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Anerkennung des Papstes? + Die Vorzüge einer späten Pubertät + Homo-Erpresser verurteilt + Weltuntergang in Rußland + Nicht gekränkt
Benedikt XVI. und Patriarch Bartholomäus I. bei einer Messe in der katholischen Heilig-Geist Kathedrale in Istanbul.
Benedikt XVI. und Patriarch Bartholomäus I. bei einer Messe in der katholischen Heilig-Geist Kathedrale in Istanbul.
© Ecumenical Patriarchate
Anerkennung des Papstes?

Vatikan. Der Vatikan veröffentlichte gestern ein Dokument über die Ökumene mit der Orthodoxie. Es handelt sich um das Ergebnis eines Treffens, das Mitte Oktober in Ravenna stattfand. In dem Dokument bejaht die Orthodoxe Gemeinschaft die „universale Ebene der Kirche“. Für diese sei beides notwendig: Primas und Kollegialität. Die Orthodoxie räumt ein, daß Rom in der Ordnung der Patriarchate die erste Stelle einnahm und daß der Bischof von Rom deshalb der Erste unter den Patriarchen war. Über die Interpretation dieser Fakten waren sich die Gesprächspartner allerdings nicht einig.

Die Vorzüge einer späten Pubertät

Deutschland. Mädchen aus harmonischem Elternhaus pubertieren im Vergleich zu weniger behüteten Teenagern später. Das berichtete das deutsche Magazin ‘Focus’ Mitte November. Eine frühe Pubertät birgt Gesundheitsrisiken in sich, die bis zu einem erhöhten Krebsrisiko der Fortpflanzungsorgane reichen. Jetzt fanden Forscher der Universitäten von Arizona und Wisconsin-Madison unter der Leitung von Bruce J. Ellis heraus, daß Mädchen dann später pubertieren, wenn ihre Eltern sie unterstützen, weniger miteinander streiten, und bei ihnen keine psychischen Erkrankungen – etwa Depression – auftreten. Das Team beobachtete 227 Kinder vom Vorschulalter bis in die Jugend. Die Studie erschien im Fachmagazin „Child Development“.

Homo-Erpresser verurteilt

Deutschland. Am vergangenen Montag wurde ein 50jähriger Homo-Unzüchtiger wegen Erpressung eines Homo-Priesters zu einer fast zweijährigen Bewährungsstrafe verurteilt. Der Priester aus dem Bistum Trier hat über ein Kölner Homo-Stadtmagazin Kontakt zu einem homo-unzüchtigen Masseur aufgenommen. Der Verurteilte filmte den Priester heimlich bei Massagen und Homo-Perversionen. Anschließend verlangte er von ihm 2000 Euro Schweigergeld. Der Priester erstattete Anzeige.

Weltuntergang in Rußland

Rußland. In Rußland haben sich 29 Sektenmitglieder seit Oktober in einer Höhle verbunkert und warten auf den Weltuntergang. Unter den Anhängern der Gruppierung ‘Wahre russisch-orthodoxe Kirche’ befinden sich auch vier Kinder. Die Mitglieder drohen sich im Fall einer polizeilichen Räumungsaktion selbst zu verbrennen. In der Höhle befinden sich Gasflaschen, Kerosin und Lebensmittelvorräte. Die Polizei ermittelt gegenwärtig gegen den Sektenführer, der sich nicht in der Höhle aufhält.

Nicht gekränkt

„Das Platzen des Treffens mit dem Rabbiner an der Klagemauer habe er, Schönborn, »nicht als kränkend empfunden«.“

Aus einem Bericht des Grazer Lokalblattes ‘Kleine Zeitung’ vom 10. November über die Reise der österreichischen Bischöfe ins Heilige Land.
      
47 Lesermeinungen
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#47   Aurelius   17:46:30 | Samstag, 17. November 2007
@Gotthard: sic est
Genau! Die Orthodoxen sollen doch gefälligst den Primat des Papstes anerkennen – und Schluss ist!
