P. Antonio Rosmini
Noch ein Vorkämpfer des Zweiten Vatikanums
Die Glaubenswächter des 19. Jahrhunderts waren entweder böswillig oder theologische Vollidioten. Sie rissen angeblich Aussagen aus dem Zusammenhang und interpretierten sie völlig willkürlich.
Startseite der offiziellen Webseite zur Seligsprechung.
Startseite der offiziellen Webseite zur Seligsprechung.
(kreuz.net) „Es freut mich wirklich sehr, daß Antonio Rosmini endlich zur Ehre der Altäre erhoben wird.“

Das erklärte der Präfekt der Heiligsprechungs- kongregation, Jose Kardinal Saraiva Martins, vor der Septemberausgabe der italienischen Monatszeitung ‘30Giorni’, die der Bewegung ‘Comunione e Liberazione’ nahesteht.

Der umstrittene italienische Ordensgründer Pater Antonio Rosmini († 1855) wird am nächsten Sonntag seliggesprochen.

‘30Giorni’ hat vom Postulator des Seligsprechungsprozesses erfahren, daß die Gesamtkosten für den Fall „relativ hoch“ gewesen seien.

Der Präfekt der Heiligsprechungskongregation bezeichnet den Seligsprechungsprozeß als „ganz besonders komplex“.

Gut 30 Jahre nach seinem Tod verurteilte die Inquisition Pater Rosmini.
Gut 30 Jahre nach seinem Tod verurteilte die Inquisition Pater Rosmini.
Einer der Gründe ist die posthume kirchliche Verurteilung des Paters im Jahr 1887 in dem Dekret des Heiligen Offiziums ‘Post obitum’.

Kardinal Martins relativiert das Dekret mit dem Hinweis, daß sich Pater Rosmini zu dem Zeitpunkt nicht mehr habe verteidigen können.

Der Kardinal übt auch scharfe Kritik am damaligen Heiligen Offizium. Die beanstandeten Sätze seien „aus dem Zusammenhang gerissen“ und „vollkommen willkürlich interpretiert“ worden.

Der Kirchenfürst hält Pater Rosmini für einen „großen, scharfsinnigen und prophetischen Denker.“

Respektable Meinung in der Minderheit

Im Interview sprach Kardinal Martins auch über die Kritik der alten Jesuiten an Pater Rosmini. Diese seien ihm „nicht gerade freundlich“ gesinnt gewesen: „Aber die Jesuiten haben ihre Meinung schon lange geändert.“

Ein unbeugsamer Kritiker Pater Rosminis war der sehr bekannte italienische Thomist Pater Cornelio Fabro († 1995). Er führte die „Kursänderung“ der Jesuiten auf einen „tief sitzenden Schuldkomplex“ zurück.

Kardinal Martins erklärt zur „respektablen Meinung“ des Thomisten: „Es stimmt, daß der verstorbene Pater Fabro seine negative Meinung über Rosmini nie revidiert hat.“

Doch inzwischen sei er deutlich „in der Minderheit“.

Liturgie, Religionsfreiheit und ein Verständnisproblem

Mikrophone zum besseren Verständnis der Liturgie?
Mikrophone zum besseren Verständnis der Liturgie?
Kardinal Martins erklärte ferner, daß Pater Rosmini das vorweggenommen habe, was die nachkonziliare Liturgiereform habe erreichen wollen.

Er habe „das Drama“ einer Liturgie erkannt, die für das Volk und die Zelebranten angeblich nicht mehr verständlich gewesen sei – und impliziert, daß sich das heute geändert hat.

Der künftige Selige habe versucht, die Liturgie dem Klerus und dem Volk nahezubringen. Deshalb habe er ein eingehendes Studium der Liturgie gefordert, „nicht nur“ die Übersetzung in Landessprache.

Pater Rosmini sei ferner ein Vorläufer der konziliaren Lehre von der Religionsfreiheit – so Kardinal Martins: „Hier kann man Rosmini wirklich als unverstandenen Vorkämpfer bezeichnen.“

Das – bis heute hochumstrittene – Dokument über die Religionsfreiheit ‘Dignitatis humanae’ verdanke ihm viel.
      
