Religionsunterricht
Verdrehter Papst
Hurrah! Die weichgekochte Christenlehre, mit Sozialwürze und Humanismus-Soße übergossen, kommt bei den Schülern doch an. Von Hubert Hecker.
Die deutschen Bischöfe verdrehen den Papst gerne gegen seinen Sinn
Die deutschen Bischöfe verdrehen den Papst gerne gegen seinen Sinn
(kreuz.net) Die Situation bei der Glaubensvermittlung an die nächste Generation ist desaströs.

In diesem Sinne äußerte sich kürzlich der Leiter der deutschsprachigen Abteilung im Staatssekretariat des Vatikans, Mons. Christoph Kühn, wie die Netz-Seite kath.net am 19. Oktober berichtete.

Der Vatikan-Diplomat hatte bei der Einweihung eines Verlagsgebäudes im Allgäu gesprochen.

Wie kommt es, daß die grundlegenden Teile der katholischen Glaubenslehre den meisten Jugendlichen auch nach Jahren schulischen Religionsunterrichts völlig unbekannt sind?

Die Antwort lautet: Viele bischöfliche Lehrpläne in Deutschland tragen den Religionslehrern auf, die christliche Lehre selektiv zu behandeln.

„Lebensrelevanz“

Es sollen nur die Inhalte des christlichen Glaubens behandelt werden, die mit einer nebulösen gesellschaftlichen „Lebensrelevanz“ kompatibel sind.

Nicht mehr vermittelbar
Worte wie „Sünde“ oder „Lamm Gottes“ könnten den Jugendlichen heute nicht mehr zugemutet werden
Dagegen kommen Erbsünde und Erlösung, Jungfrauengeburt und Totenerweckung, Christi Wiederkunft und Gericht im Lehrplan des katholischen Religionsunterrichts nicht vor.

Dem zentralen Glaubenssatz „Lamm Gottes, du nimmst hinweg die Sünden der Welt“ stehen junge Katholiken auch nach 13 Jahren katholischer Religionslehre völlig verständnislos gegenüber.

Man geht a priori davon aus, daß Vorstellungen wie „Lamm Gottes“ und „Sünde“ der „heutigen Jugend“ nicht mehr vermittelbar seien.

Deshalb werden diese und andere Torheiten des Glaubens wie die Dreifaltigkeit, Menschwerdung, Wunder, Verklärung, Passion und Auferstehung einem konstruierten Zeitgeisthorizont angepaßt.

Bei zahlreichen Religionsbüchern bekommt man den Eindruck, daß die Autoren Kirche und Christentum zu einem sozial-humanistischen Gemischtwarenladen degradieren.

Papst-Worte sinnlos

Schon vor 25 Jahren hat der damalige Joseph Kardinal Ratzinger in einem Vortrag vor französischen Bischöfen die „Krise der Katechese“ analysiert und Wege zu ihrer „Überwindung“ aufgezeigt.

Bischof Bode vor Ad-Limina-Besuch:
„Wir erwarten Ermutigung durch den Papst und keine Diskussionen über Probleme.“
Damals kritisierte der Papst die Abschaffung des Katechismus und drängte darauf, den Glauben an die junge Generation unverkürzt weiterzugeben.

Die Worte des Kardinals waren in den Wind gesprochen. Denn seither ist die Krise der Glaubensvermittlung in Frankreich und Deutschland noch bedrückender geworden.

Bei seiner Ad-limina-Ansprache an die Deutschen Bischöfe im November letzten Jahres griff der Papst diese Überlegungen erneut auf und sprach die Krise der schulischen Katechese an.

Insbesondere forderte er eine Ausrichtung der Religions-Curricula am Katechismus der Katholischen Kirche, „damit im Laufe der Schulzeit das Ganze des Glaubens und der Lebensvollzüge der Kirche vermittelt wird“.

Getan hat sich seither nichts. Von Seiten der Deutschen Bischöfe sind nicht einmal kritische Ansätze zu erkennen.

Warnung an den Papst

Man verweist statt dessen auf eine Befragung unter Schülern und Eltern, aus der eine große Akzeptanz des schulischen Religionsunterrichts hervorgehe.

Kardinal Lehmann:
„Wir dürfen daher die von Ihnen zitierte Ansprache des Heiligen Vaters als Ermutigung verstehen, unseren Einsatz für den konfessionellen Religionsunterricht in der Schule konsequent fortzusetzen.“
Damit ist offenbar bewiesen, daß die weichgekochte Christenlehre mit Sozialwürze und Humanismus-Soße bei den Schülern ankommt.

Bischof Franz-Josef Bode von Osnabrück hatte bereits vor dem letzten Ad-Limina-Besuch den Papst vor kritischen Erwägungen gewarnt:

„Wir erwarten Ermutigung durch den Papst und keine Diskussionen über Probleme“ – so der Bischof in einem Interview mit Radio Vatikan.

Ähnlich versuchte Karl Kardinal Lehmann bei seiner Grußansprache den Papst schon im Vorhinein auf einen Ermutigungs-Kurs festzulegen.

Dennoch ließ sich Benedikt XVI. einige kritische Ermahnungen zur Katechese nicht nehmen. Sie waren allerdings für Wind und Wände gesprochen.

In ihren Presseerklärungen verkehrten mindestens acht deutsche Oberhirten die Papstansprache anschließend in ihr Gegenteil. Sie jubelten die Rede als „Ermutigung für die Katholische Kirche in Deutschland“ vom Tisch – so der inzwischen emeritierte Bischof Franz Kamphaus von Limburg.

