Und wenn der Hund krepiert: Unter welchen Bedingungen darf man in Deutschland die entartete Kunst auch so nennen?
Die beleibte Künstlerin Di Wendy Peel am Schaffen
(kreuz.net) Vor Monaten warf der Schriftsteller und Nobelpreisträger Günter Grass (80) der deutschen
Presse „Entartung“ vor. Auf Nachfrage korrigierte er das Wort. Die Sache war aus der Welt.
An diese Begebenheit
erinnerte Paul Badde, der Romkorrespondent der deutschen Tageszeitung ‘Die Welt’, in einem Beitrag vom
2. November.
Badde weist in seinem Artikel auf den bekannten elsässischen Graphiker und Buchillustrator
Tomi Ungerer (75) und seinen unverkrampften Umgang mit dem National-Sozialismus.
Badde ist Vatikanist der ‘Welt’ und Herausgeber des ‘Vatican Magazin’
Noch im April gestand
der Zeichner, daß „Kraft durch Freude“ das Motto seines Lebens sei. „Kraft durch Freude“ war eine national-sozialistische
Freizeitorganisation.
Für Ungerer war Reichs-Propagandaminister Joseph Goebbels († 1945) der „beste
Kommunikationsfritze, den es je gegeben hat“. Goebbels verdankt der Graphiker auch seine Faszination für
Slogans.
Das Hakenkreuz sei faszinationsmäßig mehr als Coca-Cola. Die National-Sozialisten hätten
die beste Propagandamaschine – besser als McDonald’s – besessen.
Im weiteren erwähnt Badde einen kürzlich
in der Mailänder Tageszeitung ‘Giornale’ erschienenen, längeren Beitrag, der sich mit dem Thema der
entarteten „Kunst“ beschäftigte.
Zeitgemäße Kunst: Ein in einer Galerie angebundener, abgemagerter Straßenhund, der den Futternapf nicht erreichen kann
In einem der vorgestellten Kunstwerke ging es um einen abgemagerten
Straßenhund, der in einer Galerie angebunden wurde. Dort streckte er sich unter den Augen der Kunstkenner
nach einem Napf mit Futter aus, den er nicht erreichen konnte.
Der Hund krepierte schließlich. Der Tierquäler,
der sich Künstler nennt, heißt Guillermo Habacuc Vargas aus Costa Rica.
Badde erwähnt, daß auf der
Biennale in Venedig ein mongoloider Junge ausgestellt wurde.
Zu sehen waren auch schon aufgehängte Babies,
ein nackter Gekreuzigter aus Schokolade, Ratzinger im Slip oder eine weinende Madonna mit Spermatropfen.
Baddes Fazit: „Die Kultur
Paul Badde
„Irgendwie scheint es viele Kulturschaffende auf geheimnisvolle Weise
immer wieder zum Kultus zurück zu treiben wie Verbrecher an den Ort ihrer Verbrechen.“
ist zwar längst
vom Kultus getrennt, aber irgendwie scheint es viele Kulturschaffende auf geheimnisvolle Weise dennoch
immer wieder zum Kultus zurück zu treiben wie Verbrecher an den Ort ihrer Verbrechen.“
In seinem Artikel
erwähnt Badde auch die sogenannte – nach eigenen Angaben beleibte – Malerin Di Wendy Peel aus Tasmanien.
Die Dame stellt ihre Werke inzwischen nur noch mit ihren Brüsten her und signiert sie mit einer Brustwarze.
„Vieles, was als Kunst daher kommt, ist nur noch schlichte Provokation und das nicht erst seit heute“ –
so Badde: „Es ist der Zauber des Monströsen alter Jahrmärkte“.
Ein Werk der beleibten Künstlerin Di Wendy Peel
Dagegen entdeckt Badde die „Art“ echter
Kunst darin, der Wahrheit jenseits der Sprache Ausdruck zu verleihen:
„Dieser Versuch, die Materie für
uns zum Singen zu bringen, läßt sich in ältesten Höhlenbildern ebenso beobachten wie bei Raffaels
Sixtinischer Madonna oder in den letzten Meisterwerken Joseph Beuys’.“
„Natürlich kann die Kunst aus
dieser Art entgleiten.“
Daß die Kunst „womöglich entartet“, habe im Deutschland der letzten Zeit dennoch
kein Mensch mehr zu sagen gewagt.
Kunst dürfe heute alles:
„Nur »entartet« darf keiner sie nennen –
es sei denn, es wäre ein Künstler, der den Vorwurf als Kunstwerk tarnt.“
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61 Lesermeinungen
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@ Seefeld: PC-Spiele Der Text von Pünktchen ist keine Beleg oder gar Beweis für die These, dass Computerspiele
oder Gewaltfilme gewalttätig machen – es ist ausschlisslich ein Hinweis darauf, dass EXZESSIVES Fernsehen
oder PC-Spielen die Sozialkompetenz einschränken. Das hab ich auch nie bestritten. Aber ob der Jugendliche
nun „Die Sims“ oder „Counterstrike“ bis zum Erbrechen spielt / „Sissi“ oder „Falling Down“ schaut andauernd,
spielt dabei kein Rolle, denn egal was er spielt/schaut, er ist nicht mit anderen Menschen zusammen. An
der These „Exzessiver Medienkonsum = eingeschränkte Sozialkompetenz = höhere Agressivität“ ist sicher
was dran. Aber das lässt sich nicht durch Verbote beseitigen. Die Eltern tragen nunmal die Verantwortung
dafür, dass ihre Kinder eben nicht den ganzen Tag vor dem Rechner/TV sitzen. Die Art der Medien, die
die Kirnder konsumieren, liegen ebenfalls in der Verantwortung der Eltern. Ich behaupte weiterhin, dass
die sog. Killerspiele keinen Einfluss darauf haben, ob ein Kind sozial verwahrlost. Einzig die Dauer des
einsamen Medienkonsums beeinflusst das Verhalten – eben aufrund der fehlenden sozialen Kompetenzen – etwa
Frustrationstoleranz und Umgang mit „Ärger“. Ich bin sicher, dass maßvoller Umgang auch mit „Killerspielen“
oder Actionfilmen kein Problem darstellt. Das Problem ist – wie bei allen Dingen – dass Übertreibungen
nicht gut sind.
