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Mittwoch, 14. November 2007 09:59
Keine Wahl
Ein Schweizer Selbstmordunternehmer lebt vom Tod seiner Kunden. Dabei macht er sich alles zunutze – auch die schlechte Presse.
(kreuz.net, Zürich) Kürzlich servierte die Selbstmord-Firma ‘Dignitas’ zwei Deutschen (50, 65) auf einem Parkplatz bei Zürich einen tödlichen Giftcocktail. Der Fall wurde am letzten Mittwoch bekannt.

Seitdem steht das Unternehmen wieder einmal im Kreuzfeuer der Kritik.

Unternehmer unter Zwang
Doch negative Berichte stören den Firmenpräsidenten Ludwig Minelli nicht. Im Gegenteil: „Sie machen Dignitas nur bekannter“ – erklärte er kürzlich vor der Schweizer Tageszeitung ‘Neue Zürcher Zeitung’.

Am Donnerstag jammerte Minelli vor dem Zürcher ‘Tages-Anzeiger’, daß ihm die Räumlichkeiten für sein Tötungsgeschäft fehlten.

Mehrere Gemeinden haben seinem Betrieb verboten, Menschen auf ihrem Gebiet zu vergiften.

Nun bleibe ihm „keine andere Wahl“, als das Gift in Hotelzimmern und Autos zu verteilen – so Minelli.

Vor der deutschen Tageszeitung ‘Welt’ gestand er, daß die Selbstmord-Prozedur „in den meisten Fällen“ an einem Tag durchgeführt werden kann.

Der Lebensmüde kommt nach Zürich, holt sich das Rezept von einem Arzt und schluckt noch am selben oder am nächsten Tag das tödliche Gift.

Das tödliche Rezept wird laut Minelli nur in seltenen Fällen verweigert.

Das Euthanasie-Unternehmen beschäftigt insgesamt 15 Teilzeitmitarbeiter. Die monatliche Lohn- und Honorarsumme liegt bei umgerechnet über 30.000 Euro. Finanzielle Überschüsse investiert ‘Dignitas’ theoretisch in die Suizid-Vorbeugung.

Doch vor der Finanzbehörde läuft der Betrieb gerade mal kostendeckend.

Dafür zeigen Minellis Steuerdaten seit der Gründung des Selbstmordunternehmens einen erheblichen Vermögenszuwachs. Angeblich stammt das Einkommen aus Erbschaften und Immobilienbesitz.

Was kommt nach der Empörung?
In den letzten Wochen provozierte Minelli reichlich Schlagzeilen.

Die sozialistische deutsche Justizministerin Brigitte Zypries bezeichnete die Praktiken des Euthanasierungs-Unternehmens als „tief verstörend“.

Frau Zypries sprach am Sonntag mit der ‘Bildzeitung’. ‘Dignitas’ versucht derzeit in Berlin eine Tochterfirma zu eröffnen.

Der stellvertretende Vorsitzende der Bundestags-Unionsfraktion, Wolfgang Bosbach, forderte am Montag vor der ‘Berliner Zeitung’ ein Verbot der Sterbehilfeunternehmen.

Es sei nicht zu dulden, daß mit dem Tod Geschäfte gemacht werden. Ziel solcher Vereine sei nicht die Hilfe beim Sterben, sondern das Geschäft.

Der Erzbischof von Berlin, Georg Kardinal Sterzinsky, forderte ebenfalls ein Verbot der Organisation.

Auch die Schweizerischen Politiker, die das Treiben Minellis legalisiert haben, geben sich jetzt auf einmal schockiert.

Die Sozialisten kritisierten, daß ‘Dignitas’ Lebensmüde als Werkzeuge mißbrauche, um die Gesellschaft zu erpressen. Sie äußerten sich am Montag in einer Fraktionserklärung im Zürcher Kantonsparlament.

Ein Sprecher der Schweizerischen Christdemokraten erklärte, daß das Problem bei dem für die Justiz verantwortlichen Bundesrat Christoph Blocher liege.

Blocher gehört zur großen bürgerlich-liberalkonservativen ‘Schweizerischen Volkspartei’.

Er verhindere mit allen Mitteln, auf nationaler Ebene „bessere Leitlinien“ zu finden.
Alle Lesermeinungen anzeigen 6 von 73 Lesermeinungen:
Freitag, 16. November 2007 19:20
HomCat: @Nachtlaterne
Brief schon geschrieben? Mut bewiesen?


Was ist denn das für ein ominöser Brief, den unser aller nachtverdunkelung schreiben soll? An wen und was soll der Inhalt sein? An Gott etwa? Dann bedauere ich den Lieben Gott jetzt schon wegen der Orthografie die ihn erwartet.
Freitag, 16. November 2007 14:00
HomCat: @Nachtlaterne
Brief schon geschrieben? Mut bewiesen?

Ich würde eher sagen, Sie haben sich einen Jesus erschaffen, der nie etwas von dem gesagt hat, was Sie denken, daß er es gesagt hat. Oder Sie haben ein Jesus geschaffen, dessen Worte Sie so verdreht haben, daß er etwas gesagt hat, von dem Sie glauben wollen, daß er es sagte.

Aber liebe Nachtlaterne. Manchmal ist ein Baum nur ein Baum.
Freitag, 16. November 2007 13:56
Kurt K.: @ Nachti: Abtreibungs-Fetischismus
Sie sollten mal zum Arzt gehen… das ist ja schon krankhaft!
Freitag, 16. November 2007 09:40
Nachtlaterne: ihr seid doch unheimliche…
…heuchler. ihr habt euch einen zeitgeistjesus kreiert der nichts gegen abtreibung und andere verbrechen hat, ja der soar dazu lächelt und jedem sagt: der himmel ist dir gewiss.

das ist ein teufel und kein jesus. denn solch ein gott würde immer mehr blut und tränen fließen lassen im namen der humanität, der liberalität und der toleranz.

über 30 mal spricht jesus warnend von der hölle für unbußfertige seelen und hat oft kontakt mit dämonen, die er austrieb. und ihr heuchler redet doch das genaue gegenteil. eure liebe st keine liebe, sie ist eine perversion die das schlechte gut und das gute schlecht redet. pack!
Freitag, 16. November 2007 09:10
methusalix †: hallo nachtlaterne
Ihr Gott scheint doch dieser unangenehme Charakter (um es mal milde auszudrücken) aus dem alten Testatment zu sein. Ist schon irgendwie schade für Sie, dass Sie das zentrale Gebot Jesu Christi nicht begriffen haben oder nicht wahr haben wollen. Aber seis drum, Sie müssen selbst wissen, was Sie mit Ihrem Leben und Ihren Talenten anfangen können und wollen. Glück auf!
Freitag, 16. November 2007 08:37
Gotthard: @nachtlaterne
„es ist schrecklich in die hände des lebendigen gottes zu fallen.“ BIBEL

im Normalfall wird anders aus der Bibel zitiert…
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