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Mittwoch, 7. November 2007 14:00
Gebrauchsanweisung für die Alte Messe
Seit dem 10. Oktober wird in der Regensburger Kapelle Maria Schnee jeden Mittwoch um 17.00 Uhr eine Alte Messe gelesen. Der Zelebrant hat dazu eine bemerkenswerte Anleitung verfaßt.
Alte Messe in Philadelphia.
Alte Messe in Philadelphia.
(kreuz.net) Es war ein langer Weg, bis die Alte Messe in der Regensburger Kapelle Maria Schnee regelmäßig zelebriert werden konnte.

Das berichtet die Webseite ‘alte-messe-regensburg’, die vom Regensburger ‘Petrus Canisius Kreis’ betrieben wird.

Der ‘Petrus Canisius Kreis’ setzt sich seit vielen Jahren für die Einführung der Alten Messe in der Diözese Regensburg ein.

Zahlreiche Verhandlungen mußten geführt werden: „Aber mit der Hilfe der Gottesmutter hat es letztendlich geklappt“ – so die Webseite.

Der ‘Kreis’ glaubt, daß der im Rufe der Heiligkeit verstorbene Diener Gottes, Bischof Georg Michael Wittmann von Regensburg († 1833) wesentlichen Anteil am Zustandekommen der Alten Messe in Maria Schnee gehabt hat.

Bischof Wittmann
Bischof Wittmann
Das Haus, in dem die Kapelle liegt, ist seinem Schutz unterstellt. Dort war bis in die 70er Jahre das „Bischof-Wittmann-Heim“, ein Waisenhaus, untergebracht.

An der südlichen Außenfassade der Kapelle ist ein Mosaik des Bischofs angebracht. Es trägt die Unterschrift „Bischof Wittmann segne Dein Heim!“

Die Kapelle Maria Schnee war bereits zum Rosenkranzgebet bis auf den letzten Platz gefüllt. Ungefähr vierzig Personen nahmen anschließend an der stillen Messe teil.

Hinweise für Gläubige
Vor Meßbeginn wurden einige Hinweise zur Teilnahme an der Missa tridentina verkündet. Domvikar Georg F. X. Schwager hatte sie im Voraus verfaßt:

„Wir freuen uns, daß Sie zur Mitfeier der römischen Messe im außerordentlichen Ritus gekommen sind. Zu Beginn der heiligen Feier wollen wir Sie auf einige Punkte hinweisen, um deren Beachtung wir Sie höflich bitten:

Gott wirkt die größten Wunder in der Stille. Der Stille ist in dieser Meßform großer Raum gegeben. Empfinden Sie diese nicht als Leere, sondern als Gewinn. Nützen sie die Stille zu Gebet, zum Staunen und zur Anbetung.

Die heilige Kommunion wird bei dieser Messe im außerordenlichen Ritus gespendet, indem sich der Gläubige niederkniet und die göttliche Speise nur mit dem Mund empfängt.

Wir bitten, diese Bestimmung und Vorschrift des Ritus zu achten und zu respektieren. Wer zur heiligen Kommunion hinzutritt, möge sich vorher prüfen, ob er würdig ist, den Leib Christi zu empfangen.

Schon der heilige Paulus mahnt die Christen: „Wer unwürdig von diesem Brot ißt, der macht sich schuldig am Leib des Herrn. Er ißt und trinkt sich das Gericht“ (vgl. 1 Kor 11, 26ff).

Die heilige Messe beginnt in wenigen Augenblicken. Wir wünschen eine gute Mitfeier und reichen Segen.“


Prälat Ratzinger bei Alter Messe in RegensburgPrälat Ratzinger bei Alter Messe in RegensburgKlicken Sie auf das Bild, um die Photomeile mit 6 Bildern zu starten.

Aufklärungsarbeit
Nach der Messe gab es viele Reaktionen: „Endlich ist die Alte Messe auch in Regensburg wieder zu Hause!“, „Schön war’s wieder!“, „Hoffentlich bald öfter und auch am Sonntag!“.

Einige Gläubige bekannten: „Es hat mir sehr imponiert. Aber ich komme noch nicht ganz mit“.

„Die Leute, müssen in den Geist der überlieferten Heiligen Messe erst wieder hineinwachsen“ – kommentiert die Webseite ‘alte-messe-regensburg’:

„Kein Wunder, daß es nach vierzig Jahren der Demütigung der klassischen-römischen Liturgie so mancher Hilfestellung und Aufklärungsarbeit bedarf.“

Für die Messe in Maria Schnee steht inzwischen auch ein junger Organist zur Verfügung. Auch wenn die Kapelle nur über ein Harmonium verfügt, wird es dort in Zukunft auch begleitete Singmessen geben.

