Der Erzbischof von Paris will vom Motu Proprio ‘Summorum Pontificum’ nichts wissen. Doch wo man den Willen des Papstes respektiert, gibt es einen interessanten Motu-Proprio-Effekt.
(kreuz.net) Eine Mehrheit der Französischen Bischöfe erträgt das Motu Proprio zur Freigabe der Alten
Messe „sehr schlecht“.
Das erklärte Sylvie Mimpontel in einem Offenen Brief an den Papst, der dem Pariser
Nuntius übergeben und am 12. November in ‘La Lettre de Paix liturgique’ publiziert wurde.
Frau Mimpontel
ist Präsidentin der ‘Bewegung für den liturgischen Frieden und die Versöhnung in der Kirche’. Die Gruppierung
erreicht in Frankreich 92.000 Familien.
Nach Angaben von Frau Mimpontel haben zahlreiche französische
Bischöfe jetzt damit begonnen, das Motu Proprio ‘Ecclesia Dei afflicta’ aus dem Jahr 1988 in die Praxis
umzusetzen, um das neue Motu Proprio nicht anwenden zu müssen.
Das heißt: Sie versuchen, die Altgläubigen
in Indianerreservate abzuschieben statt eine fruchtbare liturgische Gemeinschaft auf Pfarreiebene zu fördern.
Erzbischof Vingt-Trois während einer Diakonenweihe im Oktober
Besonders schlecht ist die Situation nach Frau Mimpontel in der Erzdiözese Paris.
Dessen Erzbischof,
Mons. André Armand Vingt-Trois, wird am 24. November zum Kardinal erhoben. Dennoch wehrt er sich mit
Händen und Füssen gegen ‘Summorum Pontificum’.
In Paris seien alle offiziellen Bitten für eine alte
Sonntagsmesse – etwa 15 bis 20 – abgeschmettert worden, wobei Frau Mimpontel hinzufügt, daß man in jeder
Pfarrei der Stadt leicht eine feste Gruppe zusammenbringen könnte.
In den abschlägigen Antworten der
Erzdiözese würden immer die gleichen, dem Motu Proprio widersprechenden Argumente vorgebracht.
So werde
erklärt, daß eine Sonntagsmesse im Alten Ritus „der Gemeinschaft“ schaden würde oder daß es in Paris
schon drei Orte gebe, wo die Alte Messe gefeiert werde.
Dazu komme die „den Atem verschlagende Unwahrheit“
des Paris Generalvikars, Prälat Patrick Chauvet, der behauptet, daß bei der Erzdiözese keine Anfrage
einer festen Gruppe für die Alte Messe ergangen sei:
„In einem Wort: Der Erzbischof von Paris, der nach
allen Vorgaben ein Vorbild in der Umsetzung des Motu Proprios sein sollte, ist der wirksamste Gegner seiner
Anwendung.“
Darum erbittet Frau Mimpontel vom Papst – wie vom Heiland, dessen Stellvertreter er sei –
für den Pariser Erzbischof das Äquivalent eines Wunders der Umkehr:
„Herr, gewähre, daß der Erzbischof
von Paris dem Papst gehorcht!“
Frau Mimpontel weist darauf hin, daß die Anzahl der Pariser Seminaristen
auf 54 gefallen sei. Das entspreche dem Tief der Nachkonzilszeit im Jahr 1970.
Dagegen wachse die Anzahl
der Seminaristen in den altgläubigen Gemeinschaften sowie in jenen Diözesen, die den Willen des Papstes
bezüglich der Alten Messe akzeptierten.
Als Beispiel nennt Frau Mimpontel die achtzig Seminaristen der
Diözese Fréjus-Toulon – sechzig Kilomenter küstenabwärts von Marseilles:
„Man kann in Sachen Berufungen
von einem Motu-Proprio-Effekt sprechen.“
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31 Lesermeinungen
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#30 raindance1 † 20:48:04 | Mittwoch, 14. November 2007
Madamme Mimpontel Frau Frau Mimpontel ist Präsidentin der ‘Bewegung für den liturgischen Frieden und
die Versöhnung in der Kirche’. Die Gruppierung erreicht in Frankreich 92.000 Familien. Wenn das stimmt,
dann hat die Dame ja richtig Einfluss in der Kirche, selbst der Bischof von Paris müsste sie anhören.
Sie könnte auch samt ihrer 92.000 Familien den liturgischen Frieden bei der Piusbruderschaft suchen.
Das würde dann richtig Druck bedeuten. Vorher sollte mir mal jemand erklären, was überhaupt „liturgischer
Friede“ ist. In dem Artikel geht es ja nur um die Selbstinszenierung der Madamme Mimpontel.
