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Freitag, 16. November 2007 10:01
In der Bibliothek des neuen Liturgikers an der Universität Würzburg stehen sieben besondere Bände. Denn: „Ich bin bekennender ‘Harry Potter’-Fan.“
Zurück zum Artikel 36 Lesermeinungen:
Sonntag, 18. November 2007 23:09
Hódmezövásárhelykutasipuszta: Einmal nicht aufgepasst auf einen bischöflichen Journalisten und schon ist man kreuz.net-Star
Also ich weiß nicht, ob die vielen Leute, die meinen, hier einen Verbündeten auf höchster wissenschaftlicher Ebene gefunden zu haben, nicht demnächst ziemlich enttäuscht sein werden. Man munkelt doch, dass es um die Wissenschaftlichkeit dieses Herrn nicht allzu schlecht bestellt ist, und das zieht logischerweise Dinge mit sich, die hier auf dieser Site nicht gerne gesehen werden:
* kritisches Potential
* differenzierte Ansichten
* fundierte Argumentationen.
Und wie man mit den methoden wissenschaftlich redlich arbeitender Theologie zur Ansicht kommen soll, dass die Erlaubnis zum partiellen Nichtvollzug einer im römischen Messbuch vorgesehenen Reform liturgiewissenschaftlich, pastoraltheologisch und dogmatisch als richtig zu bewerten ist, das muss mir irgendjemand einmal vormachen. Ich habe nämlich noch nie jemanden erlebt, der für dieses Motu proprio war und dessen Argumentationen dann trotzdem nicht in irgendeinem Autoritäts- oder Traditionalismus-Argument zusammengelaufen sind.
Sonntag, 18. November 2007 08:54
Christian Hüller: Zustimmung in diesem Punkt
Beim Staus Quo kann es mittelfristig nicht bleiben. Riesenpfarrverbände sind auf Dauer keine Lösung.
Die Lebenssituation der Priester HEUTE ist in vielem anders als sie es um 1100 oder noch im 19. Jd. und Anfang des 20. Jd. war. Das muss man einfach zur Kenntnis nehmen.
Sonntag, 18. November 2007 01:57
methusalix †: @C. Hüller
Realismus nennt man so was …

Da haben Sie völlig Recht. Wenn sich die Kirchenfürsten allerdings nicht ganz schnell etwa einfallen lassen, um wieder mehr Priester zu bekommen, erledigt sich das reale Problem des Priestermangels von ganz alleine auf dem Weg der biologischen Lösung.
Wenn es keine Priester mehr gibt, ist die Religion Geschichte, wie die verblichene Sowjetunion, wie die ex-DDR und etliche andere.
Ich bin gespannt OB sich die katholische Hierarchie etwas einfallen lässt und wenn ja, WAS dann passiert. Eines ist sicher, langweilig wirds nicht.
Samstag, 17. November 2007 20:41
Christian Hüller: @ Methusalix
Als Ehefrau zur linken Hand des Salzburger Fürsterzbischofs Wolf Dietrich von Raitenau schenkt sie ihm 15 Kinder. Der Zölibat verhindert das Erbrecht und so entsteht für Salome und ihre Kinder durch Schenkung ein ungeheures Vermögen.

Sie sprechen mit Ihrer -im Kontext unpässlichen- Äußerung etwas sehr Interessantes an:
die augenblickliche Kirchenverfassung macht es schwierig, wenn nicht gar unmöglich, am Zölibat zu rütteln.

Es kann daher bei Reformen im Hinblick auf den Zölibat nur in Richtung Orthodoxie gehen, niemals in Richtung laissez faire.

Realismus nennt man so was …
Samstag, 17. November 2007 00:50
Benedikt: @ obelix / methusalix
Naja, wegen Ihrem Ceterum censeo halt…
Samstag, 17. November 2007 00:45
obelix †: Nö! Warum denn?
(Schauen Sie sich mal die Ehefrau von methusalix an!)
Samstag, 17. November 2007 00:41
Benedikt: @ methusalix
Eigentlich ist Ihr Nickname falsch gewählt. Sie hätten sich besser „Cato“ nennen sollen .
Samstag, 17. November 2007 00:10
methusalix †: … es menschelte schon immer in der Klerisei, müssen die Popen sich deshalb anderen gegenüber so
unmenschlich zeigen?

Nettes Fundstück aus der Geschichte Salzburgs.

Alt von Altenau
Die Erinnerung an dieses erloschene Geschlecht ist von der reizenden Salome Alt von Altenau geprägt.

