päpste Die gesamte Papstgeschichte legt Zeugnis darüber ab.
Es sind zwei Riten – auch wenn der Papst das Gegenteil erklärt.
@ Rudolfus Ich bin überzeugt, daß hier der Papst irrt. Sie verstehen offenbar nicht: Der Papst hat das
Recht, es in dieser Weise zu definieren. Es kann per se kein Irrtum sein.
@all … lasst Rudolfus doch in Ruhe … diesem theologischen und liturgischen Analphabeten kann doch
niemand das Wasser reichen … seine Welt ist für uns unerreichbar!
Die zwei Meßbücher haben nichts miteinander zu tun Es ist nicht angebracht, von diesen beiden Fassungen
des Römischen Meßbuchs als von „zwei Riten“ zu sprechen. Es handelt sich vielmehr um einen zweifachen
Usus ein und desselben Ritus. Ich bin überzeugt, daß hier der Papst irrt.
@ Rudolfus Ihr Maß an Realitätsverweigerung ist wirklich beängstigend. Lesen Sie SP, dann blamieren
Sie sich nicht weiter mit diesen sinnlosen Behauptungen.
keine zwei Riten Die zwei Formen des Römischen Ritus sind zwei Riten Das zu leugnen ist falsch. Es sind
zwei Meßriten. Sie irren. Der Papst schreibt: Es ist nicht angebracht, von diesen beiden Fassungen des
Römischen Meßbuchs als von „zwei Riten“ zu sprechen. Es handelt sich vielmehr um einen zweifachen Usus
ein und desselben Ritus. Somit behauptet Rudolfus, daß der Papst irrt. Rudolfus steht damit nicht im
Einklang mit dem Papst und der römisch-katholischen Kirche.
Änderungen durch den Papst Änderungen waren nach Quo Primum nur noch dem Papst erlaubt. Es wurden später
auch etliche Änderungen gemacht. Neue Heilige, neue Präfationen, Karwochenreform, Hl. Josef in den Kanon
Achwas!?! Und wer hat 1969 geändert? Etwa Müllers Fritzchen?
@ Rudolfus Ich habe wirklich noch selten jemanden erlebt, der derart an der Wirklichkeit vorbeiredet.
Ich habe Ihnen die offizielle Bezeichnung des Messbuchs von 1970 genannt – Sie faseln weiterhin, die Bezeichnung
„NOM“ sei offiziell. Wie üblich natürlich ohne jeden Beleg. Tatsache ist: Es gibt zwei römische Meßriten
Bestätigt durch den regierenden Papst in Summorum Pontificum. Das steht nirgendwo in Summorum Pontificum.
SP sagt vielmehr ganz im Gegenteil, dass es nur EINEN Römischen Ritus gibt, der zwei Formen hat. Es ist
ja nicht das erste Mal, dass sie mit völligen Fehlinterpretation bezüglich glasklar formulierter Dokumente
auffallen. Entweder, Sie haben diese Dokumente gar nicht gelesen oder… @ juergen Änderungen waren nach
Quo Primum nur noch dem Papst erlaubt. Es wurden später auch etliche Änderungen gemacht. Neue Heilige,
neue Präfationen, Karwochenreform, Hl. Josef in den Kanon…
Tatsache ist: Es gibt zwei römische Meßriten Bestätigt durch den regierenden Papst in Summorum Pontificum.
SP bestätigt auch, daß die alte römische Messe nie verboten war.
Autosuggestion Sie können mit Ihren Sätzchen gerne Autosuggestion betreiben. An den Tatsachen ändert
das aber nichts. Das hat Rudi nicht nötig. Diese selbstinduzierte Gehirnwäsche ist bei ihm ein abgeschlossenes
Kapitel.
Christus unter den Menschen Glaubt die Redaktion dieses Forums tatsächlich, dass Christus nur in Gestalt
von Brot und Wein, die in Form einer Alten Messe verwandelt wurden, unter uns weilt? Dann läuft aber
etwas Gewaltiges schief! – Christus ist auch dort, wo zwei oder drei in seinem Namen versammelt sind (Mt
18,20) – ohne die Form der Alten oder Neuen Messe oder einer anderen Liturgie – Christus ist dort, wo
Nächstenliebe praktiziert wird (vgl. Mt 25, 45: „Was ihr für einen dieser Geringsten nicht getan habt,
das habt ihr auch mir nicht getan.“) – Christus spricht solche Sätze zu uns – und dieses Forum stellt
seine Artikel höher als Jesu Worte! – Auch in seinem Wort lebt und wirkt Christus unter uns; seit alters
her wird ER mit dem Halleluja-Ruf begrüßt und bejubelt, was ER uns im Evangelium zu sagen hat! Sollte
ER dort nicht reden, sollte es ein Leichtes sein, den Wortgottesdienst im Rahmen der Messe abzuschaffen
und gleich zur Eucharistiefeier überzugehen. Neue Messe oder Alte Messe, Wortgottesdienst oder Eucharistiefeier –
das, worauf es ankommt, ist: – dass Christus unter uns weilt, – dass wir ihn loben und ehren, – dass wir
seinen Tod und seine Auferstehung verkündigen! ER muss im Mittelpunkt stehen, sonst NICHTS!
