Vatikan. Papst Benedikt XVI. erinnerte beim gestrigen Angelus an den Heiligen Karl Borromäus
(† 1584) dessen Gedenktag – außer wenn der Tag auf einen Sonntag fällt – am 4. November gefeiert wird.
Der Mailänder Erzbischof stehe für „Nächstenliebe, klare Lehre, apostolischen Eifer und vor allem für
das Gebet“. Der Papst nannte in diesem Zusammenhang seinen Vorgänger, der seinen Namenstag am 4. November
feierte. Johannes Paul II. – Karol Wojtyla – sei dem Heiligen Karl Borromäus in vielem ähnlich gewesen.
Kardinäle wie Kasper oder Lehmann
Deutschland. Seit gestern tagt in Dresden die ‘Synode der Evangelischen
Kirche Deutschlands’. Im Vorfeld der Synode sprach der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche, Wolfgang
Huber, mit dem Boulevardmagazin ‘Spiegel’. Dabei forderte Huber eine Ökumene der gemeinsamen Spiritualität,
des wechselseitigen Respekts und des gemeinsamen Handelns. Die Katholische Kirche dürfe nicht länger
an ihrem Kirchenverständnis festhalten. Doch Huber sieht bei Kardinälen wie Walter Kasper und oder Karl
Lehmann den Willen, diesen Zustand zu überwinden.
Oder Bischöfe wie Reinelt
Deutschland. Das im Juli
von der Glaubenskongregation veröffentlichte Schreiben über das katholische Kirchenverständnis wird
von den Protestanten „mit Recht kritisiert“. Das glaubt der Bischof von Dresden, Mons. Joachim Reinelt,
in seinem Grußwort an die Synode der ‘Evangelischen Kirche in Deutschland’. Bischof Reinelt erinnert
an das Zweite Vatikanum, das „von bindender und bleibender Bedeutung“ sei. Darin sei die Kirche angeblich
von ihrem Anspruch zurückgetreten, daß sei allein Kirche Christi „ist“ – behauptete der Bischof.
Zähne
ausgebissen
Österreich. Die Münchner Staatsanwaltschaft hat versucht, eine umstrittene Anklage gegen
den österreichischen Pornojäger Martin Humer (81) an ihre österreichischen Kollegen abzugeben. Doch
die haben abgelehnt. Das berichtete die ‘Süddeutsche Zeitung’. Humer soll 1.200 Euro Strafe zahlen, weil
er in einem satirischen Beitrag das Logo der national-sozialistischen Zeitung ‘Stürmer’ und den Ausdruck
„Heil Hitler!“ gebraucht hatte. Dagegen erhob Humer Einspruch. Zur Gerichtsverhandlung am 14. September
war der Rentner aus religiösen Gründen verhindert. Darauf lehnte der Richter den Einspruch kurzerhand
ab. Gegen diese Entscheidung legte Humer seinerseits Beschwerde ein.
Homo-Sorgen
„Seit einiger Zeit
habe ich auch selbst Bilder bei flickr veröffentlicht, mit Creative-Commons-Lizenz. Daß jetzt ausgerechnet
kreuz.net meine Bilder nutzt, paßt mir aber gar nicht. Kann nicht mal einer der Tausend Internet-Rechtsanwälte
eine No-Fascho-, No-Fundi-Lizenz basteln?“
Aus der privaten Webseite eines Homo-Unzüchtigen.
Email-Adressen der Empfänger
25 Lesermeinungen
Sie haben eine Meinung zu diesem Artikel? Dann verfassen Sie einen Beitrag. Bleiben Sie in Ihrem Kommentar sachlich und bemühen Sie sich um eine erträgliche Diskussionsatmosphäre. Bedenken Sie, daß Ihr Beitrag noch über Jahre hinweg abrufbar und durch Suchmaschinen im Internet auffindbar ist.
Die Redaktion übernimmt keine Verantwortung für den Inhalt der Leserbeiträge. Sie behält sich das Recht vor, Beiträge zu löschen oder Leser aus der Debatte auszuschließen.
#26 Graf von Galen 23:03:06 | Mittwoch, 7. November 2007
Wider VII, @ Alkuin Gemäß dem Konzil von Florenz sind Häretiker und Schismatiker vom ewigen Heil ausgeschlossen
und damit also auch die Orthodoxen. Sie können also nicht zur katholischen Kirche gehören. Da die Kirche
aber der mystische Leib Christi ist und Christus nur einen Leib hat, kann es nur eine Kirche geben, welche
mit der katholische identisch ist. VII steht also im klaren Widerspruch zu o.g. Dogma. O.g. schließt
jedoch nicht aus, daß Nichtkatholiken durch das 8. Sakrament, unüberwindlicher Irrtum gerettet werden
können.