19 Lesermeinungen
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#19   Romulus   20:59:46 | Donnerstag, 15. November 2007
Kampf
Interessant ist, dass beim Vat. II so oft von Vor-kämpfern die Rede ist.
Dieses Wort verrät eigentlich schon alles!
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#18   catharina   18:07:21 | Donnerstag, 15. November 2007
In bester Gesellschaft
Unter den Seligen und Heiligen der Kirche gibt es schon recht viele, bei denen sich mühelos lehrmäßige Fehler finden lassen. Selbst bei Kirchenvätern und -lehrern ist das der Fall. Den hl. Augustinus kennen wir auch als „Vorläufer“ späterer Häresien, so z.B. des Protestantismus und des Jansenismus; nach Chesterton ist er geradezu ein – freilich unfreiwilliger – Vater der Häretiker… Rosmini ist also in bester Gesellschaft.
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#17   Leblhuber   17:07:02 | Donnerstag, 15. November 2007
Nichts als Polemik!
Die Glaubenswächter des 19. Jahrhunderts waren entweder böswillig oder theologische Vollidioten.
Ich möchte dieses infantile Artikelchen nicht weiter kommentieren. Aber dem anonymen Artikelschreiberling sei, in Abwandlung seines Eingangszitates, gesagt, dass er entweder böswillig oder ein theologischer Vollidiot ist. Letzteres scheint mir auf jeden Fall zuzutreffen.
ANTONIO ROSMINI, der Prophet der katholischen Freiheit
www.30giorni.it/te/articolo.asp?id=15759
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#16   timpressum †   16:35:33 | Donnerstag, 15. November 2007
Geht doch einfach…
Geht doch, wohin ihr wollt! Ist dem lieben Gott egal! Echt!
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#15   Sozialkatholisch   13:53:00 | Donnerstag, 15. November 2007
@ Aleph
Das Gebimmel kann man im NOM ruhig abschaffen, da hab ich gar nichts gegen und in die „Alte“ Messe gehe ich auch immer lieber und Dank dem Motu Proprio habe ich auch immer mehr Möglichkeiten dazu. Sie können auch gerne in den NOM gehen, oder müssen sie da sogar beruflich hin?
KommunionhelferInnen sind ein Gutes Mittel um den Glauben an und die Ehrfurcht vor der Eucharistie zu zerstören.
Aber was ist denn mit dem verstümmelten Stufengebet, das kann wohl auch ruhig weggelassen werden, wir kommen ja sowieso alle in den Himmel!
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#14   Aleph †   13:41:13 | Donnerstag, 15. November 2007
Gebimmel bei NOM getrost abschaffen
Vielleicht sollte man beim NOM mehr abschaffen als nur das Gebimmel! Z.B. KommunionhelferInnen, Handkommunion, Kanon Nr. 2, weglassen des stark verstümmelten Stufengebetes, weglassen der allgemeinen Schuldvergebung, etc. etc.---
Sozialkatholisch @ Da erlaube ich mir anderer Meinung zu sein. Das Gebimmel kann man getrost abschaffen. Das hat mit Gottesdienst nicht zu tun. Aber KommunionhelferInnen, Handkommunion etc. sind bei NOM sehr wichtig, um die Gemeinde besser zu beteiligen. Gehen Sie doch in die alte Messe. Da gibt es zwar Glöckchenklang, aber die Gemeinde bleibt außen vor.
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#13   Sozialkatholisch   13:32:09 | Donnerstag, 15. November 2007
@ Aleph
Ja, mit viel störendem Geklingel und undurchdringlichen Weihrauchschwaden wird es den Glaubenden ‘rübergebracht.
So wie sie das beschreiben kenn ich das vom NOM, zusätzlich mit Gebimmel an den falschen Stellen.
Katechese die gewisse Elemente der hl. Messe erläutern höre ich auch fast nur bei Priestern im „Alten“ Ritus. Den Messdienern in meiner Amtskirchengemeinde wurde erzählt das sie da bimmeln müssen weil die Leute früher gedacht hätten wer die Hostie sieht muss an diesem Tag nicht sterben.
