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Donnerstag, 15. November 2007 11:45
„Papst Paul VI. hat ein gutes Missale geschaffen“
Die altgläubige Föderation ‘Una Voce’ hat einen neuen Präsidenten gewählt: „Sehen Sie, wir sind keine Lefebvristen. Ich möchte das unterstreichen.“
Der Neo-Präsident möchte die neue Messe nicht a priori kritisieren.
Der Neo-Präsident möchte die neue Messe nicht a priori kritisieren.
(kreuz.net, Rom) Der Brite Leo Darroch ist der neue Präsident der ‘Foederatio Internationalis Una Voce’.

Darroch war bisher der Sekretär der Vereinigung. Er löst als Präsident den Niederländer Jack P. Oostveen ab.

‘Una Voce’ ist nach eigenen Angaben ein Zusammenschluß, der sich darum bemüht, daß die Alte Messe als eine der Formen des eucharistischen Gottesdienstes der Kirche geehrt wird.

Die Gruppierung möchte in der katholischen Liturgie auch das Latein, die Gregorianik und die Polyphonie gefördert wissen.

Audienz im Vatikan. V.l.n.r.: Leo Darroch, Kardinal Castrillon, Jack Oostveen, Mons. Perl
Audienz im Vatikan. V.l.n.r.: Leo Darroch, Kardinal Castrillon, Jack Oostveen, Mons. Perl
In einem Interview mit der italienischen Webseite ‘Petrus’ erklärte der Neo-Präsident von ‘Una Voce’, daß er die Traditionalisten bekannter machen möchte.

Diese würden von den Massenmedien angeblich häufig ignoriert: „Das ist nicht nur die Schuld der Säkularisierung, sondern auch unserer Schwierigkeit, uns griffiger zu präsentieren.“

Darroch will darum auf das Internet setzen, um auch den Boykott jener katholischer Medien zu überwinden, „die von feindlichen Bischöfen kontrolliert werden“.

Weise Kirchenführung
Klar distanziert er sich von der Priesterbruderschaft St. Pius X.:

„Sehen Sie, wir sind keine Lefebvristen. Ich möchte das unterstreichen.“

‘Una Voce’ betrachtet sich in voller Gemeinschaft und in vollem Gehorsam mit dem Papst:

„Wir glauben, daß der Heilige Vater Benedikt XVI. die Kirche weise lenkt, obwohl einige Widerstände aus den eigenen Reihen kommen, wie das Schicksal des Motu Proprio es sehr deutlich gezeigt hat.“

Gutes Konzil – gutes Meßbuch
‘Una Voce’ sei auch „ganz und gar nicht“ gegen das Zweite Vatikanum, „das wir mit seinen Dokumenten schätzen“:

Der Ökumenismus sei eine fundamentale Wegmarke, die
Leo Darroch:
„Wir schätzen und ermutigen auch den interreligiösen Dialog, solange man den Synkretismus vermeidet.“
umgesetzt werden müsse. Dabei sei aber jede Konfusion zu vermeiden. Jeder müsse an seiner eigenen Identität festhalten:

„Wir schätzen und ermutigen auch den interreligiösen Dialog, solange man den Synkretismus vermeidet.“

Darroch ist auch der Auffassung, daß Papst Paul VI. ein „gutes Meßbuch“ geschaffen hat: „Es wäre absurd, es a priori zu kritisieren.“

„Gewisse Anwendungen und freie Interpretationen – um nicht von Mißbräuchen zu sprechen – haben mir nicht gefallen“ – schränkt Darroch ein.

Deutlich spricht sich Darroch gegen die Handkommunion aus: „Ich leugne nicht, daß ich gegen diese Praxis bin.“

Wer die Handkommunion praktiziere, habe eine protestantische Vorstellung der Eucharistie:

„Ich bin überzeugt, daß die geeignetere Haltung das Knieen ist – als richtige Haltung der Frömmigkeit und kindlichen Verehrung des Heilandes.“

HandkommunionHandkommunionKlicken Sie auf das Bild, um die Photomeile mit 4 Bildern zu starten.