Als Ehefrau zur linken Hand des Salzburger Fürsterzbischofs Wolf Dietrich von Raitenau schenkt sie ihm 15 Kinder. Der Zölibat verhindert das Erbrecht und so entsteht für Salome und ihre Kinder durch Schenkung ein ungeheures Vermögen.


Zitiert nach Stiftung Seeau.
Freitag, 16. November 2007 23:14
Benedikt: Lieber Rolfi…
Bei Weltbild und generell der V2-Propaganda (mit „Schwulenmessen“ etc.) geht es eben nicht mehr nur um moralisches Versagen (was nicht aus der Kirche ausschließt), sondern um Verbreitung verurteilter Irrlehren (was sehr wohl aus der Kirche ausschließt)!

Studieren Sie doch mal die alten Visitationsberichte – die Leute damals waren sich keiner Schuld bewusst. Ich laß in einem Bericht von der letzten Visitation des Stiftes St. Stephan in Mainz (also so um 1800), dass ein Kanonikus um Erlaubnis bat (wohl gemerkt bei den Visitatoren!), einen Durchbruch zur Garten seiner Allerliebsten vornehmen zu dürfen.

Sie haben in ihrem Mikrokosmos ein perfektes Kirchenbild entwickelt, das niemals mit der Realität übereinstimmte. Für jede der Mißstände, die Sie in der Kirche von heute ausmachen könnte man Ihnen von Mißständen aus der Kirchengeschichte erzählen. Und seien Sie froh, dass die Kleriker der früheren Zeit nicht so viel publiziert haben…
Freitag, 16. November 2007 23:13
Leblhuber: An Romulus Augustulus, den Allerletzten!
Dein blaues Auge steht Dir nicht.

P.S. Jetzt ist Schluss! Es wird langweilig!
Freitag, 16. November 2007 23:07
Romulus: @Lebl
Du bist einfach klasse!
Freitag, 16. November 2007 23:02
Leblhuber: @Romulus:
Eine erste Nennung von Romulus wird in der Erwähnung eines „Rhomylos“ als Sohn des Aeneas gesehen.

Fieberhaft gesucht, was??? Gut, dass es Wikipedia gibt. Wenn Du einen Lese- und Schreibkurs machst, geht es nächstens schneller.
Freitag, 16. November 2007 22:59
Pater Lingen: Zum Benni: Wenigstens die KzM-Einleitungstexte lesen!
a****
„Daher kommt es, dass nur drei Menschenklassen von ihr [der Kirche] ausgeschlossen werden: erstens die Ungläubigen, dann die Häretiker und Schismatiker, endlich die Exkommunizierten … Von den übrigen aber, wenn auch noch so gottlosen und verbrecherischen Menschen, ist gar kein Zweifel, dass sie noch in der Kirche verbleiben …“ (Cat. Rom. I, 10,9).
****e
(Die derzeitige Sedisvakanz – Der Unterschied zwischen katholischer Kirche und ökumenischer Antikirche)

Bei Weltbild und generell der V2-Propaganda (mit „Schwulenmessen“ etc.) geht es eben nicht mehr nur um moralisches Versagen (was nicht aus der Kirche ausschließt), sondern um Verbreitung verurteilter Irrlehren (was sehr wohl aus der Kirche ausschließt)!

Benni sollte mal einen theologischen Grundkurs machen! Und bitte nicht bei Rahner (dito), Kasper („Einführung“) und erst recht nicht Ratzinger („Einführung“).

Literaturempfehlungen ebenfalls bei KzM!
Freitag, 16. November 2007 22:50
Romulus: @Leblhuber – Nimms mit nicht übel, aber das konnte ich mir nicht verkneifen
Sag mal, was bist du denn für ein armseliges Mäuschen? Soll ich nun Mitleid mit der haben, oder was? Da wird sich Kurti K. aber mächtig über dich freuen. Lebli kann Realität von Sage nicht mehr unterscheiden, vielleicht zuviel Harry Potter gelesen…

„Eine erste Nennung von Romulus wird in der Erwähnung eines „Rhomylos“ als Sohn des Aeneas gesehen.“
Freitag, 16. November 2007 22:35
Leblhuber: @Kurt K.:
Ich hab Sie erwischt und nun – naja, was soll man auch anderes erwarten als Gossensprache!