„NOM ist der abschätzige Kampf-Begriff aller Tradis und der Pius-Hanseln!“ So ein Unsinn. Die Bezeichnung
NOM ist von Paul VI. selbst und kirchenoffiziell.
@rudolfus NOM ist die offizielle Bezeichnung der Neuen Römischen Messe von 1969 NOM ist der abschätzige
Kampf-Begriff aller Tradis und der Pius-Hanseln! In den Gemeinden ist es schlicht und ergreifend „die
Messe“… Punkt!!!!!!!1
Das Meßbuch von 1962 ist eine Edition des Meßbuches von 1570 Es ist derselbe Ritus. Das Meßbuch mit
der Neuen Messe von 1969 ist ein anderer Ritus, bezeichnet auch als NOM.
für ewig festgeschrieben? Die kanonisierte römische Messe von 1570 darf nicht verändert werden, klar
festgelegt in der Konstitution QUO PRIMUM Demnach ist schon das Messbuch von 1962 falsch.
@ Rudolfus Und wo soll das da stehen? Ich nenne Ihnen den Titel und widerlege damit Ihre Behauptung, aber
Sie behaupten weiter frisch von der Leber weg, dass das da stünde. Es steht da nicht. Und das es eine
gebräuchliche Bezeichnung ist ändert nichts an den Tatsachen. Für die Liturgie vor 1962 ist „Tridentinische
Messe“ eine gebräuchliche Bezeichnung, das ändert auch nicht daran, dass auch das der Römische Ritus
ist, diesmal eben ex decreto sacrosancti concilii Tridentini restitutum.
@ Rudolfus Das ist einfach falsch. „NOM“ ist keine offizielle Bezeichnung. Diese lautet: Missale Romanum
ex decreto Sacrosancti Oecumenici Concilii Vaticani II instauratum auctoritate Pauli PP. VI promulgatum.
Nix mit „novus“.
@Benedikt / Sie sind im Irrtum: NOM ist die offizielle Bezeichnung der Neuen Römischen Messe von 1969
im Unterschied zur Alten Römischen Messe von 1570.
@ Rudolfus Das Meßbuch von Paul VI. ist eben die Neue Römische Messe von 1969. Bezeichnungen wie NOM
etc sind keine offiziellen Bezeichnung des Ritus nach dem MR von 1970. Sie entsspringen der Notwendigkeit,
die beiden Formen innerhalb des Disputs auseinanderhalten zu können. Es gibt daneben die Alte Römische
Messe von 1570. Ausdrücklich erläutert in Summorum Pontificum von 2007. Genau. Und in SP steht nichts
von zwei unterschiedlichen Messen. SP definiert, dass der Ritus nach den Büchern Papst Johannes XXIII.
die außerordentliche Form des einen Römischen Ritus ist.
Es gibt nicht nur eine Römische Messe Die Messe nach dem Missale ROMANUM (!) von 1969 ist sehr wohl die
Römische Messe. Das Meßbuch von Paul VI. ist eben die Neue Römische Messe von 1969. Es gibt daneben
die Alte Römische Messe von 1570. Ausdrücklich erläutert in Summorum Pontificum von 2007.
Römische Messe Die Messe nach dem Missale ROMANUM (!) von 1969 ist sehr wohl die Römische Messe. Das
ist unbestreitbarerweise der korrekte Terminus für die in Rom gefeierte Liturgie. An eine gewisse Form
kann der Begriff „Römische Messe“ dagegen nicht gebunden sein, weil dann auch die Messe von 1570 nicht
die Römische Messe wäre, da dieser Ritus ganz und gar mit gallikanischen Elementen etc durchsetzt ist.
