Deutschland
Auf christlichem Hintergrund
Im Bistum Limburg wurde ein diözesanes Meditations- und Spiritualitätszentrum eröffnet. Die Frage lautet: Was steht dort im Vordergrund?
Die Heilig-Kreuz Kirche in Frankfurt
Die Heilig-Kreuz Kirche in Frankfurt
(kreuz.net, Frankfurt) Am vergangenen Sonntag eröffnete das Bistum Limburg in Frankfurt das ‘Zentrum für christliche Meditation und Spiritualität’.

Das berichtete die diözesane Webseite Ende Oktober.

Leiter des Zentrums ist der Franziskanerpater Helmut Schlegel. Er war bisher Stadtjugendpfarrer in Wiesbaden, Leiter eines Exerzitienhauses der Franziskaner und zuletzt neun Jahre Provinzial seines Ordens in Fulda.

Der Geistliche wird von Schwester Beate Glania und Schwester Kristina Wolf unterstützt. Beide sind ausgebildete Theologinnen mit Gemeindeerfahrung und gehören zur Gemeinschaft der Missionsärztlichen Schwestern.

Das neue spirituelle Zentrum will kontemplativ, kommunikativ und politisch sein und in die Großstadt Frankfurt hineinwirken.

Es ist in der ehemaligen Pfarrkirche Heilig Kreuz hoch über dem Stadtteil Bornheim beheimatet.

Vor der Webseite der Diözese Limburg erklärt Pater Schlegel, daß Spiritualität schon lange keine Domäne der christlichen Kirchen mehr sei.

Es will auf die „offenkundigen Bedürfnisse der Menschen“ eine Antwort „auf christlichem Hintergrund“ geben.

Das Angebot des Hauses richtet sich an Menschen aller Konfessionen, Weltanschauungen und Kulturen.

Angekündigt sind Besinnungen zum Advent, Spirituelles für Frauen, eine Gebetsschule, kreative Kurse, Meditationsübungen, Musik christlicher Mystiker, meditatives Tanzen, einen Meditations-Schnupperkurs für Kinder oder ein Werkstattgespräch über ethische Geldanlagen.

Menschen, die keinen Kontakt zu einer christlichen Kirche haben, will man durch begleitete Wanderrunden durch den Ostpark oder mit Zen für Anfänger anlocken.

Einmal im Monat ist eine sogenannte Emmausmesse geplant. Sie will Fernstehende ansprechen, die „gern mal“ in die Kirche gingen, aber sonntags auch ausschlafen möchten.

Der Gottesdienst beginnt erst um 12.00 Uhr. Während der Liturgie gibt es nach Angaben der diözesanen Webseite „Raum zum Schweigen, sich Austauschen, Bibel verstehen oder Pläne schmieden“. Die Messe endet mit einem gemeinsamen Mittagessen.

Ein anderes Angebot nennt sich „Wege des Heilwerdens“. Es richten sich nicht in erster Linie an Gläubige und will „ganzheitliche Heilungsrituale, die Segen und Versöhnung für das eigene Leben ermöglichen“, vollziehen.

Dazu gehören Übungen, „um den eigenen Körper anzunehmen, an Leib und Seele zu gesunden und den Körper als »kundigen Lehrer« zu akzeptieren“.