Der dreiste Kardinal Lehmann

Besonders dreist benutzte neuerdings der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Karl Kardinal Lehmann von Mainz, die kritische Papstrede als Bestätigung seines Kurses.

In einem Brief an den ‘Arbeitskreis von Katholiken im Raum Frankfurt’ verstieg sich der Kardinal sogar zu der Behauptung:

„Wir dürfen daher die von Ihnen zitierte Ansprache des Heiligen Vaters als Ermutigung verstehen, unseren Einsatz für den konfessionellen Religionsunterricht in der Schule konsequent fortzusetzen.“

Wenn dem tatsächlich so wäre, könnte sich der Papst in Zukunft seine Ansprachen sparen.

Statt dessen würde es genügen, daß die Deutschen Bischöfe einfach ihre vorgefertigten Presseerklärungen abgeben, während sie sich in der Ewigen Stadt ein paar Tage Urlaub von ihrem anstrengenden Einsatz für den schulischen Religionsunterricht genehmigen.

Der Autor ist katholischer Religionslehrer und Mitglied im ‘Arbeitskreis von Katholiken im Raum Frankfurt’.
      
43 Lesermeinungen
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#44   Paul M.   19:25:10 | Freitag, 19. August 2011
Bitte an alle wahren Katholiken, besonders den Eltern von Grundschülern!
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Bitte setzen Sie sich doch gerne für ein zeitloses, fundiertes, unverdorbenes Wissen der Kinder um ihre katholische Religion ein.
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Das Buch
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JESUS KOMM ZU MIR
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ist einfach wunderbar geeignet, den Kindern sicher und froh, den katholischen Glauben zu vermitteln, welche diesen dann später einmal ebenso froh und mutig bekennen!
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Bitte fragen Sie höflich die zuständigen Stellen an, ob man das Buch „JESUS, KOMM’ ZU MIR“ nicht wieder auflegen und im katholischen Religionsunterricht verwenden könnte!
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Dieses Schulbuch erschien in mehreren Auflagen von 1963 bis mind. 1970
(Bachem-Verlag, Köln) und wurde ständig der aktuellen Liturgie angepasst.
Somit sind die älteren Fassungen für die Altgläubigen ein Schatz und die Auflage von 1970 z. B. sehr gut für die Gemeinde-und Schulpastoral und den gewöhnlichen kath. Religionsunterricht an Grundschulen geeignet!
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Beten wir darum…
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Abteilung Schulische Religionspädagogik und Kath. Bekenntnisschulen
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#43   Hódmezövásárhelykutasipuszta   17:40:40 | Montag, 12. November 2007
Der Autor ist katholischer Religionslehrer
Hätte man da nicht schreiben müssen: „katholischer Katechet“ oder „Katechist“. Ich mein, wenn man das mir und meinem zarten, weiblichen Gemüt nicht wieder krumm nehmen würde, würde ich ja sagen, dass der Mann einen Zeigefinger mit Dauererrektion … aber nein, das traue ich mich nicht.
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#42   Benedikt   11:41:55 | Freitag, 9. November 2007
@ Vineta
Auch wenn er immer wieder die PC-Schulbuchmeinung vertritt, Hitler habe ahnungslose, rechtschaffene, unschuldige, friedliebende Staaten wie Polen, Rußland, England überfallen – was er zu diesem Thema hier sagt, stimmt:
Solches Gerede disqualifiziert sich von selber. Weisen Sie mir meine Irrtümer nach, ansonsten vergessen Sie’s.
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#41   Vineta   22:26:00 | Mittwoch, 7. November 2007
@ Benedikt: Wo er recht hat, hat er recht!
Auch wenn er immer wieder die PC-Schulbuchmeinung vertritt, Hitler habe ahnungslose, rechtschaffene, unschuldige, friedliebende Staaten wie Polen, Rußland, England überfallen – was er zu diesem Thema hier sagt, stimmt:
Was in den Religionsbüchern steht, prallt, wenn es genauso gelehrt wird, an den Schülern ab, wird abgelehnt!
Und zwar verständlicherweise, möchte ich hinzufügen, weil es sich zu etwa 80 Prozent um Unfug handelt.
Das Sich-Kümmern um den rechten Religionsunterricht der Bischöfe besteht halt zur Zeit im wesentlichen darin, nach einem qualitativ hochstehenden Islamunterricht zu schreien !
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#40   franziskus   16:27:25 | Mittwoch, 7. November 2007
Neothomismus?
:&) Eure Beiträge sind zwar kontrovers, aber hochstehend.
Rechtspositivsmus, Naturrrecht oder göttliches Recht?
Unbefleckt empfangen oder sündig? Luther, der echte) würde sagen, Gott schafft Sünde, damit daraus Heiligkeit enstünde, dank seiner Gnade.
Ganz allgemein hinkt die Kirche im Zeitalter der Quantenphysik oder Unschärferelationen mit der statischen Glaubenslehre eines Thomas von Aquin der Gegenwart hinterher.
Nachkriegstheologen wie Johannes Messner oder Albert Mitterer haben diese Wand aus philosophischen Dogmen zu durchbrechen versucht. Messner mit dem Naturrecht, Mitterer als Gegner des Hylomorphismus und der mittelalterlichen Erzeugungs- und Entwicklungsmechanik.