Die römische Messe von 1570 ist nicht die neurömische Messe von 1969 Heinrich von Ofterdingen: Nun behauptet
Ratzinger aber, dass die alte Messe nie verboten war. Und Sie werden wohl behaupten, dass Ratzinger nicht
gelogen hat. Also war die Messe von 1970 doch was ganz was neues und nicht die „fortgeschriebene“ alte
Messe. Genauso ist es. Die kanonisierte römische Messe von 1570 ist eben nicht die neurömische Messe
von 1969, wie behauptet wird. Die kanonisierte römische Messe von 1570 darf nicht verändert werden,
klar festgelegt in der Konstitution QUO PRIMUM.…atholischedokumente.de.tl/…-ALLE-ZEITEN-k2-.htm
@ Ofterdingen Dies käme einem Verbot der alten Messe gleich. Es ist genausowenig ein Verbot wie 1955
die Feier der früheren Form der Karwochenliturgie „verboten“ war. Es war nun schlicht eine andere Form
verbindlich, dazu musste die alte nicht extra verboten werden. Dieses Gerede vom Verbot ist von interessierten
Kreisen postuliert worden, aus welchen Gründen auch immer.
@ Benedikt Sie haben geschrieben: Das Recht der Bischöfe, die Liturgie in ihrer Diözese zu regeln ist
jedoch ein traditionelles Recht der Bischöfe, das ihnen nie bestritten wurde. Deshalb war es keineswegs
unerlaubt, die alte Messe nicht zuzulassen. Im Direktorium der Diözese Fulda für das laufende Jahr 2007
heißt es unter „2. Ordnung, Normen und Bedeutung der Liturgie/Eucharistie“: Der Gebrauch des neuen Messbuchs
(Missale Romanum 2002 für die Messfeier in lateinischer Sprache oder deutsches Messbuch von 1975, 2.
Auflage 1988 mit Ergänzungsheft zur zweiten Auflage, aktualisierter Neudruck 1996) ist verpflichtend.
Ältere Messbücher dürfen nicht benutzt werden. Dieses De-facto-Verbot des Missale Romanum von 1962
gilt seit Inkrafttreten des Motu Proprio „Summorum Pontificium“ am 14. September 2007 nicht mehr. Man
darf man gespannt sein, was dann im Direktorium für das Jahr 2008 formuliert werden wird.
Lieber Benedikt, Die römische Messe wurde 1570 von Papst St. Pius V. für alle Zeiten kanonisiert, Richtig.
Der Ritus von 1970 IST die Römische Messe. Was auch sonst. … wenn Sie so argumentieren, dann hat Ratzinger
in dem Moto proprio tatsächlich gelogen. Denn wenn der Ritus von 1970 nur der „fortgeschriebene“ Ritus
der alten Messe wäre, so würde er die alte Messe tatsächlich vollständig ersetzt haben (so wie das
bei allen anderen Fortschreibungen der alten Messe auch war). Dies käme einem Verbot der alten Messe
gleich. Nun behauptet Ratzinger aber, dass die alte Messe nie verboten war. Und Sie werden wohl behaupten,
dass Ratzinger nicht gelogen hat. Also war die Messe von 1970 doch was ganz was neues und nicht die „fortgeschriebene“
alte Messe.
Christus unter uns Glaubt die Redaktion dieses Forums tatsächlich, dass Christus nur in Gestalt von Brot
und Wein, die in Form einer Alten Messe verwandelt wurden, unter uns weilt? Dann läuft aber etwas Gewaltiges
schief! – Christus ist auch dort, wo zwei oder drei in seinem Namen versammelt sind (Mt 18,20) – ohne
die Form der Alten oder Neuen Messe oder einer anderen Liturgie – Christus ist dort, wo Nächstenliebe
praktiziert wird (vgl. Mt 25, 45: „Was ihr für einen dieser Geringsten nicht getan habt, das habt ihr
auch mir nicht getan.“) – Christus spricht solche Sätze zu uns – und dieses Forum stellt seine Artikel
höher als Jesu Worte! – Auch in seinem Wort lebt und wirkt Christus unter uns; seit alters her wird ER
mit dem Halleluja-Ruf begrüßt und bejubelt, was ER uns im Evangelium zu sagen hat! Sollte ER dort nicht
reden, sollte es ein Leichtes sein, den Wortgottesdienst im Rahmen der Messe abzuschaffen und gleich zur
Eucharistiefeier überzugehen. Neue Messe oder Alte Messe, Wortgottesdienst oder Eucharistiefeier – das,
worauf es ankommt, ist: – dass Christus unter uns weilt, – dass wir ihn loben und ehren, – dass wir seinen
Tod und seine Auferstehung verkündigen! ER muss im Mittelpunkt stehen, sonst NICHTS!
