Zeitenwende + Bischof greift ein + Zeit der Ernte + Interreligiöse Priesterinnen + Verpfuschtes Priesterleben
Papst Benedikt XVI. mit dem ehemaligen Zeremoniär Mons. Marini bei der Palmsonntagsliturgie 2006.
Zeitenwende
Vatikan. Am 5. November zelebrierte der Papst wie üblich ein Requiem für die im Vorjahr
verstorbenen Kardinäle und Bischöfe. Dabei wurde die Liturgie erstmals vom neuen Päpstlichen Zeremonienmeister,
Prälat Guido Marini, vorbereitet. Laut dem italienischen Vatikanisten Paolo Rodari trug der Papst eine
seit langem unbenützte Spitzenalbe von Johannes XXIII. In der Mitte des Volksaltares stand ein hohes
Kreuz. Links und rechts davon befanden sich jeweils drei schmale hohe Kerzen. Noch im Vorjahr war das
Kreuz auf die Seite geschoben. Am Mahltisch standen vier kleinere, dicke Kerzen.
Bischof greift ein
Italien. Der Bischof der norditalienischen Stadt Treviso, Mons. Andrea Mazzocato, hat angeordnet, daß
Pfarrer keine muslimischen Gottesdienste fördern dürften. Für die Abhaltung solcher Feiern dürfe außerdem
kein Kircheneigentum zur Verfügung gestellt werden. Die Anordnung des Bischofs kam, nachdem bekannt wurde,
daß eine Pfarrkirche seiner Diözese jeden Freitag als Moschee genutzt wird.
Zeit der Ernte
Deutschland.
Seit 23 Jahren gibt es in Frankfurt am Main eine Alte Messe pro Woche. Sie durfte aber nie am Sonntag
gefeiert werden. Mehr gestand der mittlerweile emeritierte liberale Bischof Franz Kamphaus von Limburg
seinen Gläubigen nicht zu. Dank des Motu Propriums ‘Summorum Pontificum’ sind die mageren Jahre der Frankfurter
Altgläubigen vorbei. Ab dem 1. Adventssonntag wird in der Frankfurter Kirche St.Leonhard an jedem Sonn-
und Feiertag abends die Alte Messe zelebriert. Am 30. Oktober erteilte das Ordinariat Limburg dafür die –
nicht mehr notwendige – Erlaubnis.
Interreligiöse Priesterinnen
Die zwei Neuordinierten mit der selbsternannten Bischöfin Fresen.
USA. Zwei reifere Damen im Alter von
67 und 69 Jahren ließen sich am vergangenen Sonntag auf dem Gebiet des Erzbistums St. Louis im US-Bundesstaat
Missouri von der selbsternannten Bischöfin Patricia Fresen in einer Synagoge ordinieren. Frau Patricia
Fresen ist eine ehemalige Nonne aus Südafrika und lebt in Deutschland. Die beiden Damen wollen ab dem
1. Dezember in den Gebäuden der örtlichen Unitaristischen Gemeinde eine Gemeinde der Frauenpriesterinnen-Religion
leiten. Erzbischof Raymond Burke hat die beiden Damen bereits vor der Weihesimulation vor der Strafe der
Exkommunikation gewarnt.
Verpfuschtes Priesterleben
„Herr Kardinal, ich bin ein »alter Priester« von
76 Jahren in Pension. Am Ende meines Lebens bekenne ich Ihnen das, was ich in den 52 Jahren meines priesterlichen
Weges gelernt habe: den Zweifel.“
Hw. Jean Robillard (76), Priester der Erzdiözese Montréal, in einem
in der kanadischen Tageszeitung ‘Le Soleil’ publizierten Brief an Kardinal Marc Ouellet (63) von Québec.
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21 Lesermeinungen
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#19 Freinsberg 13:11:54 | Mittwoch, 14. November 2007
Marini neu (2) Die Bilder sind hier: www.vatican.va/…/05112007/index.html Altar-Ausstattung: gut. Rochett
des Zeremoniärs: fürchterliche liturgische Reizwäsche. Wie kann ein gestandener Mann so was tragen?
Nachtigall ick hör dir! Links und rechts davon befanden sich jeweils drei schmale hohe Kerzen. Noch im
Vorjahr war das Kreuz auf die Seite geschoben. Am Mahltisch standen vier kleinere, dicke Kerzen. Wie macht
das eigentlich Exzellenz Haas bei seinen häufigen alten Messen? Zu ihm würden ja kleine, dicke Kerzen
besser passen als schmale, hohe. Oder war das jetzt liturgisch unkorrekt?
#17 Aleph † 11:50:11 | Mittwoch, 14. November 2007
Die notwendige Durchlässigkeit Dies umsomehr, zumal nicht nachgewiesen ist, dass der Pontifikalschirm
über die notwendige Durchlässigkeit verfügt, die verhindert, dass der Prediger von geistig-geistlichen
Einflüssen während einer solchen Predigt abgeschottet ist. Offenheit ist ergo angesagt
#16 Gotthard 11:47:20 | Mittwoch, 14. November 2007
JA KLASSE Während der ganzen Messe stand er mit gefalteten Händen neben dem Papst, wie es sich gehört.
