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Kirchenpolitik + Ernennungsgeflüster + Der Anfang ist gemacht + Größte Christusstatue + Er kennt den Unterschied zwischen sich und seinem Kater nicht
Benedikt XVI. ist besorgt um den Libanon
Benedikt XVI. ist besorgt um den Libanon
Kirchenpolitik

Vatikan. Vor dem gestrigen Angelusgebet sprach Papst Benedikt XVI. über den Heiligen Bischof Martin von Tours († 397) und über die Präsidentschaftswahlen im Libanon, die am Wochenende zum dritten Mal verschoben wurden. Der Heilige Vater mahnte alle politischen Gruppen im Libanon, persönliche Interessen zurückzustellen. Sie müßten an das Gemeinwohl denken.

Ernennungsgeflüster

Deutschland. Dem Bischof von Trier, Mons. Reinhard Marx, werden Chancen nachgesagt, in München zum Zuge zu kommen. Hartnäckig hält sich auch das Gerücht, daß der Mainzer Weihbischof, Mons. Ulrich Neymeyr (50), Bischof von Speyer oder Limburg werden könnte. Das berichtete die Mainzer ‘Allgemein Zeitung’ am 9. November.

Der Anfang ist gemacht

Deutschland. Am vergangenen Freitag abend fand in der Pfarr- und Wallfahrtskirche St. Cäcilia in Düsseldorf erstmals seit den 60er Jahren eine reguläre Gemeindemesse im Alten Ritus statt. Anwesend waren etwa 150 Gläubige. Ansonsten liegt der Meßbesuch zu diesem Zeitpunkt bei achtzig Personen. Bis jetzt sind nur vier Messen „auf Probe“ zugelassen. Sie finden jeweils an den Freitagen im November um 18.00 Uhr statt. Offenbar will man die feste Einrichtung der Messe von der Anzahl der Teilnehmer abhängig machen.

Größte Christusstatue

Deutschland. Der deutsche Investor Harry Vossberg möchte das achte Weltwunder bauen und in der Gegend der bayerischen Stadt Bad Reichenhall die größte Christusstatue der Welt errichten. Die Statue soll über 55 Meter hoch werden. Die berühmte Christusfigur in Rio de Janeiro ist 38 Meter hoch. Derzeit fehlen noch die behördlichen Genehmigen und das Geld. Das Projekt würde rund zwei Millionen Euro verschlingen. Die Kirche lehnt das Vorhaben entschieden ab.

Er kennt den Unterschied zwischen sich und seinem Kater nicht

„Wir wollen alles Mögliche. Ein langes Leben, einen Flug zum Mond. Die Frage ist, ob dieser Wille frei ist. Da sage ich: Nein. Auch mein Kater hat ja einen Willen. Der will unbedingt auf unserem Küchentisch spazieren, obwohl er es nicht darf. Aber das ist keine Frage einer freien Entscheidung, sondern hängt mit seinen Neuronen und sonstigen biologischen Mechanismen zusammen.“

Der Wiener Evolutions-Ideologe Franz Wuketits (53) im Gespräch mit der ‘Süddeutschen Zeitung’ vom 17. August.
      