@ mariokin Zudem widerspricht dem faktischen Verbot, dass tradierte Überlieferung, die älter als 200
Jahre ist, Gewohnheitsrecht besitzt. Das kann hier nicht zur Anwendung kommen. Rein rechtlich wurde kein
neuer Ritus installiert, es handelte sich um eine Reform des Röm Ritus, nicht anders als die von 1962 –
wohlgemerkt rechtlich. Und wer kann Fehler in solchen Beschlüssen korrigieren? Da eine Unfehlbarkeit
nicht vorliegt sind sie auch möglich. Der Papst, ein allgemeines Konzil – jedenfalls nciht der Generalobere
der FSSPX und auch nicht jeder Laie, der sich berufen fühlt. Ich halte es sogar für wahrscheinlich,
dass es irgendwann dazu kommt – nur warum und was das Ergebnis sein wird, dass kann man nicht wissen.
@monti Ich bin zutiefst davon überzeugt, dass Christus uns mit seinen Worten „Tut dies zu meinem Gedächtnis“
mit Sicherheit nicht die Tridentinische Messe hinterlassen wollte. Über mehrere hundert Jahre ist dies
jedoch Lehre der Kirche gewesen. Wie kommen Sie denn darauf? In der Kirche hat es immer etliche verschiedene
Riten gegeben. Die Frage nach einer Liturgiereform ist doch keine Frage des Irrtums oder nicht. Der römische
Ritus selbst ist mehrfach verändert worden – nicht weil man sich bei der vorherigen Form „geirrt“ zu
haben meinte, sondern aus ganz beliebigen Gründen. @ Rudolfus Die römische Messe wurde 1570 von Papst
St. Pius V. für alle Zeiten kanonisiert, Richtig. Der Ritus von 1970 IST die Römische Messe. Was auch
sonst.
Die römische Messe wurde 1570 von Papst St. Pius V. für alle Zeiten kanonisiert, festgeschrieben für
alle Zeiten in der Apostolischen Konstitution QUO PRIMUM.
Lieber Mariokin, Zudem widerspricht dem faktischen Verbot, dass tradierte Überlieferung, die älter als
200 Jahre ist, Gewohnheitsrecht besitzt. So tolerant war man 1570 aber nicht 1970.
Riten, die älter als 200 Jahre sind (Tridentinum 1545-1563) Zudem widerspricht dem faktischen Verbot,
dass tradierte Überlieferung, die älter als 200 Jahre ist, Gewohnheitsrecht besitzt Vermutlich hat das
das Konzil v. Trient sogar schriftlich festgelegt, zu finden u.a. auf www.teol.de/trident.htm
@ Rudolfus Natürlich war die alte Messe nie „verboten“. Der Punkt ist, dass 1970 ein neues Missale herausgegeben
wurde, und so wie auch schon 1965, 1962, 1955, 1936…1570 war dieses Missale verbindlich für alle. Ein
Verbotsakt braucht es da nicht. Der Ritus der römischen Kirche hatte mit der Promulgation die Form, die
im MR 1970 vorgesehen war. Dann gab es Gläubige und Priester, die damit nicht einverstanden waren. Sie
verlangten nach der alte Messe. Es ist völlig unbestritten, dass diese nicht immer richtig behandelt
wurden, sondern oft diffamiert und ausgegrent wurde, was ich persönlich ausdrücklich verurteile. Das
Recht der Bischöfe, die Liturgie in ihrer Diözese zu regeln ist jedoch ein traditionelles Recht der
Bischöfe, das ihnen nie bestritten wurde. Deshalb war es keineswegs unerlaubt, die alte Messe nicht zuzulassen.
Lesen Sie mal zB Ecclesia Dei, wo der Papt die Bischöfe bittet, den Begehren nach der alten Messe großzügig
zu entsprechen. Das statuiert doch kein Recht! Ebenso wäre SP überflüssig, wenn darin nur zum Ausdruck
kommen würde, was ohnehin Rechtslage ist. So ist es aber nicht, auch wenn einige Kreise das behaupten.
Denn verbindliche Form des Ritus war vor 2007 der Röm Ritus in der Form von 1970 und ein Bischof hatte
das Recht nur diesen zuzulassen. Ganz und gar absurd ist es, die Bischöfe wegen dieser Wahrnehmung ihrer
Rechte – ob es nun gerecht oder ungerecht war – zu Okkupanten, Apostaten oder Häretiker zu erklären.
