Pastoraler Prozeß
Schöngeredetes Abbruch-Unternehmen
Werden die Priester im Erzbistum Köln als Angestellte und Laufburschen von vorgesetzten Pastoralteams enden? Die Leiterin des ‘Komm-Mit’-Verlages stellt Fragen.
Kardinal Meisner bei einer Messe mit Jugendlichen in Köln.
Kardinal Meisner bei einer Messe mit Jugendlichen in Köln.
© Yoshi, GNU-Linzenz
(kreuz.net) „Das Abbruch-Unternehmen wird schöngeredet“. Unter diesem Titel veröffentlichte Felizitas Küble am 3. November auf der Webseite ‘katholisches’ einen Artikel.

Frau Küble leitet den katholischen ‘Komm-Mit’-Verlag in Münster.

In ihrem Beitrag nimmt sie Bezug auf einen Artikel, der Anfang November in der Kirchenzeitung des Erzbistums Köln erschienen ist. Er stellte das erzdiözesane Projekt „Wandel gestalten – Glauben erhalten“ vor.

Das Projekt will eine Zusammenlegung von über 600 Pfarreien der Kölner Erzdiözese zu 180 Großpfarreien oder Pfarreiengemeinschaften.

Es stellt nach Frau Küble „nichts anderes als ein Abbruchunternehmen“ dar:

„Damit ist klar, daß Köln im wesentlichen jenen Anti-Pastoralen Prozeß nachvollzieht, der bereits in Paderborn und Fulda sein Unwesen treibt.“

Autonomie der Laien

Frau Küble weist darauf hin, daß Joachim Kardinal Meisner von Köln in der Kirchenzeitung ausdrücklich die Autonomie der Laiengremien respektiert, daß aber nirgendwo die beratende oder gar (mit)bestimmende Beteiligung der Pfarrer erwähnt wird:

„Offenbar wurden die Opfer dieses Prozesses, nämlich die Pfarrer, als bisherige Hirten ihrer Gemeinden, von vornherein aus dem »Entscheidungsfindungsprozeß« ausgeschlossen“.

„Zackiges Tempo“ ist nach Frau Küble für diesen Umbau angesagt, damit die Fragen, die sich aus dem Umbau ergeben, im Schnelltempo einfach überfahren werden.

Frau Küble sieht in den Kölner Maßnahmen eine Ausdruck der „Würzburger Räubersynode“ (1971-1974). Dabei drehe sich alles um die „ehrengeachten Laien“, während die Priester nur noch als Befehlsempfänger einer Rätediktatur fungierten.

Doch die modernistische Würzburger Synode und ihre Rätekirche gehörten nach Frau Küble dorthin, wo das Rätesystem der Sowjets endlich gelandet ist – „in den Mülleimer der Geschichte“.

Unruhen in den Pfarreien

Frau Küble verweist auch auf eine andere Meldung, die am 19. Oktober von der Kölner Kirchenzeitung „unter dem schwungvollen Titel: Mut haben, Neues zu beginnen“ publiziert wurde.

Darin räumte der Vorsitzende des Kölner Diözesanrats, Thomas Nickel, ein, daß die laufende Strukturdebatte in den Gemeinden für große Unruhe gesorgt habe.

Gleichwohl bestehe die „Notwendigkeit“ einer solchen Strukturreform, denn: „Wir haben nicht nur einen Priester-, sondern auch einen Gläubigenmangel.“

Frau Küble weist darauf hin, daß das Erzbistum Köln selber für Priestermangel sorgt, indem es schon vor einigen Jahren Priester, die kurz vor dem 70. Lebensjahr standen, aufforderte zurückzutreten.

Das Kirchenrecht schreibt eine Pensionierung erst mit 75 Jahren vor.

Als weitere Idee bringt Diözesanrats-Vorsitzende Nickel die Einstellung „hauptamtlicher Geschäftsführer“ ins Gespräch.

Doch dadurch wird der Pfarrer – so Frau Küble – letztlich zum Angestellten und zum Laufburschen eines Seelsorgeteams degradiert.

Die einzige Verantwortung des Priesters werde sich dann darauf beschränken, die Wandlungsworte und die – nicht mehr benötigte – Absolutionsformel selber zu sprechen.
      
