Euthanasie
Ganz, ganz massiver Schaden
Sie leiden unter Rückenschmerzen und psychischen Problem? Kein Problem. In der Schweiz gibt es die Möglichkeit zu einer Schnellheilung.
Symbolfoto
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© „M e l o d y“, CC
(kreuz.net, Zürich) In der Schweiz gibt es zwei Selbstmord- Unternehmen, ‘Dignitas’ und ‘Exit’.

Am 31. Oktober beschäftigte sich die Sendung ‘Rundschau’ des ‘Deutschschweizer Fernsehens’ mit ‘Exit’.

Der Verein wurde 1982 gegründet und zählt 50.000 Mitglieder. Bei einem jährlichen Mitgliederbeitrag von 35 Franken nimmt der Verein jährlich umgerechnet über eine Million Euro ein.

Noch im Februar distanzierte sich der frühere Pressesprecher von ‘Exit’, Andreas Blum, von der Tochter-Firma ‘Dignitas’ und ihrem Präsidenten, Ludwig Minelli: Minelli schade der sogenannten Sterbehilfe „ganz, ganz massiv“.

Es sei eine Frage der Zeit bis man ihm „das Handwerk lege“.

Inzwischen ist Blum als Pressesprecher zurückgetreten.

Er scheint auch an ‘Exit’ Zweifel bekommen zu haben. Er warf dem Verein vor, das Schweizerische Betäubungsmittel-Gesetz zu verletzen, eine Regelung für die Sterbehilfeorganisationen zu bekämpfen und sich gegen ‘Dignitas’ nicht abzugrenzen.

Die Sendung ‘Rundschau’ berichtete, daß ‘Exit’ in ihren Räumlichkeiten Körpergifte lagere, die nach dem Schweizerischen Betäubungsmittel-Gesetz nur von Ärzten aufgewahrt werden dürfen.

Das Strafmaß für dieses Vergehen beträgt bis zu drei Jahre Gefängnis.

Laut der ‘Rundschau’ fand sich bei Selbstmord-Helferinnen Gift für zwei Kundentötungen, während in der ‘Exit’-Geschäftsstelle mindesten zehn Gift-Rationen vorrätig waren.

Der Zürcher Staatsanwalt behauptet jetzt, davon nichts gewußt zu haben. Er werde ‘Exit’ zur Rede stellen.

Zusammenarbeit mit ‘Dignitas’

Es ist auf offensichtlich, daß ‘Exit’ mit ‘Dignitas’ zusammenarbeitet. Die ‘Rundschau’ brachte dafür mehrere Beispiele.

So klagte Frau D. über Rückenschmerzen und psychische Probleme und wollte sich umbringen. Exit lehnte es ab, ihr einen tödlichen Giftcocktail zu servieren, vermittelte die Dame jedoch an ‘Dignitas’ weiter:

„Frau D. ist dankbar, daß wir die Sache an ‘Dignitas’ weitergeleitet haben“ – heißt es in einem internen, vertraulichen Brief, der der ‘Rundschau’ vorliegt.

Eine Mitarbeiterin von ‘Exit’ versprach sogar, die Todeskandidatin mit dem Auto zu ‘Dignitas’ zu fahren.

Die ehemalige Mitarbeiterin von ‘Dignitas’, Soraya Werni, kennt mehrere Fälle, die von ‘Exit’ an ‘Dignitas’ vermittelt wurden.

Worte und Wirklichkeit

Die gegenseitige Unterstützung funktioniert auch umgekehrt – erzählt Frau Werni.

Einmal war eine Selbstmord-Kandidatin nicht in der Lage, das von ‘Dignitas’ servierte Gift zu schlucken. Minelli setzte sich daraufhin mit der Tochterfirma ‘Exit’ in Verbindung.

Wenig später kam ein Vertreter von ‘Exit’ und setzte der Frau eine tödliche Infusion.

Der Haken bei der Sache: Die aktive Tötung eines Selbstmord-Kandidaten ist sogar in der Schweiz strafbar.

Daß das Tötungsgeschäft auch ein Lügengeschäft ist, bewies ‘Dignitas’-Chef Minelli am 12. November vor der Tageszeitung ‘Welt’. Dort erklärte er, daß seine Organisation nur dafür sorge, daß sich ein Lebensmüder selber umbringe – log Minelli:

„Das bedeutet, daß der sterbewillige Mensch den letzten Akt in seinem Leben selbst durchführen muß.“

Es sei denn, man setzt ihm eine Todesspritze.
      
4 Lesermeinungen
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#4   Peter-Pan   20:13:52 | Samstag, 17. November 2007
@Nachtlaterne
Sie schwafeln schon wieder…
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#3   Nachtlaterne   20:05:07 | Samstag, 17. November 2007
diese mörder…
…dürfen kraft staatlicher unrechtsgesetze ohne ende weiter machen.
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#2   methusalix †   00:38:40 | Samstag, 17. November 2007
Theophrastus Bombastus von Hohenheim, der sich PARCELSUS nannte:
Dosis facit venenum: Die Dosis macht das Gift.
Pentobarbital (meist 10-15g als letale Dosis) = 5-Ethyl-5-(1-methylbutyl)-barbitursäure wird heute nicht merh als Schlafmittel verwendet, sondern nur noch von EXIT und DIGNITAS.
Ein Esslöffel Natriumchlorid (NaCl), also Kochsalz wäre für jedes Baby tödlich. Zwei Körner nicht.
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#1   HomCat   14:48:39 | Freitag, 16. November 2007
Ich lach mich tot…
Sagt mal, heute sind die Schreiber sowas von scheiße! Jedes Kind bemerkt die Fehler…
Also zum Mitschreiben:
Die haben also Gift zum töten…
Und Gift dürfen nur Ärzte unter Verschluss haben?
Bei mir geht aber Arzt mit Gift nicht zusammen…
Ach was haben Sie denn? Ach, Kopfschmerzen? Ich verschreibe Ihnen eine Strichnin-Ration. Oder warten Sie, vielleicht doch eine Nase Senfgas. Das hat nicht so viele Nebenwirkungen…
:-S
Versucht doch wenigstens ein wenig besser zu schreiben, denn die Artikel sind so und so schon unglaubwürdig!
Und was bekommen die Leute nun wirklich? Wahrscheinlich eine Mischung aus schnell wirkendem Beruhigungsmittel, einem mittelschnellem Schlafmittel und einem b-Blocker…?
Oder was? Wo ist denn der Autor? Der muss es doch wissen…
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