Das ist die Quadratur des Kreises Ich bin zutiefst davon überzeugt, dass Christus uns mit seinen Worten
„Tut dies zu meinem Gedächtnis“ mit Sicherheit nicht die Tridentinische Messe hinterlassen wollte. Über
mehrere hundert Jahre ist dies jedoch Lehre der Kirche gewesen. Und nach dem Konzil, als die Kirche wohl
eine andere Richtung einschlug, hatte sie nicht den Mumm, uns zu sagen, dass sie sich eben lange Zeit
geirrt hat. Weil die Kirche eben nicht irren kann . So ist die heutige NOM-Messe sicherlich näher an
Christus dran als die Trid. Messe, aber die Kirche kann eben nicht sagen, dass nach dem Konzil die Kirche
eine andere geworden ist. Würde sie das zugeben, müsste sie ja auch ihren Irrtum eingestehen, aber das
ist s.o. eben nicht möglich. So will sie uns also weismachen, sie sei die gleiche Kirche wie vor dem
Konzil und wird immer weiter Gläubige an die Traditionalisten oder an die Gottlosigkeit verlieren. Tja,
scheiss Schicksal, aber nicht besser verdient!
Antwort @Heinrich Man kann eine Messe, die kodifiziert wurde rechtlich nicht verbieten. Das ist juristisch
nicht möglich. Pius V. kanonisierte die Liturgie 1570. Zudem widerspricht dem faktischen Verbot, dass
tradierte Überlieferung, die älter als 200 Jahre ist, Gewohnheitsrecht besitzt. @Benedikt Und wer kann
Fehler in solchen Beschlüssen korrigieren? Da eine Unfehlbarkeit nicht vorliegt sind sie auch möglich.
Das müßte die Verbindlichkeit zumindest einschränken!
@Heinrich von Ofterdingen / Das faktische Verbot der alten Messe Die alte Messe wurde von der ganzen Amtskirche
so behandelt wie wenn Sie verboten worden wäre. Sie war faktisch verboten, ob sie juristisch verboten
war, das mag mit einem kleinen Fragezeichen versehen werden. Die wenigen Priester, die weder zur Priesterbruderschaft
stießen, noch jemals die moderne Messe gelesen haben wurden auf das heftigste verfolgt. Das ist doch
völlig unbestreitbar. Daß sie juristisch nicht verboten war, erklärte bereit eine Cardinalskommission
unter Papst Johannes Paul II. und findet sich nun wörtlich in Summorum Pontificum vom 07. VII. 2007.
@timpressum Das II: Vatikanische Konzil, so Joseph Ratzinger, der als Berater von Kardinal Frings daran
teilnahm, ist zum Unterschied vorangegangener Konzilien ein reines Pastoralkonzil, dass bewußt darauf
verzichtete, die kirchl. Lehre dogmatisch zu definieren (vgl. Der Fels 12/88, S. 343) Das ist auch der
Eröffnungsrede Papst Johannes XXIII. beim Konzil zu entnehmen. Wenn aber der göttliche Beistand der
Unfehlbarkeit bewußt nicht in Anspruch genommen wurde, kann man vom fehlbaren Lehramt der Kirche sprechen.
Da sind Fehler möglich. Beim Konzil von Trient wurde die Unfehlbarkeit durch die dogmatische Definition
der Lehre und Verurteilung der Irrtümer in Anspruch genommen. Daher gilt die Zusage Christi, das dafür
der Beistand des hl. Geistes gewiss sei.
@ timpressum Ja, man kann den Papst kritisieren. Eine Konzilsaussage ist nicht automatisch unfehlbar,
diese Unfehlbarkeit muss explizit in Anspruch genommen werden, d.h. eine Glaubensfrage abschließend geklärt
und jede andere Auffassung als Häresie verworfen werden. Hiervon hat das II. Vatikanum keinen Gebrauch
gemacht. Verbindlich sind die Lehren der Konzilien aber in jedem Fall.
Selbstverständlich kann man die Päpste auch kritisieren Man braucht nur die Papstgeschichte kennen,
wen wir schon aller auf dem Papstthron hatten, z.B. beschrieben in Gottes erste Diener von Peter de Rosa
oder in vielen anderen Papstgeschichtsbüchern.
#22 timpressum † 21:40:52 | Sonntag, 4. November 2007
Kann man den Papst kritisieren? Kann man den Papst kritisieren, auch wenn man katholisch ist? Kann man
ein Konzil für fehlbar halten? Wenn ja – warum hat das Konzil von Trient keine Fehler gemacht, wohl aber
Vaticanum II?