#28 Gotthard 20:41:35 | Mittwoch, 14. November 2007
@burgorus Es war nur eine einzige Kleinigkeit: „leben“ statt „lebe“ im letzten Statement, Darauf habe
ich mich nicht bezogen – aber auf den Sermon danach! Es wird immer fromm aber hohl klingender. Was soll
dieser verbale Schrott?
@ Aleph Was sie jetzt von sich geben ist ein Armutszeugnis, unreflektiert gebe ich nichts zurück und
nachbeten tu ich auch nichts, ich stehe nämlich für mich selbst. Wenn ihnen nichts mehr einfällt außer
irgendwelche Hobbypsychologien über mich loszulassen dann lasse ich sie gerne in Ruhe. Schönen Abend
noch.
#26 piusxiii 20:22:50 | Mittwoch, 14. November 2007
seltsam, seltsam… …finde ich schon, dass ich in paris sehr oft am sonntag in der alten messe war,
und zwar nicht in st. nicolas… und das ganz offiziell…
#25 Aleph † 19:39:54 | Mittwoch, 14. November 2007
Diffuse Phrasen Sozialkatholisch @ Wer glaubt derart undifferenziert argumentieren zu dürfen, soll es
tun. Er demonstriert gleichzeitig seine Stiernackigkeit und sein wenig entwickeltes Vermögen, diffuse
Phrasen, eben nicht unreflektiert nachzubeten. Eigentlich schade um die Argumente. Deshalb meine Bitte:
Tun Sie mir den Tort bitte nicht mehr an.
@ Aleph Das können sie Überheblich halten wie sie wollen, die tridentinische Messe ist Gott wohlgefällig,
was sollte sie den sonst sein. Ihre Aussagen sind kleingläubig und unkatholisch. Es gibt bescheidene
tridentinische Messen und protzige NOM Messen, der Geist des hl. Franziskus wird übrigens auch in Teilen
der Tradition besser gelebt als in der Amtskirche. Woher nimmt übrigens der NOM seine Daseinsberechtigung?
Aus freudigem Wegbleiben der Gläubigen und allgemeiner Glaubensschwund? @ St. georg Wenn dir das hier
auf den Geist geht, dann geh doch in den NOM, keiner hindert dich daran. Für mich hat der NOM übrigens
auch seine Daseinsberechtigung! Er könnte dazu dienen Nichtkatholiken den Weg zur tridentinischen Messe
zu öffnen, quasi als Zwischenstufe! Das Argument mit den 1,1 Milliarden Katholiken die alle wild den
NOM hochhalten und die tridentinische Messe generell ablehnen ist ein Modernistenmärchen.
#21 Burgorus 15:39:26 | Mittwoch, 14. November 2007
@Gotthard Ihnen gehen wohl die Argumente aus, wie sonst würden Sie sich über die „sprachlichen Ergüsse“
von Ruhrgebietler aufregen? Es war nur eine einzige Kleinigkeit: „leben“ statt „lebe“ im letzten Statement,
die Sie so zu entzücken vermag. Veilleicht war noch ein „und…“ geplant, sodass „leben“ stand.
#20 Gotthard 15:17:51 | Mittwoch, 14. November 2007
@r.ruhrgebietler es leben Jesus Christus im allerheiligsten Altarsakrament der ewig gültigen hhlg. trid.
Opfermesse! ich freue mich schon auf die nächste Ausgabe dieser wunderbaren sprachlichen Ergüsse!
@stimme aus dem sumpf (der vernunft??) sie sind und bleiben ewig gestrig! Wachwerden! Die Zeiten des V-II
und des NOM sind endgültig vorbei – es leben Jesus Christus im allerheiligsten Altarsakrament der ewig
gültigen hhlg. trid. Opfermesse! Gott die Ehre! Schluß mit tingeltangel!
#17 Aleph † 14:10:31 | Mittwoch, 14. November 2007
Was im Ernstfall hätte passieren können iustus@ ist doch klar, dass ich verzeihe, zumal ich nicht wüsste,
was denn wirklich zu verzeihen ist. Ihr Beitrag hat doch die Eindimensionalität des Menschen präzisiert.
Dafür gebührt Ihnen Dank. Ich war zu leichtfertig, auf der NOM-Schiene weitergedacht zu haben und so
kam das schöne Schiff (!) ganz schn ins Schlingern. Kaum auszudenken, was hätte passieren können, wenn
beide Gruppierungen ohne Vorwarnung aufeinandergetroffen wären., Das hätte schlimm ausgehen können…
aber jetzt ist Schluss mit dieser schlimmen Spekulation… Ist ja mal wieder nichts passiert.
Gott hat ein Wohlgefallen an verbrannten Tierkadavern. Das steht in der Bibel und ist daher eine Tatsache.
