14:14:13 | Sonntag, 4. November 2007
Die Mainzer Kirchenzeitung hat ein Interview mit dem neuen Regens des dortigen Priesterseminars publiziert: „Ich bin kein pastoraler Blindgänger“.

Homepage des Bistums Mainz: Rechts unten: Neo-Regens Bentz mit Kardinal Lehmann.
(kreuz.net) Obwohl er nur Kaplan und nie Pfarrer gewesen sei, sei er dennoch kein „pastoraler Blindgänger“ –
erklärt Hw. Udo Markus Bentz (40) , neuer Regens des Mainzer Priesterseminars, am 4. November vor der
Mainzer Kirchenzeitung.
Hw Bentz studierte Theologie in Mainz und Innsbruck. Im Juli 1995 wurde er in
Mainz zum Priester geweiht. Anschließend war er als Kaplan in Worms tätig.
Im August 1998 wurde er
Bischöflicher Sekretär bei Karl Kardinal Lehmann. Diese Aufgabe nahm er vier Jahre lang wahr, bevor
er am 1. August 2002 zur Promotion freigestellt wurde.
Hw. Bentz hat seine Doktorarbeit im Fach Dogmatik
an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg geschrieben. Sie trägt den Titel: „Jetzt ist noch Kirche –
Grundlinien einer Theologie kirchlicher Existenz im Werk Karl Rahners“.
Im Interview erklärte er, daß
er als Vikar und Sekretär des Kardinals viele Erfahrungen habe sammeln können. Auch während seines
Promotionsstudiums habe er nicht aufgehört, seelsorgerlich tätig zu sein.
Auf diese Weise habe er gelernt,
sein Priestersein nicht zuerst von Aufgaben und Funktionen her zu bestimmen: „Wichtiger scheint mir die
Frage: Was ist die Mitte meiner priesterlichen Existenz? Was ist das Fundament?“
Alle institutionellen
und wissenschaftlichen Beschäftigungen seien „keine sich selbst genügenden Künste des Elfenbeinturms“:
„Hinter all dem muß die Frage stehen: Wie können wir dem Menschen von heute Gott näherbringen?“
Ein
hochkomplexer WegAuf die Frage, was er als Regens in der Priesterausbildung bewirken will, antwortet
Hw. Bentz ausweichend. Die Priesterausbildung sei im Bistum Mainz auf viele Schultern verteilt: „Ganz
unterschiedliche Kompetenzen werden dabei zusammengeführt.“
Der Weg eines angehenden Priesters vom ersten
Erspüren der inneren Berufung bis hin zur Weihe sei „hochkomplex“.
Auch der Frage, wie man dem Schwinden
der Priesterberufungen entgegenwirken könne, weicht der neue Regens aus: In der Zerrissenheit dieser
Welt sei der Priesterberuf ein „ganzheitlicher Lebensentwurf im echten Sinne“.
Der Grund für die fallenden
Priesterzahlen hängt nach Hw. Bentz „mit den gesamtgesellschaftlichen Bedingungen zusammen“.
Trotzdem
gesteht er ein, daß es zu einfach wäre, einfach mit dem Finger auf die anderen zu zeigen.
Als innerkirchliche
Gründe sieht er den Mangel an überzeugenden priesterlichen Vorbildern, ein pfarrliches Klima, das Berufungen
nicht fördert und die Gefahr, daß beim gegenwärtigen Abbau von Pfarreien im Bistum Mainz eine „spirituelle
Dimension“ vergessen werden könnte.
Als guten Seminaristen oder Priester bezeichnet der Neo-Regens jemanden,
der über geistliche und menschliche Reife verfügt, intensiv studiert sowie soziale und kommunikative
Kompetenz und Eigenverantwortung besitzt:
„Das alles aber muß getragen sein von einer nüchternen Liebe
zur Kirche.“
Neo-Regens Bentz meine damit keine „unkritische, triumphalistische Verklärung der Institution“,
sondern eine echte Identifikation mit ihrem inneren Wesen und ihrer äußeren Gestalt.
Gegenwärtig führt
Hw. Bentz viele Gespräch: „Es geht jetzt zuerst darum, genau hinzuhören, wahrzunehmen, kennenzulernen.“
Er sei „sehr froh“ darüber, daß im Leitungskollegium des Hauses ein kooperativer Arbeitsstil möglich
sei.
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#12
Rudolfus 07:59:25 | Montag, 5. November 2007
#11
Gotthard 22:38:09 | Sonntag, 4. November 2007
#10
Rudolfus 20:35:22 | Sonntag, 4. November 2007
#9
Benedikt 20:33:26 | Sonntag, 4. November 2007
#8
iustus 20:06:05 | Sonntag, 4. November 2007
#7
Rudolfus 18:59:02 | Sonntag, 4. November 2007
#6
Benedikt 18:20:03 | Sonntag, 4. November 2007
#5
Desperatus † 18:04:46 | Sonntag, 4. November 2007
#2
Typ 16:38:03 | Sonntag, 4. November 2007
#1
Hacki 14:28:13 | Sonntag, 4. November 2007