15 Lesermeinungen
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#16   Gotthard   22:23:53 | Sonntag, 11. November 2007
@PastorRuhr
Frau Küble sollte zunächst die Aussendungen des Erzbistums studieren, bevor sie Falsches rezitiert und daraus noch falschere Schlüsse zieht.
diese Aufforderung sollten sich diverse Schreiberlinge hier im Forum ebenfalls zu eigen machen!
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#15   Pater Lingen   22:00:21 | Sonntag, 11. November 2007
Kübleweise Schwachsinn
„Küble die Üble“ (so nennt sie sich selbst) sollte sich mal kundig machen, wer so alles an der „Würzburger Synode“ teilgenommen hat.
Hier Photos von einigen Herren im Anzug:
www.erzbistum-freiburg.de/…rl-Rahner.656.0.html
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#14   Alleluia   13:35:40 | Sonntag, 11. November 2007
Nagel auf den Kopf getroffen
Frau Küble hat mal wieder den Nagel auf den Kopf getroffen. Bravo! :)3 :)3 :)3
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#12   PastorRuhr   23:51:10 | Freitag, 9. November 2007
Begrüßenswerte Schritte
Seit über 10 Jahren gibt es im EB Köln bereits die Einteilung in 221 Seelsorgeberereiche, die jetzt noch einmal auf 180 reduziert werden, zum einen, weil Seelsorgebereiche schon kooperieren, zum anderen, weil die Zahl der Priester, die geeignet sind, einen solchen Bereich zu leiten, sinkt.
Dadurch will der Kölner Erzbischof ewige Strukturdebatten vermeiden, was die Geistlichkeit des Bistums begrüßt. Zudem wird gewährleistet, dass wirklich die Pfarrer auch Leiter und Hirten der Pfarren bleiben. Die Reform wird die Zahl der Pfarrgemeinderäte reduzieren, so dass zukünftig jeder leitende Pfarrer einen Pfarrgemeinderat hat, der ihn beraten soll. Überwuchendem Gremienkatholizismus wird so begrüßenswert vorgebeugt. Die Leitung ist so klar dem Priesteramt in Einheit mit dem Bischof zugewiesen. Frau Küble sollte zunächst die Aussendungen des Erzbistums studieren, bevor sie Falsches rezitiert und daraus noch falschere Schlüsse zieht.
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#11   Rudolfus   23:18:29 | Freitag, 9. November 2007
Alleine die Kirche Christi verkündet die Lehre Christi
Die Kirche Christi ist die Kirche St. Petri.
Wer die Kirche verrät, der verrät Christus.
Ohne der Kirche kommt niemand in den Himmel.
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#10   Hoffnung   23:15:37 | Freitag, 9. November 2007
@ Gotthard @ Rudolfus
@ Gotthard
…ich spiele kein Fussbal, daher dürfen Sie meine Schussqualitäten getrost in Abrede stellen.
Rudolfus: *seufz, Sie stellen Behauptungen auf um damit andere Behauptungen zu Stützen.
Was Sie nicht sehen, Ich will nur das Beste für Ihre Seele, Jesus Christus. Was glauben Sie wird mit Ihrer Seele geschehen wenn im Gericht nach Ihrem Maßstab gemessen wird?
@ Beide, ich wollte Sie nicht zu schlechter Rede verführen, vielleicht ersparen Sie sich das Posten.
Gottes Segen
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#9   Rudolfus   23:07:14 | Freitag, 9. November 2007
@„Hoffnung“ / Das „Babel der Offenbarung“ in Reinkultur ist der „Protestantismus“ mit seinen
über 1000 verschiedenen „Landeskirchen“, Sekten und „Freikirchen“.
Wer den Petrusnachfolger, den Nachfolger Christi auf Erden, verrät, der verrät Christus selbst: und verliert objektiv gesehen, von Christus her, das ewige Seelenheil.
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#8   Gotthard   23:04:34 | Freitag, 9. November 2007
@Hoffnung
Schlimm schlimm, aber auch ein Glück, denn so wird offenbar, das der katholische Glaube das Babel der Offenbarung ist.
Du bist doch ein absoluter Schwachbolzer!
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#7   Hoffnung   23:01:23 | Freitag, 9. November 2007
Frau Küble publeziert