@ mariokin Dazu zählt die weggelassene Kniebeuge nach den Wandlungsworten, noch vor der Erhebung der
gewandelten Gestalten, die eindeutig versinnbildete, die Konsekrationsworte des Priesters bewirken die
Wandlung und nicht der Glaube der Gläubigen! Wenn die Kniebeuge diese Bedeutung hatte, so kann das auch
zu dem Missverständnis führen, der Glaubensakt des Priesters bewirke die Wandlung.
@Ansgar Ich selbst bin in den konsevativen Gebetsgruppen groß geworden seit meiner Jugendzeit, ich weiß
das man den NOM auch „würdig“ zelebrieren kann, ohne Spilenzchen. Das ist aber nicht der springende Punkt.
Der Punkt ist der, dass der NOM in seinen Texten eine protestantisierende Ausformung besitzt. Das typische,
die katholische Lehre betonende Gebete bewußt entfernt wurden, um sich den Protestanten anzubidern, mit
Duldung Papst Pauls VI. Dazu zählen die Opferungsgebete, die vollständig durch ein jüdisches Tischgebet
ersetzt wurden. Dazu zählt die Verfälschung der Wandlungsworte in der landessprachlichen Übersetzung,
dazu zählen die überarbeiteten Übersetungen für Lesung und Evangelium, dazu zählen Hochgebete, besonders
die schweizer Hochbete. Dazu zählt die weggelassene Kniebeuge nach den Wandlungsworten, noch vor der
Erhebung der gewandelten Gestalten, die eindeutig versinnbildete, die Konsekrationsworte des Priesters
bewirken die Wandlung und nicht der Glaube der Gläubigen! Dazu gehören schwammig und verwässernd vormulierte
Tages und Schlussgebete, die die Realpräsens und den Opfercharakter der Feier zugunsten der Gemeinschaftlichen
Versammlung unterdrücken usw. Sie sehen es geht hier um folgenschwere Dinge, denn das Gesetz des Betens
ist das Gesetz des Glaubens und umgekehrt. Die Folgen heute sieht man und sie sind umso schlimmer, da
sie vom Klerus geduldet, hervorgerufen, unterstützt und sind und so den Glauben in den Herzen der Gläubigen
aushölen und sterben lassen.
Lieber Rudolfus, ich meine was das Verbot der alten Messe betrifft, hat Ratzinger gelogen oder positiver
formuliert, sich in juristische Spitzfindigkeiten geflüchtet. Die alte Messe wurde von der ganzen Amtskirche
so behandelt wie wenn Sie verboten worden wäre. Sie war faktisch verboten, ob sie juristisch verboten
war, das mag mit einem kleinen Fragezeichen versehen werden. Die wenigen Priester, die weder zur Priesterbruderschaft
stießen, noch jemals die moderne Messe gelesen haben wurden auf das heftigste verfolgt.
Die alte römische Messe (kanonisiert 1570) war nie verboten. Summorum Pontificum vom 07. VII. 2007 hat
es klar bestätigt – sie wurde dennoch seit 1969 verfolgt: Und wird es auch heute noch. Jeder Katholik
weiß das.
Antwort Unter gewachsen (der Begriff stammt nicht von mir, er ist ein Zitat aus dem Buch von Joseph Cardinal
Ratzinger „Aus meinem Leben“ 1997, S. 173) verstehe ich, daß sich organisch entfaltet, das bisherige
vervollkommnet, verschönert, so wie es auch der hl. Vater anspricht. Das kann man vom NOM nicht sagen.
Hier wurde eingerissen, klare katholische Ausdrucksweise vermieden, um „Gemeinschaft“ zu erreichen, die
es per se so nicht gibt. Dazu mußte, und auch das ist ein Zitat aus „Aus meinem Leben“ das „platte Produkt
des Augenblicks“, etwas „gemachtes“ an die Stelle des bisher über lange Jahrhunderte entfaltete und den
ganzen Glauben ausdeutende der früheren Liturgie beseitigt werden. Denn man „brach das alte Gebäude
ab und baute ein anderes,…“ @Jürgen Ich verwehre mich gegen ihre Darstellung, denn ich habe betont,
dass es auch früher Mißbräuche gab, aber das berechtigt niemanden, selbst der apostolische Stuhl hat
solche Vollmachten in den Ausmaßen nicht, eine Normativmesse zu kreiren, die in ihrer ersten Editio typica
von der Gesamtheit der Weltbischöfe 1967 abgelehnt wurde, weil sie nicht dem entsprach, was katholische
Liturgie ausmacht und weildie Bischöfe glaubten, das man zu weit gegangen sei! Ein historisches Faktum!