So ist es.
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#46   homo erectus   12:27:38 | Samstag, 17. November 2007
Ja, Yaoi,
Homo-r ist, wenn man trotzdem lacht! :-D
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#45   Yaoi   11:28:06 | Samstag, 17. November 2007
Homo-Inflation
Homo-Erpresser
Homo-Unzüchtiger
Homo-Priester
Homo-Stadtmagazin
homo-unzüchtiger Masseur
Homo-Perversionen
Und das alles in einem Absatz! HERRLICH! :-D :-D :-D
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#44   sani †   08:37:58 | Samstag, 17. November 2007
@Romulus …
… das Geblubber, wie du es nennst ist gute und uralte patristische Theologie – aber ich weiß ja schon, die sich so selbst bezeichnende Tradition beginnt ihre Geschichte ja erst mit dem Ultramontanismus des frühen 19. Jrh. – alles was vorher war wird mit der ultramontanistisch ^-^ ^-^ getönten Brille wahrgenommen.
Die Traditionalisten gehen mit der wirklichen Tradition um wie jene Kriminalbeamten, die ein Wildschwein jagen wollten. Nachdem sie nach etlichen Stunden noch immer keines erlegen konnten, nahmen sie ein Kaninchen aus den Stall, nahmen es in den Schwitzkasten, verprügelten es und riefen immer wieder: „ Gib’s doch endlich zu, du bist eine Wildsau; gib’s doch endlich zu …!“ :-)
Was nicht passt, wird passend gemacht. Aber in dem ich hier schreibe, nehm’ ich ja die diversen Wirklichkeitsverweigerer schon wieder zu ernst.
Ich werd’ mich bessern, und mich wieder der Wirklichkeit zuwenden.
lg sani
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#43   Gotthard   02:22:09 | Samstag, 17. November 2007
@romulus
Dieses Geblubber von orthodoxer und katholischer Seite ist seit Paul VI. ständig zu hören.
Genau! Die Orthodoxen sollen doch gefälligst den Primat des Papstes anerkennen – und Schluss ist!
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#42   Romulus   22:30:52 | Freitag, 16. November 2007
Orthodoxes Geblubber
Für diese sei beides notwendig: Primas und Kollegialität. Die Orthodoxie räumt ein, daß Rom in der Ordnung der Patriarchate die erste Stelle einnahm und daß der Bischof von Rom deshalb der Erste unter den Patriarchen war. Über die Interpretation dieser Fakten waren sich die Gesprächspartner allerdings nicht einig.
Dieses Geblubber von orthodoxer und katholischer Seite ist seit Paul VI. ständig zu hören. – Es wiederholt sich von Zeit zu Zeit, ohne dass allerdings etwas dabei herauskommt. Es kann also getrost ignoriert werden. O:O
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#41   stimme der vernunft †   15:38:36 | Freitag, 16. November 2007
@Sozi
Die Bischöfe schulden dem Patriarchen auch Gehorsam.
Du hast ganz offensichtlich nicht die geringste Ahnung von der Orthodoxie. Natürlich ist „Patriarch“ eine Beförderung, weil es ein Ehrentitel ist und er den Ehrenvorsitz unter den Bischöfen führt.
Aber er hat nicht die allergeringste Jurisdiktionsvollmacht über andere Bischöfe oder andere Diözesen.
Mach dich mal schlau bevor du hier Dinge behauptest.