auch am politisch rechten Spektrum, wie z.B. bei Deutschland Bewegung, mit ein Grund warum in unserer Pfarrgemeinde seit vielen Jahren kein „Komm mit“ Taschenkalender mehr ausgegeben wird, den es sonst immer zu Weihnachten für die Messdiener gab. Dass Kreuz.net positiv dem gegenüber steht legt Zeugniss für die Gesinnung hier ab.
Schlimm schlimm, aber auch ein Glück, denn so wird offenbar, das der katholische Glaube das Babel der Offenbarung ist.
Es bietet die Bestätigung, die miner Vermutung fehlten.
Liebe _Leser, nehmt euch die Worte der Der Offenbarung zu Herzen, um euer Heil willen
ZIEHT HINWEG AUS iHR, DAMIT IHR NICHT TEILHAFT WERDET AN IHRER SCHULD!!!
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#6   M. Kirschbaum   20:37:43 | Freitag, 9. November 2007
Ist Frau Küble
nichta uch die Dame, die dauernd unsägliche Artikel gegen die Erscheinungen der Gottesmutter verfasst?
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#5   Gotthard   20:29:34 | Freitag, 9. November 2007
Abbruch-Unternehmen
Der Original-Artikel dieser Dame – wer ist das überhaupt? – ist genauso konfus wie dieser Beitrag hier.
Die Absonderung von Verbal-Injurien ersetzt keine handfeste Information über notwendige Prozesseder Veränderung, die in allen deutschen Diözesen stattfinden.
Wer über den Begriff „Kirche von Köln“ die Nase rümpft, disqualifiziert sich theologisch selbst. Dort ist schon alles abgebrochen worden!
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#4   ExBochumer †   20:25:10 | Freitag, 9. November 2007
Das Modell „Abbruchunternehmen“
ist in deutschen Sprengeln nicht unbekannt.
Priester werden künftig zu umherschweifenden „Wandlern“ degradiert, damit in den folgenden Gottensiensten sich LaienpredigerInnen profiilieren können und in Pseudo-Messgewändern vor den letzten Gläubigen auftreten können und ihre Show abziehen können.
Leider ist es so.
In diversen Pfarreien einer hier nicht näher zu bezeichnenden Gemeinde gesehen und bestätigt.
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#3   Aleph †   20:18:39 | Freitag, 9. November 2007
Im Dom können alle rin
Weg mit den 600 Pfarreien! Ein Kardinal, gleichzeitig in der Funktion des allmächtigen Kölner Erzbischof reicht für die pastoralen Bedürfnisse, derer die noch glauben, dass sie glauben. Schließlich ist der Kölner Dom groß genug. Da können alle rin, die noch übrig geblieben sind. Abriss, Abbruch ist angesagt auch wenns weh tut
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#2   Hacki   20:18:20 | Freitag, 9. November 2007
Ein Priester ohne seinen Opferaltar –
ist tatsächlich nichts anderes als ein armseliger Laufbursche.
Den Vorsitz in einer Volksversammlung kann jeder führen.
Ohne Schuld und Sünde braucht man kein Opfer der Versöhnung, ohne Opfer braucht man keinen Altar, ohne Altar keinen Priester!
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#1   turk   20:12:51 | Freitag, 9. November 2007
Mülleimer der Geschichte?
Tja, wer von „Räubersynode“ und vom „Mülleimer der Geschichte“ spricht, erreicht genau das Gegenteil. Die bessere Strategie ist das langsame Ignorieren, aber Frau Küble, über deren theologische Qualifikation derzeit nichts bekannt ist, nimmt sich ja so wichtig, daß sie „Fragen“ stellen muß. Sozusagen nicht nur Vorurteile faßt, sondern sogleich kräftig losschimpft. Tja, wenn das die einzigen Anfragen an diesen Prozeß sind, dann kann man dem Kardinal getrost Vertrauen schenken und sich zurücklehnen. Erkenntnisse Frau Kübles sind nicht immer dem Gegenstand angemessen, der zu erkennen ist. Manches ist für sie offenbar einfach zu komplex, weshalb ja schon bisher in grenzwertige Geschichtsrevisionismen abgestiegen ist. Doch kreuz.net, das primär zur Offenbarung verrückter Haltungen innerhalb eines selbsernannten „konservativen Lagers“ dient, ist wohl dann die ideale Einsende-Plattform für die so gerne schimpfende Dame. Wie sagte sie noch schnell? „Mülleimer der Geschichte“ … tja, Revisionismus verrät sich auch im Schimpfen ;-)
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