Nestbeschmutzung oder Betroffenheitsritual?
„Wo warst du, Gott, als Frauen, Männer und Kinder in die Todeskammern geschickt wurden?“ Ein Kardinal der Römischen Kirche weiß die Antwort nicht.
(kreuz.net, Jerusalem) Heute Donnerstag besuchten die Bischöfe Österreichs die Gedenkstätte für die
national-sozialistische Judenverfolgung während des Zweiten Weltkrieges ‘Jad Va’schem’ bei Jerusalem.
Die Bischöfe befinden sich gegenwärtig im Heiligen Land, wo sie ihre Herbst-Vollversammlung abhalten. Heute nachmittag besuchen sie die Klagemauer in Jerusalem.
In Jad Va’schem hielt der Erzbischof von Wien, Christoph Kardinal Schönborn, eine Ansprache.
Er redete von Trauer und Bestürzung und bekannte, ein „Bewußtsein der Schande“ zu besitzen.
Der Kardinal erinnerte an die „enorme Schuld“ Österreichs und angeblich auch der Kirche des Landes: „Wir stehen hier mit großer Betroffenheit“.
Die österreichischen Bischöfe stünden für „das Land“, in dem Reichskanzler Adolf Hitler († 1945) seine wahnsinnigen Ideen gelernt habe – versuchte der Kardinal seinem Heimatland indirekt eine Kollektivschuld unterzujubeln.
Die Bischöfe würden einer „Zeit der Dunkelheit und des Grauens“ gedenken und sich fragen, was vor etwa siebzig Jahren in den Köpfen ihrer „österreichischen Landsleute“ vorgegangen sei, und wie Hitlers Rassenwahn überhaupt habe entstehen können.
Der Kirchenfürst fragt weiter: „Wo warst du, Gott, als Frauen, Männer und Kinder in die Todeskammern geschickt wurden?“ Er fand keine „schlüssigen Antworten“ auf die Frage.
In letzter Konsequenz müsse man die Frage auch an sich selber richten: „Wo war der Mensch – und wo die Menschlichkeit –, als unseren Brüdern und Schwestern so Furchtbares zugefügt wurde?“
Die Ära der National-Sozialisten sei eine Zeit tiefster Gottesferne gewesen. Die damalige Zeit zeige auch, „in welche Höllen eine ‘Welt ohne Gott’ abzustürzen vermag“. Es ist unklar, ob der Kardinal an dieser Stelle eine Anspielung auf die Gegenwart machen wollte.
Im Namen aller Bischöfe legte der Kirchenfürst in der sogenannten „Halle der Erinnerung“ einen Kranz nieder.
Papst Pius XII., der im Zweiten Weltkrieg mehrere hunderttausende Juden gerettet hat, wird in Jad Va’schem immer noch nicht geehrt.
© Titelbild: GNU-Linzenz
Die Bischöfe befinden sich gegenwärtig im Heiligen Land, wo sie ihre Herbst-Vollversammlung abhalten. Heute nachmittag besuchen sie die Klagemauer in Jerusalem.
In Jad Va’schem hielt der Erzbischof von Wien, Christoph Kardinal Schönborn, eine Ansprache.
Er redete von Trauer und Bestürzung und bekannte, ein „Bewußtsein der Schande“ zu besitzen.
Der Kardinal erinnerte an die „enorme Schuld“ Österreichs und angeblich auch der Kirche des Landes: „Wir stehen hier mit großer Betroffenheit“.
Die österreichischen Bischöfe stünden für „das Land“, in dem Reichskanzler Adolf Hitler († 1945) seine wahnsinnigen Ideen gelernt habe – versuchte der Kardinal seinem Heimatland indirekt eine Kollektivschuld unterzujubeln.
Die Bischöfe würden einer „Zeit der Dunkelheit und des Grauens“ gedenken und sich fragen, was vor etwa siebzig Jahren in den Köpfen ihrer „österreichischen Landsleute“ vorgegangen sei, und wie Hitlers Rassenwahn überhaupt habe entstehen können.
Der Kirchenfürst fragt weiter: „Wo warst du, Gott, als Frauen, Männer und Kinder in die Todeskammern geschickt wurden?“ Er fand keine „schlüssigen Antworten“ auf die Frage.
In letzter Konsequenz müsse man die Frage auch an sich selber richten: „Wo war der Mensch – und wo die Menschlichkeit –, als unseren Brüdern und Schwestern so Furchtbares zugefügt wurde?“
Die Ära der National-Sozialisten sei eine Zeit tiefster Gottesferne gewesen. Die damalige Zeit zeige auch, „in welche Höllen eine ‘Welt ohne Gott’ abzustürzen vermag“. Es ist unklar, ob der Kardinal an dieser Stelle eine Anspielung auf die Gegenwart machen wollte.