…von einem, der sich in einem kath. Forum nach einem Sohn des Mars nennt, der von einer Prostituierten aufgezogen wurde!!!
Freitag, 16. November 2007 22:33
Romulus: ?????
Ich hab Sie erwischt…

Wobei? Spinnst Du?
Freitag, 16. November 2007 22:29
Kurt K.: Haha Romulus!
Ich hab Sie erwischt und nun – naja, was soll man auch anderes erwarten als Gossensprache!
Freitag, 16. November 2007 22:24
Romulus: @Kurt K.
Halt Deine blöde Klappe!
Freitag, 16. November 2007 22:15
Kurt K.: Ja, sehr Komisch Romulus!
Man stelle sich vor, ein Koch erzählt etwas übers Kochen, obwohl er nie gekocht hat.

Die Katholische Priester erzählen doch auch ständig was übers poppen, obwohl…
Freitag, 16. November 2007 22:12
Romulus: Gute Nacht, Bildungsland Deutschland!!!!
Ist dieser Typ überhaupt Kleriker? Wenn nicht, was tut der dann auf einem Liturgie-Lehrstuhl? Man stelle sich vor, ein Koch erzählt etwas übers Kochen, obwohl er nie gekocht hat. Harry Potter, als ob es nichts wichtigeres gäbe als dieses Zeug. Sollen jetzt alle Potter-Deppen Liturgie studieren, oder was will der?
Freitag, 16. November 2007 21:36
Benedikt: @ Pater Lingen
Wo ist eigentlich Ihre Stellungnahme zu dem exorbitant großen Anteil an Konkubinariern im Klerus auch in Zeiten vor dem II. Vatikanum und nach dem Tridentinum?
Freitag, 16. November 2007 21:16
Pater Lingen: Momentan auf der Startseite vom V2-Verlag „Weltbild“:
„Harry Potter und der Orden des Phönix“

„Harry Potter“ – Suche bei Weltbild:
226 Treffer
Buch: 170 Treffer
Spielwaren: 1 Treffer
DVD/Video: 21 Treffer
Musik: 12 Treffer
Software/Games: 12 Treffer
Sonstige: 1 Treffer

Und nicht vergessen: Albus Dumbledore, Harry Potters Mentor, ist schwul.

Welche war noch mal die „größte transnationale Schwulenorganisation“?

Ja, wenn der Heilige Vater deutsch könnte und wenigstens mal einen Moment Zeit hätte, einen Blick auf die Kirche in Deutschland zu werfen: Der Weltbild-Verlag wäre schon längst geschlossen, gell?
Freitag, 16. November 2007 17:12
Tridentinus: Stufelessers Dissertation
enthält manche Kritik an der nachvatikanischen Liturgiereform, manchmal in Fnn verborgen, aberdeutlich. Altphilologisch und argumentativ-hermeneutisch arbeitet er darin aber nichtimmer exakt.
Freitag, 16. November 2007 14:48
Aleph: Immense Erfolgschancen
Das muss man alles nicht verbiestert sehen. Es ist doch schön, wenn ein Professor der Liturgiewissenschaft nicht nur die Vorteile des alten und neuen Missale vergleicht und deren Texte aus beruflichem Interesse inhaliert, sondern auch Zeit findet, die sieben Potter-Bände zu lesen und darüber hinaus auch noch Zeit hat, in einem publikumswirksamen Interview, den Helden der Serie mit messianischen Attributen zu versehen. Das ist gelebtes, auflagensteigerndes Aggiornamento. Es ist schon mehr als lobenswert, dass auch die Kirche sich nicht zu schade ist, derart mit in den Chor der Harry-Potter-Begeisterten einzustimmen, um die Erfolgschancen der Romanserie ins Immense zu steigern. Wenn jede Pfarrbücherei aufgrund dieser Empfehlung künftig die Harry-Potter-Bände vorrätig haben wird, ist das doch was. Da freut sich nicht nur der Verleger, sondern auch der ein oder andere Buchhändler um die Ecke, bei dem die Bände gekauft wurden!!!
Freitag, 16. November 2007 14:31
Peter-Pan: @HomCat
Ja, stimmt. Harry Potter ist deshalb so sehr im Fokus der Fundis, weil sich die Reihe eines beispiellosen Erfolges erfreut. Obwohl ich glaube, dass zumindest „His dark materials“ ebenfalls bald ins Gespräch kommen wird. Die Verfilmung des ersten Bandes „The golden Compass“ kommt Weihnachten ins Kino und scheint großartig zu sein.