Von einem Wohlgefallen an tridentinischen Messen steht da dagegen nichts.
#15 st.georg 13:55:04 | Mittwoch, 14. November 2007
bravo aleph mir geht dieser schmuh hier auch langsam auf den geist – es geht hier auschliesslich um riten,
also reine äusserlichkeiten – so lange die messfeier dem anlass, dem opfer und dem mahl des herrn angemessen
ist – egal in welchem ritus – dürfte es ihm „wohl gefallen“ also wohlgefällig sein… so wie 1,1 milliarden
katholiken die rund 400.000 traditionalisten welt weit nicht ausgrenzen sollten verlange ich aber auch
den respekt dieser sehr kleinen unbedeutenden splittergruppe, respekt vor den überzeugungen und riten
der übergrossen mehrheit zu haben… die wahrheit liegt immer beim papst, den bischöfen in der gemeinschaft
der gesamtkirche und nie ausserhalb…
#14 Aleph † 13:45:59 | Mittwoch, 14. November 2007
Überheblichkeit wenigstens im Ansatz seinen Willen erkannt hat und die Stimme des guten Hirten kennt.
Sozialkatholisch @ Das möchte ich gerade noch gelten lassen. Angesichts des Schmonzes. Trotzdem ist die
Aussage, die tridentinische Messe sei Gott wohlgefällig, an Überheblichkeit kaum zu überbieten. Frei
nach dem Motto: Wenn sich ein paar Glaubende dazu aufraffen, die alte Messe wieder zu reaktivieren, wie
heftig in der Wortwahl auch immer und die alten brüchig gewordenen Spitzenalben wieder hervorkramen und
Handschuhschneider vermehrt Aufträge für seidene Pontifikalhandschuhe bekommen, soll Gott gefälligst
sein Wohlgefallen daran haben. Dazu ist er ja wohl verpflichtet, obwohl er sich dazu noch nicht geäußert
hat. Woher nähme sonst die ganze Mühe für die tridentinische Messe ihre Rechtfertigung wenn nicht aus
der fragwürdigen Freude Gottes, beziehungsweise aus der Freude der jeweils kleinen Gemeinden, die sich
gern zu dieser außerordentlichen Messfeier versammeln. Eine diesbezüglich positive Rückmeldung, könnte
man ja mindestens erwarten, genauso wie eine gründlich abfällige Bemerkung über NOM. Das wäre schon
mehr als wünschenswert. Aber Gott schweigt und schweigt und schweigt.
Ritufreaks: Ihr dreht am RAD!! Man kann auch beim ritualistischen Schwachsinn von einem „Motu-Proprio-Effekt“
sprechen: Je weniger Interesse die Beter an der alten Messe zeigen, umso hysterischer wird die „neue Messe“
angepisst.
@ Aleph & Georg Die tridentinische Messe ist Gott wohlgefällig! Was heißt hier Torheit, wenn die tridentinische
Messe Gott nicht wohlgefällig ist ist das gesamte Christentum verkehrt. Wenn sie sich jetzut rausreden
das Gott das Maß aller Dinge ist muss ich ihnen das mündige Christsein und vielleicht sogar die Gotteskindschaft
absprechen. Gott will keine Marionetten haben und läßt uns desshalb Entscheidungen treffen. Im Geist
der Wahrheit, den leider nicht mehr viele haben, kann man dann aber sagen das: Die tridentinische Messe
ist Gott wohlgefällig! nicht weil man Gott etwas vorschreiben will, sondern weil man wenigstens im Ansatz
seinen Willen erkannt hat und die Stimme des guten Hirten kennt.
#10 Aleph † 12:19:00 | Mittwoch, 14. November 2007
O tempera o mores iustus @ Können Sie mir verzeihen. Ich habe natürlich an NOM gedacht. Mea culpa. Trotzdem:
Wenn alle Priester geworden sind woraus sollen sich dann nur auf Dauer die Diakone und Subdiakone, Akolythen,
Exorzisten und Ostiarier rekrutieren. Die Ämter müssten dann ja auch von Frauen übernommen werden,
damit keine personellen Engpässe aufkommen. Ob das aber gut tut Frauen und Männer am Altar… „ o tempera
o mores“ eine ganze Kette von liturgischen Problemen tut sich bei dieser Entwicklung auf. ut sich eine
ganze Kette von Problemen auf
Wenn dann alle Priester geworden sind Man muss aber vorsichtig sein! Wenn man zuviele MP-Messen anbietet,
werden alle Männer Priester und die Menschheit stirbt aus! Stimme der Vernunft @ Wenn dann alle Priester
geworden sind, gebricht es schließlich an den gläubigen Gemeinden. Dann müssen ja endlos große Mahltische
für die Konzelebrationen hergerichtet werden. Wer besorgt dann die Kirchenwäsche oder stickt die brokatenen
Gewänder. Dann wird die Schönheit der alten Messe rasch verflogen sein. Oder dürfen dass dann die Frauen
machen zur Ehre der Altäre.