Mitterer versuchte auch eine Biologie der Hl. Familie zu entwickeln. Die Frau könne auch ohne Zutun des Mannes unter außergewöhnlichen Umständen in Parthenogenese ein Kind zur Welt bringen.
Als ich einmal meinen (gläubigen) Urologen nach dieser möglichen Erklärbarkeit der Menschwerdung Gottes fragte, sagte er. „Ja gut, die Reifung eines Kindes wäre eventuell auch ohne Mann möglich, aber dann würde es ein Mädchen werden. Woher kommt das Y-Chromosom von Jesus?“
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#39   DocRöntgen   13:08:33 | Mittwoch, 7. November 2007
Auch sprachliche Korintenkackerei hilft Ihnen nicht weiter, Heger!
Tatsächlich „urteilt“ das Sittengesetz nicht, aber Sie versuchen es so darzustellen. Faktisch gibt es keine Äußerung bezüglich der (vermeintlichen) Sittenwidrigkeit
homosexueller Handlungen. Weder Herr Kant, noch „volkstümliche Bezeichnungen“ eilen Ihnen in Ihrer Fehleinschätzung zur Hilfe. Erneut weichen Sie in inkonkrete Verweise auf historische Figuren, bzw. nicht meßbare Tendenzen einer angeblichen Einschätzung der Allgemeinheit zu diesem Thema aus. Das ist insofern bedauerlich, als dass Ihr süffisantes Auftreten damit den faden Beigeschmack einer maßlosen Selbstüberschätzung erhält. Etwas, was ich leider in vielen Ihrer Postings ausmachen kann. Wenn ihre Zeit es gestattet und Sie neben Ihrer Arbeit Gelegenheit dazu haben, können Sie Ihren Horizont ja beizeiten dem aktuellen Wissen anpassen, um künftig dem Anspruch eines gebildeten Zeitgenossen einigermaßen gerecht zu werden (kleiner Gratistipp meinerseits). Liebe Grüße, DocRöntgen
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#38   Dr. Christoph Heger   11:57:48 | Mittwoch, 7. November 2007
Ach, DocRöntgen,
ehe Sie in Ihrer intellektuellen Dürftigkeit sich über mein und das „erwünschte“ Niveau auslassen, versuchen Sie doch erstmal Ihren folgenden Satz:
Das „Sittengesetz“ steht als Begriff, der
in punkto Homosexualität ebenfalls kein Urteil fällt.
gedanklich in Ordnung zu bringen.
Kleiner Hinweis: Ein Begriff fällt kein Urteil, wohl aber das Sittengesetz. Das urteilt nämlich sehr wohl, indem es das eine für unsittlich und das andere für pflichtgemäß erklärt – auch im Falle sexueller Perversionen wie zum Beispiel der homosexuellen Nachäffung des menschlichen Geschlechtsverkehrs.
Die sich aufklärerisch gebenden Schwuchteln dürfen dazu gern einmal nachschauen in Immanuel Kant, Metaphysik der Sitten.
MfG
Christoph Heger
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#37   DocRöntgen   11:10:39 | Mittwoch, 7. November 2007
Sie sind mal wieder unter dem erwünschten Niveau, Heger!
Es bleibt also dabei, daß homosexuelle Betätigung eine unsittliche Nachäffung des menschlichen Geschlechtsverkehrs und die volkstümliche Bezeichnung „Schwuchteln“ für solche Personen zutreffend ist
Eigentlich vermute ich hinter Ihren Postings den Wunsch enes Menschen, eine gewisse Autorität und Kompetenz zu repräsentieren. Leider gehen Sie erneut baden: Inhaltlich, wie stilistisch.
Es gibt nirgendwo im GG eine Beurteilung homosexuellen Geschlechtsverkehrs- weder im positiven, noch im negativen Sinne. Das „Sittengesetz“ steht als Begriff, der
inpunkto Homosexualität ebenfalls kein Urteil fällt.
Was unsittlich ist und nicht und was der Volksmund zu diesem Thema sagt, scheint Ihnen nicht wirklich gewahr zu sein. Wieder einmal vermischen Sie persönliches Empfinden und tatsächliche Faktenlage. Da sei Ihnen verziehen, da Sie ideologisch geprägt sind und von daher offenbar zu objektiver Einschätzung mancher Sachlage
(ich denke da auch an Ihre Sicht auf die Geschichte)
nicht in der Lage sind.
Ihr blamabler Versuch, den Begriff „Schwuchteln“ schönzureden, bzw. der Allgemeinheit als Normbegriff unterzujubeln, zeigt ganz klar, inwieweit hier unsachlich
und faktenungebunden argumentiert wird. Aber das steht Ihnen vor allem auf dieser Seite zu!
:-D
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#36   Dr. Christoph Heger   10:10:02 | Mittwoch, 7. November 2007
Noch mal GG und Homosexualität
Die Behauptung war, dass unsere Verfassung Homosexuelität nicht als „Sünde“ bezeichnet, sich also von der katholischen Sichtweise befreit.
Das war zwar nicht die Behauptung, ist aber auch gleichgültig. Auch die angeblich gemeinte Behauptung ist Quatsch. Das GG verwendet „Sünde“ überhaupt nicht, ohne sich deshalb von der „katholischen Sichtweise“ zu befreien, daß so verschiedene Sünden wie Ehebruch, Diebstahl, Landesverrat usw. unsittlich sind und ggf. bestraft werden können.
Den Gegenbeweis konnten Sie nicht erbringen-
Ganz im Gegenteil! Bitte noch einmal mit Verstand lesen!
lediglich einen Verweis auf das Sittengesetz.
Was heißt hier „lediglich“. Diese Bindung des staatlichen Handelns an das Sittengesetz ist von größter Wichtigkeit – und sollte es nach dem Willen der Väter des GG und den Erfahrungen des national-sozialistischen Staates auch sein!