#59 Leblhuber 23:21:31 | Dienstag, 6. November 2007
@Seefeldt: Sollte Kurt K. neben seinen Computerspielen noch die Zeit für etwas längere Lektüre aufbringen
können, sei ihm hier nochmals der Verweis von Pünktchen nahegelegt: über Medienverwahrlosung Ich stimme
dem Inhalt dieses Textes vollinhaltlich zu. Aber gerade dieser Text beweist, dass es andere Einflussgrößen
sind, die soziale Unangepasstheit bewirken. Es ist primär das ungesunde familiäre Umfeld und der Bildungsnotstand,
die asoziales Verhalten hervorrufen. Kinder sich selbst zu überlassen, führt in den allermeisten Fällen
zu aggressivem Verhalten. Eine staatliche Ganztagsbetreuung ist der einzige Weg aus dieser Misere. Wenn
die Familie nicht in der Lage oder nicht gewillt ist, ihre Erziehungsaufgabe wahrzunehmen, muss der Staat
diese Aufgabe übernehmen. Die Ganztagsschule scheint mit hier die richtige Antwort. Ein durch die Famile
sozial und intellektuell geförderter Jugendlicher ist durch Computerspiele nicht gefährdet. Er lernt
zu differenzieren. Andernfalls hätte man Grimms Märchen schon längst auf den Index setzen müssen.
#58 Seefeldt 22:22:46 | Dienstag, 6. November 2007
Keine Rolle! Es ist völlig egal, ob eine Gewalttat ausschließlich durch Gewaltfilme bzw. -computerspiele
ausgelöst wird oder nicht. Jede Gewalttat, bei der Gewaltfilme oder -computerspiele im Spiel sind, ist
eine Gewalttat zu viel. Daß und warum es tatsächlich Zusammenhänge zwischen Gewalttaten und Gewaltfilmen/-computerspielen
gibt, wurde in dieser Beitragsreihe bereits oft genug aufgezeigt. Sollte Kurt K. neben seinen Computerspielen
noch die Zeit für etwas längere Lektüre aufbringen können, sei ihm hier nochmals der Verweis von Pünktchen
nahegelegt: über Medienverwahrlosung www.kfn.de/…ienverwahrlosung.pdf
Keine Rolle? wobei es überhaupt keine Rolle spielt, ob dieser Täter alleine durch die Gewaltdarstellungen
verführt wurde, oder ob es noch andere Ursachen gibt. DAß überhaupt jemand durch Gewaltdarstellungen
„verführt“ (wie kann man zu Gewalttaten „verführt werden??) wird, ist sowieso unbewisene These. Und
natürlich spielt das eine Rolle! Zumal, wenn man überlegt, etwas zu verbieten.
#56 Seefeldt 19:04:24 | Dienstag, 6. November 2007
Zwei Baustellen! Kurt K., Sie verweigern sich den Tatsachen! Nun wirklich zum wiederholten Mal: jeder
Mensch, der von einem durch Gewaltdarstellungen verführten Täter umgebracht, vergewaltigt oder sonst
geschädigt wird, ist ein Opfer zu viel. Und jeder Täter, der durch Gewaltdarstellungen zu einem Verbrechen
verführt wird, ist ein Täter zuviel, wobei es überhaupt keine Rolle spielt, ob dieser Täter alleine
durch die Gewaltdarstellungen verführt wurde, oder ob es noch andere Ursachen gibt. Und ob es Ihnen nun
paßt oder nicht: der Straßenverkehr ist eine ganz andere Baustelle. Übrigens sollten Sie doch auch
wissen, daß bereits heute auf sehr viel Autobahnstrecken Geschwindigkeitsbeschränkungen bestehen. Ich
selbst übrigens begnüge mich auch auf unbegrenzten Autobahnstrecken fast immer mit 100 – 110 km/st –
um Treibstoff zu sparen.
@ Seefeld: Zwei Baustellen? Es sind nur scheinbar zwei Baustellen. In Wirklichkeit geht es den Verdammern
von PC-Spielen und Gewaltfilmen nicht um die Opfer – sondern um eigene Vorurteile und Nichtverstehen der
Hobbys der jungen Menschen. Würde es um die Opfer gehen, dann müsste ganz Deutschland permanent über
den Strassenverkehr diskutieren – bei ca 6000 Opfern jährlich! Die paar Opfer, die man ja nicht mal deutlich
den Spielen und Filmen zuordenen kann, sind doch ein vorgeschobener Grund. Und der Unterschied zwischen
Unfall oder Verbechen – ich glaube kaum, dass der eines der Opfer wirklich interessiert. Und nebenbei:
Von „Unfällen“ kann meines Erachtens bei Geschwindigkeiten jenseits der 200 so auch gar keine Rede sein.
Eher von in Kauf genommenen Opfern.
#54 Seefeldt 15:40:21 | Dienstag, 6. November 2007
@Kurt K. Sie haben den Schluß meines Vorbeitrages unterschlagen: eben weil jedes Gewaltopfer ein Opfer
zuviel ist, ist auch jeder Täter, der durch Gewalt- oder Pornofilme, egal ob ausschließlich oder zusammen
mit anderem, zu seiner Untat veranlaßt wird, ein Täter zuviel. Die Sache mit den Gewalt- und Pornofilmen
ist völlig unabhängig von der Sache mit dem Straßenverkehr. Sie werden doch wohl nicht allen Ernstes
die Verkehrsregeln einengen wollen, um sich unbeschränkt an Gewaltfilmen und -computerspielen auszutoben?
Also zur Klarstellung: die derzeitigen Verkehrsregeln berechtigen keineswegs die zügellose Freigabe von
Gewaltfilmen und -computerspielen oder Pornofilmen. Das sind zwei Baustellen. Im übrigen scheint mir
auch der Unterschied zwischen Unfall und Verbrechen wichtig.
