Asketischer Eifer + Es geht auch ohne Kindermord + Rätsel: Wie alt ist der Kardinal? + 17.500 Euro für Homosexuellen + Die neueste Erscheinung Jesu Christi
Asketischer Eifer
Vatikan. Gestern hat der Heilige Stuhl anläßlich des 9. Welttages des gottgeweihten
Lebens ein weiteres Schreiben veröffentlicht. Darin erinnerte der Papst an die Publizierung des konziliären
Dekretes „zur Erneuerung des geweihten Lebens“. Seitdem hätten die geweihten Personen den asketischen
Eifer beibehalten und diesen auch in ihren apostolischen Diensten umgesetzt. Das Geheimnis des spirituellen
Lebens sei die heilige Eucharistie. Im Jahr der Eucharistie lädt Papst Johannes Paul II. die Ordensleute
ein, in der täglichen Messe eine immer tiefere Verbindung mit Christus zu finden. Jeder Christ – und
im besonderen die Ordensleute – sei gerufen, sich mit dem Erlöser zu vereinen, um mit ihm das Leben für
die Brüder hinzugeben.
Es geht auch ohne Kindermord
USA. Wissenschaftler der Universität von Boston
haben Stammzellen aus dem Knochenmark erwachsener Menschen isoliert. Boston ist die Hauptstadt des US-Bundesstaates
Massachusetts an der Ostküste der Vereinigten Staaten. Diese Stammzellen würden ähnliche oder gleiche
Eigenschaften aufweisen wie embryonale Stammzellen. Letzere werden aus Kindern gewonnen, die dazu in ihren
ersten Lebenstagen umgebracht werden. Bisher ging man davon aus, daß nur Stammzellen von embryonalen
Kindern die Fähigkeit hätten, sich in jede beliebige Körperzelle zu entwickeln. Stammzellen aus Knochenmark
wurden zuerst in Rattenversuchen erprobt. Bei den behandelten Ratten bildete sich aus den adulten Stammzellen
ein gesundes Herzmuskelgewebe.
Rätsel: Wie alt ist der Kardinal?
Polen. Der Erzbischof von Breslau,
Henryk Kardinal Gulbinowicz, ist nach Angaben des vatikanischen Jahrbuches am 17. Oktober 1928 geboren.
Folglich wäre der Kirchenfürst gegenwärtig 76 Jahre alt. Dagegen vermutet der US-amerikanische Nachrichtendienst
CWNews unter Berufung auf ein Mitglied der römischen Kurie, daß der Kardinal bereits 81 Jahre alt sei.
Es kursieren nämlich Gerüchte, wonach die Eltern des Kardinals die Geburtsurkunde ihres Sohnes fälschten.
Die Tat sei in Zusammenarbeit mit dem örtlichen Pfarrer begangen worden. Warum? Familie Gulbinowicz stammt
aus Litauen, wo es sehr viele Polen gab. Bis im Herbst 1944 war das Land von den nationalsozialistischen
Truppen besetzt. Danach wurde es von der nicht weniger berüchtigten kommunistischen „Roten Armee“ Stalins
erobert. Litauen wurde gewaltsam in eine Sowjetrepublik umgewandelt. Stalin hatte es besonders auf Priesterseminaristen
abgesehen. Sie wurden zwangseingezogen oder in Konzentrationslager verfrachtet. Die Eltern des zukünftigen
Kardinals wollten ihren Sohn durch eine Fälschung des Geburtsdatums und einer entsprechenden Verjüngung
vor diesem Schicksal bewahren. Die Frage des Geburtsdatums des Kardinals ist nicht ohne Bedeutung: Sollte
der Prälat nämlich tatsächlich älter als 80 Jahre alt sein, wäre er für die Kür des nächsten Papstes
nicht mehr wahlberechtigt. Papst Johannes Paul II. soll um die gefälschte Geburtsurkunde wissen.
