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Donnerstag, 15. November 2007 19:27
Gnadenloser Kampf gegen die Familie
Deutsche Extremisten bemühen sich, die Bundesrepublik mit teils verfassungsfeindlichen und teils einfach nur peinlichen Parolen in die Steinzeit zurückzubefördern. Ein Kommentar.
Bundeskongreß der 'Grünen Jugend' im Mai 2006
Bundeskongreß der ‘Grünen Jugend’ im Mai 2006
(kreuz.net, Würzburg) Der Grundpfeiler einer „freien und toleranten“ Gesellschaft sei eine „freie und tolerante“ Familie.

Diese und ähnliche Weisheiten finden sich in einem Leitantrag der ‘Grünen Jugend’, der auf dem 29. Bundeskongreß der Gruppierung verabschiedet wurde. Der Kongreß fand Anfang November in Würzburg statt.

Die ‘Grüne Jugend’ ist die Jugendorganisation von ‘Bündnis 90/Die Grünen’. Letztere ist eine kinder- und familienfeindliche deutsche Partei des linksextremen Spektrums.

‘Die Grünen’ kämpfen insbesondere für die aktive Diskriminierung ungeborener Kinder und für die Leugnung ihrer Menschenrechte.

Der ‘grüne’ Leitantrag steht unter dem Titel „Gemeinsam frei leben“.

Darin kommen verschiedene Themen zur Sprache – zum Beispiel die ‘grüne’ Familienpolitik.

Erklärtes Ziel ist die Vernichtung der Ehe
Der Begriff „Familie“ wird von der ‘Grünen Jugend’ in „erneuerter Definition“ verwendet. Mit anderen Worten: Er wird völlig aufgelöst.

„Wir verstehen unter Familie sowohl das klassische Vater-Mutter-Kind-Bild, als auch gleichgeschlechtliche Partnerschaften mit oder ohne Kind, polygame Lebensgemeinschaften, Patchworkfamilien, Alleinerziehende aber auch Wohngemeinschaften wie Studenten-, Mehrgenerationen-, und Senioren-Gemeinschaften oder ganz einfach der engste Freundeskreis“ – so die angebliche Familiendefinition im Leitantrag.

Im Mittelpunkt der „Familie“ wird eine sogenannte „Solidarität untereinander“ gestellt. Es ist das erklärte Ziel des Leitantrages, die Ehe zu vernichten:

„Die Ehe muß dem Schutz des Grundgesetzes entzogen werden.“

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Und wenn Geschwister heiraten wollen?
Die ‘Grüne Jugend’ fordert statt der Ehe die Einführung eines „Familienvertrages“, in dem Erwachsene familienrechtliche Fragen verbindlich regeln.

In diesen der ‘grünen’ Phantasie entsprungenen Familien sollen auch Geschwister, „die sich lieben“, einen Familienvertrag abschließen und „Kinder kriegen“ dürfen.

Die ‘Grüne Jugend’ will entsprechende Straftatbestände aufheben.

Der Leitantrag will auch verhindern, daß „der Anschein entsteht“, daß es einer Mutter und eines Vaters bedürfe, um ein Kind zu erziehen.

Das nennt der Leitantrag allen Ernstes „Leben in einer modernen Gesellschaft“ und eine „vorwärts gewandte Politik in den Bereichen der Familien- und Sozialpolitik“.

Maßnahmen zur Verblödung Deutschlands
Um das Bildungsniveau in Deutschland völlig zu ruinieren, fordert der Leitantrag „gemeinsames Lernen von Kindern unterschiedlichen Entwicklungsstands und Alters und individuelle Förderung statt Auslese“.

Die Mehrgliedrigkeit im Schulsystem in der grundständigen Schulausbildung müsse abgeschafft werden. Darum sollen alle Schüler in den ersten zehn Jahren bis zum Abschluß eines einheitlichen Schulabschlusses gemeinsam unterrichtet werden:

„Privatschulen sehen wir als kontraproduktiv zu einem funktionierenden Bildungssystem an.“

Ähnlich wie Nazi-Deutschland (1933-1945) und die Sowjetunion (1922-1991) setzt der Leitantrag auf eine kollektivierte Kindererziehung.

Sie fordert „ein flächendeckendes, qualitativ hochwertiges und kostenfreies Angebot zur Kinderbildung und -betreuung ab dem ersten Lebensjahr.“

Die Eltern sind völlig unfähig
Die Kollektiv-Erziehung betrachtet der Leitantrag – der billige Slogans liebt – als Vermittlung einer „weltoffenen und emanzipierten Gesellschaft“.