Tatsache ist doch, im Grunde bietet Harry Potter kaum Angriffsfläche – fast jeder andere Jugendroman (schon bei Mark-Twain brechen die Kids Schwüre auf die Bibel und veranstalten okulte Rituale nachts auf dem Friedhof) bietet mehr Angriffsfläche. Harry Potter hingegen: Saubere Sprache, klare Trennung zwischen gut und böse, kein Sex (jedenfalls nicht offen) und eine unzweifelhafte moralische Botschaft.

Und es ist nicht mehr Okultismus drin, als in allen alten Märchen (Grimm, Andersen, 1001 Nacht, Peter Pan, …).

Aber weil Harry Potter gerade so in ist – und vielleicht weil sich mehr Kinder dafür interessieren, als für die Bibel – weckt das die Wut der Kirchenfundis.
Freitag, 16. November 2007 14:13
HomCat: @Peter Pan
Der Witz ist doch, daß die Kirche das verbieten muss, was im Moment ein Hype ist, denn nur so interessiert es überhaupt jemanden, was die Kirche sagt. Das selbe gilt für Homosexualität. JETZT, wo es viele gibt, die es offen leben, muss posaunt und gehetzt werden. Was soll das verkappte Bodenpersonal denn mit Ihren genannten Büchern? Das wäre zu unspektakulär für die Presse.

Da frag ich mich, warum die Kirche das Telefonbuch noch nicht verboten hat?… Immerhin stehen da Namen mit Telefonnummer von Menschen drin, die Harry Potter lesen, schwul sind, Pädophile, Satansanhänger, Menschen, die den Schäferhund lecken lassen, Drogen konsumieren und zu 90% NICHT in die Kirche gehen…
Freitag, 16. November 2007 14:06
Peter-Pan: @HomCat
Ja, im Ernst, jeder der damit leben kann, dass Aschenputtels böse Stiefmutter ihren Töchtern Zehen und Ferse abschneidet, damit der der Glasschuh passt, wird auch in Harry Potter nichts übermäßig blutiges finden .

Und auch ich möchte mich hier outen: Als leidenschaftlicher Harry Potter – Fan. Habe den siebsten Band gleich gekauft, als er auf Englisch erschienen ist. War einfach toll.

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Der Witz an der ganzen Kirchenkritik: Unter okulten, gotteslästerlichen oder kirchenfeindlichen Aspekten ist Harry Potter das harmloseste, was die moderne Jugend-Literatur zu bieten hat.

Lest mal die ebenfalls geniale Trilogie „His dark materials“ von Philip Pullman. Da gibt’s Krieg mit dem Himmel (und im dritten Teil fällt Gott; kein Witz). Oder Bartimäus, wo der jugendliche Held Pentagrame auf den Boden zeichnet und Dschinns und Dämonen beschwört. Oder Fairy Wars von Herbie Brennan (Nekromanie im zweiten Band). Alles tolle Bücher.
Freitag, 16. November 2007 13:53
HomCat: SOOSOO
Ich mag den Potter. Der war so schön unblutig. Mit Graus denke ich noch an meine Kindheit und die Alpträume die ich hatte, weil der Böse Wolf mich fressen wollte und die Hexe sich schon auf den saftigen Grillpenis von Hänsel gefreut hat.
Freitag, 16. November 2007 13:49
Freinsberg: Nur Harry-Potter-Fan?
Schade, dass der neue Liturgiewissenschaftler nur unter dem Aspekt Harry Potter vorgestellt wird. Eigentlich hätte ich erwartet, dass KreuzNet ihn als Freimaurer, Liberalen, VII-Anhänger oder Ähnliches anklagt.
Freitag, 16. November 2007 12:20
Aleph: Märchen vorlesen
Es ist kein Mangel, die Potter-Bücher nicht gelesen zu haben. Sie waren vor Jahren just angebracht, als sich eine breite Lesemüdigkeit in der Bevölkerung ankündigte. Der eine oder andere ließ sich auf diese Weise wieder vom Erlebnis, ein Buch zu lesen, erneut faszinieren. Aber Märchen sind doch etwas anderes und die sollen den Kindern auch immer wieder vorgelesen werden, wenn sie das wolln. Harry Potter hat da nur schwer Chancen, den Grimmschen Kinder- und Hausmärchen den Rang abzulaufen. Die sind vielfältiger und nicht nur auf eine Person bezogen.
Freitag, 16. November 2007 12:11
miles immaculatae: Kinder brauchen Märchen
In den Bücherschränken meiner zwei Kinder und meiner Enkelkinder stehen selbstverstänlich Grimms Märchen, in denen es von Hexen und Zauberern, Riesen und Zwergen, Drachen und Einhörnern nur so wimmelt. Chesterton zufolge , dem vom Papst immerhin der Ehrentitel des „defensor fidei“ verliehen wurde, ist das auch recht so.