© Titelbild: JD Treat, CC
Alle Lesermeinungen anzeigen 6 von 83 Lesermeinungen:
Samstag, 10. November 2007 00:59
plexus †: Von der Redaktion entfernt
Freitag, 9. November 2007 22:34
golfi: Rudolfus
auch ich bin Ihrer Meinung: „ Wichtigste Voraussetzung für einen Katholiken ist der Einklang mit dem Papst“.
Freitag, 9. November 2007 22:20
Rudolfus: Aus nahezu sämtlichen Teilen der Ostriten und anderer Riten sind bereits Teile zur Einheit mit Rom
zurückgekehrt

Es gibt somit nahezu alle apostolischen Riten in völliger Einheit mit dem Römischen Pontifex, und somit innerhalb der Kirche Christi,
rechtlich konstituiert als über 20 eigene Partikolarkirchen neben der lateinischen Kirche.

Diese Partikolarkirchen besitzen auch eigenes Kirchenrechtsbuch, das nicht der CIC der lateinischen Kirche ist.

Oberster Gesetzgeber und Herr über das Kirchenrecht ist aber auch für die nicht-lateinischen Kirchen der Pontifex Romanus.
Freitag, 9. November 2007 22:08
golfi: Rottenburg
wenn Sie nur einwenig innerliche Substanz hätten , dann würden Sie sich entschuldigen für Ihre unvorstellbare Lügenverbreitung und ihren nicht auszudenkenden Folgen. Ihr Selenfrieden hätte eine Chance wieder einkehren zu halten.
Freitag, 9. November 2007 09:02
monti: Lieber Rottenburg
Ich habe niemals gesagt, dass es keine Trennung, zumindest einen Graben zwischen der Kirche und der FSSPX gibt. Und der wird natürlich größer, je weiter die Kirche sich von ihren traditionellen Positionen entfernt.
Ich sage nur, dass die Gläubigen der FSSPX sich voll als römisch-katholisch sehen.
Soviel ich weiß, kam die Kluft ja nur dadurch zustande, dass Lefebvre unerlaubt Bischöfe geweiht hat.
Wie aber kann eine Bewegung schismatisch sein, wenn sie nichts leugnet, was für die Kirche jahrhundertelang als Grundsätze des Glaubens galt.
Wie lässt sich die Anerkennung anderer Religionen (nicht der christlichen Konfessionen) als gleichberechtigt mit dem Satz Christi vereinbaren, dass „niemand zum Vater kommt als durch ihn“ ? Im Gegensatz zu mir werden Sie sicher auch die zughörige Bibelstelle nennen können.
Ich sage noch einmal, was ein jüdischer Rabbiner einmal im Fernsehen auf die Frage antwortete, warum im Judentum immer noch unzeitgemäße Traditionen aufrecht erhalten werden: Sinngemäß „Wenn wir unsere Traditionen aufgegeben hätten, die Sie als nicht mehr zeitgemäß bezeichnen, wäre das jüdische Volk längst untergegangen.“
Auf die Kirche bezogen ist meine Meinung die, dass, wenn alle gleich sind, keinerlei Notwendigkeit mehr besteht, katholisch zu sein. Und deshalb wird die katholische Kirche auch weiterhin schrumpfen (zumindest was ihre „aktiv tätigen“ Mitgliederzahl anbetrifft. Das kann doch niemand ernsthaft abstreiten.
Freitag, 9. November 2007 08:45
Sozialkatholisch: Rom und Byzanz
Rudolfus schrieb:
„…[dort] werden … mindestens sämtliche katholische Dogmen geleugnet, die nach 1054 … verkündet wurden…“


Viele orthodoxe sagen das sie diese Dogmen nicht brauchen weil sie in ihrer Volksfrömmigkeit sowieso enthalten sind, das Dogma der Unfehlbarkeit natürlich ausgenommen.

Statt einer Abspaltung will Heinrich von Ofterdingen von einem „Bruch“ reden. Doch wird damit die Tatsache verdeckt, daß sich die Wahrheit ebensowenig in zwei teilen läßt wie die Kirche. Es gibt nur Abspaltung und Rückkehr.

Natürlich müssen die Orthodoxen zurückkehren, aber die Lateinische Kirche war auch nicht ganz schuldlos an der Trennung. Wenn Rom darauf wartet das die Orthodoxie gänzlich kapituliert und demütig, komplett um Verzeihung bittet, kann es warten bis Weinachten und Ostern auf einen Tag fällt und das dauert noch ganz schön lange.
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