Ketzerecke
Eine glückliche Zeit bahnt sich an
Gott hat uns gewarnt: Er erträgt keine Lauheit. Von Jacques Maritain († 1973).
Der Philosoph Jacques Maritain in jungen Jahren
Der Philosoph Jacques Maritain in jungen Jahren
(kreuz.net) Am äußersten Horizont des traurigen Europas haben sich wichtige Zeichen sichtbar gemacht.

Der zur Staatsreligion erhobene Atheismus verurteilt alles, was nicht sein Genüge an der Erde findet.

Und wenn dieser Atheismus zum Töten auch noch Vorwände sucht, so sind doch tatsächlich schon viele wegen des Verbrechens des Widerstandes gegen diese negative Religion geopfert worden.

Eine glückliche Zeit bahnt sich an. In ihr wird der Mensch für Gott allein sterben können. Nicht für das Volk, noch für die Menschheit, die Revolution, den Fortschritt, die Wissenschaft – für Gott ganz allein.

Zynischer, brutaler als die Erziehung des abendländischen Liberalismus, welcher die Jugend durch die Leere erstickt, amputiert eine aufmerksame pädagogische Chirurgie die Seelen, um das Bild Gottes aus ihnen zu entfernen.

Gott hat uns gewarnt: Er erträgt keine Lauheit.

Unser zu tiefes Verfangensein in die Dinge dieser Welt lassen ihm nur noch harte Mittel, um sein Haus reinzufegen.

Jacques Maritain war ein französischer Konvertit und Philosoph. Der Text ist seinem Buch „Die Stufen des Wissens oder durch Unterscheiden zur Einung“, Mainz 1953 entnommen.
      