Seefeld: Genau darauf wollte ich hinaus! Auch jedes Verkehrsunfallopfer, das durch leichtsinnige oder
brutale oder betrunkene Fahrerei umkommt oder schwer verletzt wird, ist ein Opfer zuviel. Ist es nicht
bereits leichtsinnig, unbegrenzt schnell fahren zu dürfen? Würde man beispielsweise Tempolimit 100 einführen,
dann würden sehr sehr viele Menschen nicht bei Unfällen auf der BAB sterben. Oder 50 kmh in der Stadt…
Bremsweg von 20m oder so… da kann man nicht anhalten wenn ein Kind ins Auto läuft. Geht nicht. Fordern
wie deshalb Tempolimit von 20kmh in Städten? Nein. Warum nicht? Das würde weit mehr menschenleben retten
als ein Verbot sogenannter „Killerspiele“. Aber nein. DAS kann man ja nicht fordern – denn die Autofahrerlobby
ist eben weit stärler als die der jugendlichen Computerspieler…
Jedes Leben muß sterben Die Frage, ob man auch sagen könne, daß jeder Tote ein Toter zuviel sei, muß
verneint werden – da eben jedes Leben einmal endet. Es ist aber doch wichtig, wie ein Leben endet. Und
es ist wichtig, daß man keine anderen Menschen umbringen darf. Deswegen: jedes Gewaltopfer ist ein Gewaltopfer
zuviel. Das betrifft übrigens nicht nur Umgebrachte. Auch jede Vergewaltigte ist eine Vergewaltigte zuviel,
und jedes geschändete Kind ebenfalls. Auch ist jeder zum Krüppel Geschlagene ein Opfer zuviel. Und es
ist auch jeder, der durch Passivrauchen Lungenkrebs bekommt, ein Opfer zuviel. Auch jedes Verkehrsunfallopfer,
das durch leichtsinnige oder brutale oder betrunkene Fahrerei umkommt oder schwer verletzt wird, ist ein
Opfer zuviel. Zurück zu den Gewaltopfern: eben weil jedes Gewaltopfer ein Opfer zuviel ist, ist auch
jeder Täter, der durch Gewalt- oder Pornofilme, egal ob ausschließlich oder zusammen mit anderem, zu
seiner Untat veranlaßt wird, ein Täter zuviel.
Danke schön! Zunächst herzlichen Dank für die netten Blumen. :(3 Ein herzlicher Dank gebührt aber
auch Pünktchen, einerseits für seine interessanten Beiträge, andererseits für seine aufschlußreichen
und verdienstvollen Literaturverweise – und das auch in anderen Beitragsreihen. :(3
Ideologische Gewaltverherrlichung… zunächst will ich bekennen, dass ich selbst früher sehr intensiv
einen Ego-Shooter namens Unreal Tournament gezockt habe und dabei jede Menge Spaß hatte und allerhand
über mich selbst gelernt habe. Es geht hier mehr um die spielerische Herausforderung einer kriegerischen
Auseinandersetzung, das Geschick, gesteigerte Wahrnehmung, spontanes Handeln, weniger um ein primitives
Tötenwollen. Es ist ein Zeitvertreib und es kann auch helfen Aggressionen abzubauen. Vor kurzem hat es
mich wieder in den Fingern gejuckt. Jetzt habe ich mir den 2D-Shooter Soldat besorgt so für zwischendurch.
Ich dachte nicht, dass es wieder so viel Spaß machen kann herumzuballern. Am liebsten habe ich übrigens
einen Spielemodus wo man garnicht gegen reale Spieler kämpft, sondern gemeinsam gegen eine niemals enden
wollende Horde an Computergegnern. So vermeidet man auch reale Aggressionen gegen bestimmte Spieler. Vor
kurzem nun sah ich einen Trailer zu einem kommenden Film „Wanted“ mit Starbesetzung. Dabei geht es um
eine verschworene Tötungsgemeinschaft, die den Hauptprotagonisten vor die Wahl stellt: sei ein langweiliges,
fremdgesteuertes Schaf, oder sei ein Wolf, ein Killer und töte Menschen. Das ist Schund und gehört verboten
aus meiner Sicht. Zum einen werden darin „normal-integrierte“ Menschen verachtet, zum anderen wird die
größte Genugtuung im Töten aufgezeigt, in der Rolle des Killers und nicht in der des guten Hirten,
den man schlichtweg unterschlägt.
Es scheint mir sowieso an der Zeit, Herrn Seefeldt für seine immer ebenso überlegten wie überlegenen
Beiträge zu danken – was für meinen Teil hiermit geschehen sei. Einen schönen Rest-Sonntag noch! M.C.
#46 Pünktchen 18:00:37 | Sonntag, 4. November 2007
Sehr geehrter Herr Seefeldt, Sie haben recht! Die Forschungen von Prof. Christian Pfeiffer und des kriminolog.
Forschungsinstitutes Niedersachsen untermauern Ihre Auffassungen. s. Medienverwahrlosung als Ursache von
Schulversagen und Jugenddelinquenz? www.kfn.de/…ienverwahrlosung.pdf
Polemik, Kurt K.! Es sollte doch eigentlich deutlich genug in meinem Beitrag zu lesen gewesen sein, daß
Computerspiele, Gewalt- und Pornofilme nur eine mögliche Ursache von mehreren sein können. Es ist aber
doch hinlänglich bekannt, daß jemand, der tagtäglich mit brutaler Gewalt zu tun bekommt, selbst eher
zu Gewalt neigt als jemand, der davon verschont bleibt. Das betrifft übrigens nicht nur Computerspiele
und Gewaltfilme, sondern beispielsweise auch Gewalt in der Familie oder im Bekanntenkreis. Und da jeder
Umgebrachte ein Umgebrachter zu viel ist und bestimmte Computerspiele eben Gewalt mitverursachen können,
ist ein Verbot solcher Spiele durchaus erwägenswert. Ganz nebenbei bemerkt: von Ihrem Counterstrike wurde
ja nicht nur ein Spieler zur Gewalt mitverführt, sondern allein in Ihrem Beispiel gleich mehrere. Übrigens
ist mir auch mindestens ein Bericht in Erinnerung, wonach tatsächlich ausschließlich passiv konsumierte
exzessive Gewalt ihrerseits einen Gewaltausbruch bei einem Konsumenten verursachte. Wie schon geschrieben:
jeder Umgebrachte ist ein Umgebrachter zuviel, und auch jedes sonstige Gewaltopfer ist ein Gewaltopfer
zuviel.
