(kreuz.net) Die Befürchtungen um das Motu Proprio waren vor dessen Veröffentlichung viel größer als
nachher.
Das erklärte der scheidende Präsident der Französischen Bischofskonferenz, Jean-Pierre Kardinal
Ricard von Bordeaux, am 30. Oktober vor der katholischen Tageszeitung ‘La Croix’.
Es bestand die Angst,
daß die neuen Bestimmungen zum Anlaß genommen würden, die Liturgiereform, die vom letzten Konzil und
allen Päpsten seit Paul VI. gewollt worden sei, in Frage zu stellen.
Kardinal Ricard von Bordeaux
Doch der Begleitbrief des Papstes,
der die „Konzilsliturgie“ als ordentliche Form des Römischen Ritus und die andere als außerordentliche
Form definiert, habe „sehr geholfen“.
Der Kardinal erklärt, im direkten Gespräch mit dem Papst gespürt
zu haben, daß Benedikt XVI. diese Frage „in einer Perspektive der Zukunft“ betrachte. Er hoffe auf eine
gegenseitige Bereicherung der beiden Formen.
Dabei gehe es „absolut nicht“ um eine Rückkehr in die Vergangenheit.
Der Papst sei der Auffassung, daß ein guter Teil der Katholiken, die der Tradition verbunden sind, in
eine „Dynamik der Versöhnung“ eintreten könne: „Ich teile diese Überzeugung“.
Kardinal Ricard berichtet,
daß sich die französischen Erzbischöfe im September versammelt haben, um die Frage der Umsetzung des
Motu Proprio zu beraten:
„Ich war erstaunt über den Willen jeder Diözese, sich zu organisieren, um
den Wünschen positiv entgegenzukommen.“
Doch bis zum Augenblick erhielten die Bischöfe – nach Angaben
von Kardinal Ricard – nur wenige Anfragen für die Feier der Alten Messe:
„Dagegen hat diese Frage in
verschiedenen Diözesen Frankreichs das Interesse der Priester und Gläubigen geweckt, die großen Einsichten
des Konzils wiederzuentdecken, die zur Liturgiereform geführt haben.“
Für den Kardinal besteht der
schmerzlichste Punkt in dieser Debatte darin, daß der geistliche Weg des Konzils manchmal nicht beachtet,
ja sogar abgelehnt wird: „Es gibt da eine Leugnung des Heiligen Geistes.“
Darüber leide er viel mehr
als über die Probleme der Anerkennung von Institutionen:
„Im übrigen gestehe ich ihnen, daß ich die
Webseiten der Integristen aus Gründen der geistlichen Gesundheit nie besuche:
Ihre verbale Gewalttätigkeit
würde in mir den Zweifel aufkommen lassen, daß eine Versöhnung überhaupt möglich ist.“
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27 Lesermeinungen
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@Pünktchen: Olorin Ich glaube, Sie verwechseln „Olorin“ mit „Malachias“/„Antimodernist“. „Olorin“ war
die Reinkarnation von „Bokrug“/„Taran“/„Galahad“/„Seraphim“/„Angelos“/„Mulurin“/„Ysamoran“.
Das mit den Positionen und der Linie stimmt, Pünktchen, aber Malachias…Antimodernist und Bokrug…Olorin
sind bei allen Ähnlichkeiten zwei verschiedene Personen. Malachias ff ist der mit den vielen Smilies,
Bokrug ff der mit den vielen Links. In der Sache schließe ich mich Ihnen an. :(3
#27 Pünktchen 11:37:36 | Dienstag, 6. November 2007
DG, „Olorin“ ist ein sattsam bekannter, bereits mehrfach gesperrter Wiederholungstäter, der mit antijudaistsichen
Positionen beginnt und in reinem Rassismus (und fast immer: seitenlangen Zitaten aus Hitlers „Mein Kampf“)
endet. Ich bin heilfroh, daß kreuz.net hier eine Linie zieht!
#26 DienerGottes 11:09:42 | Dienstag, 6. November 2007
An die Radaktion Warum sind die Beiträge von olorin gelöscht worden?? Habt ihr angst vor der Wahrheit??
Hat er sich als ungläubig rausgestellt?? Bitte nennt mir einen nachvollziebaren Grund warum die Beiträge
gelöscht wurden.