Die Tatsache, daß das GG das Sittengesetz inhaltlich mit einem Zirkelschluß definiert, ändert daran überhaupt nichts. Sie macht nur klar, daß der liberale Staat eine Dame ohne Unterleib ist.
Tatsächlich gibt es nach meienr Erinnerung sogar ein Urteil des BVG, daß allein in der Ehe der legitime Ort des Geschlechtsverkehrs ist.
Es bleibt also dabei, daß homosexuelle Betätigung eine unsittliche Nachäffung des menschlichen Geschlechtsverkehrs und die volkstümliche Bezeichnung „Schwuchteln“ für solche Personen zutreffend ist.
MfG
Christoph Heger
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#35   Aleph †   09:08:16 | Mittwoch, 7. November 2007
Status
Als Mutter des Herrn nimmt Maria nun mal einen besonderen Rang ein. Dies wurde von der Kirche stets so gesehen. Alle anderen sind befleckt empfangen, die Taufe wäscht uns rein.
Benedikt@ Wenn Sie mit der verkürzten kirchlich propagierten Sicht zufrieden sind, ist das Ihre Angelegenheit. Meine nicht. Kirchliche Amtsträger wären mit dem befeckten Status auch nicht zufrieden, oder?
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#34   golfi   23:49:53 | Dienstag, 6. November 2007
st.georg,
ist Ihre Aussage nicht arg vermessen, sie Strotz ja von Hochmut. Denken Sie an den Splitter und dem Balken.
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#33   st.georg   21:52:04 | Dienstag, 6. November 2007
@K.TO
Ist K.TO katholisch? Natürlich nicht…er ist nur hochmütig und begeht damit eine schwere Sünde…
Andere Frage : Ist K.TO schwachsinnig ? Ja, aber das entschuldigt nicht alles… :-!
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#32   K.TO   20:48:32 | Dienstag, 6. November 2007
Ist Lehmann katholisch ?
Andere Frage: ist Lehmann überhaupt christlich ?
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#30   DocRöntgen   17:35:38 | Dienstag, 6. November 2007
Na, Heger, schon wieder unsachlich?
Das könnte DocRöntgen und allen Schwuchteln so gefallen
Bereits der Begriff „Schwuchteln“ gibt einen klaren Hinweis auf den geist, der hinter Ihren Zeilen steht.
so weit ist es auch mit der – ansonsten schon recht weit gediehenen – Einschränkung der Meinungsfreiheitr noch nicht, daß die öffentlich geäußerte moralische Beurteilung der Homosexualität als grundgesetzwidrig angesehen und folgerichtig unter Strafe stehen müßte.
Das hat ja auch keiner behauptet, Heger. Die Behauptung war, dass unsere Verfassung Homosexuelität
nicht als „Sünde“ bezeichnet, sich also von der katholischen Sichtweise befreit. Den Gegenbeweis konnten Sie nicht erbringen- lediglich einen Verweis auf das Sittengesetz. Dieses hat u.a. ein Schutzalter zur Folge (richtigerweise), nicht aber die moralische Beurteilung einer homosexuellen Identität. Sorry, Heger, aber da liegen Sie mal wieder falsch!
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#29   Benedikt   17:14:44 | Dienstag, 6. November 2007
Wie bitte?
Man verweist statt dessen auf eine Befragung unter Schülern und Eltern, aus der eine große Akzeptanz des schulischen Religionsunterrichts hervorgehe.
Weiß jemand wo diese Studie gemacht wurde? Aufgrund meiner eigenen Erfahrungen, derjenigen meiner Geschwister und derjenigen meiner Bekannten/Verwandten/Freunde kann ich diese Aussage nur als absoluten Witz bezeichnen. Anmerkung: Die Ablehnung ist konfessions- und kirchenbindungsunabhängig!
@ Aleph
Die Lehre von der unbefleckten Empfängnis kann doch nur besagen, dass keines Menschen Empfängnis befleckt ist. Warum sollte Gott in seinem Schöpfungsplan auch einen einzigen Menschen davon ausnehmen, damit er sein Leben befleckt antreten muss.
Als Mutter des Herrn nimmt Maria nun mal einen besonderen Rang ein. Dies wurde von der Kirche stets so gesehen. Alle anderen sind befleckt empfangen, die Taufe wäscht uns rein.
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#28   Dr. Christoph Heger   17:07:59 | Dienstag, 6. November 2007
GG und Homosexualität
Unsere Verfassung erlaubt sich keine Beurteilung von Homosexualität nach moralischen Gesichtspunkten,
Das könnte DocRöntgen und allen Schwuchteln so gefallen. Das tut jedoch das Grundgesetz mitnichten, und so weit ist es auch mit der – ansonsten schon recht weit gediehenen – Einschränkung der Meinungsfreiheitr noch nicht, daß die öffentlich geäußerte moralische Beurteilung der Homosexualität als grundgesetzwidrig angesehen und folgerichtig unter Strafe stehen müßte.
sondern verhält sich neutral, bzw. sieht sie Sexualität als Identitätsmerkmal zum Bereich „freie Entfaltung“ gehörig.
Auch das ist falsch. Das GG weist im Gegenteil auf die Verbindlichkeit des Sittengesetzes hin. Die Väter des GG sahen auch keinen Grund die Strafbarkeit der männlichen Homosexualität nach § 175 StGB (alt) für verfassungswidrig zu halten.
Auch die unglückselige Justizreform von Minister Gustav Heinemann begründete die Abschaffung der Strafbarkeit nicht mit der – unzutreffenden – Behauptung, die bisherige Strafbarkeit sei grundgesetzwidrig gewesen.
MfG
Christoph Heger