Polemik, Seefeld? Für mich ist es ebenso Polemik und dummer Aktionismus, Computerspiele wie eben „Counterstrike“
als URSACHE der Gewalt anzusehen und diese dann eventuell zu verbieten. Wenn diese Wahnsinnigen in einer
Schule Rache nehmen wollen’für erlittene Demütigungen und gefühlte (oder tatsächliche?) Ungerechtigkeiten,
die ihnen widerfahren sind, dann tun die das auch ohne „Counterstrike“. Es gab und gibt Millionen Spieler
dieses Spiels. Und einer davon wird zum Gewalttäter – dann bedeutet das nicht, dass das Spiel irgendwas
damit zu tun hätte, geschweige denn, dass derjenige diesen Gewaltausbruch wegen des Spiels gemacht hätte.
Er war nicht wütend WEGEN des Spiels, er war wütend wegen anderer Dinge. Das Spiel an sich diente dann
nur als Ausgestaltungs-Vorbild für die Art des Angriffs. Der Ausbruch von Gewalt wäre sehr wahrscheinlich
auch ohne dieses Spiel gekommen. Für mich ist es geradezu albern, wenn man annimmt, dass EIN Gewalttäter
unter MILLIONEN Spielern als Beweis der Gefährlichkeit solcher Spiele angenommen wird. Ebensolches gilt
bei Gewaltfilmen. Wenn EINER ausrastet und MILLIONEN konsumieren diese Filme und rasten nicht aus, dann
kann der EINE nicht als Beleg für die Gewalterzeugung von Filmen dienen. Sie werden festestellen, dass
es Gewalttäter gibt und gab, die keine Gewaltfilme gesehen haben (z.B. Jack the Ripper) – was also dann?
Was ist da Schuld? Ist die Bibel schuld an JtR Morden an Prostituierten? Oder ist er selber schuld? Mein
Beispiel mit dem Brot gilt also durchaus
@Kurt K. Sie nannten doch selbst das Computerspiel „Counterstrike“ als (mögliche) Gewaltursache. Sie
nannten aber ebenso Elter, Erzieher und die Jungs selbst als mögliche Gewaltursache – und haben damit
ja durchaus recht. Denn viele Ereignisse haben mehrere Ursachen, und das gilt besonders für exzessive
Ereignisse. Sie vergaßen übrigens den Umgang der Gewalttäter, also Freunde und sonstige Bekannte, die
ja auch Einfluß haben können. Daß Menschen sich durch Vorbilder beeinflussen lassen, also auch durch
Gewalt- und Pornofilme, sollte doch auch Ihnen bekannt sein. Ihr Einwurf mit dem Brot ist übrigens billige
und primitive Polemik.
@ Seefeld: Filmtips Als Beispiele dafür möchte ich jene Gewalt- und Pornofilme nennen, welche ihre Betrachter
gewalttätig und sexsüchtig werden lassen. Welche denn genau? Man kann immer so schön auf „DEN Gewaltfilmen“
rumhacken, oder auf „DEN Computerspielen“ – allerdings sollte man dann schon in der Lage sein, konkrete
Esemplare zu nennen und den Nachweis zu führen, dass diese Gewalt auslösen. Ich halte das für Unsinnig.
Erinnern Sie sich noch an das letzte Schul-Massaker, wo die ausführenden Kids vorher viel „Counterstrike“
gespielt haben? Natürlich war dann sofort der Schuldige gefunden – nämlich das Spiel! Nicht etwa die
Eltern, die Erzieher, oder auch nur die gewalttätigen Junx. Alle Gewalttäter in der Geschichte haben
nämlich auch Brot gegessen. Nachweis erbracht: Brot macht gewalttätig. Also: Konkrete Filmtips und
Nachweise, dass Filme Gewalt erzeugen, bitte!
#41 Florian Geyer 10:21:33 | Sonntag, 4. November 2007
Rusty das für ein Sonderexemplar wie Sie das Vieh dem menschen gleichwertig ist ist ganz normal wenn
man eine perverse widergöttliche Weltsicht zu eigen hat. Diese Ideologie dient nicht der „Aufwertung“
des Lebens der Viecher sondern der Degradierung des Menschen zu einem Privitivsäugetier mit einem großen
Hirn. Leide feiert diese dehumanisierende Ideologie beim Dummvolk heut fröhliche Urständ da sie nicht
zuletzt von den Ganovenmedien und der Staatswissenschaft stark forciert wird. Man fragt sich wie groß
Ihr Selbsthass sein muss wenn sie sich zum Vieh degradieren. Aber ich vermute sie wollen eh nur ein bischen
provozieren. @Alle: Schönen Sonntag
@Sirilo Meines Wissens habe ich auch schon mal über das von Ihnen gebrachte Thema geschrieben. Aber ich
kann es ja gerne wiederholen: „rassisch minderwertig“ ist ein Unding, gibt es nicht. Es gibt zwar unterschiedliche
Rassen, aber keine minderwertigen Rassen. Es gibt auch unterschiedliche Völker, aber keine minderwertigen
Völker. Keine Rasse, kein Volk besteht ausschließlich aus guten oder schlechten, intelligenten oder
dummen Menschen. Das ist beispielsweise daran zu erkennen, daß kein Staat ohne Polizei auskommt – Verbrecher
gibt es eben überall. Aber ich möchte jetzt doch darauf hinweisen, daß es in dieser Beitragsreihe um
Kunst und entartete „Kunst“ geht. Ablenkungsmanöver wie das Ihre halte ich nicht für so gut. Besser
wäre es schon, wenn Sie sich mit meinen Aussagen zu Kunst und entarteter „Kunst“ beschäftigten.