#7 st.georg 12:00:07 | Mittwoch, 14. November 2007
@K.TO sie scheinen das mp des papstes nicht zu kennen, denn der erzbischof von paris verhält sich völlig
korrekt : In Paris seien alle offiziellen Bitten für eine alte Sonntagsmesse – etwa 15 bis 20 – abgeschmettert
worden, wobei Frau Mimpontel hinzufügt, daß man in jeder Pfarrei der Stadt leicht eine feste Gruppe
zusammenbringen könnte. für eine stadt der grösse paris sehr wenig – dedeutsam die feststellung „zusammenbringen
könnte“ ! also nicht hat! – daher kein handlungsbedarf In den abschlägigen Antworten der Erzdiözese
würden immer die gleichen, dem Motu Proprio widersprechenden Argumente vorgebracht. die argumente sind
im mp enthalten ! So werde erklärt, daß eine Sonntagsmesse im Alten Ritus „der Gemeinschaft“ schaden
würde stimmt! daher sind so-messen an stelle einer messe nach dem nom om mp untersagt ! oder daß es
in Paris schon drei Orte gebe, wo die Alte Messe gefeiert werde. na bitte! das reicht für 15 anfragen
doch wohl…also????
Erzbischof Vingt-Trois ist ein fanatischer Feind der katholischen Messe. Von da her hat er eine „schismatische
Haltung“ dem Papst gegenüber, da der Papst die katholische Messe gerade befreit hat.
#5 st.georg 11:51:06 | Mittwoch, 14. November 2007
@sozialkatholisch hier mal was zum wort „wohlgefällig“ von platon : Welche Handlungsweise ist nun Gott
wohlgefällig und Nachfolge Gottes? Nur eine und in einem alten Sprichwort ausgedrückte, nämlich in
dem, daß gleich und gleich sich gerne gesellt und mithin einander wohlgefällt, wenn anders es nämlich
das richtige Maß in sich hat, wogegen das Maßwidrige weder miteinander noch mit dem Maßvollen sich
verträgt. Gott nun dürfte wohl vornehmlich das Maß aller Dinge für uns sein, und weit mehr als so
ein Mensch, wie dies einige wollen. Wer also Gott wohlgefällig werden will, muß sich nach allen Kräften
ihm möglichst gleich zu werden bemühen, [d] und wer von uns mäßig und besonnen ist, der ist eben hienach
Gott wohlgefällig, denn er gleicht ihm; mäßig und besonnen? trifft ja auf alle tradis hier zu…
Wiederholen macht nicht wahrer Sozialkatholisch@ Das Wiederholen einer Torheit macht sie, die Torheit,
nicht wahrer. Die Torheit bleibt eine solche. Zu fragen ist nur, was mit dem geschieht, der die Torheit
einfach unbesehen und ohne Unterlass verkündet?
Die tridentinische Messe ist Gott wohlgefällig! Die Modernisten schmusen mit allem und jedem rum, nur
die tridentinische Messe wird bekämpft. Die Modernisten legen die Axt an die eigene Wurzel und zerstören
ihre eigene Tradition. Ein wenig Hoffnung macht noch unser Papst Benedikt, aber den nehmen die Modernisten
ja auch nicht ernst. Hallo Aleph Ich hatte eben ein wenig Stress und so habe ich dein demütiges bitte
im anderem Strang überlesen. Also wenn du unbedingt willst werde ich dich siezen.
Ein Wunder ein Wunder! Man kann in Sachen Berufungen von einem Motu-Proprio-Effekt sprechen Da gibt es
das MP gerade mal 4 Monate und schon rennen die Seminaristen „den Diözesen, die das MP umsetzen“ die
Türen ein! Ein Wunder ist geschehen! Man muss aber vorsichtig sein! Wenn man zuviele MP-Messen anbietet,
werden alle Männer Priester und die Menschheit stirbt aus!
Dem Papst gehorchen „Herr, gewähre, daß der Erzbischof von Paris dem Papst gehorcht!“ Wenn der Herr
der Welt keine anderen Nöte zu bedenken hätte, ginge es ihm bestimmt gut. Den obenangeführten Gebetswunsch
oder ist es gar eine Fürbitte (?) ziert die heilige Einfalt in wundervoll graziler Schlichtheit. Da bleibt
nur der Wunsch, dass es viele solcher ähnlich schlichten Gemüter geben möge. Ob es wirklich der groteske
Wille des Schöpfers ist, der Erzbischof von Paris möge dem Papst gehorchen ist damit aber nicht beantwortet.