Das ist neue Katechese!
Dass die Wandlungsworte jetzt deutlich gesprochen und akustisch auch verstanden werden, ist eine segensreiche Einrichtung des NOM.
War aber dem Glauben an die Eucharistie nicht förderlich! Der Glaube an die Wandlung ist sehr zurückgegangen, in den Gemeinden des „Alten“ Ritus nicht.
Was soll den da noch verballhornt werden? Eine gewisse Anfeindung ist nun mal auch ein gutes Zeichen.
Am besten wäre bei NOM, das Geklingel einfach abzuschaffen. Es ist ein kaum nachzuvollziehendes Überbleibsel aus dem alten Ritus.
Vielleicht sollte man beim NOM mehr abschaffen als nur das Gebimmel! Z.B. KommunionhelferInnen, Handkommunion, Kanon Nr. 2, weglassen des stark verstümmelten Stufengebetes, weglassen der allgemeinen Schuldvergebung, etc. etc.---
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#12   Gotthard   13:28:25 | Donnerstag, 15. November 2007
@RJH …
Der Priester soll in erster Linie seine Gebete nicht in das Mikrofon und an die anwesenden Gläubigen richten, sondern direkt über den Opfergaben sprechen, denn der Atem des Priesters über den Gaben ist das Symbol des Heiligen Geistes.
sehr sehr mystisch … aber voll daneben!
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#11   stimme der vernunft †   13:16:05 | Donnerstag, 15. November 2007
na und?
Es wurde ja auch der umstrittene Escriva heiliggesprochen, der mehr als umstrittene Pius X und die Piusbrüder verehren sogar den äusserst umstrittenen Lefebvre wie einen Heiligen.
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#10   thaumaturgos   13:15:55 | Donnerstag, 15. November 2007
@guntram
… man keinen über dessen postmortaen aufenthaltsort KEIN ZWEIFEL besteht, in den himmel versetzen …
>:)
selbst rom kann das nicht …
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#9   ExBochumer †   12:23:15 | Donnerstag, 15. November 2007
Von mir …
kein Kommentar zu diesen Mikrophonen usw.
Ein Seliger, der wegen irgendwelcher Lautsprechereinrichtungen in den Kreis der Seligen erhoen wird?
Aber sonst noch was?
Da wird doch was irgendwie an den Haaren herbeigezogen. Nur weil sich ein Christ mal zu irgendwas geäußert hat, wird er jetzt seliggesprochen.
Ich weiß nicht …
Die Inflation der Seligen und Heiligen, wie sie unter Papst J. P. II. begonnen hat, wird scheinbar weitergeführt.
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#8   Aleph †   11:59:30 | Donnerstag, 15. November 2007
Störendes Geklingel
In der alten Liturgie braucht man keine Mikrophone bei der Wandlung, das Geheimnis wird den Gläubigen auch so rübergebracht.
Ja, mit viel störendem Geklingel und undurchdringlichen Weihrauchschwaden wird es den Glaubenden ‘rübergebracht. Unter dem Eindruck war es einfachen Gemütern zuzumuten, zu glauben, dass da etwas geschehen ist, während sie Rosenkranz gebeten haben. Dass die Wandlungsworte jetzt deutlich gesprochen und akustisch auch verstanden werden, ist eine segensreiche Einrichtung des NOM. Das hat über Jahrhunderte hinweg gefehlt und Kritiker veranlasst, die lateinischen Wandlungs- oder Abendmahlsworte als Hokus Pokus zu verballhornen. Mit dieser Verballhornung hat NOM, Gott seis gedankt endlich und ordentlich aufgeräumt. Da kann man über das unwürdige Geklingel, das bei der Wandlung immer noch die Stille zerstört, leicht hinweghören. Am besten wäre bei NOM, das Geklingel einfach abzuschaffen. Es ist ein kaum nachzuvollziehendes Überbleibsel aus dem alten Ritus.
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#7   RJH   11:49:34 | Donnerstag, 15. November 2007
@don camillo, bzgl. Mikrofone:
Das Bild hat schon einen sehr hohen Bezug zum Thema. Ist es doch so, daß anscheinend heutzutage oft die Kommunikation des Priesters mit den anwesenden Kirchgängern ein hoher Stellenwert eingeräumt wird anstatt sich auf das Wesen der Heiligen Liturgie zu konzentrieren. Der Priester soll in erster Linie seine Gebete nicht in das Mikrofon und an die anwesenden Gläubigen richten, sondern direkt über den Opfergaben sprechen, denn der Atem des Priesters über den Gaben ist das Symbol des Heiligen Geistes. Im Alten Testament bezeichnet der Heilige Geist (Ruach HaQodesh, wörtlich „Heiliger Atem“; Ruach JHWH – „Atem des Herrn“; Ruach HaElohim – „Gottesatem“; Ruchaká – „dein Atem“) die wirkmächtige Gegenwart Gottes im Leben der Menschen.
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#6   Karl Rahna   11:38:29 | Donnerstag, 15. November 2007
Das Bild mit den Mikros…
… ist aber auch köstlich. Übrigens sollten wir uns alle freuen über Rosminis Seligsprechung. Das ändert nichts daran, dass seine philosophischen lehren in der tat vollkommen daneben sind. Diese Irrtümer werden aber heute auch von wirklich NIEMANDEM vertreten (ich bitte ggf. um Gegenbeispiele…) und sie werden am Sonntag auch nicht beatifiziert.
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#5   Guntram   11:32:36 | Donnerstag, 15. November 2007
wann endlich
wird der Athanasius des letzten Jahrhunderts, S. E. Erzbischof Lefebvre zur Ehre der Altäre erhoben. Er hat der hl. Mutter Kirche die ewige und wahre heilige Messe bewahrt und gegen die protestantistische Scheinmesse gekämpft. Er ist ein wahrer Heiliger, der noch in Jahrhunderten von wahrhaften Katholiken heiligmäßig verehrt werden wird. Wann wird endlich formellrechtlich die Exkommunikation gegen die vier Bischöfe der FSSPX aufgehoben? Wann erhält endlich ein Bischof im Dienster der FSSPX einen Kardinalshut? Wann werden Bischöfe und Theologen die dem Modernismus, der Freimaurerei und dem Liberalismus anhängen endlich vor ein Inquisitionstribunal gestellt – hier könnte die Glaubenskongregation endlich mal den Saustall in der Kurie und dem Klerus ausmisten. Theologen und Kleriker aus katholischen Gemeinschaften wie FSSPX und Opus Dei sind zu fördern, die Jesuiten, die für den modernistischen Schweinestall verantwortlich sind müssten aufgelöst werden zumindest müssten ihre Reihen dezimiert werden.
Erst dann kann unsere hl. Mutter Kirche, die mystische Braut unseres geliebten Herrn Jesus Christus wieder an Haupt und Gliedern gesunden.
Hl. Pius X. – Bitte für uns!
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#4   Konrad   11:32:05 | Donnerstag, 15. November 2007
Böswillig und ein theologischer Vollidiot
ist der Verfasser und Redakteur dieses Pamphlets
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#3   Sozialkatholisch   11:28:50 | Donnerstag, 15. November 2007
@ DonCamillo
In der alten Liturgie braucht man keine Mikrophone bei der Wandlung, das Geheimnis wird den Gläubigen auch so rübergebracht.
Das Fragezeichen hätte sie eigentlich schon aufmerken lassen müssen.
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#2   Don Camillo   11:23:24 | Donnerstag, 15. November 2007
Was hat denn
das Bild mit der Unterschrift „Mikrophone zum besseren Verständnis der Liturgie?“ mit dem Artikel zu tun?
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#1   Guiseppe   11:12:29 | Donnerstag, 15. November 2007
Journalistischer Mangel ist es …
… wenn man nicht in der Lage (oder nicht willens?) ist, den Namen des Verfassers dieses sehr tendenziösen Artikels anzugeben.
Hat der Verfasser etwa Angst?
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