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Sonntag, 18. November 2007 08:59
kreuzmeldungen
Vormarsch ohne Widerstand + Schreiben an die Seminaristen? + Den Segen, Herr Präsident? + Gute Frage + Ketzerei in frommem Gewand
Benedikt XVI. sprach am Samstag gegen die Euthanasie
Benedikt XVI. sprach am Samstag gegen die Euthanasie
Vormarsch ohne Widerstand

Vatikan. Gestern empfing Papst Benedikt XVI. die Teilnehmer einer Konferenz, die vom Päpstlichen Gesundheitsrat organisiert wurde. Der Papst sprach dabei auch über die Euthanasierung von kranken und alten Menschen: „Die Versuchung der Euthanasie ist eines der alarmierendsten Symptome für eine ‘Kultur des Todes’. Sie schreitet vor allem in den Wohlstands-Gesellschaften immer weiter voran.“

Schreiben an die Seminaristen?

Vatikan. Im Vatikan soll ein Rundschreiben geplant werden oder sogar in Arbeit sein, in dem von den Priesterseminaren gefordert werde, den zukünftigen Priestern auch die Zelebration der Alten Messe beizubringen. Das berichtete die italienische Nachrichtenagentur ‘Adnkronos’. Das angebliche Schreiben soll sich offenbar direkt an die Alumnen wenden. In Wahrheit ziele es aber auf jene Bischöfe, die dem Motu Proprio ‘Summorum Pontificum’ zur Freigabe der Alten Messe immer noch Widerstand leisten.

Den Segen, Herr Präsident?

Paraguay. Der suspendierte Bischof Fernando Lugo Mendez kann wie geplant bei den bevorstehenden Präsidentschaftswahl als Kandidat antreten. Das gab der amtierende Präsident Nicanor Duarte kürzlich bekannt. Die Verfassung Paraguays verbietet Priestern die Präsidentschaft. Lugo argumentierte, daß er vom Priesteramt „zurückgetreten“ sei.

Gute Frage

Deutschland. „Wir brauchen wieder mehr junge Leute, die den Mut haben, mit Sachverstand den Mund aufzumachen.“ Das erklärte der Präsident des Päpstlichen Einheitsrates, Walter Kardinal Kasper, am Donnerstag abend in Passau. Früher seien viele Politiker aus den katholischen Verbänden gekommen. Der Kardinal fragt sich, warum es diese Tradition nicht mehr gebe.

Ketzerei in frommem Gewand

„In einem ehrlichen Zweifel ist mehr Glaube enthalten als in der bloßen Wiederholung des Dogmas. Ob ich forsche oder bete, nie habe ich die Wahrheit. Denn sie ist kein Begriff oder Dogma, sondern Person. Nur in der Begegnung mit Christus ist die Wahrheit Person.“

Pater Anton Rosmini noch als Schüler in seinem zeitlebens geführten Tagebuch. Zitiert aus einem Artikel des Bonner Dogmatikprofessors Karl-Heinz Menke im ‘Münchner Merkur’
Alle Lesermeinungen anzeigen 6 von 13 Lesermeinungen:
Montag, 19. November 2007 09:47
Pünktchen: Die Kategorie des „Heiligen“
sollte natürlich ganz aus der kirchlichen Sprache ausgemerzt (Uuups! ) werden. S. Index verborum prohibitorum
Montag, 19. November 2007 09:05
engelhardt: Frei UND heilig?
Beides geht nicht, wie wir wissen. Entscheide Dich also: frei oder heilig?
Sonntag, 18. November 2007 22:01
Graf von Galen: Für ein freies und heiliges Deutschland
„Wir brauchen wieder mehr junge Leute, die den Mut haben, mit Sachverstand den Mund aufzumachen.“
Vielleicht fragt er mal bei Frau Herman oder Herrn
Hohmann nach.
Sonntag, 18. November 2007 21:33
Vineta: @Vogelsberger: Tja, darauf wäre ja wohl einiges zu sagen:
1) Ist der Ausdruck „Kultur des Todes“ in besagtem Zusammenhang nicht schlicht und einfach irreführend und sprachlich unkorrekt?
2) Wer die Wahrheit nicht kennt, dem sollte man mit ihr nicht so kommen, daß er erschrickt? Im NT steht aber: Man soll sie sagen, ob sie gelegen oder ungelegen kommt, dh. immer und unmißverständlich sind Unwissende zu belehren!
3) Ein Politiker, der im Amt bleiben will, muß sehr wohl öfters diplomatisch vorgehen, aber ein Papst, der auf jeden Fall Papst bleibt, bis er stirbt? Und das in bezug auf die katholische Moral, die ohnehin jeder im Katechismus nachlesen kann ????
Sonntag, 18. November 2007 19:42
Vogelsberger: @ Vineta
Manchmal ist es wichtig die Wahrheit etwas zu verpacken, gerade wenn man eine Person der Öffentlichkeit ist und sein Reden sich an viele wendet.
Wer die Wahrheit schon weiß, wie sie, merkt die Verpackung, wer sie noch nicht kennt, wird an sie herangeführt und nicht von ihr abgeschreckt.
Sonntag, 18. November 2007 12:36
Vineta: Kultur des Todes?
Ein Ausdruck, den Benedikt XVI im Zusammenhang mit Euthanasie gebraucht und JPII im Zusammenhang mit Abtreibung gebrauchte!

Mit Geisteskultur ist die Pflege geistiger Güter gemeint. Bei Kultur des Todes denke ich an ein Sterben in Würde, an eine feierliche Bestattung, an geschmackvoll hergerichtete Friedhöfe, das Gedenken der Toten und die Möglichkeit, Ihnen noch helfen zu können, die Freude auf ein Wiedersehen usw.

Mir unverständlich, wieso Päpste bei Abtreibung und Euthanasie nicht von Mord reden, sondern das ( bzw. diese Unkultur)verhüllend mit Kultur des Todes beschreiben!???
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