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#40   sani †   13:38:45 | Freitag, 16. November 2007
Es gibt gute Gründe…
… für den Primat der Kirche von Rom im Sinne von „nichts ohne die Kirche von Rom“ – und es gibt gute Gründe, dass die römische Kirche (sprich Papst) äußerst zurückhaltend im Sinne von „Pastor Aeternus“ handelt. Es ist ja tatsächlich nicht von der Hand zu weisen, dass vor der entsprechenden Abstimmung ein erheblicher Teil der Bischöfe abreiste, und so für eine so weitreichende dogmatische Konstitution ein verhältnismäßig kleines Quorum in Rom blieb – nur so nebenbei, Lumen Gentium des II. Vatikanums versucht die Unebenheiten des Ersten Vatikanums auszugleichen, obschon letztlich nicht die dem Vat. I adäquate Formel zu Ergänzung von Pastor Aeternus gefunden wurde – die Interpretationsbedürftigkeit blieb und bedingt in nicht unerheblichem Maße die jetzt bestehenden Probleme in unserer Mutter Kirche. Jedenfalls, um’s noch mal zu wiederholen: Die Päpste des 20 Jrh. vermieden es die Rechtsform der Ex cathedra Erklärung anzuwenden (außer das besagte eine Mal im Jahr 1950)
Schwieriger scheint mir tatsächlich der Jurisdikitionsprimat zu sein. welcher geradezu exzessiv so scheint mir von Joh. P. II ausgeübt wurde (nicht immer zum Wohl der Kirche – siehe Kurt Krenn z.B.) – aber das dürfte eher ein persönl. Problem gewesen sein – Stichworte: polnischer Seelsorger in eingeschliffener jahrhunderte alter Bürokratie – kein Wunder, dass er sich mit Vertrauten umgab, kein Wunder, dass diese dann begannen durchaus auch Macht und Einfluss zu gewinnen (neben der norm. Hierarchie) … schluss sani
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#39   Aleph †   13:23:49 | Freitag, 16. November 2007
Spricht für Sie!
Ich brauch kein Theologisches Seminar zu besuchen, mit meinen Kirchensteuern halte ich mir Knechte die mir das eigentlich beantworten können sollten, sonst stell ich die Zahlungen vielleicht ein.
Sozialkatholisch@Dieser eine Satz von Ihnen, bereitet mir ganz große Freude, weil er aus dem Bauch kommt und nicht über die Filter des Katechismuswissens gelaufen ist. Spricht für Sie.
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#38   Sozialkatholisch   13:20:33 | Freitag, 16. November 2007
@ Aleph
Ich brauch kein Theologisches Seminar zu besuchen, mit meinen Kirchensteuern halte ich mir Knechte die mir das eigentlich beantworten können sollten, sonst stell ich die Zahlungen vielleicht ein.
Aber im Grunde ist es mir auch egal ob sie daran glauben das der Papst der Stellvertreter Jesu ist oder ob sie es für wahrhalten.
@ Stimme
Zuerst wird man Bischof und dann wird pro Kirche nur einer von den Bischöfen Patriarch, wenn das keine hierarchische Steigerung ist dann weiß ich es auch nicht. Die Bischöfe schulden dem Patriarchen auch Gehorsam.
@ Gotthard
Das ist doch nicht alles an was du glaubst, oder?
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#37   Aleph †   13:18:33 | Freitag, 16. November 2007
Harry Potter
Auch durch kirchlichen Segen ist an Harry Potter nicht zu glauben, man braucht die Geschichten derzeit auch noch nicht einmal für wahrzuhalten. Ist das nicht toll?
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#36   Gotthard   13:14:11 | Freitag, 16. November 2007
@sozialkatholisch
Ich glaube an:
* Gott, den Vater, den Allmächtigen
* Jesus Christus, seinen eingeborenen Sohn
* den Heiligen Geist
Glaube ist Beziehung!
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#35   Aleph †   13:11:15 | Freitag, 16. November 2007
Theologisches Seminar
Sozialkatholisch@ Da empfehle ich Ihnen ein theologisches Seminar, um die Unterschiede zwischen glauben und für wahrhalten kennen zu lernen. Ausschlie0lich die Wahrheiten im nizänischen Glaubensbekenntnis sind zu glauben.
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#34   Sozialkatholisch   13:03:00 | Freitag, 16. November 2007
@ Aleph
Was ich ür wahr halte, an das glaube ich und an was ich glaube, das halte ich auch für wahr.