#22 Olorin † 01:14:58 | Dienstag, 6. November 2007
@Fragender: Ich stimme nicht mit ALLEM dort überein…beispielsweise war Venedig eine Schein-Republik
des Adels…mein politisches Vorbild ist die Schweiz…dezentral organisiert, mit direkter Demokratie…ECHTE
Demokratie im griechischen Wortsinne…! SO ist und wahr es… SO war es und ist es…und sollte es sein…
#21 Fragender 01:12:41 | Dienstag, 6. November 2007
@ Olorin: Ihr link was ist denn das für eine kranke Homepage????? Hat da jemand die letzten 100 Jahre
verschlafen? Dornröschens private Homepage, oder was?????????? Oder doch eher leicht monarchistische
Paranoia?????? zitat: Die republik: Ganz entschieden stelle ich in Abrede, daß Österreich eine republik
ist. Österreich ist selbstverständlich eine Katholische Monarchie. Die Monarchie ist aufgrund eines
Zustandes des Interregnums lediglich nicht manifest. Das eigentliche Österreich ist gleichsam durch eine
politische Struktur republikanischer Form verdeckt worden. Die republik in Osterreich, 1918 ausgebrochen,
ist sowohl illegal (aufgrund des Rechtsbruches des Jahres 1918), als auch illegitim (aufgrund der immer
weiter voranschreitenden Aushöhlung des Rechtsstaates und der zunehmenden Korruption der politischen
Kaste; was von 1945 bis 1970 und unter Christlichen Staatsmännern allerdings so nicht galt). Die republik
wurde historisch überzeugend im alten Venedig verwirklicht. Hierzulande gilt, daß sie eine durch und
durch unösterreichische Staatsform ist, entstanden aus der unverdienten Niederlage des Jahres 1918, aus
der damaligen Schwäche des nichtsozialistischen Lagers, aus dem Haß der Linken auf alles, was Österreich
im eigentlichen ausgemacht hat und ausmacht.
#19 Rudolfus 00:30:54 | Dienstag, 6. November 2007
Genauso ist es – Das Vaticanum II hat keinerlei Dogmenfragen geklärt und wurde auch nie einberufen, um
ein Dogma zu klären: und hat darum auch nie die Unfehlbarkeit der Kirche in Anspruch genommen.
#18 Riese1835 00:28:07 | Dienstag, 6. November 2007
VII – @Rudolfus & @Fragender Noch eine notwendige Ergänzung: Alle Konzilien vor dem VII haben Fragen
geklärt, die vorher unklar waren. Der Anlaß war also, daß etwas unklar war, das Ergebnis, daß das
was vorher unklar war, danach klar war. VII war das erste Konzil, daß diese kausale Abfolge umgedreht
hat: das, was vorher klar war, wurde unklar und mehrdeutig ausgedrückt, d.h. vernebelt.
#17 Rudolfus 00:03:43 | Dienstag, 6. November 2007
@Fragender / Wer spricht dem Pastoralkonzil ab, daß es ein rechtmäßiges Konzil war? wer einem „katholischen
Glauben“anhängt und gleichzeitig dem VII die Rechmäßigkeit abbspricht, hat meiner Meinung nach sowohl
zum Christentum als auch zum Katholizismus ein leicht gestörtes Verhältnis… Es war ein rechtmäßiges
Pastoralkonzil – das erste und einzige der Kirchengeschichte.
#16 Fragender 00:02:21 | Dienstag, 6. November 2007
@ Rudolfus, Galen &Co wer einem „katholischen Glauben“anhängt und gleichzeitig dem VII die Rechmäßigkeit
abbspricht, hat meiner Meinung nach sowohl zum Christentum als auch zum Katholizismus ein leicht gestörtes
Verhältnis…
Die Kirche Christi wird niemals untergehen „Die Pforten der Hölle werden sie nicht überwältigen“ Der
Heilige Geist als „Schützer gegen die Anklagen Satans“ verließ die katholische Kirche Der Heilige Geist
verläßt die Kirche niemals – die hl. Kirche besitzt unfehlbare Lehrautorität, verliehen dem Petrusnachfolger.
@rudolfus Die römische Messe wird weiterhin verfolgt – zusammen mit dem katholischen Glauben, wahrscheinlich
zusammen mit den chinesischen Staatskatholiken …
Wider VII „Es gibt da eine Leugnung des Heiligen Geistes.“ Wer den Hl. Geist für die VII- Katastrophe
verantwortlich macht, lästert diesen zumindest objektiv.
Eine Nachfrage nach der Neuen Messe … … gab es vor 40 Jahren ja auch nicht – die wurde einfach per
Order eingeführt und mit Stichtag von den Ordinariaten verbindlich gemacht, gleichzeitig der Alte Ritus
von den Diözesanbischöfen verboten. Nachfrage war ja allein schon deshalb nicht möglich, weil der neu
geschaffene Ritus neu geschaffen war, und vor seiner Drucklegung den Menschen nicht bekannt und deshalb
nicht nachgefragt sein konnte. D.h. die Kardinäle machten einen Ritus und überlegten, was dem Volk gefallen
könnte (und ihnen selbst), ohne eine „Nachfrage“ zu hinterfragen. Danach machten sie ihre Creatur zum
totalitären Ritus. Totalitär deshalb, weil der Alte Ritus ohne Ausnahme und ohne Rechtsgrundlage verboten
wurde. Wie brutal – mit Stichtagsregelung – und vollkommen ohne Nachfrage damals der Ritenwechsel vollzogen
wurde sollten jene bedenken, die jetzt sagen, der Alte Ritus würde ja nicht nachgefragt.