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#27   DocRöntgen   16:45:44 | Dienstag, 6. November 2007
Kein Argument für Katholizismus, Luther!
Und was zwobbel meint: nur weil etwas hier in Deutschland Gesetz ist, heisst das nicht, dass es moralisch gut und recht ist. Fertig.
Das Gleiche kann ich von „Ihrer“ Lehre behaupten, die sich schließlich aus einem Glauben nährt. Sie mögen glauben, dass die Lehren des Katechismus „göttlich“ sind und höher zu bewerten, als die jeweilige Verfassung eines Landes. Ich tue dies nicht und stehe damit in vollem Einklang mit der Verfassung. Das ist erst mal schlicht die Akzeptanz demokratischer Regeln und nicht das blinde Vertrauen in eine Gesetzgebung. Stünde in unserer Verfassung, dass man Homosexuelle per se als Sünder verurteilen kann, würde mich mein gesunder Menschenverstand daran hindern. Gott sei Dank steht nichts dergleichen in der Verfassung. Stünde da etwas davon, dass sich die Frau dem Manne generell unterzuordnen hat (kennen Sie dieses Zitat?), würde sich auch dagegen mein Verstand zur Wehr setzen. Gott sei Dank steht nichts dergleichen in der Verfassung. Die Würde des Menschen ist bereits in der antiken Philosophie verwurzelt. Ihnen mag da der Bezug zu Gott fehlen- ich brauche diesen Bezug nicht, um die Würde eines anderen anzuerkennen. Zufällig stimmt unsere Gesetzgebung in diesem Punkt mit mir überein: Sie lässt es offen, inwieweit man Menschenwürde an einen Glauben koppelt. Gut so!
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#26   HomCat   16:41:33 | Dienstag, 6. November 2007
Hossa
Entschuldigung, wenn Sie WIEDER von vorn anfangen müssen. Schreiben Sie doch nichts dazu, wenn Sie nicht wollen. Von wegen nicht abschaffen, sondern verbessern, ist nicht auf meinem Mist gewachsen, sondern ein Abschnitt aus dem schicken Buch von PapaRatzi…
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#25   Luther   16:23:33 | Dienstag, 6. November 2007
Alleine ueber diesen
Satz:
Moral und Ethik sind keine Erfindung der Kirche, sondern Ergebnisse menschlichen Miteinanders und Nebeneinanders.
liessen sich Doktorarbeiten in Fuelle verfassen. Aber wie J. Habermas schmerzlich hinnehmen musste: Ganz so einfach, a la Diskurs, kommen wir zu keinen verbindlichen Werten.
Und was zwobbel meint: nur weil etwas hier in Deutschland Gesetz ist, heisst das nicht, dass es moralisch gut und recht ist. Fertig. Positivistische Geseztgebung funktioniert nicht, da die „Ursache“ von Moral nicht in sich selbst liegt und liegen kann!
Klar ist es keine „Erfindung“ der Kirche. Es ist eine „Erfindung“ Gottes. Die moralischen Gesetze jedoch sind in der dogmatischen Konstitution der hlg. Kirche eingeschrieben. Bitte verwechseln Sie nicht wieder Diktat einzelner Menschen in der Kirche (die ohne Zweifel zu sehr schlimmen Zeiten gefuehrt haben), mit der hoeher-dimensionierten hlg. Kirche und deren Rechtsanspruch!
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#24   Aleph †   16:19:37 | Dienstag, 6. November 2007
Unbefleckt empfangen gilt für alle Menschen
da hat Gott besseres zu tun, als sich um die verklemmten Argumente seiner selbsternannten Vertreter auf Erden zu kümmern.
HarroMeyer@ Da will ich Ihnen nicht widersprechen. Ich dachte nur, das der Komplex „unbefleckte Empfängnis“ sachlich erklärt werden kann. Unbefleckte Empfängnis ist kein Wert an sich, der aufgrund besonderer Gnadengaben oder durch Wallfahrten zu erwerben wäre. Jeder Mensch ist unbefleckt empfangen. Von daher könnte das Dogma von 1854 seine Legitimation haben, dass es ins Bewusstsein der Menschengerückt wurde und nicht nur für einen Menschen gültig ist. Es ist kaum anzunehmen, dass einer der Verfechter des Dogmas seine eigene Empfängnis als befleckt kritisieren würde. Warum sollten dann alle anderen Empfängnisse befleckt sein?
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#23   DocRöntgen   16:16:57 | Dienstag, 6. November 2007
Wie albern, Zwobbel…
Hoffentlich erhalten Leute wie Sie niemals Zugang zur Macht
Ich habe nichts anderes beschrieben, als das, was unsere Demokratie darstellt! Den Ist-Zustand unserer Verfassung, die sich inpunkto Homosexualität von katholischen Ansichten abkoppelt. Wenn Sie so wollen, ist mein Standpunkt bereits durch die „Macht“ der Gesetzgebung vertreten. Die gleiche Verfassung garantiert
Religionsfreiheit- inklusive Ungläubigkeit, ohne eine Bewertung vorzunehmen. Auch dies ist einer Glaubens-Ideologie vorzuziehen, die Wertmaßstäbe jenseits religiöser Lehre nicht akzeptieren will. Wie schon so oft von mir und anderen erläutert: Moral und Ethik sind keine Erfindung der Kirche, sondern Ergebnisse menschlichen Miteinanders und Nebeneinanders. „Respekt“ vor’m Gegenüber ist keine Frage eines Diktats einer religiösen Lehre. Wie ebenfalls schon oft von mir und anderen erläutert: Die Zeiten, in denen die Kirche mehr macht hatte, waren alles andere als friedvolle Zeiten. Zwobbels Affront ist insofern albern und nicht haltbar.