@Graf von Galen „Die Kirche Jesu Christi im Vollsinn subsistiert – so Kardinal Kasper (Wege der Einheit.
Perspektiven für die Ökumene, Freiburg 2005, 60-62. 94-96) – allein in der katholischen Kirche. Während
die orthodoxen Kirchen als echte Partikularkirchen anerkannt werden, sind – nach Dominus Iesus – die aus
der Reformation hervorgegangenen kirchlichen Gemeinschaften nicht Kirchen im eigentlichen Sinn.“ (Professor
Josef Kreiml) Hier Volltext: www.die-tagespost.de/…iv/titel_anzeige.asp?ID=33445 Nichtsdestotrotz meine
ich, dass wenn eine Gemeinschaft keine Kirche im eigentlichen Sinn ist, kann logischer weise die Gemeinschaft(en)
nicht Die Kirche sein!
#24 Graf von Galen 23:41:25 | Dienstag, 6. November 2007
Wider VII, @ Alkuin Ökumenismus- Dekret „Unitatis Redintegratio“ : „Ebenso sind diese getrennte Kirchen
und Gemeinschaften troz der Mängel, die ihnen nach unserem Glauben anhaften, nicht ohne Bedeutung und
Gewicht im Geheimnis des Heiles.“ Dekret über die Kirche „Lumen Gentium“ : „Die einzige Kirche Christi
subsistiert in der kath. Kirche“.Ist also mit dieser nicht identisch, sonst hätte man ja „ist die kath.
Kirche“ formuliert. Jedenfalls stehen o.g. Zitate im Widerspruch zum Dogma „Extra ecclesiam nulla salus“.
@Graf von Galen: „VII hat die Lehre, daß die kath. Kirche die Kirche ist, abgeändert.“ Wo haben das
den her? Das einzige was VII diesbezüglich gemacht hat war die These (nicht Dogma) „Extra ecclesiam salus
non est“ relativiert aber ohne vom Absolutheitsanspruch abzurücken. Ein blick in die Verschieden Konzilsdokumente
zeigt, dass die Kirche nie und keineswegs ihre Anspruch als die von Christi gegründete Kirche verändert
hat (vgl. NA, UR, DV).
Wider VII, @ Rudolfus VII hat die Lehre, daß die kath. Kirche die Kirche ist, abgeändert. Man kann nun
natürlich sagen, daß es hierzu nicht befugt war und von daher sich an der Lehre der kath. Kirche nichts
geändert hat. Dies ist zweifellos richtig.
@v. Galen / Die Kirche hat am Pastoralkonzil ihrer Lehre nicht widersprochen Darin sei die Kirche angeblich
von ihrem Anspruch zurückgetreten, daß sei allein Kirche Christi „ist“ – behauptete der Bischof. Die
Kirche hat am Pastoralkonzil keine einzige katholische Lehre verworfen. Dieses Konzil hat überhaupt nichts
verworfen – ausdrücklich gefordert durch den einberufenden sel. Papst Johannes XXIII.
Wider VII Darin sei die Kirche angeblich von ihrem Anspruch zurückgetreten, daß sei allein Kirche Christi
„ist“ – behauptete der Bischof. Wo der Bischof recht hat, hat er recht.
@wachsamer Katholik / Die Hetzjagd Papst Pauls IV. Zumindest die Hetzjagd Papst Pauls IV. (1555-1559),
der nach seiner Inquisitionsjagd gegen Häretiker auch eine Inquisitionsjagd gegen Sodomiten startete,
erwähnt zum Beispiel in Die Päpste und die Macht v. R. Achenbach & H. Kriege, 2002 (das Buch zur Sendereihe
des Deutschlandfunks). Papst Paul IV. schickte sie alle in den Feuertod.
Hetzjagd Kann es wirklich sein das das rechte Pack der kreuz.net Redakteure es nicht schafft, einmal einen
Tag ohne Meldungen über Homosexualität auszukommen ? Das ist ja echt zu kotzen !!! So ähnlich muss
wohl „damals“ mit den seinerzeitgen Mitteln die Hetzjagd der Nazis gegen die Juden gegonnen haben…
@ Rudolfus Das habe ich bislang nicht erlebt. Man beklagt sich natürlich über den katholischen Begriff,
aber so eine Art Befehl zu Änderung war mir bislang nicht bekannt. Haben Sie Quellen?