© Una Voce Audienz: http://www.ifuv.org/
Alle Lesermeinungen anzeigen 6 von 45 Lesermeinungen:
Dienstag, 20. November 2007 18:34
Burgorus: Una voce
Nachdem die Aussagen von Una Voce in diesem Artikel dementiert wurden, nehme ich auch meine Aussage, dass Una voce auf die Piusbruderschaft einschlage, zurück. Die Homepage von Una voce ist durchaus empfehlenswert.
Freitag, 16. November 2007 08:17
Aleph: „Unselig“
daß Sie Anhänger des unseligen Teilhard de Chardin sind („Punkt Omega“).
Alois Bischof @ Dass Sie damit nichts anfangen können, wusste ich. Es schadet aber nichts, auch nicht Teilhard de Chardin, den Sie als „unselig“ diffamieren. Das ist wohl eine traditionell-katholische Eigenschaft, andere Menschen durch den Begriff „unselig“ in Misskredit zu bringen. Sie erinnern sich schon an die NT-Stelle mit Jesus, wenn er Ihnen bekannt sein sollte, der gesagt haben soll, wann wer dem Feuer oder dem Gericht verfallen soll… Immerhin ist er, Teilhard de Chardin in der „Messe über die Welt“ zu Erkenntnissen vorgestoßen, die Ihnen nicht zugänglich sind. Deshalb sollten Sie Teilhard de Chardin und seine theologischen Erkenntnisse nicht als „unselig“ disqualifizieren. Sonst disqualifizieren Sie sich selbst. Oder ist es nur der Neid, der bei Ihnen solche Erruptionen hervorruft? „Denn Neid jag’ auf der Stelle fort, durch ihn…“ stand einmal im alten Ketechismus.
Freitag, 16. November 2007 08:04
Sozialkatholisch: @ Nehushtan
Also im Moment bin ich mit den tridentinischen Messen nach dem alten (Heiligen)Kalender ganz zu frieden.
Ich kann dort würdig die hl. Messe und das Bußsakrament empfangen und richtig gut zu Gott dem Herrn beten.
Freitag, 16. November 2007 07:23
Nehushtan †: @Sozialkatholisch:
Ich empfehle dringend, sich mit den Heilig-Geist Messen (die meisten Wunderheilungen und Wettersegen geschahen dort) und Engels-Messen des Mittelalters auseinanderzusetzen.
Eriugena und Nikolaus von Oresme sind dazu zu nennen…auch Albertus Magnus (der sich auch mit Naturheilkunde auskannte, und wie die nachfolgenden Grössen mit Edelsteinen heilte, wäre zu nennen), Hildegard von Bingen und Trithemius als Abt von Sponheim.

Das Engelwerk könnte helfen…auch die Greber-Christen!
Bereits Paulus predigten den 4 antiken Engeln der Elemente und unterwarf sie Christi herrschaft laut NT.

Auch Berthold von Regensburg und seine Predigten sind relevant.
Der Gottesname EL bzw. ELOHIM muß in der Messe angerufen werden!
Bereits bei Christi Geburt waren Sterndeuter anwesend…die magoi des NT, chaldäischer oder persischer Herkunft.
Freitag, 16. November 2007 07:09
Sozialkatholisch: @ Gotthard
Ich habe nie gesagt das konkret du Ehrfurcht vor Eucharistie vermissen lässt, dafür müsste ich dich und deine Messen schon persönlich kennen.
Der NOM verleitet dazu immer mehr die Ehrfurcht vor der Eucharistie zu verlieren, was man bei vielen Priestern und Gläubigen immer mehr sieht. Mit der Ehrfurcht schwindet auch der Glaube an der Eucharistie, ohne Glaube an der Eucharistie ist ein röm/kath. sein unmöglich.
Wir beide können uns ja mal nach NOM Messen hinstellen und die Gläubigen über ihr Eucharistieverständnis befragen und dann dasselbe mit Gläubigen nach tridentinischen Messen.
Donnerstag, 15. November 2007 23:03
Gotthard: @sozialkatholisch
jetzt doch mal konkrete Butter an die Fische mir gegenüber!

Wo habe ich Ehrfurcht vermissen lassen?
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