Er trug ein reichlich mit Spitzen besetztes Rochet, das man nach Jahren des Vergessens für diesen Anlaß
entmottet hatte. Hoffentlich wurde es vorher lange genug gelüftet, um den Geruch des Mottenpulvers zu
vertreiben.
Liturgische Kleidung Das obere Bild zu dem Artikel ist sehr schön. Man beachte die Pontifikalschirm.
Leider ist er nicht in den liturgischen Farben gehalten. Macht das eigentlich die Ansprache des Papstes
ungültig?
#10 Bellarmin 10:39:44 | Mittwoch, 14. November 2007
nachdem bekannt wurde, daß eine Pfarrkirche seiner Diözese jeden Freitag als Moschee genutzt wird. Nicht
die Pfarrkirche, sondern das Gemeindezentrum. Ein kleiner Unterschied, würde ich meinen…
Die Lampen fangen zu brennen an Leute gebt acht, die Ölfässer werden gefüllt, die Lampen fangen zu
brennen an, der Herr kann kommen, Er ist nahe! Die Lampen fangen zu brennen an, das Himmelstor ist aufgetan…
Es wie bei den klugen Jungfrauen, die ja auch über Öl verfügten, um dem Bräutigam entgegeneilen zu
könnenen. Da bleibt nur der Wunsch, dass der Inhalt der Ölfässer nie ein Ende oder einen schlimmen
Schaden nehmen und bis ans Ende der Zeiten reichen möge. Das möge an das jüdische Chanukka-Festerinnern.
#7 PetrusII 09:54:33 | Mittwoch, 14. November 2007
Prälat Marini Es ist doch eindeutig, warum die Kerzen und das Kreuz so aufgestellt wurden, auch warum
die Albe hervorgeholt wurde. Es ist ein behutsames heranführen an die Gewöhnung der Zelebration am Hochaltar.
Meine Freundin hat schon recht: „Alte Messbücher und alte Messgewänder werden entstaubt und wieder hervorgeholt“
Jetzt fehlt nur noch der totale Abfall der sogenannten konservativen in der rk Kirche von den Liberalen
ganz zu schweigen. Unsere jungen Priester werden uns noch in Staunen versetzen, da gerade viele junge
Priester den Sinn des Priestertums in der überlieferten Lehre der rk Kirche wieder sehen. Ich kann mir
vorstellen, dass wir in naher Zukunft wieder öfter den Priestertalar sehen werden. Leute gebt acht, die
Ölfässer werden gefüllt, die Lampen fangen zu brennen an, der Herr kann kommen, Er ist nahe!
Anzahl der Kreuze Die Anzahl der Kreuze kann natürlich zum Problem werden. Wenn auf dem Mahltisch ein
Kreuz liegt, gleich nebenan ein Vortragskreuz aufgerichtet ist, am Hochaltar über dem Tabernakel ein
weiteres Kreuz angebracht ist und das ganze in eine überwältigende Kreuzigungsszene mit übermannshohen
Figuren mündet, während ganz oben bei der Darstellung der Dreifaltigkeit, die zweite göttliche Person
auch noch mit einem Siegeskreuz ausgestattet ist und sich außerdem eine weitere Kreuzigungsszene auch
noch gegenüber der Schwalbennestkanzel befindet und am Ausgang der Kirche ein weiteres Kreuz zur Erinnerung
an die letzte Gemeindemission, weitere Kreuze außerdem auf den Seitealtären und im Bereich der Kanzel.
Degradiert die Häufigkeit der Kreuze das Kreuz als solchesnicht zum bloßen Zierrat, zum Raumschmuck?
Der liturgische Sinn von schmalen hohen Kerzen In der Mitte des Volksaltares stand ein hohes Kreuz. Links
und rechts davon befanden sich jeweils drei schmale hohe Kerzen. Noch im Vorjahr war das Kreuz auf die
Seite geschoben. Am Mahltisch standen vier kleinere, dicke Kerzen. Worin liegt eigentlich der Nachrichtenwert
dieser Feststellung und der liturgische Sinn von schmalen, hohen Kerzen oder kleineren dicken Kerzen.
Welche sind wohl liturgischer? Das ist schon mehr als geheimnisvoll, wenn eine Meldung wie diese so unter
der Hand rübergeschoben wird. Hellhörig muss natürlich auch machen, dass eine bei der Missa Spitzenalbe
in Gebrauch war. Wenn künftig mehr solcher Spitzenalben in Gebrauch kommen sollten, haben die Brüsseler
Spitzenklöpperlinnen gute wirtschaftliche Aussichten. Oder werden die Albenspitzen ausschließlich maschinell
gefertigt, wegen des zu erwartenden immensen Bedarfs, dass man auf die Handarbeit des Spitzenklöppelns
gänzlich verzichten muss?
Sonntagsmesse Hat das Ordinariat wirklich eine überflüssige „Erlaubnis“ erteilt? Oder hat es lediglich
dafür gesorgt, dass Priester dafür zur Verfügung stehen? Letzteres wäre anerkennenswert, ersteres
inkompetent.