17.500
Euro für Homosexuellen
Österreich. Der Staat Österreich wurde vom Europäischen Menschenrechtsgerichtshof
in Straßburg erneut verurteilt. Grund: der im Jahr 2002 abgeschaffte „Homosexuellen“-Paragraph 209. Dies
berichtete der Österreichische Rundfunk am Donnerstag. Der inzwischen abgeschaffte Paragraph 209 hatte
das Schutzalter für Homosexuelle auf 18 Jahre für Männer und 14 Jahre für Frauen festgelegt. Nach
einer Kritik des Europäischen Gerichtshofs wurde er im Jahr 2002 wegen angeblicher Verfassungwidrigkeit
aufgehoben. Ein Wiener, der in Österreich unter Rechtskräftigkeit von Paragraph 209 wegen Sodomie mit
Jugendlichen verurteilt worden war, hat nun beim Europäischen Gerichtshof erfolgreich auf 17.500 Euro
geklagt. Die Straßburger Richter gaben in ihrem einstimmigen Urteil an, daß der Staat Österreich mit
seiner damaligen Verurteilung gegen das „Diskriminierungsverbot“ sowie das „Recht auf Schutz des Privatlebens“
verstoßen habe.
Die neueste Erscheinung Jesu Christi
USA. Neulich machte sich Herr Juan Pastrano (49)
daran, seine Bratpfanne abzuwaschen. Erfolgreich entfernte er das Fett und die angebratenen Reste. Dennoch
blieb etwas in der Pfanne zurück. Herr Pastrano warf einen scharfen Blick darauf und siehe da: Er sah
das Bildnis des dornengekrönten Christus. Der Texaner verpackte die Pfanne zur Vorsicht sogleich in einen
Plastiksack – eine Schutzmaßnahme. Dies berichtete die US-amerikanische Boulevardpresse am Mittwoch.
Ende November wurde im Internet-Auktionshaus ‘Ebay’ ein altes Käsebrot mit einem angeblichen Marienbild
für mehr als 20.000 Euro verkauft. Die ehemalige Besitzerin des Käsebrotes meldete sich nun umgehend
zu Wort: Sie riet der Familie, die Pfanne zu versteigern. Man würde überrascht sein, welche Summe man
damit machen könne. Seit dem Verkauf des geldsegensreichen Marienbildes auf dem Käsebrot sah ein Kanadier
„die Züge Christi“ auf einem Fischstäbchen und ein Schweizer das Antlitz Christi in einer Austernschale.
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2 Lesermeinungen
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@ Dolfus Prinzipiell richtig; aber: Wer weiß, vielleicht ist Papst Johannes Paul II. auch noch am 17.
Oktober 2008 im Amt, dann hätte sich das Problem von selbst gelöst. Ich halte nämlich eine Prophezeiung
von La Salette auf den Hl. Vater für anwendbar: „Sie werden ihm wiederholt nach dem Leben trachten; dennoch
wird keiner seiner Tage verkürzt werden.“ Paßt jedenfalls besser als die Ratzingersche Deutung des 3.
Geheimnisses v. Fatima. Im übrigen ist auch möglich, dass der Cardinal noch vor diesem Zeitpunkt stirbt.
Nach der Sterbetafel für polnische Männer ist er sicher schon im Bereich einer hohen Sterbewahrscheinlichkeit.
Cardinalsalter gehört geklärt Entweder die Regelung über Cardinäle erster und zweiter Klasse gilt
für alle oder für niemanden. Unter diesen Umständen sich in die Papstwahl zu mogeln, wäre ein Sakrileg!
Schlimmer noch, käme dies nach einer Papstwahl ans Tageslicht, könnte die Gültigkeit hinterfragt werden –
dies hätte schwerwiegende Konsequenzen! In der Weltkirche herrschen andere Regeln als in Polen und in
Polnisch-Ostdeutschland, wo man vieles nicht ganz so eng nimmt.