@Benedikt / Was für eine Seltenheit! „Die Katholische Kirche dürfe nicht länger an ihrem Kirchenverständnis
festhalten.“ Bitte? Das soll der wirklich so gesagt haben? Leben Sie auf dem Mond oder im Jahre 1960?
Diese Aussagen werden doch von jedem x-beliebigen Bischof und Kirchenvertreter in Deutschland ständig
wiederholt – zumindest seit den letzten 30-40 Jahren.
#12 Wandregisel 16:02:36 | Montag, 5. November 2007
Um mal den Katechismus der Kirche zu bemühen: 818 „Denen aber, die jetzt in solchen Gemeinschaften geboren
sind und mit dem Glauben an Christus erfüllt werden, können keine Vorwürfe wegen der Sünde der Trennung
gemacht werden und die katholische Kirche begegnet ihnen in brüderlicher Achtung und Liebe … sie werden
aufgrund des Glaubens in der Taufe gerechtfertigt, Christus einverleibt, und darum gebührt ihnen der
Ehrenname des Christen, und mit Recht werden sie von den Kindern der katholischen Kirche als Brüder im
Herrn anerkannt“ 819 Zudem sind außerhalb der sichtbaren Grenzen der katholischen Kirche „vielfältige
Elemente der Heiligung und der Wahrheit zu finden“ „das geschriebene Wort Gottes, das Leben der Gnade,
Glaube, Hoffnung und Liebe und andere innere Gaben des Heiligen Geistes und sichtbare Elemente“. Der Geist
Christi bedient sich dieser Kirchen und kirchlichen Gemeinschaften als Mittel zum Heil. Ihre Kraft kommt
aus der Gnaden- und Wahrheitsfülle, die Christus der katholischen Kirche anvertraut hat. Alle diese Güter
stammen von Christus, führen zu ihm und drängen von selbst „auf die katholische Einheit hin“. 820 Die
Einheit „hat Christus seiner Kirche von Anfang an geschenkt, eine Einheit, die nach unserem Glauben unverlierbar
in der katholischen Kirche besteht, und die, wie wir hoffen, immer mehr wachsen wird bis zur Vollendung
der Zeiten“. Christus gibt seiner Kirche stets die Gabe der Einheit, aber die Kirche muß ständig beten
und arbeiten, um die Einheit, die Christus für sie will, zu erhalten…
Protestantismus Der Protestantismus zeichnete sich von Anfang an dadurch aus, dass er sich selber in der
Ablehnung des Römischkatholischen definiert. Die heutigen Spannungen zwischen Protestanten und Katholiken
sind m.E. überwiegend von den Protestanten ausgehend. Wenn wir es genauer anschauen können wir auch
feststellen, dass der Protestantismus von einer sehr starken Unsicherheit geprägt ist. Allein die Tatsache,
dass sie den Katholizismus instrumentalisieren müssen, um ihre eigene Position zu legitimieren, zeugt
von einer Subordination zur katholischen Kirche. So sehr manche es leugnen wollen, gibt es keine christliche
Gemeinschaft, welche ohne Bezug zur katholischen Kirche existieren kann, weil sie Die Kirche Christi ist
(vgl. LG 8).
#9 Wandregisel 15:11:54 | Montag, 5. November 2007
Protestanten & co @Alkuin: Da stimme ich ihnen von ganzem Herzen zu. :)3 Gerade Huber und co scheinen
zu glauben sie seien der Mittelpunkt der Welt @VirO: Ich glaube an die eine heilige, katholische Kirche,
die in der real Existierenden subsitiert, aber auch die Ostkirchen haben Anteil an der Kirche. Allein
schon aus der apostolischen Sukzession herraus. Leider befinden sie sich aber im Schisma und daher ist
es die Pflicht jedes Katholiken eben für die Einheit der Kirche zu beten.
@Wandregisel Da muss man durchaus zwischen Schisma und Häresie unterscheiden. Die Ostkirchen befinden
sich seit 1054 im Zustand des Schismas. Die Protestanten sind eindeutig nicht Schismatisch sondern Häretisch.
