Neuer Regens in Mainz
Nüchterne Liebe
Die Mainzer Kirchenzeitung hat ein Interview mit dem neuen Regens des dortigen Priesterseminars publiziert: „Ich bin kein pastoraler Blindgänger“.
Homepage des Bistums Mainz: Rechts unten: Neo-Regens Bentz mit Kardinal Lehmann.
Homepage des Bistums Mainz: Rechts unten: Neo-Regens Bentz mit Kardinal Lehmann.
(kreuz.net) Obwohl er nur Kaplan und nie Pfarrer gewesen sei, sei er dennoch kein „pastoraler Blindgänger“ – erklärt Hw. Udo Markus Bentz (40) , neuer Regens des Mainzer Priesterseminars, am 4. November vor der Mainzer Kirchenzeitung.

Hw Bentz studierte Theologie in Mainz und Innsbruck. Im Juli 1995 wurde er in Mainz zum Priester geweiht. Anschließend war er als Kaplan in Worms tätig.

Im August 1998 wurde er Bischöflicher Sekretär bei Karl Kardinal Lehmann. Diese Aufgabe nahm er vier Jahre lang wahr, bevor er am 1. August 2002 zur Promotion freigestellt wurde.

Hw. Bentz hat seine Doktorarbeit im Fach Dogmatik an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg geschrieben. Sie trägt den Titel: „Jetzt ist noch Kirche – Grundlinien einer Theologie kirchlicher Existenz im Werk Karl Rahners“.

Im Interview erklärte er, daß er als Vikar und Sekretär des Kardinals viele Erfahrungen habe sammeln können. Auch während seines Promotionsstudiums habe er nicht aufgehört, seelsorgerlich tätig zu sein.

Auf diese Weise habe er gelernt, sein Priestersein nicht zuerst von Aufgaben und Funktionen her zu bestimmen: „Wichtiger scheint mir die Frage: Was ist die Mitte meiner priesterlichen Existenz? Was ist das Fundament?“

Alle institutionellen und wissenschaftlichen Beschäftigungen seien „keine sich selbst genügenden Künste des Elfenbeinturms“:

„Hinter all dem muß die Frage stehen: Wie können wir dem Menschen von heute Gott näherbringen?“

Ein hochkomplexer Weg

Auf die Frage, was er als Regens in der Priesterausbildung bewirken will, antwortet Hw. Bentz ausweichend. Die Priesterausbildung sei im Bistum Mainz auf viele Schultern verteilt: „Ganz unterschiedliche Kompetenzen werden dabei zusammengeführt.“

Der Weg eines angehenden Priesters vom ersten Erspüren der inneren Berufung bis hin zur Weihe sei „hochkomplex“.

Auch der Frage, wie man dem Schwinden der Priesterberufungen entgegenwirken könne, weicht der neue Regens aus: In der Zerrissenheit dieser Welt sei der Priesterberuf ein „ganzheitlicher Lebensentwurf im echten Sinne“.

Der Grund für die fallenden Priesterzahlen hängt nach Hw. Bentz „mit den gesamtgesellschaftlichen Bedingungen zusammen“.

Trotzdem gesteht er ein, daß es zu einfach wäre, einfach mit dem Finger auf die anderen zu zeigen.

Als innerkirchliche Gründe sieht er den Mangel an überzeugenden priesterlichen Vorbildern, ein pfarrliches Klima, das Berufungen nicht fördert und die Gefahr, daß beim gegenwärtigen Abbau von Pfarreien im Bistum Mainz eine „spirituelle Dimension“ vergessen werden könnte.

Als guten Seminaristen oder Priester bezeichnet der Neo-Regens jemanden, der über geistliche und menschliche Reife verfügt, intensiv studiert sowie soziale und kommunikative Kompetenz und Eigenverantwortung besitzt:

„Das alles aber muß getragen sein von einer nüchternen Liebe zur Kirche.“

Neo-Regens Bentz meine damit keine „unkritische, triumphalistische Verklärung der Institution“, sondern eine echte Identifikation mit ihrem inneren Wesen und ihrer äußeren Gestalt.