@alle Die Liturgische Bewegung kam in den 1920er Jahren auf, in ihren guten Ausformungen unterstützt
durch Pius XII., andere Dinge wie Mahltisch, generelle Volkssprache usw. hat Pius XII: entschieden in
seiner Enzyklika Mediator Dei verworfen.
@ Sirilo Nun, für die von Ihnen treffend beschriebenen „evolutionären“ Umstände ist der Terminus „gewachsen“
doch durchaus gebräuchlich. Tatsächlich ist die Zeit- und Alterslosigkeit, das faszinierend Fremde doch
die große ästhetische Stärke der Alten Messe. Nur habe ich den Eindruck, daß die Gegner der Neuen
Messe diese noch niemals in würdiger Form gefeiert erlebt haben; ja, daß es sogar ganz ausgeschlossen
wird, daß man den NOM würdig feiern kann. Dies aber stimmt nicht. Der NOM kann voll inbrünstiger Andacht
gefeiert und erlebt werden, in einer Art, daß JEDEM bewußt wird, daß der Herr zugegen ist. (In St.
Pantaleon, Köln, z.B.)
„Gewachsen, nicht gemacht“? Mariokin hat wieder das alte, abgedroschene Argument gebracht, die Alte Liturgie
sei „gewachsen, nicht gemacht“. Das ist natürlich Unfug. Wo ist die Liturgie gewachsen? An einem Baumast?
In einem Blumenbeet? In Wirklichkeit wurde auch die Alte Liturgie „gemacht“ – von Menschen nämlich, nur
eben in kleineren Schritten und über die Jahrhunderte verteilt. Die Alte Liturgie ist ebenso gemacht
wie die alten Meßgewänder (oder will jemand behaupten, die gotischen und barocken Kaseln seien „gewachsen“?).
#13 Regina 1961 20:33:23 | Sonntag, 4. November 2007
Bildergalerie Die in der Bildergalerie veröffentlichten Fotos sind ja doch wohl echt ein Witz!!! Daraus
kann man mal wieder nichts ableiten. Regina1961
Wer die Sache des apostolischen katholischen Glaubens vertritt, ist immer auf der richtigen Seite – und
auch Vorrausetzung für jede Seligsprechung: Alle Seligen mußten sich gegen Mißstände wenden, um dafür
Gott die Treue zu bewahren – und auch gegen Mißstände in der Kirche, in der Hierarchie und am Papsttum
selbst, aber stets verbunden mit dem Papsttum.
@mariokin Seit wann gab es denn den „Schott“? Seit wann gab es denn die sog. „liturgische Bewegung“? Seit
wann sprach man denn von „aktiver Teilnahme“? Und die bis ins 10.Jh. zurückzuverfolgende „römische“
Liturgie ist erst im 10.Jh von Gallien/Franken (wieder ) nach Rom gekommen, nachdem dort rund 1Jh. lang
keine liturgischen Bücher mehr abgeschrieben wurden und über Jahre hinweg so gut wie kein Gottesdienst
gefeiert wurde. Ja, ja, früher war alles besser!
Zu allen Zeiten gibt es hellsichtige Leute, die sich nicht alles von der Autorität aufschwatzen lassen
Der in diesem Artikel zitierte Pfarrer ist vor 27 Jahren verstorben. Schwups wird da im Jahre 2007 geschrieben,
was dieser Geistliche gesagt hat. Es gibt eben zu allen Zeiten Leute, die nicht die Mißstände und den
Unsinn des Zeitgeistes mitmachen, selbst, wenn die Mißstände – in teuflisch perfider Weise – durch einen
despotischen Papst befohlen würden, der nach einer Reihe von guten Päpsten an die Kirchenregierung gekommen
war. Die Zahl der Klarsichtigen ist aber leider immer nur klein – und finden sich deshalb auch oft unter
den Seligen.
Pelagius III. kursiv]„und ihr könnt hinter beten, wie und was ihr wollt“[kursiv] Ich bezweifle nicht,
daß es sicher teilweise ein besseres Verständnis für die Feier der Liturgie bedurft hat. Dennoch feiert
auch in dieser Weise, in welcher der Gläubige privat betend an ihr teilnimmt voll mit. Aktive Teilnahme
heißt nämlich nicht zuruf antwort schema, sondern mit dem Herzen bei Gott und dem Geheimnis der Hl.