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#22   Luther   16:14:04 | Dienstag, 6. November 2007
Mh, es macht langsam
keinen SPass mehr. Man faengt immer von vorne an und irgendwie dreht sich alles im Kreis! Langweilig!
Jesus hat versucht das alte Geschwulst zu brechen, indem er es auflockerte.
Das stimmt nur bedingt, denn er hat auch gesagt, dass er nicht gekommen ist, um das Gesetz zu entkraeften, sondern zu erfuellen!!
Ausserdem spricht er ganz deutlich auch die Entscheidung an, die ein Mensch treffen muss! Also, nichts von wegen 68-er Toleranzdenken, nichts von unsinnigen Labereien (mache doch jeder, was er fuer richtig haelt), sonder knallhart: Hier bin ich, verpasst nicht eure Chance und folgt mir nach!
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#21   HomCat   16:08:24 | Dienstag, 6. November 2007
Verpasst…
Daß die Kirche den Weg in die Neuzeit verpasst hat, liegt auf der Hand. Man versucht zwanghaft das Alte zu halten, damit keine Fragen kommen. Die Bibel ist voller Floskeln, die keiner mehr deuten kann. Die Sprache ist zu alt und der Sinn ist altertümlich. Jesus hat versucht das alte Geschwulst zu brechen, indem er es auflockerte. Einer Prostituierte wird verziehen, einem Krüppel wird geholfen. Das war schon sehr fortschrittlich für die damalige Zeit. Das hat ihm auch schließlich den Tod gebracht. Und heute, wo Hinz und Kunz wissen, was erkennen heißt, ist es zu peinlich zu sagen, daß jemand schwanger wurde ohne Sex zu haben. Oder kennt man die Antwort auf die Fragen nicht, die dann kommen?
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#20   Luther   15:42:54 | Dienstag, 6. November 2007
Ja, zwobbel:
Genau hierin sehe ich auch ein Problem bei der Argumentation von DocRoentgen!
Es gab vor Jahren einmal ein Gespraech zwischen J. Habermas und Kardinal Ratzinger! Es ist interessant, dass auch ein J. Habermas, der an der Diskursethik festhaelt, doch einsehen muss, dass Moralitaet nicht aus dem Nichts kommen kann! Es bedarf eben grundlegender Einsichten und Vorstellungen, noch bevor eine Rechtsordnung gegeben werden kann!
Wir Christen sind davon ueberzeugt, dass diese aus dem Zusammenspiel Vernunft und goettlicher Ordnung (d.h. Glauben) entsteht!
Die Legitimation der WUERDE eines Menschen ist rein aus positivistischer Sicht schwer zu gewinnen, falls man nur diskursethische Gesichtspunkte wahrnimmt! Aus goettlichem Recht jedoch wird dies vernuenftig einsehbar und ist somit eine Grundlage des Gesetzes, die nicht aus dem Gesetz selbst stammt!
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#19   zwobbel   15:34:58 | Dienstag, 6. November 2007
Rechtspositivismus erzeugt Unrecht
Mit dieser Äußerung:
„Jetzt können Katholiken natürlich versuchen, dieses Gesetz indirekt für nichtig zu erklären, indem sie sagen „biblisches Gesetz ist höher zu bewerten“. Tatsächlich hat dies aber keine rechtliche Wirkung, sondern ist lediglich ein Nebenschauplatz neben der realen Gesetzgebung.“
haben Sie sich in die Fänge des Rechtspositivismus begeben.
Und Sie wissen auch ganz genau, daß diese falsche und totalitäre Einstellung schon unzähligen Menschen das Leben gekostet hat. Noch mehr wurden unterdrückt und eingesperrt deswegen. Niemals wird etwas falsches zu Recht, bloß weil es Gesetz genannt wird.
Sie koppeln das Recht von der göttlichen Schöpfungsordnung ab und erhalten dadurch zwangsläufig Unrecht.
Hoffentlich erhalten Leute wie Sie niemals Zugang zur Macht. Es würde schauderhaft und die Opfer unzählbar werden.
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#18   DocRöntgen   15:19:28 | Dienstag, 6. November 2007
@Luther
Hierin liegt vielleicht der Kern des Problems:
(…) darauf hinzuweisen, dass eben homosexuelle Partnerschaften nach goettlichem Recht nicht gut und moralisch verwerflich sind (…)
Unsere Verfassung erlaubt sich keine Beurteilung von Homosexualität nach moralischen Gesichtspunkten, sondern verhält sich neutral, bzw. sieht sie Sexualität als Identitätsmerkmal zum Bereich „freie Entfaltung“ gehörig.
Jetzt können Katholiken natürlich versuchen, dieses Gesetz indirekt für nichtig zu erklären, indem sie sagen „biblisches Gesetz ist höher zu bewerten“. Tatsächlich hat dies aber keine rechtliche Wirkung, sondern ist lediglich ein Nebenschauplatz neben der realen Gesetzgebung. Etwas, womit sich hier einige offenbar sehr schwer tun.
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#17   Luther   15:03:41 | Dienstag, 6. November 2007
Hierin sind wir uns einig!
Das stimmt so!
Jedoch auch hier muss es uns Christen andersherum erlaubt sein, entgegen der gesell. Meinung, zu aeussern, was aus unserer Sicht nicht gut und richtig ist. Und da hat auch gerade ein hoher Vertreter der Kirche, Kardinal Meissner z.B., das Recht, darauf hinzuweisen, dass eben homosexuelle Partnerschaften nach goettlichem Recht nicht gut und moralisch verwerflich sind! Das ist sein unbedingtes Recht und er muss darauf hinweisen. Dass das vielleicht gesellschaftlich unangenehm ist, mag sein. Es ist aber nach unserem Glauben die Wahrheit und diese vertreten wir!!
