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Mittwoch, 7. November 2007 11:21
Angst vor erzkatholischen Irren
Auch in Deutschland gibt es Jugendliche, die Christus ohne Wenn und Aber folgen wollen. Doch sie laufen Gefahr, mit blinden Führern in den Abgrund zu gehen.
Ausschnitt aus der Webseite der 'Generation Benedikt'. Bild links oben: Benedikt XVI. mit Nathanael Liminski.
Ausschnitt aus der Webseite der ‘Generation Benedikt’. Bild links oben: Benedikt XVI. mit Nathanael Liminski.
(kreuz.net) Die Medienkonzerne haben die „Freude am Weltjugendtag in Köln“ nicht richtig wiedergegeben. Das bedauert der 21jährige Rheinländer Nathanael Liminski.

Als Abhilfe hat er darum das Netzwerk ‘Generation Benedikt’ gegründet. Mit Hilfe dieser Webpräsenz will Liminski katholischen Jugendlichen unter anderem mehr Medienkompetenz vermitteln.

Am Montag berichtete die deutsche Boulevardzeitung ‘Spiegel online’ über Liminski.

Das Blatt faßt einige Charakteristika des Jugendlichen zusammen:

„Er ist das achte von zehn Kindern. Sex
Nathanael Liminski:
Die Abtreibung „finde ich ethisch nicht vertretbar, aber ich kann es noch verstehen, wenn es um Gesundheitsgefahren für die Mutter oder um eine Schwangerschaft nach einer Vergewaltigung geht. Aber die allermeisten Abbrüche haben mit persönlicher Lebensplanung zu tun, darüber muß man reden.“
vor der Ehe lehnt er ab. Auf seine Lebensfragen läßt er den Papst die Antwort geben. Nathanael Liminski, 21, ist überzeugter Katholik und wirbt für seinen Glauben. Sein Credo: Wir sind die Generation Benedikt.“

Liminski studiert Geschichte, Politik und Öffentliches Recht. Er ist führendes Mitglied der Nachwuchsorganisation der Christdemokraten ‘Junge Union’.

Das Netzwerk ‘Generation Benedikt’ will Jugendliche auch lehren, was in welcher Enzyklika steht.

Es möchte ferner vermeiden, daß Gläubige in der Öffentlichkeit als „erzkatholische Irre“ dastehen.

Mit seinen Kenntnissen hat Liminski auch einmal einen Reporter des ‘Zweiten Deutschen Fernsehen’ blamieren können. Dieser fragte ihn mit der üblichen Einfallslosigkeit zur Kinderverhütung. Doch dabei zitierte der Journalist ein falsches Dokument.

Buch von Liminski
Buch von Liminski
Im Februar dieses Jahres hat Liminski ein Buch mit dem Titel „Generation Benedikt“ herausgegeben. Im Geiste des Papstes gibt es Antworten auf zwölf Lebensfragen junger Menschen.

Das Vorwort stammt von Papst Benedikt XVI. höchstpersönlich. Der Heilige Vater hat auch alle Texte des Buches gebilligt.

Kinderabtreibung und Sodomie
‘Spiegel online’ zitiert Liminski abschließend zu verschiedenen Reizthemen.

Die Kinderabtreibung findet er „ethisch nicht vertretbar“.

Doch für Liminski gibt es ein „aber“. Er „versteht“ die Tötung eines ungeborenen Menschen, wenn für die Mutter ein – in Deutschland nicht existentes – Gesundheitsrisiko bestehe oder wenn das Kind bei einer Vergewaltigung gezeugt wurde.

Die meisten „Abbrüche“ hätten mit persönlicher Lebensplanung zu tun – benützt Liminski naiv die Sprache der Abtreibungslobby.

Zu einer staatlichen Anerkennung des Homo-Konkubinats erklärt er ausweichend, daß der Staat die Ehe aus reiner Selbsterhaltung fördern müsse.

Liminski kennt „viele“ Homosexuelle. Einige tun ihm leid.
Alle Lesermeinungen anzeigen 6 von 75 Lesermeinungen:
Montag, 12. November 2007 20:20
methusalix †: Muss nur die katholische, oder auch die muslimische Morallehre und Gesetzgebung per Strafgesetz
sanktioniert werden?

turk: Nuja, Vineta, Äpfel sind auch weiterhin keine Birnen
Und im übrigen stellt die ausnahmslose Illegitimität des Abtreibungsmordes einen unfehlbar vorgelegten Bestandteil der kirchlichen Sittenlehre dar.


Irgendwie scheint die Legislative in etlichen Ländern doch nicht gewillt die katholische Sittenlehre per Strafgesetzbuch durchzusetzen.
Stellt sich für einen „lauen“ oder „liberalen“ Katholiken (also jemanden, der in Ihren Augen wahrscheinlich gar nicht mehr katholisch ist, aber das entscheiden ja Gott-sei-Dank nicht Sie) die Frage, wie weit der Staat berechtigt oder verpflichtet ist, die Wunschmoral der Religionen per StGB zu sanktionieren.