Titelbild: Wikipedia-Benützer „dontworry“, GNU
      
14 Lesermeinungen
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#14   plexus †   00:59:07 | Samstag, 10. November 2007
Information
kreuz.net gibt sich als katholischer Nachrichendienst aus, wird aber von einer anonymen Gruppe „Sodalicium für Religion und Information“ betrieben und ist
kein kirchliches Projekt.
Unter dem Deckmäntelchen des Katholizismus wird dort offen
homophobes und rechtsextremes Gedankengut vertreten.
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#13   litterae sunt divitiae   12:32:43 | Freitag, 9. November 2007
@Seminarist
Sie scheinen sich ja mit den Gegebenheiten in St. Leonhard \ Frankfurt und mit Äppelwoi ganz gut auszukennen. Sind Sie etwa auch Seminarist in Frankfurt?
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#12   Sozialkatholisch   08:13:33 | Freitag, 9. November 2007
@ Landorgie & Gleichkatze
Herrlich, bitte weiter so ihr verwirrten Schwuchtis!
:-D :-D :-D :-D :-D :-D :-D
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#11   landorganist   07:57:36 | Freitag, 9. November 2007
@homcat
Sorry, ich glaube Sie verstehen mich miß…oder ich Sie? Ich wollte Ihnen nur beipflichten, in Ihrer Meinung über die Nachtfunzel… :'(
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#10   HomCat   15:40:15 | Donnerstag, 8. November 2007
Schon klar…
Das ist mir klar, wer so wenig Schmiss hat, der kann nur… ich spare mir die Worte. Nichts desto trotz werde ich das fortführen, damit jeder sieht, wie unkompetent und durchgeknallt Ihre postings sind.
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#9   landorganist   15:33:36 | Donnerstag, 8. November 2007
@homcat
Der Appell an die Nachtfunzel ist nutzlos. Sie verbreitet nur Dunkelheit. Welch Paradoxum.
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#8   HomCat   11:55:38 | Donnerstag, 8. November 2007
@Nachtlaterne
Sie glauben also ernsthaft, daß die frühe Kirche, dessen Mitglieder zusammen wohnten, den ganzen Tag nur gebetet haben? Auch diese Menschen mussten Essen und Kleidung tragen. Also werden diese auch zusammen genäht oder gekocht haben. Und denken Sie nicht, daß sie über Triviales, wie Wasserholen gesprochen haben? Und sie denken wirklich, daß die Rituale der heutigen Kirche damals auch da waren. Ganz bestimmt hatten die armen ersten Christen, die in Katakomben leben mussten nen klasse Rotwein und 40kg Weihrauch im Petto. Also hat doch der Glaube auch viel mit Zusammensein zu tun, auch wenn man mal nicht den Rosenkranz betet.
Wachen Sie doch mal aus Ihrer Gehirnwäsche auf!
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#7   Nachtlaterne   05:51:09 | Donnerstag, 8. November 2007
sie lezgnen die kraft christi…
…und darum machen sie angebote, die nett scheinen aber ohne glauben sind.
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#6   Seminarist   20:57:41 | Mittwoch, 7. November 2007
Kleine Korrektur
Es ist soweit:
In St. Leonhard ab 1. Advent jeden Sonn- und Feiertag um 18 Uhr. Die bisherigen hl.
Messen am Mittwoch entfallen dafür.
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#5   Monarcho   19:45:44 | Mittwoch, 7. November 2007
Um mal was positives zu sagen…
…der Kirchenbau gefällt mir! :)3
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#4   Aleph †   18:47:51 | Mittwoch, 7. November 2007
Ikebana
Wie wäre es mit katholischem Ikebana? Nachdem die Mandala-Kultur so christlich verunstaltet wurde.
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#3   HomCat   17:42:59 | Mittwoch, 7. November 2007
Der richtige Weg
Na also geht doch. Ich finde es gut, denn es geht weniger um das Anlocken, sondern um die eigentliche Bedeutung der Kirche. Und das ist nunmal „nur“ ein Zusammentreffen von mehr als 2 Christen. Das man hier nicht nur stupide in den Reihe sitzt, sondern Interessen bedient ist meines Wissens nicht in der Bibel festgesetzt. Mittelalterliche Zucht und Ordnung ist heute nicht mehr modern. Gut so…
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#2   Romulus   17:10:21 | Mittwoch, 7. November 2007
Die Massen rennen…
Angekündigt sind Besinnungen zum Advent, Spirituelles für Frauen, eine Gebetsschule, kreative Kurse, Meditationsübungen, Musik christlicher Mystiker, meditatives Tanzen, einen Meditations-Schnupperkurs für Kinder oder ein Werkstattgespräch über ethische Geldanlagen.
Fehlt eigentlich nur noch Makramee. Dann wäre es perfekt!
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#1   Seminarist   16:51:46 | Mittwoch, 7. November 2007
Pläne schmieden gegen moderne Riten
Der Gottesdienst beginnt erst um 12.00 Uhr. Während der Liturgie gibt es nach Angaben der diözesanen Webseite „Raum zum Schweigen, sich Austauschen, Bibel verstehen oder Pläne schmieden“. Die Messe endet mit einem gemeinsamen Mittagessen.
Ich empfehle statt der unordentlichen Emmausmesse die ausserordentliche (Gregors-)Messe, mittwochs um 18.30 Uhr in St. Leonardt. Während der Liturgie gibt es „Raum zum Schweigen“ und zum „Pläne schmieden“. Auf Wunsch endet die Mese auf einen gemeinsamen Äppelwoi mit M. Mosebach.
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