Im Namen aller Bischöfe legte der Kirchenfürst in der sogenannten „Halle der Erinnerung“ einen Kranz nieder.
Papst Pius XII., der im Zweiten Weltkrieg mehrere hunderttausende Juden gerettet hat, wird in Jad Va’schem immer noch nicht geehrt.
© Titelbild: GNU-Linzenz
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Donnerstag, 15. November 2007 11:10
turk: Soso, also Berengeria ist ein antisemitischer Revisionist
Unschön, Berengeria, wie Sie sich nun „endgültig geoffenbart“ haben, abgesehen davon, daß Sie sich
durch Ihre Hinweise längst verraten haben. Sie schreiben: „bei den Juden und den hinter ihnen stehenden
Logenbrüdern“ – und vermengen diese Ihre verkappt antisemitisch-revisionischte Haltung perverserweise
noch mit einer Verteidigung der rechtskräftig aufgeflogenen damaligen Klero-Homoszene im St. Pöltner
Priesterseminar, das Bischof Krenn dann mit eigener Unterschrift schließen ließ. Mehr noch, Sie nehmen
es nicht einmal zur Kenntnis. Das ist purer gefährlicher und in der Tat präzise rechts-extremer Geschichtsrevisionismus,
und solche revisionistischen Verteidiger schaden jedem BIschof durch Zujubelung. Jeder Bischof kann sich
bedanken, solche Anhänger wie Berengeria nicht zu den seinen zählen zu müssen.
Das dumpfe sich selbst gebärdende „national-katholische“ Propagieren und das Ableugnen historischer Fakten hat mit katholischem Glauben gar nichts zu tun. Es ist intolerabel, Verbrechen gegeneinander auszuspielen oder hin- und her zu bewerten oder sie sogar abzuleugnen. Jedes Verbrechen ist für sich selbst zu benennen.
Übrigens: unwiderrufen bis heute sagte der damalige Päpstliche Visitator: „Sehr schmerzhaft war es für mich festzustellen, daß sich (im St. Pöltner Priesterseminar) aktive homophile Beziehungen gebildet haben.“
Das dumpfe sich selbst gebärdende „national-katholische“ Propagieren und das Ableugnen historischer Fakten hat mit katholischem Glauben gar nichts zu tun. Es ist intolerabel, Verbrechen gegeneinander auszuspielen oder hin- und her zu bewerten oder sie sogar abzuleugnen. Jedes Verbrechen ist für sich selbst zu benennen.
Übrigens: unwiderrufen bis heute sagte der damalige Päpstliche Visitator: „Sehr schmerzhaft war es für mich festzustellen, daß sich (im St. Pöltner Priesterseminar) aktive homophile Beziehungen gebildet haben.“
Sonntag, 11. November 2007 17:22
Robin Hood: feig und peinlich
Nestbeschmutzung und Betroffenheitsritual
Kardinal Schönborns Auftritt ist wieder einmal feig und peinlich. Warum nur ist er so blind und sieht die Parallelen von damals und der heutigen Abtreibungsmaschinerie ungeborener Kinder nicht ? Warum stellt er diese Fragen nicht an sich selbst ?
Kardinal Schönborns Auftritt ist wieder einmal feig und peinlich. Warum nur ist er so blind und sieht die Parallelen von damals und der heutigen Abtreibungsmaschinerie ungeborener Kinder nicht ? Warum stellt er diese Fragen nicht an sich selbst ?
Samstag, 10. November 2007 22:58
plexus †: Von der Redaktion entfernt
Samstag, 10. November 2007 18:49
Gladius: Genug ist genug
Bischof Schönborn soll doch bitte die Erbsünde nicht auf das Dritte Reich ausdehnen. Schuld ist immer
etwas persönliches. Der Mensch hat Entscheidungsfreiheit. Er kann sich auch gegen Gott entscheiden und
das Böse tun.
Das sollte der Bischof als Theologe schon wissen, oder??
Das sollte der Bischof als Theologe schon wissen, oder??
Samstag, 10. November 2007 10:01
Berengeria: @plexus
Und Schönborn ist, wie schon oftmals, das Sprachrohr der Loge!
Samstag, 10. November 2007 00:50
plexus †: Von der Redaktion entfernt
Die Redaktion übernimmt keine Verantwortung für den Inhalt der Beiträge. Sie behält sich das Recht vor, Beiträge zu löschen sowie Leser aus der Debatte auszuschließen.