17 Lesermeinungen
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#18   athanasius1957   08:49:58 | Dienstag, 13. November 2007
ad omnes
weiß irgendjemand eine quelle, wo die bücher von maritain antiquarisch erhältlich sind?
danke
athanasius1957
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#17   Seefeldt   16:01:52 | Sonntag, 11. November 2007
Nochmals zum Trojanischen Pferd
Als Verfasser ist Dietrich von Hildebrand angegeben, der in Florenz geboren wurde, 1940 nach New York zog und dort bis zu seiner Emeritierung Professor war.
Auf der zweiten Innenseite heißt es:
Titel der amerikanischen Originalausgabe:
„Trojan Horse in the City of God“
Als Übersetzer aus dem Englischen ist Josef Seifert angegeben.
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#16   Aleph †   15:56:38 | Sonntag, 11. November 2007
Mea culpa
Danke Alois Bischof. Sie haben recht. Der Autor vom „Trojanischen Pferd in der Gottesstadt“ hieß Hildebrand. Und ich hätte gewettet, dass es um den „Bauern von der Garonne“ ging. Mea Culpa!
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#15   Alois Bischof   15:26:32 | Sonntag, 11. November 2007
Das trojanische Pferd
ist kein Buch von Dr. Jacques Maritain, sondern von Prof. Dr. Dr. Dipl.-Ing. Oberst.-R. Dietrich von Hildebrand. Leider war von Hildebrand kein Scholastiker, in einer Rede vom 29. Oktober 2007 hatte Benedikt XVI. sich vor Frau Alice von Hildebrand und der Von Hildebrand Foundation sogar ein wenig kritisch der Scholastik gegenüber geäußert, was sehr traurig war.
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#14   Aleph †   13:02:29 | Sonntag, 11. November 2007
In Regensburg
Jacques Maritain: „Das trojanische Pferd in der Gottesstadt“ ist in den zuendegehenden sechziger Jahren deutscher Übersetzung im Verlag Habbel in Regensburg erschienen. Nicht über den Dienstumweg USA.
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#13   Seefeldt   06:10:48 | Sonntag, 11. November 2007
Zum trojanischen Pferd in der Stadt Gottes
Dieses Buch wurde nicht in Frankreich, sondern in den USA verfaßt, und es ist auch keine Verdammung des 2VK, sondern im Gegenteil ein Preisen dieser Versammlung. Es mißbilligt allerdings die Verfälschungen der Konzilsbeschlüsse.
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#12   Aleph †   01:16:49 | Sonntag, 11. November 2007
Menschenfischer
Jacques Maritain: Da gab es doch einmal unmittelbar nach dem ZWEITEN VATIKANISCHEN KONZILein Buch mit dem Titel „Das trojanische Pferd in der Gottesstadt“, das ein „Bauer aus der Garonne“ (Jacques Maritain?)verfasst haben soll. Mit dieser Publikation wurde in der Bevölkerung die Gegnerschaft zu den Beschlüssen des Vat.II eingeschworen. Wenige Jahre später konnte sich Monsignore Lefebrve sich so erfolgreich auf Fischzug begeben, um immer noch als Menschenfischer dazustehen. Nur, wer will sich schon fischen lassen?
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#11   Melchisedech   23:58:11 | Samstag, 10. November 2007
Rabimmelrabammelrabum!
@ Heinz Josef: Gott grieft wahrlich nicht zum prügel. gemeint ist nach maritain wohl eher das (harte) Opfer, daß der Mensch muß (welches also wir bringen müssen) und zwar aus Liebe. Also meint Maritain: keine Lauheit in der Liebe. Dies wiederum: keine Liebe ohne Opfer…
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#10   Heinz Josef   23:49:26 | Samstag, 10. November 2007
Martin von Tours sah das aber anders
Unser zu tiefes Verfangensein in die Dinge dieser Welt lassen ihm nur noch harte Mittel, um sein Haus reinzufegen.
Der Gott der Liebe greift nicht zum Prügel weil er mit der Liebe nicht zum Ziel gekommen ist.
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#9   Melchisedech   23:12:50 | Samstag, 10. November 2007
Leblhuber…
…Nobelpreis hin oder her…sie bringen keinen Beleg…Sie scheuen die Auseinandersetzung in diesem Falle.
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#8   Leblhuber   23:06:06 | Samstag, 10. November 2007
Melchisedech:
Leblhuber, was wollen SIE uns eigentlich mit Ihrem Statement sagen??
Kommen Sie doch selber drauf. Das verlangte Ihnen schon keine nobelpreisverdächtige intellektuelle Leistung ab.
Nur Mut!
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#6   Melchisedech   23:01:43 | Samstag, 10. November 2007
@ Leblhuber
„Die Frage ist, was will man uns damit sagen?“ Allerdings! Ihr Einlaß ist da eher weniger hilfreich. Was motzen Sie denn über ein Maritain-Zitat von vor 50 Jahren und bringen selbst einen Hinweis auf Maritain-Äußerungen von vor mehr als 70 Jahren, ohne dies mit einem Zitat belegen zu können.
In der Tat hat Maritain 1936 die Ungerechtigkeiten im span. Bürgerkrieg deutlich kritisiert und in daraufhin wurde er von einigen klerikalen Kreisen als linker Christ beschimpft, aber Maritain hat nicht pauschal Partei für die Republikaner ergriffen. Leblhuber, was wollen SIE uns eigentlich mit Ihrem Statement sagen??
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#5   Leblhuber   22:26:45 | Samstag, 10. November 2007
@Peter-Pan:
Wenn Auszüge aus über fünfzig Jahre alten Büchern abgedruckt werde, hat kreuz.net wohl nichts Verdammenswertes mehr gefunden, um das tägliche Soll zu erfüllen.
Die Frage ist, was will man uns damit sagen?
In diesem Fall ist das doppelt kurios, weil sich dieser Herr im spanischen Bürgerkrieg auf die Seite der Republikaner stellte. Aber hier ist es wie bei allen Rechtsaußen: Hirn einschalten und es gibt einen Kurzschluss!
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#4   Peter-Pan   20:27:02 | Samstag, 10. November 2007
Nichts neues mehr aus Babylon?
Wenn Auszüge aus über fünfzig Jahre alten Büchern abgedruckt werde, hat kreuz.net wohl nichts Verdammenswertes mehr gefunden, um das tägliche Soll zu erfüllen.
Die Frage ist, was will man uns damit sagen?
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#3   obelix †   20:15:58 | Samstag, 10. November 2007
@Gott
Gott hat uns gewarnt: Er erträgt keine Lauheit. Von Jacques Maritain († 1973).
Dann musst Du ja von denen, die am 11. September 2001 vier Flugzeuge entführt haben und zwei davon in die Zwillingstürme des Welthandelszentrum in New York geflogen haben, ganz begeistert sein, Gott. Die waren alles andere als lau!
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#2   Nachtlaterne   18:31:27 | Samstag, 10. November 2007
hallo florian,
wahre worte, die sie da sprechen! heute ist widerstand sehr gefordert, aber da das böse oft demokratisch legitimiert ist und die gerechtigkeit ein gesicht im sinne des budhismus bekommt, den dieser zeitgeist wegen seiner hohen unverbindlichkeit so liebt, wird der wert des widerstandes schon gar nicht mehr gesehen und damit also ignoriert.
wir sägen den eigenen ast ab und werden entsprechend erschrecken.
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#1   Florian Geyer   18:13:07 | Samstag, 10. November 2007
Wenn man
das Leben real sinnvoll und artgerecht sieht, nämlich als kurze Pilgerreise zum großen Ziel hin so wäre es natürlich die größte Ehre die es gibt für Christus das Martyrium zu erleiden. Gewiss- wir sind (noch) nicht in einer Zeit wo man für die Wahrheit hingerichtet wird, man beschränkt sich vorerst auf Verhöhnung und Verspottung doch wir wissen nie ob, wann und wie sich das zeitgeistliche und politische Antichristentum dergestalt verschärft manifestiert dass auch Martyrien gefordert sind. Dessen Immer voll im Bewußtsein zu sein, mit Blick auf die Ewigkeit und sich selbst zu prüfen ob man auch selbst bereit ist sich für Christus zu opfern hilft einem ohne Menschenfurcht, hohen Mutes, tapfer und frei durchs leben zu gehen und stets für die Wahrheit zeugniss abzulegen ohne Furcht vor dem Satan !
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