Aber vielleicht können sie mir das ein wenig erläutern.
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#33   stimme der vernunft †   13:01:31 | Freitag, 16. November 2007
@sozi
Genau und die orthodoxen Patriarchen sind auch bloß Bischöfe und sonst nichts weiter!
So ist es. Der Patriarch von Moskau hat keinerlei Jurisdiktionsvollmacht ausserhalb der Diözese Moskau.
Und der Patriarch von Konstantinopel hat keinerlei Jurisdiktionsvollmacht ausserhalb der Diözese Konstantinopel.
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#32   Aleph †   13:00:19 | Freitag, 16. November 2007
Für wahrhalten
Aber wenn man katholisch sein will hat man bestimmte Dinge zu glauben, bzw. nicht bewusst in Abrede zu stellen.
Sozialkatholisch@ Sie verwechseln glauben mit für wahrhalten. Das ist ein großer Unterschied und so steht es im Katechismus.
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#31   Sozialkatholisch   12:56:47 | Freitag, 16. November 2007
@ Aleph
Man sollte das was man glaubt natürlich prüfen und dann bewusst glauben.
Wenn man bewusst glaubt kann man damit sogar Komplexe besiegen.
Aber wenn man katholisch sein will hat man bestimmte Dinge zu glauben, bzw. nicht bewusst in Abrede zu stellen.
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#30   Aleph †   12:44:58 | Freitag, 16. November 2007
Komplexbeladen
Sozialkatholisch@ trotzdem bin ich der Meinung, dass man viel weniger glauben sollte, bevor man nicht eigene Erfahrungen gemacht hat. Manches glaubt man halt auch, weil es viel zu komplexbeladen ist.
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#29   Sozialkatholisch   12:36:12 | Freitag, 16. November 2007
@ Aleph
Es gibt auch genug Leute die sagen das er nur behauptet das er Bischof sei.
Wir Katholiken glauben aber beides!
@ Gotthard
Wo du recht hast, hast du recht!
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#28   Gotthard   12:28:29 | Freitag, 16. November 2007
@sozialkatholisch
Die einen sind Nachfoger der Apostel, der eine Stellvertreter Gottes auf Erden.
offizielle Titel:
# Episcopus Romanus – „Bischof von Rom“
# Vicarius Iesu Christi – „Stellvertreter Jesu Christi“
# Successor Principis Apostolorum – „Nachfolger des Apostelfürsten“ und weitere
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#27   Aleph †   12:09:33 | Freitag, 16. November 2007
Bischof von Rom
Sozialkatholisch @ Der eine ist nachweislich Bischof von Rom. Das andere wird von ihm behauptet.
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#26   Sozialkatholisch   11:58:48 | Freitag, 16. November 2007
Alles nur Bischöfe
Die einen sind Nachfoger der Apostel, der eine Stellvertreter Gottes auf Erden.
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#25   Aleph †   11:52:52 | Freitag, 16. November 2007
Es geht um die Konzilianz
Sani@Da kann ich Ihnen nur beipflchten. Es geht um die Konzilianz, deren sich auch das Papsttum befleißigen sollte, in dem es die Bischöfe eben nicht zu Filialleitern des Stellvertreter Gottes auf Erden degradiert. Noch immer sind Bischöfe die Nachfolger der Apostel, nach katholischer Lehre. Konziliantes Bemühen ist aber Mangelware bei Personen, die glauben, den Primatsanspruch ständig vor sich her tragen zu müssen.
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#24   Sozialkatholisch   11:48:12 | Freitag, 16. November 2007
@ sani
Genau und die orthodoxen Patriarchen sind auch bloß Bischöfe und sonst nichts weiter!
Sollte Ironisch gewesen sein!!