Messe sein. Dazu gab es ja auch die liturgische Bewegung, den zweisprachigen Schott, etc. Wer wollte,
konnte „aktiv“ die Gebete der Messe mit verfolgen, so wie wir das heut im tridentinischen Ritus gewöhnt
sind. Aber dazu hätte es nicht der Schaffung eines neuen Ordo in Anlehnung an protestantische und zwinglianische
Vorstellungen bedurft, dazu auch keiner Mitarbeit protestant. Theologen am grünen Schrebtisch! Was ist
das für ein Selbstverständnis von katholischer Kirche? Liturgie ist nicht „machbar“ Sie ist gewachsen
über die Jahrhunderte. Auch war und ist die trident. Messe kein Reformprodukt des Trienter Konzils. Sie
ist in ihren Bestandteilen bis ins 10. Jh. zurückverfolgbar. Puis der V. ordnete einige Dinge in der
Liturgie neu, aber er schuf nicht einen anderen Ritus! Vielmehr machte er zur Norm, was über Jahrhunderte
in Rom üblich war und zwar für überall dort, wo die damalige Liturgieform nicht älter als 200 Jahre
war! Es ist bezeichnend immer wieder dieselben argumente zu lesen, die von der alten Liturgie abschrecken
sollen,…nicht für das Volk, Messe lesen am Seitenaltar… das sind doch keine Argumente für eine „Schaffung“
des fehlerhaften NOM!
@ apex Sie bezweifeln, daß es unswesentlich war, ob bei der Messe Gläubige anwesend waren oder nicht?
Nun, können Sie es denn belegen? Fakt ist doch, daß bei der Missa Tridentina der Ministrant quasi den
Part der Gemeinde übernahm oder nicht? Samurai
vor 27 Jahren… Der in diesem Artikel zitierte Pfarrer ist vor 27 Jahren verstorben. Schwups wird da
im Jahre 2007 geschrieben, was dieser Geistliche gesagt hat. Das nenne ich guten Journalismus.
@ Pelagius Leider fürchte ich, daß der Eindruck stimmt. Ich bezweifel überhaupt nicht, daß die tridentinische
Liturgie richtig und ehrfürchtig gefeiert genauso in Ordnung ist wie die richtig und ehrfürchtig gefeierte
nachkonziliare Liturgie, wobei die „Missa Tridentina“ ja eben nicht die Messe aller Zeiten ist, sondern
als Liturgiereform (!) im Laufe des Tridentinischen Konzils entstand. Aber zum eigentlichen Thema: Ich
kenne nicht wenige Menschen, die die „tridentinische“ erlebt haben (in ländlichen, gut katholischen Regionen
des Münsterlandes), wo es normal war, daß die Männer während der Messe rausgingen, einige Bierchen
tranken und pünktlich zur Kommunion wieder in der Messe waren, während die Frauen während der Messe
den Rosenkranz beteten oder in einem Andachtsbuch lasen. Ob die Gemeinde anwesend war oder nicht, war
schlicht egal. Die Stille Messe besass grosse Beliebtheit! Immer, wenn bei uns wieder der „Haussegen schiefhing“
(so erzählte mein Vater öfters) sagte sein „Alter Herr“: „Und? Was ist los? Haben wir wieder Stille
Messe?“ Samurai
@ Pelagius III Das war schon immer das Prinzip bei der alten Liturgie: Es war völlig egal, was das „Volk“
machte: Rosenkranz beten, Marienlieder singen, schlafen, über die Viehpreise diskutieren (beliebte Beschäftigung
der Männer hinten in den Dorfkirchen) – es war total egal. Blödsinn.
#1 Pelagius III. 18:14:33 | Sonntag, 4. November 2007
„und ihr könnt hinter beten, wie und was ihr wollt“ Das war schon immer das Prinzip bei der alten Liturgie:
Es war völlig egal, was das „Volk“ machte: Rosenkranz beten, Marienlieder singen, schlafen, über die
Viehpreise diskutieren (beliebte Beschäftigung der Männer hinten in den Dorfkirchen) – es war total
egal. Egal war auch, ob überhaupt Volk anwesend war. Ich war zehn Jahre lang (von 1952 bis 1962) Ministrant
nach der alten Liturgie und habe dabei immer wieder erlebt, wie an einem Nebenaltar ein Kaplan oder Studienrat
eine Messe „las“ (im Eiltempo, um es schnell hinter sich zu bringen), ohne daß dabei auch nur ein Gläubiger
zugegen war. Und trotzdem sagte der Priester von Zeit zu Zeit zu den leeren Bänken „Dominus vobiscum“.
Der Eindruck, den man damals gewinnen konnte, war: Das Volk braucht’s nicht.