Im Uebrigen habe auch ich viele Freunde, die homosexuell sind. Ja. Trotzdem muss ich sie aus meinem Glauben darauf hinweisen, dass ihr „Treiben“ nicht gut ist!Das sie das anders sehen, ok, teilen kann ich das jedoch nicht!
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#16   DocRöntgen   14:52:29 | Dienstag, 6. November 2007
@Luther
Die Verpflichtung oder dringende Aufforderung zum Bekehren Nicht- oder Andersgläubiger ist mir schon bekannt. Brenzlig wird’s nur, wenn deren Verweigerung sich dem Glauben zu öffnen (egal, ob katholisch, protestantisch,
Islam etc.) darin münden soll, ihnen bestimmte Rechte abzuerkennen. Damit das nicht passiert, haben wir hier (BRD) die Trennung von Kirche/Staat vollzogen (in der Verfassung verankert). Leider vergessen das viele Gläubige und wollen bestimmten Menschen beispielsweise das Demonstrationsrecht aberkennen oder Vertretern anderer religionen kein eigenes Gebetshaus zuerkennen. Diese Dinge sind Gott sei Danke (OK: Verfassung sei Dank) geregelt. Hier wird also menschen der Vorwurf gemacht, sich an diese Verfassung zu halten und diese nicht einer katholischen Sicht unterzuordnen. Das finde ich schlicht albern.
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#15   Maria Escorial   14:49:47 | Dienstag, 6. November 2007
Esoterische Meditationsmusik
zum Religionsuntericht gibts hier in der Schweiz in Basel schon mal, dazu dürfen sich die SchülerInnen auf die Tische und Bänke legen und den Klängen lauschen, derweil der Reli-Lehrer (röm.kath.Katechet) dazu eine Geschichte erzählt die von einem Spaziergang an einem Sandstrand handelt, das man visualisieren soll, zur Musik. Als Hospitantin gesehen! Nach der „Religionsstunde“ kamen die Schüler (13-14J.) zu mir und einer (Marc) sagte zu mir: „Ich glaube schon lange nicht mehr an Gott.“
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#14   Luther   14:42:31 | Dienstag, 6. November 2007
Ja, das stimmt!
Aber ganz soo einfach ist es nicht!
Unser GLaube lehrt uns, dass es nur einen einzigen Weg geben kann: Jesus Christus!! Jeder andere Weg fuehrt nicht zum Ziel!!
Aus diesem Grund ist es aus unserem Glauben (der nicht bewiesen werden kann) klar und ersichtlich (und wir sehen eben hier auch die Aufforderung Jesu, unseren Naechsten zu lieben), dass wir andere Menschen auch zu diesem Weg fuehren muessen und sollen, denn ansonsten wuerden WIR das gar nicht ernst nehmen!
Beispiel an mir: Wenn ich Ihnen sage, ach ja, Sie haben Recht, jeder andere Weg ist auch gut und richtig und fuehrt zum Ziel, dann waere das gleichbedeutend damit, dass ICH in meinem Glauben selbst nicht daran glaube, dass es nur einen Weg gibt! Das waere eine Art Selbstverrat und dann brauche auch ich nicht daran glauben!
Die Worte hier sind oft sehr hart und manchmal auch zuuu uebertrieben. Aber ich unterstelle den meisten (da rede ich jetzt auch von mir), dass die meisten im Grunde nichts anderes wollen, als die selbsterfahrene Liebe Gottes und den Weg durch die Zeit weiterzugeben (gemaess dem Moto: Umsonst habt ihrs empfangen, umsonst gebt es weiter)!!
Man darf aber nicht verwechseln: Die Liebe Gottes und die Liebe als solche ist nicht durch den Gedanken manifestiert: jeder soll durch seine Art gluecklich werden (also nach dem Toleranzprinzip)! Toleranz JAAAA, ganz wichtig. Aber trotzdem muss der stetige Verweis auf die selbsterfahrene Wahrheit Gottes erfolgen! Gruss an Sie!!
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#13   Beobachterin   14:40:02 | Dienstag, 6. November 2007
Religionsunterricht, aber wie?
Teilweise haben sich so viele Schüler vom Religionsunterricht abgemeldet, daß es sich nicht mehr lohnt, für die verbleibenden Religionsunterricht anzubieten. Die Kirche sollte mehr Religionsunterricht anbieten und auch aktiv dafür werben.
Eher wird wohl der islamische Religionsunterricht flächendeckend installiert als der katholische revitalisiert. Denn die Muslime kümmern sich um die Verbreitung ihrer Religion und die Unterweisung der Kinder und der Jugendlichen.
Traurig, traurig …
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#12   DocRöntgen   14:21:38 | Dienstag, 6. November 2007
Was ich sage, Luther?
Lieber Doc, was sagen Sie denn, wenn ich Ihnen versichere, dass ICH persoenlich GLaube und Kirche GANZ anders erlebe
GLÜCKWUNSCH!!!
Aber überlassen Sie es anderen Menschen -jungen wie älteren- doch bitte selbst, ob sie diesen Weg gehen möchten oder nicht. Hier wird leider alzu oft dargestellt, es gäbe nur den e i n e n Weg. Das ist sehr ignorant, denn es gibt nun mal Milliarden (!) Schicksale, die ohne ihn auskommen. Und ich widerspreche der Aussage, dass die alle ein unerfülltes Leben haben. ‘Tut mir Leid!
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#11   HarroMeyer †   14:17:19 | Dienstag, 6. November 2007
Naja Aleph, eine schöne Argumentation