Erzbischof Lefebvre und die FSSPX haben als einziger Teil der Kirche weltweit die alte römische Messe
für alle Zeiten bewahrt – während der Rest der Hierarchie unter Papst Paul VI. die römische Messe rechtswidrig
verfolgte. Die römische Messe wird weiterhin verfolgt – zusammen mit dem katholischen Glauben, beide
werden bis heute in der FSSPX gegen den Modernismus bewahrt. Dank sei Gott.
@st.georg: Die Frage ist: 0,3% von was? 0,3 % wäre wenig, wenn es sich auf die bezöge, die die alte
Messe noch kennen. Die meisten Jugendlichen kennen sie nicht einmal. Wenn ich Kirchgängern auf dem Land
vom Motu proprio erzähle, wissen die gar nicht, was das ist. Ich habe bis jetzt auch noch keinen Pfarrer
angetroffen, der den Leuten, z.B. in einer Predigt, von der Freigabe der alten Messe erzählt hätte.
Wie soll da eine Nachfrage entstehen? Die Predigten der Priester sind ja dermaßen einschläfernd, dass
nach der Sonntags-Messe keiner mehr weiß, was gepredigt wurde. Wir machen uns daab und zu darüber lustig,
indem wir uns gegenseitig fragen, was der Pfarrer heute gepredigt hat. Meine Eltern wissen’s noch am ehesten.
Ich weiß es so gut wie nie, ebenso wie mein Bruder. Wenn also die Leute nicht einmal wissen, was der
Pfarrer gepredigt hat, wie sollen sie dann auch noch davon wissen, was er nicht gepredigt hat? Die jetzigen
Hirten haben doch das Volk bereits dermaßen eingeschläfert, dass es gar nicht mehr weiß, was in der
Messe vor sich geht. Es fehlt an allen Ecken und Enden, und so etwas baut man nicht von heute auf morgen
wieder auf.
Nachfrage nach alter Messe Es ist schon einigermaßen albern, aus dem „Nachfrageverhalten“ auf das Interesse
an der alten Messe zu schließen. Weil es sich bei alter wie neuer Messe zu großen Teilen um ein Vertrauensgut
handelt, dessen Qualität seitens des Nachfragers kaum abgeschätzt werden kann, ist diese Sichtweise
auf die Vorzugswürdigkeit irgendeines der beiden Riten unsinnig. Der Hirte muss entscheiden, welche Form
der Seelenarbeit für die Herde die beste ist. Mit dieser Entscheidung kann er eben überfordert sein,
wenn er sich an der Mode orientiert, weil ihm andere Maßstäbe zu schwierig sind. Nocheinmal: Die Vorzugswürdigkeit
einer Form anhand des Nachfrageverhaltens zu erkennen, wäre selbst dann absurd, wenn die Nachfrage nach
der alten Messe seitens des Klerus überhaupt beachtet würde. Selbst das ist im Moment nicht der Fall.
Interessenten des außerordentlichen Ritus werden nach Kräften ignoriert. Das ist die Realität.
Die Jugend unter 35 findet sich durchaus zahlreich in den Prioraten der Piushanseln – wir haben hier z.B.
nicht nur eine sehr aktive KJB (= Katholische Jugendbewegung) – Gruppe, sondern auch außerhalb dieser
auffallend viele junge Sonntagsmessenbesucher. Und auf fsspx.info erfährt man so einiges über recht
erfreuliches Engagement … Niemand hat gesagt, daß jetzt mit fliegenden Fahnen alles in die tridentinische
Messe kommen würde. Abwarten! Was ich aber sicher weiß, ist: die Zukunft liegt in der Rückbesinnung
auf das, was so leichtsinnig und fahrlässig verschleudert wurde. So, so: Sie waren also des öfteren
in der tridentinischen Messe. Darf man fragen, ob’s schon gewirkt hat oder wirkt? Es sei Ihnen gewünscht.
Nana! Für die katholische Kirche ist es schon eine „rege Beteiligung von Jugendlichen“ wenn mehrere Menschen
unter 50 teilnehmen. Jugend ist ein dehnbarer Begriff!
Nur vermisse ich… …die hier oft beschrieene Beteiligung der Jugend, die die „Alte Messe“ angeblich
ja sooooooo begeistert annimmt. Nach mehrfachem Besuch der Alten Messen, zu Werktagen und Hochfesten stelle
ich die fast vollkommene Absenz der Jugend unter 35 fest.
auch in deutschland ist die nachfrage nach dem ausserordentlichen ritus ungebrochen : von ca.12.000 gottesdienststandorten/kirchen
in deutschland wird in rund 40 die „alte messe“ angeboten, das sind 0,3%…na, das hat sich doch gelohnt…