:-@
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#23   sani †   11:45:03 | Freitag, 16. November 2007
Gas runter …
Die Infallibilität wurde erst einmal schlagend (1950 – bei der Verkündigung der leiblichen Aufnahme Mariens in den Himmel – was aber gut im Glauben des Volkes belegt ist) – Vorher und nachher hat sich der Papst NIE auf den entsprechenden Artikel in „Pastor Aeternus“ berufen. Und alles andere, was hier so herumgeschmiert wird, ist nichts anderes als Speichelleckerei auf der einen und geiferndes nicht Verstehenwollen (können) auf der anderen Seite.
Der Papst ist Bischof von Rom, und die Bischöfe sind nicht seine Filialleiter, der Papst wird auch nicht geweiht (also ist das Papstamt auch kein Sakrament) – ich denk mir, das wirkliche Problem im Diskurs mit den orthodoxen Kirchen ist die Möglichkeit des Papstes, bis in die Tagesgeschäfte hineinregieren zu können, ohne sich letztendlich dem Kollegium der Bischöfe stellen zu müssen. Aber das wird womöglich auch noch in den nächsten Jahren gelöst werden.
lg sani
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#22   Aleph †   11:43:53 | Freitag, 16. November 2007
Gewissensterror
Was Sie als „Gewalt“ bezeichnen bestand darin, einen Text zu formulieren und zu unterzeichnen.
Ist Gewissensterror nicht auch Gewalt? Ein Teil der Bischöfe hat sich damals dieser Attacke entzogen. Sie sind ihrem Gewissen gefolgt und haben das Konzil rechtzeitig verlassen. Das eigene Gewissen ist nach katholischer Lehre die Entscheidungsinstanz, auch für mutige Bischöfe. Die müsste man heute lange suchen. Abstimmung mit den Füßen nennt man das, weil es offenbar keine andere Möglichkeit gab, dem Text zum Unfehlbarkeitsdogma das Placet vorzuenthalten.
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#21   stimme der vernunft †   10:48:21 | Freitag, 16. November 2007
@möchtegern
Dass das Primat eine apostolische Tradition hat, bestreiten nicht einmal Orthodoxe oder sogar Anglikaner.
Nur: Zwischen „Primat“ (apostolische Tradition) und „volle und höchste Gewalt in allen Fragen und über jeden“ (Pastor Aeternus) ist ein himmelweiter Unterschied.
Und zwischen „ein Dogma ist nur dann ein Dogma, wenn auch der Papst zustimmt“ (apostolische Tradition) und „Entscheidungen des Papstes sind auch ohne Zustimmung der Kirche unfehlbar“ (Pastor Aeternus) ebenfalls.
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#20   Sozialkatholisch   10:47:14 | Freitag, 16. November 2007
@ Aleph
Sozialkatholisch@ Der Traum ist doch bekannt: damit alles wieder einmal gut werden wird. Und bis dahin: Selig und süß vom Primat, den Rom einmal hatte, träumen.
Nein, so an der Ökumene arbeiten das es Frucht bringt, so an der Ökumene arbeiten das man keine Wahrheiten über Bord schmeißt, so an der Ökumene arbeiten das der Papst den autorisierten Vorsitz in der Liebe einer geeinten Christenheit hat.
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#19   möchtegern-kathole   10:35:52 | Freitag, 16. November 2007
@Aleph
Sie schreiben „mit Gewalt“
Was Sie als „Gewalt“ bezeichnen bestand darin, einen Text zu formulieren und zu unterzeichnen. Gewalt? Wie kommen Sie auf die Idee? Es wurden keine Armeen gesandt, um die Katholen zur Anerkennung des Dokuments zu zwingen.
@stimme der venunft: Sie schreiben: „Jeder, der fähig ist, einfache Texte zu lesen und zu verstehen, kann kinderleicht nachvollziehen … nichts als ein Märchen ist“
Das ist natürlich polemisch. Lassen Sie bitte die Polemik, es bringt nichts – Sie demontieren höchstens den Ihren eigenen, guten Ruf. Wenn Sie das Erste Vatikanum angreifen, dann empfehle ich Ihnen, zunächst dessen Dokumnete zu lesen. Darin ist sehr detailliert erklärt, dass das Primat sehr wohl eine Tradition bis ins Urchristentum hat.