aber ich glaube, da hat Gott besseres zu tun, als sich um die verklemmten Argumente seiner selbsternannten Vertreter auf Erden zu kümmern. :-S
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#10   Alkuin   14:04:27 | Dienstag, 6. November 2007
„unbefleckte Empfängnis Mariens“
„Decuit, potuit, ergo fecit“ o^/
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#9   Luther   14:01:25 | Dienstag, 6. November 2007
Ach Doc,
mit Ihnen ist das immer eine gleiche Diskussion.
Sie haben eine ganz verzerrte Einstellung zu Kirche und GLauben. Nach Ihrem Glauben drueckt die Kirche, sie zwingt den Menschen etwas auf, sie raubt ihm Freiheit und GLaube ist nur etwas an sich ziehendes, etwas in sich unsinniges, da wir Menschen doch selbst so toll sind, dass wir einer Gottheit nicht beduerfen. Nach Ihrem Glauben brauchen wir den chris. Glauben nicht mehr, da sich der allgemeine Mensch entzweit hat von der Kirche, da Gott selbst unwichtig/bzw. nicht existent ist und da wir so modern sind, haben wir uns aus den Fesseln der Sklaverei durch die Kirche befreit.
Lieber Doc, was sagen Sie denn, wenn ich Ihnen versichere, dass ICH persoenlich GLaube und Kirche GANZ anders erlebe. Weg von diesem duesteren Bild des Bedruecktseins, hin zu einer Gemeinschaft, die sich um Gott herum sammelt. Ein Gott, der mich nicht erdrueckt, im gegenteil, ein Gott, der mir Freiheit laesst. Sein Angebot an Liebe macht mich frei, frei von allen moeglichen Angeboten dieser modernen Welt. Und sie macht mich unabhaengig. Die Kirche feiert in ihrer hlg. Messe diese Liebe Gottes…und nicht nur da. Das ganze kirchliche Leben ist Ausdruck dieser Versoehnungsbereitschaft Gottes mit uns. Und das tut gut, ja, ich wuensche es jedem Menschen!
Versuchen Sie doch auch mal den Sprung: Wagen Sie sich doch mal weg von Ihrem absolutistischen Vorstellungen einer strengen und boesartigen Unterdrueckung durch die Kirche. Ich sage Ihnen: es tut gut! Gruss!!
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#8   DocRöntgen   13:50:29 | Dienstag, 6. November 2007
Warum wohl?
Man geht a priori davon aus, daß Vorstellungen wie „Lamm Gottes“ und „Sünde“ der „heutigen Jugend“ nicht mehr vermittelbar seien.
Die jungen Menschen haben heute auch neben Schule, Eltern, Erziehern etc. die Möglichkeit, ihren Horizont zu erweitern. So negativ manche Einflüsse durch Internet & Handy sein mögen: Der Jugendliche des 3.Jtsd. ist nicht mehr so leicht mit platten Schlagworten zu ködern. Auch nicht, wenn diese einen religiösen Hintergrund haben.
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#7   Aleph †   13:06:32 | Dienstag, 6. November 2007
Unbefleckt
Die Lehre von der unbefleckten Empfängnis kann doch nur besagen, dass keines Menschen Empfängnis befleckt ist. Warum sollte Gott in seinem Schöpfungsplan auch einen einzigen Menschen davon ausnehmen, damit er sein Leben befleckt antreten muss. Das würden dem Bild des fiesen Demiurgen entsprechen aber nicht zum Bild des angeblich liebenden Vaters passen.
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#6   Kurt K.   13:05:22 | Dienstag, 6. November 2007
@ semper Reformandus
Ja, DAS würde mich auch mal interessieren!
Was das theoretisch zu bedeutet hat, weiss ich wohl. Quasi ein Hilfskonstrukt, damit in der Lehre aufgetretene Ungereimtheiten erklärt werden können.
Aber wie hat man sich die „unbefleckte Empfängnis Mariens“ durch ihre Mutter Anna konkret vorzustellen??
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#5   semper reformandus   13:01:02 | Dienstag, 6. November 2007
@Harro Meyer
was besagt denn die Lehre von der unbefleckten Empfängnis Mariens Ihres Erachtens?
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#4   Kurt K.   12:51:29 | Dienstag, 6. November 2007
Schöner Spruch!
„Da die Kirche nicht erreicht hat, daß die Menschen tun, was sie lehrt, lehrt die Kirche heute das, was sie tun.“
Liegt vielelicht am Fehlenden Vorbild.
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#3   HarroMeyer †   12:08:10 | Dienstag, 6. November 2007
Es hat heute ja auch was peinliches
sich vor eine Klasse Dreizehnjähriger zu stellen und von der unbefleckten Empfängnis Mariens zu reden. Das führte schon zu meiner Zeit zu hämischen Bemerkungen. Da kann der Papst ex cathedra gar nicht mitreden, da gebe ich Em. Lehmann ausnahmsweise mal recht. o.O
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#2   Pünktchen   11:02:15 | Dienstag, 6. November 2007
Nicolás Gómez Dávila:
„Da die Kirche nicht erreicht hat, daß die Menschen tun, was sie lehrt, lehrt die Kirche heute das, was sie tun.“
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#1   Aleph †   10:49:22 | Dienstag, 6. November 2007
Einwände?
Statt dessen würde es genügen, daß die Deutschen Bischöfe einfach ihre vorgefertigten Presseerklärungen abgeben, während sie sich in der Ewigen Stadt ein paar Tage Urlaub von ihrem anstrengenden Einsatz für den schulischen Religionsunterricht genehmigen.
Wer wollte konkret dagegen auch etwas einwänden?
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