@Seefeldt Nachdem Sie so eloquent dem Ausdruck „entartete Kunst“ das Wort geredet haben, warte ich darauf,
daß Sie als nächstes erklären, wie treffend der Ausdruck „rassisch minderwertig“ sei.
Entartung Pünktchen brachte eine treffende Erläuterung des Wortes „entartet“ aus der Biologie, nämlich
ein Lebewesen, daß seine Eigenart verloren hat. In diesem Zusammenhang läßt sich „entartete Kunst“
mit „Kunst, die aufgehört hat, Kunst zu sein“ beschreiben. Bleibt noch festzustellen, was das Wesen der
Kunst ausmacht. Das habe ich ja schon kurz beschrieben: Kunst ist die innere Erhebung des Menschen. Kunst
ist, wenn sich ein Mensch über die Schönheit eines Werkes begeistert, tief freut, wenn durch dieses
Werk die Seele des Menschen höher steigt. Kunst ist auch, wenn ein Mensch durch Miterleben eines Dramas
zu besserer Einsicht, einfach zu mehr Menschlichkeit kommt. Kunst hört aber auf, Kunst zu sein, und entartet
somit, wenn sie den Menschen hinabzieht, also das Gegenteil bewirkt, was echte Kunst erreicht. Entartete
Kunst ruft meistens Ekel hervor; manchmal verschlechtert sie aber sogar den Menschen innerlich. Als Beispiele
dafür möchte ich jene Gewalt- und Pornofilme nennen, welche ihre Betrachter gewalttätig und sexsüchtig
werden lassen. Gerade der letztgenannte Grund ist auch schon Grund genug, warum sich eigentlich alle Menschen
gegen entartete „Kunst“ wenden sollten. Es kommt hinzu, daß in der zeitgenössischen „Kultur“-Szene auch
noch Steuergelder für den entarteten Mist verschwendet werden.
@Rusty… Tiere sind Teil von Gottes wunderbarer Schöpfung, aber bestimmt nicht auf derselben Stufe wie
der Mensch als Gottes Ebenbild. Menschen sind die Kinder Gottes, Tiere sind untergeordnete Geschöpfe
über die der Mensch gebietet. Freilich nicht nach seiner Willkür, sondern ebenso mit Verantwortung.
Aber wenn Sie einen Maßstab wollen für den Wert eines Menschen, wie ich es sehe, so sind mir 1000 eingeschläferte
Hunde lieber, als ein toter menschlicher Fötus.
#36 Rusty Nail 00:51:27 | Sonntag, 4. November 2007
@matt: Ich glaube Ihnen geht’s auch nicht besser Das Abwerten tierischen Lebens unter Verwendung des Ausdrucks
„Viecher“stellt den Menschen als höheres Lebewesen dar, und das, obwohl Menschen im Grunde auch Tiere
sind. Für mich stehn Föten und Tiere auf einer Stufe – beides sind lebende Geschöpfe, von Gott dem
Allmächtigen höchstpersönlich auf die Erde geworfen um ein sinnerfülltes Leben zu haben, beides Fühlend
und atmend, klein und schutzbedürftig. Der Unteschied wird erst von Menschen wie Ihnen, höchstverehrter
Matt, definiert, welcher dannn in Meinungen wie „Sind doch nur Viecher, lasst die mal schön leiden. Aber
würde bitte endlich mal jemand an die Kinder denken?“ endet. Bravo, Matt, dank Ihnen habe ich heute für
mein Leben eine wichtige Lektion gelernt: „Alle von Gott geschaffenen Lebewesen sind verschieden wertvoll.
Die Tiere sind auf der untersten Stufe, der Mensch auf der Obersten. Es soll so die Aufgabe des Menschen
sein, sich nur dem Wohlbefinden des Menschen zuzuwenden. Niedrige Kreaturen dagegen sollen ihn nicht interessieren“
Naja, andererseits gehts uns allen wohl nicht so gut – mir vor allem nicht, wenn ich Beiträge wie Ihren
lese ;)
@engelhardt: Ich glaube Ihnen gehts nicht gut Wegen abgetriebener Foeten jammern genau! was für eine
Zeitvergeudung sich über die Vernichtung von, in der Entstehung befindlichem, menschlichem Leben so aufzuregen!
Rettet die Viecher, das hat Priorität!
#34 engelhardt † 22:34:23 | Samstag, 3. November 2007
Heuchelei Da werden Jahr fuer Jahr Milliarden Tiere durch die Bioindustrie getoetet und diese Website
hat nichts besseres zu tun, als die Tierquaelerei eines Spinners zur Rechtfertigung des Salnofaehigmachens
von Nazijargon zu benutzen. Als ob es den Autoren tatsaechlich um’s Tier ginge. Wiederlich, so etwas aus
derart niedriger Motivation auszuschlachten. Aber wenn’s um Tierschutz geht, versagt die kath Kirche sowieso
voellig. Wegen abgetriebener Foeten jammern, aber nicht und wieder nichts fuer all die in Qual lebenden
Tiere machen. Heuchelei ohne Ende.
#33 Pünktchen 19:20:54 | Samstag, 3. November 2007
Kurt K. Ich gehöre nicht zu den Leuten die die Verwendung des Wörtchens „entartet“ unbedingt retten
wollen. Es steht im Deutschen mit „degeneriert“ ein bedeutungsgleiches Wort zur Verfügung. Allerdings
unterstelle ich auch niemandem, der das Wort in diesem Sinne im Blick auf eine tatsächliche oder angenommene
Eigenart der Kunst verwendet, daß er einen Rückfall in die Nazi-Ideologie betriebe.
@ Pünktchen: Na dann! Dann ist doch alles OK. Die Frage ist halt, warum manche hier so vehement für
die Verwendung des Begriffs „entartete Kunst“ plädieren.
#31 Pünktchen 19:06:55 | Samstag, 3. November 2007
Kurt K. Dann nutzen Sie doch dieses Wörtchen um auszudrücken was sie meinen. Können Sie lesen, Kurt?