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#18   Aleph †   10:30:03 | Freitag, 16. November 2007
Reines Politikum
Wenn ein Papst mit Gewalt durchsetzen kann, dass seine Unfehlbarkeit als Dogma verkündet wird, ist damit schon ein abgrundtiefer Tiefpunkt erreicht. Wer es nötig hat. Zum Glück hatte eine Reihe von Bischöfen vor dieser Abstimmung das erste Vaticanum bereits verlassen. Die Infallibilität als Dogma zu verkünden, war ein reines Politikum des damaligen Papstes, um seine fragwürdigen Machtansprüche geltend machen zu können.
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#17   stimme der vernunft †   10:29:41 | Freitag, 16. November 2007
Ach, da hab ich wohl
in ein Wespennest gestochen.
Jeder, der fähig ist, einfache Texte zu lesen und zu verstehen, kann kinderleicht nachvollziehen, dass die Behauptung, ein Jurisdiktionsprimat oder eine Unfehlbarkeit habe apostolische Tradition, nichts als ein Märchen ist.
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#16   möchtegern-kathole   10:27:49 | Freitag, 16. November 2007
Die Kirche …
… und speziell das Amt des Papstes ist eine Erfolgsstory ohne Ende. Wo auf Erden bestand eine Institution so lange? Noch dazu eine so irdisch schwache, die heute nicht mal eine Armee hat? Die lange blutig verfolgt wurde? Wo auf Erden gab es ein Amt so lange? Wo auf Erden hielt ein Amt so viele Versager aus?. Auch der Modernismus wird Sie nicht überwinden. Kritiker kommen und gehen, aber Seine Worte, Seine Kirche und Sein Papsttum werden nicht vergehen.
Wer das Wunder der Kirche und des Papsttums nicht sieht, auf den trifft zu: sie haben Augen, aber sie sehen nicht.
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#15   Guntram   10:22:38 | Freitag, 16. November 2007
ach was
Das erste Vatikanum, der absolute Tiefpunkt des Papsttums: Man erklärt seine Machtpolitik zur heiligen Glaubenswahrheit.
ach hören Sie doch mit ihrer unfeinen Polemik auf, die bringt hier auch nicht weiter.
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#14   Lorenz   10:21:47 | Freitag, 16. November 2007
Hierarchie
Warum ist es denn nur so schwer einzusehen, dass Die Kirche Jesu keine demokratisch oder pluralisitsch organisierte sein kann. Sie muss eine Monarchie sein, sonst würde sie ordnungslos auseinanderbrechen. Bald würde sie gleich dem Protestantismus, wo es streng genommen so viele Päpste gibt, wie es Protestanten gibt, alles Unbequeme abstreifen und sich in einem Wettbewerb um die bequemste und nachgefragteste Glaubensauffassung befinden. Dann hat jeder Irrtum freies Schalten.
Ein Monarch ist kein Diktator, der alles entscheiden will. Er entscheidet nur dort, wo etwas an ihn herangetragen wird. Das nennt man Subsidiaritätsprinzip. Ohne dieses zu respektieren, geht alles dahin. Wetten?
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#13   Aleph †   10:20:00 | Freitag, 16. November 2007
Der Traum
Sozialkatholisch@ Der Traum ist doch bekannt: damit alles wieder einmal gut werden wird. Und bis dahin: Selig und süß vom Primat, den Rom einmal hatte, träumen.
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#12   möchtegern-kathole   10:12:58 | Freitag, 16. November 2007
@stimme der vernunft
Sie dürfen natürlich die Katholische Selbstdefinition bestreiten. Sie dürfen katholische Glaubenssätze als „Tiefpunkt“ ansehen. Sie dürfen die Kath. Glaubenswahrheiten auch als „Legenden“ abtun, wie Aleph.