„…deutschen Problem alles auf den Protestantismus zu beziehen…“ Da gehe ich einen Schritt weiter:
In Deutschland bezieht man sich fast nur auf den Lutherismus ggf. in 2 Reformierten Landeskirchen den
Calvinismus, während der Rest der Welt mit abertausenden -zum Teil äußerst anti-katholischen- Freikirchen
sich auseinandersetzen muss.
#7 virOblationis 13:48:50 | Montag, 5. November 2007
…et fissam sanctam … Ecclesiam? Wenn Sie die Kirche als gespalten ansehen, in welchem Sinne sprechen
Sie dann die Worte des Credos: „…et unam sanctam catholicam et apostolicam Ecclesiam“? Zu den vier Kennzeichen
der Kirche gehört ja eben auch, daß sie eine bzw. einig ist.
#6 Wandregisel 12:01:38 | Montag, 5. November 2007
@virO Die Kirche ist und bleibt leider auf absehbare Zeit gespalten Das Verhältnis zu den Ostkirchen
lässt sich leider nicht anders als durch den Begriff des Schismas beschreiben. Vor allem unter diesem
Gesichtspunkt geben die Texte des V II. auch wesentlich mehr Sinn. Aber es ist wohl ein spetifisch deutschen
Problem alles auf den Protestantismus zu beziehen, was mit Ökumene zu tun hat.
#5 virOblationis 10:46:04 | Montag, 5. November 2007
una sancta ecclesia Bischof Reinelt dürfte sich eher auf das berühmt-berüchtigte „subsistit“ beziehen.
Schon die Rede von „Spaltung“ führt in die Irre: Die Kirche ist nicht gespalten, sd. „una“. Es haben
sich Irrgläubige von ihr getrennt, sie haben sich abgespalten.
Wer lesen kann ist… „Bischof Reinelt erinnert an das Zweite Vatikanum, das „von bindender und bleibender
Bedeutung“ sei. Darin sei die Kirche angeblich von ihrem Anspruch zurückgetreten, daß sei allein Kirche
Christi „ist“ – behauptete der Bischof.“ Das Konzil war m.E. eindeutig: „Denn Christus der Herr hat eine
einige und einzige Kirche gegründet, und doch erheben mehrere christliche Gemeinschaften vor den Menschen
den Anspruch, das wahre Erbe Jesu Christi darzustellen; sie alle bekennen sich als Jünger des Herrn,
aber sie weichen in ihrem Denken voneinander ab und gehen verschiedene Wege, als ob Christus selber geteilt
wäre. Eine solche Spaltung widerspricht aber ganz offenbar dem Willen Christi, sie ist ein Ärgernis
für die Welt und ein Schaden für die heilige Sache der Verkündigung des Evangeliums vor allen Geschöpfen.“
(UR 1) „Dabei muß jedoch anerkannt werden, daß es zwischen diesen Kirchen und Gemeinschaften und der
katholischen Kirche Unterschiede von großem Gewicht gibt, nicht nur in historischer, soziologischer,
psychologischer und kultureller Beziehung, sondern vor allem in der Interpretation der offenbarten Wahrheit.
„(UR 19) o^/
@Humer Entsprechend dem deutschen Jagdrecht wird eine Person als Pornojäger bezeichnet, die durch nachhaltiges
Bejagen, weidgerechtes Erlegen (Töten) von Pornos zum Erhalt eines artenreichen und gesunden Pornobestands
beiträgt. Damit verbunden ist die gleichzeitige Pflicht des Jägers zur Hege, also der Pflege und Bewahrung
der heimischen Pornowelt, soweit diese das Jagdrecht bestimmt.
#2 engelhardt † 09:00:49 | Montag, 5. November 2007
Du sollst nicht stehlen Die Redaktion gibt also offen zu, ja bruestet sich damit, Bilder ohne Genemigung
des Photographen hier zu posten und damit Diebstahl zu begehen. Die 10 Gebote scheinen hier wohl nicht
zu gelten.
#1 virOblationis 08:48:46 | Montag, 5. November 2007
hochwürdigste Deutung „Bischof Reinelt erinnert an das Zweite Vatikanum, das ‘von bindender und bleibender
Bedeutung’ sei.“ Offenbar ist es nötig, dies immer wieder zu behaupten. „Darin sei die Kirche angeblich
von ihrem Anspruch zurückgetreten, daß s[ie] allein Kirche Christi ‘ist’ – behauptete der Bischof.“
Ein solcher Satz sollte eigentlich ausreichen, jemanden als Irrlehrer zu entlarven.