Ich selber habe den Gebrauchdes Wortes „entartet“ in Anwendung auf Kunst nirgends für zweckdienlich erklärt.
Mir ging es nur um den verschiedenen Sinngehalt dieses Wortes, je nachdem welche „Art“ gemeint ist: die
Eigenart der Kunst oder die angebliche Eigenart eines Volkes, das Kunst hervorbringt und betrachtet. Wo
ist das Problem? Diese Frage geht an Sie zurück!
Die industrielle Tierquälerei ist ja der Öffentlichkeit nicht unmittelbar zugänglich Vieles ist nur
den Ämtern und den Regierungen bekannt, insbesonders der EU-Kommission.
#29 Nachtlaterne 17:24:22 | Samstag, 3. November 2007
wie bitte?? schon mal mastgänse im supermarkt gesehen, enten, hasen usw?! ist ihnen klar aus was für
einer kz-atmosphäre diese produkte stammen? ich bin kein vegetarier, achte aber darauf, dass die tiere
nichts aus schlimmsten quälereien stammen. auf die schnelle ein hähnchen an der pmmesbude kommt für
mich z.b. nicht mejhr in frage, weil ich weiß das diese geschundenen tiere aus engsten drahtkäfigen
stammen. fleisch esse ich, aber ich will wissen unter was für voraussetzungen die tiere lebten.
Tierquälerei und die Deutschen dass sich am ausstellungsort keinerlei widerstand regte Das will ich doch
bezweifeln. Die Deutschen melden sich doch, wenn Tiere gequält werden.
#27 Nachtlaterne 17:19:07 | Samstag, 3. November 2007
hallo rudolfus, das schlimme ist ja, dass sich am ausstellungsort keinerlei widerstand regte. die leute
bewunderten die „kunst“ und gingen am verhungernden und verdurstenden tier einfach vorbei, schauten es
als kunstwerk an. in was für einer welt leben wir! empört sich niemand mehr gegen das empörende?! dieser
unmensch und alle an der ausstelung beteilgten müssen zur rechenschaft gezogen werden!
@Nachtlaterne / So ist es! Tierquäler sind gewissenlose Menschen – es ist zu hoffen, daß sich am Ausstellungsort
Widerstand gegen diese Tierquälerei geregt hat.
#25 Nachtlaterne 17:09:21 | Samstag, 3. November 2007
wer als zeichen der kunst… …einen hund verhungern lässt, der gehört meiner meinung nach für viele
jahre in ein zuchthaus eingesperrt und und einige wochen lang bei spärlichem wasser und brot an die kette
gelegt. was für ein verbrecher, der einen hund verhungern und verdursten lässt und dem tier das ersehnte
vor die nase stellt ohne dass das tier dran kommt. was für eine schande über all jene , die sich vom
„strengen verbot“ dem tier wasser und futter zu geben beeindrucken ließen.
Die Protestanten sind doch gegen die europäische Kunst eingestellt und haben Bilderstürmerei und Kirchenzerstörung
betrieben. Auch die Apostaten nach dem Pastoralkonzil in den 1960ern. Die Protestanten sind gegen die
Kunst eingestellt.
#21 Nachtlaterne 16:50:10 | Samstag, 3. November 2007
die kunst schließt… …sich gar zu oft dem zeitgeist, dem ordinären an und zwar ohne alle rücksicht
auf verluste. kunst ist einer von vielen totengräbern. viele künstler kommen von der primitiven kunst
schon deswegen nicht weg, weil sie unfähige sind, die auch gar nicht in der lage wären wirklich erstaunliches
zu schafen. ihnen fehlt die begabung und die phantasie! man schaue sich mal ein bild von z.b. max weber,
otto dix, beckamnn usw. an. da erkenne ich echtes genie. hunderttausene künstler haben dann aber versucht
sie zu kopieren und das ging ganz gewaltig in die hose. sie trauen sich an njichts wirklich neues heran,
weil ihnen nichts neues einfällt. dieser tage stand ich vor einem sogenannten kunstwerk in einer gößeren
stadt. zu sehen war eine typische rohverschlingung, wie sie immer und imm er wieder als so genannte kunst
deglariert wird. fällt denen gar nichts mehr ein?
@ Pünktchen 7. ist tatsächlich nichts als das aktuelle vulgärsprachliche Pendant zu „entartet“. Einverstanden.
Dann nutzen Sie doch dieses Wörtchen um auszudrücken was sie meinen. Wo ist das Problem? Es gibt nunmal
feststehende Begriffe, die einfach zu negativ belastet sind und die in dieser Kombination fest auf etwas
hinweisen. Unter anderem eben auch „entartete Kunst“.
#19 Nachtlaterne 16:23:55 | Samstag, 3. November 2007
Vergewaltigung des Kunstparagraphen Vergewaltigung des Kunstparagraphen Daß viele Nazigrößen wie beispielsweise
der Herr Göebbels jene Kunst am meisten liebten und sammelten, die sie zugleich am rücksichtslosesten
verfolgten, dürfte bekannt sein. Und daß mit dem Verbrennen von Bü-chern und Kunstgegenständen über
kurz oder lang auch Menschen verbrannt wurden, die Mißliebiges produ-zierten, ist und bleibt ein erschreckendes
Dokument unserer Zeitgeschichte, daß folgerichtig die Kunst unter ganz besonderem Schutz steht. Immer
mehr Verleger machen sich den besonderen Schutz der Kunst jedoch zunutze, um sich jede Art der Menschenverachtung
zu leisten und diese wiederum Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen überzustülpen. Leider findet auf
diesem Weg in unserer Gesellschaft ein Abstumpfungsprozeß gegenüber Gewalt und jeglicher Menschenverachtung
statt, der das Gegenteil von dem erreicht, was mit dem besonderen Schutz der Kunst bewirkt werden sollte.