Heute seien Kinder „viel zu stark“ abhängig vom sozialen Stand und den Erziehungsmethoden ihrer Eltern. Darum wird die obligatorische Einlieferung von Kindern ab dem dritten Lebensjahr in staatliche Kindertagestätten gefordert.

Die Tagestätten sollen keine Vorschule des „still Sitzens und Lernens“ sein, sondern ein „Ort der Geborgenheit und des sozialen Lebens sein“ – den die ‘grünen’ Jugendlichen offenbar in ihren Familien nicht mehr finden.

Geradezu eine Ironie
Im übrigen erklärt der Leitantrag, daß Kinder entscheiden und an der Gesellschaft mitwirken wollen.

Er empfindet es „geradezu als Ironie“, daß über Politikverdrossenheit geklagt und zugleich den Kindern jede Chance der Teilnahme an Demokratie und Politik genommen werde.

Deshalb müßten die Schulen „nach einem demokratischen Prinzip“ aufgebaut sein, wo das Schulparlament wichtigste Entscheidungen treffe.

In der Wohnungspolitik möchte der Leitantrag Häuserbesetzungen – der Text nennt das „Zwischennutzung“ – legalisieren.

In der Sozialpolitik fordert er „freies Musizieren, Kunsthandel und freien Essens- und Getränkeverkauf auf der Straße“.

Cannabis statt Religion
Die schöne neue ‘grüne’ Welt hält man am besten aus, wenn man Rauschgift nimmt. Darum steht die ‘Grüne Jugend’ den Millionen Konsumenten von „illegalisierten Drogen“ – zum Beispiel Cannabis – bei, die „wegen einer verfehlten Drogenpolitik verfolgt werden“.

Cannabis scheint bei der ‘Grünen Jugend’ auch die Religion als Opium für das Volk zu ersetzen. Darum heißt ein Untertitel des Leitantrags: „Frei von Religion und Leitkultur“.

In diesem Abschnitt geht es um die „nicht zu verleugnenden christlichen Prägung“ der Gesellschaft.

Die ‘Grüne Jugend’ glaubt, daß die Politik „natürlich“ nicht den „anmaßenden Versuch“ unternehmen dürfe, „das politische Leben in einer Welt des Pluralismus nach den Prinzipien einer bestimmten Religion gestalten zu wollen.“

Gleiches Baurecht für alle
Doch weil die freie Religionsausübung ein Menschen- und Grundrecht sei, fordert die ‘Grüne Jugend’ „gleiches Baurecht für alle Religionsgemeinschaften und die Ausbildung von religiösen Geistlichen an deutschen Hochschulen.“

Die Religionsfreiheit dürfe aber nicht „über die Menschenwürde und anderer persönlicher Freiheitsrechte“ gestellt werden.

Darum fordern die ‘grünen’ Jugendlichen von allen Muslimen im Umgang mit Frauen, Homo-Unzucht, Trennung von Staat und Kirche und Gewalt als Mittel der Auseinandersetzung das Gleiche „wie von anderen Religionsgemeinschaften.“

Keine künstlichen Wahrheiten
Der Leitantrag wehrt sich auch gegen diejenigen, die „sehenden Auges“ nicht näher bezeichnete „Erfahrungen und Erkenntnisse unserer Geschichte revidieren wollen oder gar »künstliche Wahrheiten« verbreiten“.

Die Gesellschaft der ‘Grünen Jugend’ beruht ausdrücklich auf einem „humanistischen Weltbild“. „Humanistisch“ muß hier offenbar im Sinne von „atheistisch-agnostisch“ verstanden werden.

Denn im weiteren erklärt der Leitantrag: „Der Religionsunterricht gehört deshalb aus der Verfassung gestrichen – jede Form von Schöpfungstheorie raus aus dem Unterricht.“

Seinen Platz soll ein gemeinsamer Weltanschauungsunterricht einnehmen, der alle Konfessionen – „auch den Islam“ – berücksichtigt.

„Religiöse Regeln“ sollen aus Politik, Schule und Gerichtssälen verbannt werden: „Wir sind gegen eine soziokulturelle Rechtfertigung von Straftatbeständen“ – heißt es geschwollen.

Beim Tragen religiöser Symbole in öffentlichen Einrichtungen müsse eine konsequente Gleichbehandlung stattfinden.

Im übrigen fordert der Leitantrag eine überparteiliche, staatliche Informationsstelle, die unentgeltlich „Demokratie-Kurse“ anbietet.