Aber: Sie werden den Katholischen Glauben nicht umdefinieren können. Damit werden Sie scheitern. Das versuchen Apostaten seit 2 Jahrtausenden. Stehen Sie dazu. Katholisch im Glaubenssinne sind Sie nicht mehr.
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#11   Sozialkatholisch   10:09:55 | Freitag, 16. November 2007
Rom hatte den Vorrang!
Ja, Rom hatte den Vorrang als die Christen bis auf ein par Irrlehrer noch einig waren und einig müssen wir Christen wieder werden.
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#10   stimme der vernunft †   10:07:45 | Freitag, 16. November 2007
Tiefpunkt
das Erste Vat. Konzil, das den Primat des Papstes in Glaubens- und Moralfragen, incl. seiner Unfehlbarkeit bei Beanspruchung derselben, darlegt und explizit als kath. Glaubensinhalt angibt.
Das erste Vatikanum, der absolute Tiefpunkt des Papsttums: Man erklärt seine Machtpolitik zur heiligen Glaubenswahrheit.
Die herumhurenden Rennaisancepäpste haben zumindest den Glauben unverändert gelassen, nicht einmal einem Alexander VI wäre es eingefallen, seine politischen Interessen zur göttlichen Offenbarung zu erklären.
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#9   Aleph †   10:03:28 | Freitag, 16. November 2007
Rom hatte
Sozialkatholisch@ Sie sagen es selbst: Rom hatte einmal den Vorrang.
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#8   Sozialkatholisch   10:00:23 | Freitag, 16. November 2007
Rom hatte nun mal den Vorrang!
Von den fünf alten Bischofssitzen Rom, Konstantinopel, Antiochien, Alexandria und Karthago hatte Rom nun mal den Vorsitz.
Zum Vorrang, auch zum Vorrang in der Liebe gehört auch eine gewisse Autorität.
Eine Hierarchie ist außerdem christlich, wir haben ja schließlich auch Christus als unseren Herrn und dieser hat 72 bzw. 12 Apostel in seine besondere Nähe berufen und mit Autoritäten ausgestattet. Von den 12 erhielt der Apostel Petrus eine ganz besondere Vormachtsstellung in der Leitung der Kirche.
Heutzutage soll ja auch sogar Christus der Vorrang genommen werden, man hört ja immer öfter das Christus mit Buddha und Mohammed nur gleicher unter gleichen war.
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#7   möchtegern-kathole   09:59:58 | Freitag, 16. November 2007
@Aleph
Diese ‘Legenden’ aus ‘düsterer Quelle’ – das ist der katholische Glaube. „Düstere Quellen“ sind unzähliche Kathechismen, beispielsweise der von PiusX, oder das Erste Vat. Konzil, das den Primat des Papstes in Glaubens- und Moralfragen, incl. seiner Unfehlbarkeit bei Beanspruchung derselben, darlegt und explizit als kath. Glaubensinhalt angibt.
Darin, dass sie diese „düsteren Quellen“ ablehnen und Ihren eigenen Glauben konstruieren, der dann freilich ohne Papst-Primat auskommt, entfernen Sie Sich von dem katholischen Glauben.
Genau das ist der Modernismus, der – in Ihrer Person explizit – die kath. Glaubensinhalte abstreitet.
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#6   Aleph †   09:48:07 | Freitag, 16. November 2007
Die alte Legende vom Primat
Wenn dem Papst von Gott dem Allerhöchsten der Primat gegeben wurde, dann wäre es schmählich, dieses Geschenk zurückzuweisen. Der Liebe Gott hat sicher alle Argumente dafür und dagegen sorgfältig abgewogen, als er sich für das Papsttum entschied.