Gegenwärtig führt Hw. Bentz viele Gespräch: „Es geht jetzt zuerst darum, genau hinzuhören, wahrzunehmen, kennenzulernen.“

Er sei „sehr froh“ darüber, daß im Leitungskollegium des Hauses ein kooperativer Arbeitsstil möglich sei.
      
12 Lesermeinungen
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#12   Rudolfus   07:59:25 | Montag, 5. November 2007
Der Modernismus jedes Theologen kann mindestens an der offiziellen Diplomarbeit des Theologiestudium
erkannt werden
Die meisten nominell katholischen Fakultäten lehren fast nur mehr die modernistische Irrlehre, die Papst St. Pius X. in Pascendi dominici gregis ausdrücklich als schwere Irrlehre brandmarkte und für alle Zeiten verurteilte.
Alleine die Besatzung der Theologiefakultäten durch die Modernisten beweist, daß der katholische Glaube nur mehr durch die FSSPX bewahrt wird:
Und daß damit Erzbischof Lefebvre zum St. Athanasius des 20. Jahrhunderts wurde, der für den katholischen Glauben vom Modernismus verfolgt wurde.
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#11   Gotthard   22:38:09 | Sonntag, 4. November 2007
Fast alle sind Modernisten.
Rudolfus for Regens!!!!!!!!!
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#10   Rudolfus   20:35:22 | Sonntag, 4. November 2007
Die reguläre Hierarchie ist fast ausschließlich apostatendurchsetzt
Wer das nicht weiß, kennt den katholischen Glauben nicht.
Fast alle sind Modernisten.
Modernisten leugnen die Dogmen.
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#9   Benedikt   20:33:26 | Sonntag, 4. November 2007
@ iustus
Ach, und das das erschließt siuch aus einem Kurzinterview? Wo ist denn auf einmal die übliche Medienskepsis geblieben.
Lustig auch, dass Ersatzpapst Rudolfus I. den Regens ganz nebenbei zum Apostaten erklärt. Ob er seine üblen Nachreden und verbale Diarrhoe wohl beichtet?
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#8   iustus   20:06:05 | Sonntag, 4. November 2007
@Benedikt
Anscheinend, dass der Regens nichts Genaues zu sagen hat.
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#7   Rudolfus   18:59:02 | Sonntag, 4. November 2007
Die Hierarchie kann so viele apostatische Seminarobere einsetzen, wie sie will
Aus dem Unglauben und aus dem Mißstand des Novus Ordo wächst keine Kirche.
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#6   Benedikt   18:20:03 | Sonntag, 4. November 2007
Und was genau…
…soll der Artikel jetzt aussagen?
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#5   Desperatus †   18:04:46 | Sonntag, 4. November 2007
warum nicht einfach das original lesen?
hier www.bistummainz.de/…r/aktuell/index.html?f_action=show&… ist es
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#4   r.ruhrgebietler   17:38:21 | Sonntag, 4. November 2007
kann auf einem schlechten Acker etwas gutes wachsen?
ich glaube nicht!
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#3   zum Glück katholisch   16:51:00 | Sonntag, 4. November 2007
Neo-Regens
Was soll uns das Wort „Neo-Regens“ sagen?!
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#2   Typ   16:38:03 | Sonntag, 4. November 2007
Da kann die „Redaktion“ was lernen!
Trotzdem gesteht er ein, daß es zu einfach wäre, einfach mit dem Finger auf die anderen zu zeigen.
Da hat er ganz recht. Aber die „Redaktion“ wird es auch diesmal nicht verstehen.
Übrigens seien dem zuständigen „Redakteur“ die Regeln zum rechten Gebrauch des Konjunktivs anempfohlen:
Trotzdem gesteht er ein, daß es zu einfach sei, einfach mit dem Finger auf die anderen zu zeigen.
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#1   Hacki   14:28:13 | Sonntag, 4. November 2007
@diese Worthülsen
sind sattsam bekannt.
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