Im sogenannten Mutzenbacher Beschluß 1990 hat das Bundesverfassungsgericht festgelegt, daß selbst schwer
sittlich gefährdende Kinder und Jugendschriften einer Abwägung mit der Kunst bedürfen, so sich auf
diese berufen wird. Es wurde tatsächlich festgelegt, daß selbst bei extremster Jugendgefährdung gegebenenfalls
der Kunst Vorrang zu gewähren sei. Nun haben wir vergifteten Salat: Um keine Nazi – Zensurzeit aufkommen
zu lassen, darf eine Atmosphäre verbreitet werden, die den Untergang der Demokratie und des geschützten
Men-schenbildes, den Untergang so vieler Herzen beschl…
#18 Pünktchen 15:04:58 | Samstag, 3. November 2007
Kurt K. Das Wort „entartet“ (= „degeneriert“), für dessen Verwendung in ästhetischen Debatten ich mich
gar nicht stark machen will, bezeichnet – aus der Biologie stammend – metaphorisch eine Sache, die ihre
Eigenart verloren hat (ebenso wie z. B. ein Zugvogel „entartet“, wenn er sein artspezifisches Verhalten
aufgibt und dauerhaft einem Ort verbleibt). Von ihren Alternativ-Vorschlägen: 1. „Scheiße“, 2. „Mist“,
3. „unschön“, 4.„häßlich“, 5.„widerlich“, 6.„keine Kunst“, 7.„abartig“, 8.„schlecht“, 9.„sogenannte
Kunst“, 10.„Dreck“, … kommen die Ausdrücke unter 6., 7. und 9. der Bedeutung von „entartet“, wenn es
nicht im Sinne der Nazis verstanden werden soll, am nächsten. 7. ist tatsächlich nichts als das aktuelle
vulgärsprachliche Pendant zu „entartet“.
Die Frage ist für mich hierbei: Die Frage ist für mich hierbei nicht, dass „moderne Kunst“ oft Scheisse
ist. Das sehe ich auch so. Die Frage ist für mich, warum man das unbedingt mit dem Wörtchen „entartet“
ausdrücken muss, wo es doch so wunderbar viele Wörter in unserer Sprache gibt, die genauso ausdrüchen
können, dass einem diese „kunst“ nicht gefällt. Man kann ohne Probleme sagen, diese oder jene Kunst
ist „Scheiße“, „Mist“, „unschön“, „häßlich“, „widerlich“, „keine Kunst“, „abartig“, „schlecht“, „sogenannte
Kunst“, „Dreck“, … Warum also muss man von „entarteter Kunst“ sprechen? Das bescheuerte Argument, „entartet“
sei ein ganz normales deutsches Wort – kann schon sein. Aber der Begriff „entartete Kunst“ ist ein feststehender
Begriff der ganz bestimmte Assoziationen auslöst, nämlich diese: Das Werk vieler so verfemter Künstler
wurde durch Berufsverbot, Malverbot, Konfiszierung, Entfernung aus den Museen, Emigration oder Ermordung
der Künstler zerstört. Warum also das Bestehen auf genau diese Begrifflichkeit? Ich kanns mir ja denken…
Unart „In der Art in der er sein Kind erzieht,…“ „In der Weise wie er mit seines Kind umgeht,…“ „Gewöhnlich
ist es so, daß…“ „Immer schon war es unsere Art, in der Art und Weise, …“ Das Gegenteil ist dann
Unart, entartet, ungewöhnlich, etc. „In der Art in der er sein Kind erzieht,…“ Die „Art“ besteht in
Verboten, Vorschriften und bei Verstößen Bestrafung mit 3 Stunden Stubenarrest im dunklen, kalten Keller.
Das Gegenteil ist dann Unart, entartet, ungewöhnlich, etc. „In der Weise wie er mit seines Kind umgeht,…“
Er schlägt es, prügelt es windelweich, schreit es an etc. Das Gegenteil ist dann Unart, entartet, ungewöhnlich,
etc. „Gewöhnlich ist es so, daß…“ daß so ein Kind Angst vor dem eigenen Vater hat. Das Gegenteil
ist dann Unart, entartet, ungewöhnlich, etc. …
#15 Horst Metzker 14:16:46 | Samstag, 3. November 2007
In Art und Weise, also wie immer, gewöhnlich. „In der Art in der er sein Kind erzieht,…“ „In der Weise
wie er mit seines Kind umgeht,…“ „Gewöhnlich ist es so, daß…“ „Immer schon war es unsere Art, in
der Art und Weise, …“ Das Gegenteil ist dann Unart, entartet, ungewöhnlich, etc. Was das ganze Spektakel
mit den Nazis zu tun hat, kann mir wohl nur in der Art und Weise eines entarteten Gehirns, beigebracht
werden.
Alles Kunst – oder was? Vielleicht sollten die geifernden Schreiber hier mal definieren, welche Kunststile
ihrer Meinung nach als Kunst bezeichnet werden können und welche nicht und zudem jeweils ihre Meinung
begründen. Ich bitte, mal zu jedem aufgeführten Kunststil ein Urteil zu fällen. de.wikipedia.org/…/Kategorie:Kunststil
Man braucht darüber keine wissenschaftliche Abhandlungen sondern normalen Hausverstand und normale Instikte
um zu erkennen dass diese Machwerke Ausflüsse kranker Gehirne sind. Sowas eignet sich höchstens für
den Rohrschach Test des Psychiaters, nicht aber als „Kunstwerk“
#11 Pünktchen 13:20:06 | Samstag, 3. November 2007
Seefeldt/timpressum „Kunst“ Die Frage ließe sich noch präzisieren: was macht menschliche Artefakte zur
„Kunst“, d.h. wie unterscheidet sich der Phänomenbereich künstlerischer Hervorbringungen von Kunsthandwerk,
von reinem Handwerk, von industriellen Massenfabrikaten usw. Es liegt nun durchaus im Trend der Zeit zu
behaupten: „alles“ könne „Kunst“ sein, wenn man die entsprechende Deutungshoheit und Deklarationsvollmacht
hat (Lembke s. posting 11:21). Der Kunstbegriff kann dann soweit gedehnt werden – und dies geschieht ja
oft bei den Aktionskünstlern –, daß er alles „Gemachte“ umfaßt, selbst das, was jemand täglich in
eine Kloschüssel „macht“ (unabhängig von Farbe, Form, Konsinstenz, „Haltbarkeit“… ). Das Problem
mit dem Wort „entartet“ (entspricht genau dem Fremdwort: „degeneriert“) besteht zunächst darin, daß
es aus der Biologie stammt und 1.metaphorisch oder 2. im eigentlichen, d.h. biologischen Sinn auf den
Phänomenbereich „Kunst“ angewendet werden kann. (Es kann auch 3. eigentümlich changieren zwischen beiden
Verwendungen!): Wird es im Sinne von 1. verwendet, dann geht der Sprecher von einer „Eigenart“ künstlerischer
Machwerke im Gegensatz zu nichtkünstlerischen aus, im Sinne von 2. (und verdeckt auch 3.) wird behauptet,
Kunst könne „artgerecht“ oder „artfremd“ sein in dem Sinne, daß afrikan. Kunst für einen „Arier“ aus
seiner Eigenart heraus fremd bleiben müsse! Es geht also einmal um die Eigenart von Kunst als solcher,
im anderen Fall um die (rassische, kulturelle…) Eigenart des Betrachters.