Was also ist gegen das Kunstmärchen Harry Potter, in dem es um Hexen und Zauberer, Riesen und Zwerge, in dem der rührendste Held ein Elf ist zu sagen – außer das Frau Kuby Okkultismus wittert? Was ist gegen den Herrn der Ringe zu sagen, in dem es um Riesen und Zwerge, Elfen usw, geschrieben von dem erzkatholischen Herrn Tolkien? Was gegen C.S.Lewis Kunstmärchen Narnia?

All diese Bücher leben von urchristlichen Motiven, singen das Hohelied der Liebe und der selbstlosen Freundschaft und enden mit der Niederlage des personifizierten Bösen, besiegt von der Liebe, und besiegt von einem Helden, der zur Selbsthingabe bereit ist, bis hin zum Tod.

In dem Bücherschrank meiner Kinder und Kindeskinder hat dies alles seinen berechtigten Platz, und daß ihr Vater und Großvater ein erzkonservativer Katholik ist, ist meiner Nachkommenschaft durchaus bekannt.

Kinder brauchen Märchen (Bettelheim)
Freitag, 16. November 2007 11:28
Wenn die Potter-Bände nach anfänglicher katholischer Zurückhaltung jetzt auch noch kirchliches Lob und Zuspruch erfahren, dürfte den Auflagesteigerungen nichts mehr im Wege stehen. Kardinal Ratzingerhatte vor Jahren esoterische Elemente bei Harry Potter ausfindig gemacht und davor gewarnt. Das scheint jetzt überwunden zu sein. Aber auch die Beatles haben durch ein Buch von Karl Rahner vor Jahrzehnten schon auch kirchliche Akzeptanz erfahren.

Ja, der „Bund katholischer Klofrauen“ hat sich neulich ähnlich geäussert.

Die Akzeptanz von Klopapier erhöht sich mit der Zunahme der Durchfallerkrankungen, was zu einer nicht unerheblichen Steigerung der Auflage führt.
Freitag, 16. November 2007 11:01
es irgendjemanden, der Potter liest, auch nur ein klitzekleines bisschen interessieren würde, was der Papst von Harry Potter hält.
Und diejenigen, die das interessiert, lesen ihn eh nicht, ganz egal was der Papst davon hält.
Freitag, 16. November 2007 10:59
Sirilo: Ratzinger und Potter
Kardinal Ratzinger hat keineswegs esoterische Elemente bei Harry Potter ausfindig gemacht (er hat die Bücher gar nicht gelesen), sondern nur höflich auf einen diesbezüglichen Brief von Frau Kuby geantwortet. Sonst nichts.
Freitag, 16. November 2007 10:40
Aleph: Kirchliche Akzeptanz
Wenn die Potter-Bände nach anfänglicher katholischer Zurückhaltung jetzt auch noch kirchliches Lob und Zuspruch erfahren, dürfte den Auflagesteigerungen nichts mehr im Wege stehen. Kardinal Ratzingerhatte vor Jahren esoterische Elemente bei Harry Potter ausfindig gemacht und davor gewarnt. Das scheint jetzt überwunden zu sein. Aber auch die Beatles haben durch ein Buch von Karl Rahner vor Jahrzehnten schon auch kirchliche Akzeptanz erfahren.
Freitag, 16. November 2007 10:34
miles immaculatae: Harry der Messias?
Starker Tobak,

aber so ferne liegt das gar nicht. Wer sich durch die sieben Bände durchgelesen hat, wird, wie im zweifelsfrei katholischen „Herrn der Ringe“ uralt urchristliche Züge wiedererkennen. Ist der letzte Band nicht ein LOBLIED auf die „familiy values“, wie der Amerikaner sagen würde. Ist der Sieg Potters über den Bösen nicht der Sieg der Liebe über das Böse? Scheitert der Böse Lord nicht daran, daß er die Liebe nicht kennt, und ihre Macht unterschätzt?

Wer die sieben Bände gelesen hat, vor allem den letzten Band wird trotz der magischen, manchmal okkultistischen Umkleidung eine alte Botschaft erkennen: der Böse wird scheitern, weil die Macht der Liebe stärker ist, als all die „groß Macht und viel List“ die seine „grausam Waffen ist“. Woldemort scheitert, weil er nicht wissen will, daß sein scheinbar mächtigster Verbündeter gebunden ist durch die ewige, wenn auch unglückliche Liebe an eine Frau.
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