Denn – so der neunmalkluge Leitantrag: „Wissen ist Macht.“

© Titelbild: Flickr-Benützer „mediaparker“, CC
Alle Lesermeinungen anzeigen 6 von 94 Lesermeinungen:
Mittwoch, 21. November 2007 16:57
Ja, im Grunde sind die Grünen unterschwellig totalitär, genauso wie die Sozialisten. Und ich bestreite auch gar nicht, dass die Grünen die pluralistische Gesellschaft wollen, aber so, wie sie diese anstreben und verwirklichen wollen, muss diese zwangsläufig in einem Totalitarismus enden, weil eine solche Gesellschaft, wie sie den Grünen vorschwebt, auf Dauer keinen Bestand haben kann.
Dienstag, 20. November 2007 20:21
Gladius: Pol Pot lässt grüßen
Hallo,

die Grünen zeigen mal wieder ihre Seelenverwandtschaft mit Pol Pot und seines/ihresgleichen.
Allein schon das Verbot der Privatschulen zeig, das sozialistische Zwangsbeglückung und Einheitsmeinung angesagt ist. Wer anderer meinung ist, ist katholisch, ewiggestrig etc, etc.Muß also mehr oder weniger barsch umerzogen werden. Dazu noch eine rasante Mischung aus 1984 ,Animal farm und Brave New World.

Klasse!!
Dienstag, 20. November 2007 10:09
crossword: Yaoi – endlich wieder zum thema
völlig richtig! aber um das eigentliche thema gehts mittlerweile /wie meist hier/ eh schon lang nicht mehr. dh. worin der kampf gegen die familie (durch homosexuelle!!) bestehen soll, diese antwort bleiben die herrschaften schuldig. behauptung genügt!
inzwischen red ma von zöllnern, cannabis usw. usw. – was mit dem thema so viel wie nichts zu tun hat.
also: worin besteht der gnadenlose kampf gegen und die befürchtete bedrohung der ehe durch homosexualität? fest steht, dass homosexuelle, die ihr leben miteinander verbringen nie verlangt haben, dass dafür heteros keine ehe mehr eingehen und keine kinder mehr haben sollen. ich glaub,die wichtigkeit der ehe und familie ist allen klar. was also hindert die heteros, weiterhin nach ihren vorstellungen zu leben? dass schwule lebenspartner mit einigen selbstverständlichen grund(menschen)rechten ausgestattet werden wollen? was hat das mit den heteros zu tun? oder steht die heteroehe ohnehin schin immer auf so schwachen beinen, dass zu befürchten ist, dass nun alles zur gleichgeschlechtlichkeit konvertiert??? absurder gehts doch nicht!
nein, die tatsache ist, dass die scheidungsrate bei heteros an die 50 % ausmacht, dass ihre (bedauernswerten!) vernachlässigten bälger die gesellschaft plagen und terrorisieren, der drogensucht und dem alkohol anheim fallen und in dieser form die eigentliche bedohung der gesellschaft darstellen!
und dieser heterosauhaufen hat mit homosexualität nun wirklich weniger als nichts zu tun!
Sonntag, 18. November 2007 01:09
MightyDuck: @Uräus
Wow: Schwer zu lesen, weil sehr unverständlich, aber ich kämpfe mich durch und komme zum Urteil, dass es doch sehr an den Haaren herbei gezogen klingt und absurd klingt. Belege für den „Der ist mit dem, der wiederum mit dem, und deswegen hassen wir den weil der den hasst, weil die den mögen“-Text? Fände ich sehr geil, wenn sie mir da ein paar nette Bibel-Sprüchelchen oder Geschichten aufdrücken… Bin gespannt.
Sonntag, 18. November 2007 00:40
Uräus †: Von der Redaktion entfernt
Sonntag, 18. November 2007 00:23
MightyDuck: Ich liebe Lachen!
Lieber Fortschritt als Rückschritt
Lieber Grüne wählen als (haken-)kreuz.net zustimmen

Das ist meine ganz persönliche Meinung… Ich lache jetzt schon über die 10 Leute auf dem Christopher Street Day oder die 5 streng Gläubigen, die diesen Schwachsinn lesen und die schreien: „Ihr begeht alle eine Sünde! Schämt euch! Jesus, Gott… Bla bla!“. Wir leben im 21. Jahrhundert und euer Weltbild ist so alt wie die Bibel. Das ist doch echt arm! Euer einziges Ziel, dass ihr verfolgt ist Homosexualität schon im Keim zu ersticken, weil euch es ein Buch sagt. Okay… Nochmal: 21. Jahrhundert, Hallo!? Ich würde mir echt Sorgen über diese Verhetzung machen, aber da ihr so eine jämmerliche Minderheit seit ist es mir echt egal und ich behaupte gerne: Ich lese kreuz.net! Warum? Das sagt der Titel…

Love and Peace for everyone!
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