Vor allem stellt sich die Frage, welchen Religionen kommt der Staat so entgegen? Nur den römischen Katholiken oder auch den Protestanten? Sogar den Muslimen und auch den Juden? Wo er doch den Katholiken nicht mal zugesteht, dass Schwangerschaftsabbruch als Mord verfolgt wird und jetzt sogar das Gebot der Sonntagsruhe aufweicht.
Montag, 12. November 2007 17:24
taunuß: HomCat
Natürlich haben sie es erkannt, wie jeder ensthaft denkende Mensch
sein Leben eines Tages betrachtet und nach und nach erkennt… Aber welche Schlüsse werden daraus gezogen, ist das Erkennen denn wirklich alles. Wie ein Suchtkranker irgendwann erkennt, das er doch besser vielleicht erst MORGEN sein Leben anfangen wird zu ändern.
Montag, 12. November 2007 13:59
HomCat: taunus
Natürlich habe ich das erkannt, aber Nachtlaterne nicht… Und bis dato? Was hat Nachtlaterne dazu geschrieben? Nichts! Und warum? Weil das Hirn gewaschen ist und außer das eingetrichterte BLA BLA rein garnichts kommt…
Montag, 12. November 2007 09:19
turk: Nuja, Vineta, Äpfel sind auch weiterhin keine Birnen
Nanu, Vineta, Sie verwechseln weiter Äpfel mit Birnen. Das Thema der politischen Durchsetzung war nicht gegeben. Und im übrigen stellt die ausnahmslose Illegitimität des Abtreibungsmordes einen unfehlbar vorgelegten Bestandteil der kirchlichen Sittenlehre dar. Wenn Sie das nicht akzeptieren, ist es Ihr persönliches Problem. Die Katholische Kirche jedoch wird bis zur Wiederkunft Christi daran festhalten, und es ist zu hoffen, daß viele Christen in diesem Geist auch arbeiten und demonstrieren.
Es ist sehr nett, daß Sie meinen „Namen“ so ernstnehmen aber ich weise Ihren Verdacht natürlich zurück. Ach ja: selbstverständlich sitze ich nicht in der Redaktion von kreuz.net, das betone ich mit Absolutheit, harhar.
Montag, 12. November 2007 04:31
Vineta: Nanu,turk, Sie sind sich da wohl völlig sicher,
1) DASS Sie hier dafür zuständig sind, daß bei Diskussionen stets nur das ethischen Ideal formuliert werde, aber ja nicht nach den Möglichkeiten seiner Durchsetzung im politischen Alltag gefragt werde?
2) DASS Sie sich selbstverständlich ganz unmißverständlich ausdrücken, wenn Sie hier darlegen, fürs Abtreiben könne es keine Ausnahme geben, von keinem Recht und keiner Macht der Welt?
3) DASS es auf niemand arrogant und provokant wirkt, wenn Sie hier so tun, als gelte Joh.Paul II. Auslegung des 5ten Gebotes FÜR ALLE ZEITEN. So unbelesen können Sie gar nicht sein, um nicht genau zu wissen, wie ganz anders sich in vergangenen Jahrhunderten Rom äußerte zum Werden der Leibesfrucht und zur Abtreibung?
4) DASS ein Sich-Ent-Schuldigen nicht mehr ist als ein unmögliches Sich-Selbst-Herauswinden-Wollen aus der Schuld und eine Bitte um Vergebung nur ein Zugeben der Unfähigkeit, den ethischen Ansprüchen des hohen Amtes nicht genügen zu können?
4) DASS selbstverständlich ein Bischof mehr Nachsicht verdient als der Normalbürger (, nur eine NEUE Aufgabe meistern sollte, was wohl bedeutet, in einer anderen Diözese weiterwursteln soll?), als z.B der Leiter einer Schulbehörde, der bei gleicher Handlungsweise den Beamtenstatus und seine monatlichen Bezüge verliert und zudem auf der Anklagebank eines weltlichen Gerichtes Platz nehmen muß, wo er bis zu 4 Jahren Haft entgegensieht?
5) DASS gerade wegen des freiwillig gewählten Namens turk Sie niemand für einen verkappten Moslem hält?
Sonntag, 11. November 2007 21:08
turk: Nu, Vineta, Äpfel und Birnen verwechselt?
Hier (in dieser anonymen Diskussion) geht es um die zehn Gebote, und nicht um die Diskussion, wie die staatlichen Gesetze aussehen müßten. Nach katholischer Sittenlehre ist es ausnahmslos verboten, unschuldiges menschliches Leben direkt zu töten, und daher auch im Falle ungeborenen menschlichen Lebens von der Empfängnis an. Das ist kein Rigorismus, sondern ganz normales Menschenrecht für jeden und jede. Und das hat der Diener Gottes Johannes Paul II. ganz klar gelehrt, und das gilt für alle Zeiten, Gott sei Dank. Also nicht Äpfel mit Birnen verwechseln.

Im Falle des Regensburger Hirten ist ganz klar beides verlangt: offizielle persönliche Entschuldigung kraft seiner Leitungsverantwortung verbunden mit dem Leisten von Schadensersatz sowie Rücktrittsgesuch an den Papst, um im Falle des Falles wieder neues Vertrauen aufzubauen oder eine neue Aufgabe als Bischof zu meistern.
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