möchtegern-Kathole@ Aus welchen düsteren Quellen beziehen Sie diese Binsenweisheiten? Der Primat ist eine jahrhundertelange Behauptung der römischen Bischöfe, die genauso anfechtbar ist, wie sie als gegeben angenommen wird. Bekanntlich hat sich im ersten Jahrtausend des Christentums die kirchlich- theolgische Drehscheibe in erster Linie in Konstantinopel gedreht. Das sollte bei aller römischen Überlegenheit und dem fragwürdigen Primatsanspruch nicht in Vergessenheit geraten. Die Legende, Gott habe dem Papst den Primat verliehen, erzählen Sie bitte anderswo, aber nicht in einer halbwegs ernstzunehmenden Diskussion. Der Primatsanspruch war zäher politischer Kampf über Jahrhunderte hinweg. Lesen Sie doch einmal in der Kirchengeschichte nach, was sich Rom alles eigenmächtig hat gegen Konstantinopel einfallen lassen, um den Primat zu behaupten. Koscher ist das nicht immer zugegangen. Deshalb, der Allmächtige habe dem Papst den Primat verliehen, heften Sie mal getrost im Ordner Legende ab. Auch wenn eine Sache über Jahrhunderte hinweg behauptet wird, ist sie dadurch nicht wahrer, aber eine Behauptung (?)
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#5   möchtegern-kathole   09:21:10 | Freitag, 16. November 2007
@Aleph
Wenn dem Papst von Gott dem Allerhöchsten der Primat gegeben wurde, dann wäre es schmählich, dieses Geschenk zurückzuweisen. Der Liebe Gott hat sicher alle Argumente dafür und dagegen sorgfältig abgewogen, als er sich für das Papsttum entschied.
Ihr Beitrag zeigt kein Verständnis für eben dieses göttliche Fundament des katholischen Glaubens – darin zeigt sich Ihr modernistischer Glaube, der Kirche und Glauben zu rein weltlichen Dingen degradiert, die man mal schnell ändern kann.
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#4   Aleph †   08:58:28 | Freitag, 16. November 2007
Auf den Vorrang Pochen
Dass Rom den Vorrang einnahm, ja doch. Das könnte Vergangenheit sein und Rom könnte ganz plötzlich allein da stehen ohne die Unterstützung der orthodoxen Kirchen oder des Ökumenischen Patriarchen. Wenn Rom der Vorrang streitig gemacht wird, wäre es doch eine großzügige Geste, sich einmal von diesem Auf-den Vorrang-Pochen zu verabschieden?
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#3   Guntram   08:58:04 | Freitag, 16. November 2007
endlich…
die Orthodoxie steht uns unendlich näher – auch was Liturgie und Tradition – angeht als die lutherischen Ketzer, die versuchen uns ihre Häresien aufzuoktroyieren. Gebe Gott, daß das große Schisma zwischen der wahren hl. Mutter Kirche und der Orthodoxie überwunden wird. Nur so können wir den Kampf gegen den bestialischen Islam und den liberalen Protestantismus siegreich führen.
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#2   Sozialkatholisch   08:51:26 | Freitag, 16. November 2007
Die Orthodoxie räumt ein, daß Rom in der Ordnung der Patriarchate die erste Stelle einnahm
und daß der Bischof von Rom deshalb der Erste unter den Patriarchen war.
Dieses ist ein großer Schritt für die Ökumene mit den anderen apostolischen Kirchen. Es war schon immer meine Meinung das die Hand zur Ökumene viel mehr unseren orthodoxev Brüdern und Schwestern ausgestreckt werden sollte, denn die Prostestanten, denen die Kirche bis jetzt immer verstärkt die Hand hingehalten hat,schlagen ja doch nur immer auf die Hand drauf.
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#1   Aleph †   08:45:50 | Freitag, 16. November 2007
Den Vortritt lassen
Wäre es nicht einmal an der Zeit, dass Rom einmal nach all den Jahrhunderten auf die Vorrangstellung verzichten würden und dem Ökumenischen Patriarchen einmal den Vortritt lassen. Biblisch nachzuweisen ist es nicht, dass Rom für alle Zeiten den ersten Rang einzunehmen hat. Oder sind Gesten dieser Art in den obersten Rängen der Hierarchie total verpönt?
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