19:16:02 | Freitag, 9. November 2007
Werden die Priester im Erzbistum Köln als Angestellte und Laufburschen von vorgesetzten Pastoralteams enden? Die Leiterin des ‘Komm-Mit’-Verlages stellt Fragen.

Kardinal Meisner bei einer Messe mit Jugendlichen in Köln.
© Yoshi, GNU-Linzenz(kreuz.net) „Das Abbruch-Unternehmen wird schöngeredet“. Unter diesem Titel veröffentlichte Felizitas
Küble am 3. November auf der Webseite
‘katholisches’ einen Artikel.
Frau Küble leitet den katholischen
‘Komm-Mit’-Verlag in Münster.
In ihrem Beitrag nimmt sie Bezug auf einen Artikel, der Anfang November
in der Kirchenzeitung des Erzbistums Köln erschienen ist. Er stellte das erzdiözesane Projekt „Wandel
gestalten – Glauben erhalten“ vor.
Das Projekt will eine Zusammenlegung von über 600 Pfarreien der Kölner
Erzdiözese zu 180 Großpfarreien oder Pfarreiengemeinschaften.
Es stellt nach Frau Küble „nichts anderes
als ein Abbruchunternehmen“ dar:
„Damit ist klar, daß Köln im wesentlichen jenen Anti-Pastoralen Prozeß
nachvollzieht, der bereits in Paderborn und Fulda sein Unwesen treibt.“
Autonomie der LaienFrau Küble
weist darauf hin, daß Joachim Kardinal Meisner von Köln in der Kirchenzeitung ausdrücklich die Autonomie
der Laiengremien respektiert, daß aber nirgendwo die beratende oder gar (mit)bestimmende Beteiligung
der Pfarrer erwähnt wird:
„Offenbar wurden die Opfer dieses Prozesses, nämlich die Pfarrer, als bisherige
Hirten ihrer Gemeinden, von vornherein aus dem »Entscheidungsfindungsprozeß« ausgeschlossen“.
„Zackiges
Tempo“ ist nach Frau Küble für diesen Umbau angesagt, damit die Fragen, die sich aus dem Umbau ergeben,
im Schnelltempo einfach überfahren werden.
Frau Küble sieht in den Kölner Maßnahmen eine Ausdruck
der „Würzburger Räubersynode“ (1971-1974). Dabei drehe sich alles um die „ehrengeachten Laien“, während
die Priester nur noch als Befehlsempfänger einer Rätediktatur fungierten.
Doch die modernistische Würzburger
Synode und ihre Rätekirche gehörten nach Frau Küble dorthin, wo das Rätesystem der Sowjets endlich
gelandet ist – „in den Mülleimer der Geschichte“.
Unruhen in den PfarreienFrau Küble verweist auch
auf eine andere Meldung, die am 19. Oktober von der Kölner Kirchenzeitung „unter dem schwungvollen Titel:
Mut haben, Neues zu beginnen“ publiziert wurde.
Darin räumte der Vorsitzende des Kölner Diözesanrats,
Thomas Nickel, ein, daß die laufende Strukturdebatte in den Gemeinden für große Unruhe gesorgt habe.
Gleichwohl bestehe die „Notwendigkeit“ einer solchen Strukturreform, denn: „Wir haben nicht nur einen
Priester-, sondern auch einen Gläubigenmangel.“
Frau Küble weist darauf hin, daß das Erzbistum Köln
selber für Priestermangel sorgt, indem es schon vor einigen Jahren Priester, die kurz vor dem 70. Lebensjahr
standen, aufforderte zurückzutreten.
Das Kirchenrecht schreibt eine Pensionierung erst mit 75 Jahren
vor.
Als weitere Idee bringt Diözesanrats-Vorsitzende Nickel die Einstellung „hauptamtlicher Geschäftsführer“
ins Gespräch.
Doch dadurch wird der Pfarrer – so Frau Küble – letztlich zum Angestellten und zum Laufburschen
eines Seelsorgeteams degradiert.
Die einzige Verantwortung des Priesters werde sich dann darauf beschränken,
die Wandlungsworte und die – nicht mehr benötigte – Absolutionsformel selber zu sprechen.
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#16
Gotthard 22:23:53 | Sonntag, 11. November 2007
#15
Pater Lingen 22:00:21 | Sonntag, 11. November 2007
#14
Alleluia 13:35:40 | Sonntag, 11. November 2007
#12
PastorRuhr 23:51:10 | Freitag, 9. November 2007
#11
Rudolfus 23:18:29 | Freitag, 9. November 2007
#10
Hoffnung 23:15:37 | Freitag, 9. November 2007
#9
Rudolfus 23:07:14 | Freitag, 9. November 2007
#8
Gotthard 23:04:34 | Freitag, 9. November 2007
#7
Hoffnung 23:01:23 | Freitag, 9. November 2007
#6
M. Kirschbaum 20:37:43 | Freitag, 9. November 2007
#5
Gotthard 20:29:34 | Freitag, 9. November 2007
#4
ExBochumer † 20:25:10 | Freitag, 9. November 2007
#3
Aleph † 20:18:39 | Freitag, 9. November 2007
#2
Hacki 20:18:20 | Freitag, 9. November 2007
#1
turk 20:12:51 | Freitag, 9. November 2007