provokativ zügellos und gottlos Dass die Mehrzahl der heute so genannten Kunst nicht nur entartet, sondern
jeder Ordnung zuwiderlaufend, abscheulich, provokativ zügellos und gottlos, zum Teil sogar objektiv schwer
sündhaft daherkommt, dürfte jedem noch normal denkenden Menschen leicht fallen zu merken. Ob kreuz.net
deswegen mit einem provokativen Aufmacherfoto für den Artikel werben sollte, mag dahingestellt sein.
Wer zwingt Euch Katholiken denn, Euch diese Kunst anzuschauen? Mir gefällt sie auch nicht sonderlich,
aber deswegen beschimpfe ich sie nicht, sondern ignoriere sie schlichtweg. Wer gibt Euch das Recht, darüber
zu werten, was Kunst ist und was nicht? Dieter Nuhr hat gesagt: „In der Demokratie darf jeder eine eigene
Meinung haben – muss aber nicht! Also wenn man keine Ahnung hat – einfach mal: Fresse halten!“
Falsche Frage Kunst und „artgerecht“ – das paßt nicht zusammen. Doch läßt sich die Frage stellen, was
echte Kunst ist, was Kunst zur Kunst werden läßt. Dazu mal eine kurze Bestimmung: Kunst ist, was den
Menschen innerlich erhebt. So ähnlich sahen es beispielsweise schon die altgriechischen Dramatiker. Ihre
Werke sollten die Menschen innerlich reinigen.
timpressum Eine wichtige Vorverständigung besteht darin, daß man zwischen der Eigenart von Kunst und
der Artgerechtheit im biologischen Sinne unterscheidet. Die Nazis verstanden ihr Verdikt „entartet“ in
letzterem Sinne!
Eine schlimmerer Entartung des Christentums und des Katholischen als kreuz.net ist kaum vorstellbar! Dass
„Konrad“ sich hier meldet, geschieht in der Hoffnung auf Einsicht und Umkehr bei einigen der user – ein
pures Werk der geistigen Barmherzigkeit – auch wenn es langsam ausläuft (Gotthard kann ja weitermachen,
wenn er sich nicht zu schade ist für diese menschenverachtende, unappetitliche, abstoßende Seite, deren
Betreiber dafür einmal Rechenschaft ablegen müssen!)
Der verehrte Reinhard Raffalt schrieb in sei- nem tiefsinnigen und scharfsichtigen Vortrag über den Antichrist
vor über 30 Jahren sinngemäß, die Kunst sei so etwas wie eine Vorausahnung dessen, was gesellschaftlich
komme – und er habe Angst vor der Gesellschaft ohne Gott und deshalb eben ohne Liebe, welche sich in der
Kunst bereits ankündige. Wie wir sehen, war seine Angst berechtigt. Vor einigen Jahren hörte ich einen
Musiker, der voller Kummer von seinem Lebenswerk sprach, welches deshalb in seinen Schubladen vergraben
sei und nach seinem Tod sicherlich verloren, weil es ganz einfach –: schön sei und deshalb heute keine
Chance habe. Beurteilen kann ich das nicht, für zutreffend halte ich es. Ich Glückspilz war kürzlich
in den Vatikanischen Museen. Die durchgeschleusten Menschenmengen verharrten vor der Kunst, sahen sich
satt. Durch die Säle der modernen Abteilung stürmte man ausnahmslos so schnell wie möglich hindurch.
Es wundert nicht. Das, was heute „Kunst“ genannt wird, besteht nur deshalb, weil sie von wem auch immer
mit Staatsknete künstlich am Leben gehalten wird. Bestenfalls gibt sie späteren, besseren Zeugnis und
Kunde von der mentalen Zerstörung dieser Zeit: Wer uns den Glauben nimmt, nimmt uns auch jedes Empfinden
für das Wahre, Gute, Schöne. Was tun? Ha! Ärmel aufkrempeln! Zupacken! Aufbauen! Und: Den Kaiser wieder
bekleiden!
>>Kunst dürfe heute alles: „Nur »entartet« darf keiner sie nennen – es sei denn, es wäre ein Künstler,
der den Vorwurf als Kunstwerk tarnt.“<< Scharfsinnig und treffend! :)3
#1 Beobachterin 09:48:48 | Samstag, 3. November 2007
Jauche-„Kunst“ Kunst ist etwas, was den Menschen erfreuen soll, alles andere ist ein Ärgernis. Viel zu
lang hat man die Kunst dort nicht so bezeichnet, wo sie aus dem Gleis geraten ist: Für Nitsch zum Beispiel
wäre die Bezeichnung „entartete Kunst“ noch schmeichelhaft gewesen. Was er produziert hat, ist keine
Kunst, sondern Jauche. Es gäbe noch vieles aufzuzählen, aber dazu habe ich jetzt keine Zeit und keine
Lust.