10 Lesermeinungen
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#10   Aleph †   13:14:16 | Montag, 12. November 2007
Pastorale Praxis
Benedikt @: Danke, man merkt es, dass er nie Pfarrer war. Aber bei Wetter hätte ich gewettet, dass er es gewesen ist.
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#9   Benedikt   13:10:01 | Montag, 12. November 2007
@ Aleph
Hat er einmal eine Gemeinde geleitet?
Er war nie Pfarrer, genauso wie Wetter.
Pfarrer waren von den derzeit residierenden Diözesanbischöfen:
Algermissen
Bode
Mixa
Becker
Sterzinsky
Reinelt
Trelle
Die anderen waren alle „nur“ mal Kapläne, mit Ausnahme von Lehmann.
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#8   Aleph †   12:51:42 | Montag, 12. November 2007
Kenntnisse vom Gemeindeleben
Kardinal Wetter war nach meinen Informationen vor der Erhebung zum Bischof von Speyer in der Gemeindepastoral in der Saarpfalz tätig. Es tut, glaube ich, jedem Bischof gut, wenn er Kenntnisse über das Gemeindeleben nicht nur pastoraltheologischen Kursen sondern aus der Praxis hautnah kennt. Ob diese Kenntnisse aber auch in römischer Sicht als wünschenswert gelten, dürfte bezweifelt werden. Der derzeitige Papst war zwar auch Erzbischof von München-Freising, aber doch in erster Linie war er Theologe. Hat er einmal eine Gemeinde geleitet?
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#7   Benedikt   12:44:05 | Montag, 12. November 2007
Neymeyr
Mit ihm wäre mal wieder jemand an der Reihe, der auch mal Pfarrer war (10 Jahre). Eine Seltenheit bei den Diözesanbischöfen.
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#6   Aleph †   12:27:56 | Montag, 12. November 2007
Rotarier in München
Es wird bestimmt nicht der einzige Rotarier in München sein. Da gibt es bestimmt schon ein paar mehr. Deshalb ist es nicht erforderlich, in Angskrämpfe zu verfallen oder Kassandrarufe auszustoßen.
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#5   ExBochumer †   11:27:09 | Montag, 12. November 2007
Ein Rotarier in München …
Bravo. – Weiter so.
:-!
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#4   Aleph †   11:11:41 | Montag, 12. November 2007
Als die Welt noch in Ordnung war
Als die Welt noch in Ordnung war, hatten die Speyerer Bischöfe zumindest seit dem Konkordat von 1817 stets die besten Aussichten, künftig in München als Erzbischof zu residieren. Das war so bei Kardinal Joseph Wendel, der zuvor Bischof von Speyer war und auch bei Kardinal Friedrich Wetter, der vor ebenfalls Bischof der linksrheinischen Diözese war. Jetzt ist sind wohl viele Besetzungen für den Bischofsstuhl des heilige Korbinian der Erzdiözese München-Freising möglich. Dazu braucht man klar einen Ernennungsflüster, um den Namen des richtigen Kandidaten in Umlauf zu setzen. Bestimmt gibt es auch noch Kandidaten, die in zurückliegender Zeit, wie auch immer, in der Öffentlichkeit von sich reden machten.
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#3   Melchisedech   10:10:44 | Montag, 12. November 2007
Ernennungsgeflüster
Flüstern wir also weiter und wer am Ende richtig tippt, bekommt den Preis: Für München wird der Erzabt von Beuron ins Rennen geschickt.
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#2   Sozialkatholisch   09:27:01 | Montag, 12. November 2007
Größte Christusstatue
Viele tun so als wenn sie Gott verherrlichen wollen, tatsächlich wollen und geben sie am Ende aber nur sich selber die Ehre.
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#1   Aleph †   09:19:08 | Montag, 12. November 2007
Größte Christusstatue
Noch vor wenigen Monaten sollte die größte Christusstatue aller Zeiten in einer polnischen Stadt errichtet werden, aber jetzt soll wohl die allergrößte nach Bad Reichenhall kommen. Was Bad Reichenhall für die größte Christusstatue legitimiert, ist zunächst nicht ganz durchsichtig, wird aber wohl seinen tiefen Sinn haben. Abgesehen davon ist eine Statue ein Gebilde aus Stein, Stahl oder Beton, das zunächst, außer Aufsehen wenig bewirkt, wenn überhaupt. Es ist allenfalls eine besondere Art von religiös verbrämter Tourismus-Attraktion, hat mit Glauben oder christlicher Religion aber wenig zu tun, auch wenn es sich um eine Christusstatue handeln soll. Auch bei einer noch so großen Statue ist Glaube immer von Gnade abhängig und wird nicht größer, wenn keine Gnade ihn bewirkt. Oder geht es beim dem Aufstellen der allergrößten Christusstatue etwa um das alte Sandkastenspiel mit kleinen Riesen und riesengroßen Gartenzwergen…!
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