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Vormarsch ohne Widerstand + Schreiben an die Seminaristen? + Den Segen, Herr Präsident? + Gute Frage + Ketzerei in frommem Gewand
Benedikt XVI. sprach am Samstag gegen die Euthanasie
Benedikt XVI. sprach am Samstag gegen die Euthanasie
Vormarsch ohne Widerstand

Vatikan. Gestern empfing Papst Benedikt XVI. die Teilnehmer einer Konferenz, die vom Päpstlichen Gesundheitsrat organisiert wurde. Der Papst sprach dabei auch über die Euthanasierung von kranken und alten Menschen: „Die Versuchung der Euthanasie ist eines der alarmierendsten Symptome für eine ‘Kultur des Todes’. Sie schreitet vor allem in den Wohlstands-Gesellschaften immer weiter voran.“

Schreiben an die Seminaristen?

Vatikan. Im Vatikan soll ein Rundschreiben geplant werden oder sogar in Arbeit sein, in dem von den Priesterseminaren gefordert werde, den zukünftigen Priestern auch die Zelebration der Alten Messe beizubringen. Das berichtete die italienische Nachrichtenagentur ‘Adnkronos’. Das angebliche Schreiben soll sich offenbar direkt an die Alumnen wenden. In Wahrheit ziele es aber auf jene Bischöfe, die dem Motu Proprio ‘Summorum Pontificum’ zur Freigabe der Alten Messe immer noch Widerstand leisten.

Den Segen, Herr Präsident?

Paraguay. Der suspendierte Bischof Fernando Lugo Mendez kann wie geplant bei den bevorstehenden Präsidentschaftswahl als Kandidat antreten. Das gab der amtierende Präsident Nicanor Duarte kürzlich bekannt. Die Verfassung Paraguays verbietet Priestern die Präsidentschaft. Lugo argumentierte, daß er vom Priesteramt „zurückgetreten“ sei.

Gute Frage

Deutschland. „Wir brauchen wieder mehr junge Leute, die den Mut haben, mit Sachverstand den Mund aufzumachen.“ Das erklärte der Präsident des Päpstlichen Einheitsrates, Walter Kardinal Kasper, am Donnerstag abend in Passau. Früher seien viele Politiker aus den katholischen Verbänden gekommen. Der Kardinal fragt sich, warum es diese Tradition nicht mehr gebe.

Ketzerei in frommem Gewand

„In einem ehrlichen Zweifel ist mehr Glaube enthalten als in der bloßen Wiederholung des Dogmas. Ob ich forsche oder bete, nie habe ich die Wahrheit. Denn sie ist kein Begriff oder Dogma, sondern Person. Nur in der Begegnung mit Christus ist die Wahrheit Person.“

Pater Anton Rosmini noch als Schüler in seinem zeitlebens geführten Tagebuch. Zitiert aus einem Artikel des Bonner Dogmatikprofessors Karl-Heinz Menke im ‘Münchner Merkur’
      
13 Lesermeinungen
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#13   Pünktchen   09:47:20 | Montag, 19. November 2007
Die Kategorie des „Heiligen“
sollte natürlich ganz aus der kirchlichen Sprache ausgemerzt (Uuups! :-$ ) werden. S. Index verborum prohibitorum www.kreuz.net/bookentry.2053.html
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#12   engelhardt †   09:05:53 | Montag, 19. November 2007
Frei UND heilig?
Beides geht nicht, wie wir wissen. Entscheide Dich also: frei oder heilig?
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#11   Graf von Galen   22:01:07 | Sonntag, 18. November 2007
Für ein freies und heiliges Deutschland
„Wir brauchen wieder mehr junge Leute, die den Mut haben, mit Sachverstand den Mund aufzumachen.“
Vielleicht fragt er mal bei Frau Herman oder Herrn
Hohmann nach.
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#10   Vineta   21:33:36 | Sonntag, 18. November 2007
@Vogelsberger: Tja, darauf wäre ja wohl einiges zu sagen:
1) Ist der Ausdruck „Kultur des Todes“ in besagtem Zusammenhang nicht schlicht und einfach irreführend und sprachlich unkorrekt?
2) Wer die Wahrheit nicht kennt, dem sollte man mit ihr nicht so kommen, daß er erschrickt? Im NT steht aber: Man soll sie sagen, ob sie gelegen oder ungelegen kommt, dh. immer und unmißverständlich sind Unwissende zu belehren!
3) Ein Politiker, der im Amt bleiben will, muß sehr wohl öfters diplomatisch vorgehen, aber ein Papst, der auf jeden Fall Papst bleibt, bis er stirbt? Und das in bezug auf die katholische Moral, die ohnehin jeder im Katechismus nachlesen kann ????
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#9   Vogelsberger   19:42:10 | Sonntag, 18. November 2007
@ Vineta
Manchmal ist es wichtig die Wahrheit etwas zu verpacken, gerade wenn man eine Person der Öffentlichkeit ist und sein Reden sich an viele wendet.
Wer die Wahrheit schon weiß, wie sie, merkt die Verpackung, wer sie noch nicht kennt, wird an sie herangeführt und nicht von ihr abgeschreckt.
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#8   Vineta   12:36:14 | Sonntag, 18. November 2007
Kultur des Todes?
Ein Ausdruck, den Benedikt XVI im Zusammenhang mit Euthanasie gebraucht und JPII im Zusammenhang mit Abtreibung gebrauchte!
Mit Geisteskultur ist die Pflege geistiger Güter gemeint. Bei Kultur des Todes denke ich an ein Sterben in Würde, an eine feierliche Bestattung, an geschmackvoll hergerichtete Friedhöfe, das Gedenken der Toten und die Möglichkeit, Ihnen noch helfen zu können, die Freude auf ein Wiedersehen usw.
Mir unverständlich, wieso Päpste bei Abtreibung und Euthanasie nicht von Mord reden, sondern das ( bzw. diese Unkultur)verhüllend mit Kultur des Todes beschreiben!???
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#7   Beobachterin   12:36:11 | Sonntag, 18. November 2007
Gotthard und die Kinderbetreuung
Gotthard, eine Gegenrede sollen sie noch haben:
Ich sprach von nicht von Kinderbetreuung, sondern von sozialistischer Kinderbetreuungspolitik.
Und nehmen Sie getrost zur Kenntnis: Die Kirchen schließen (gezwungenermaßen) immer mehr Kindergärten.
Dafür sorgen schon Sie und Ihresgleichen. Die Hetze gegen die katholische Kirche blieb nicht ohne Folgen, die Kirchenaustritte mehrten sich und damit verminderten sich natürlich auch die Einnahmen durch die Kirchensteuer. (Bitte jetzt nicht mit dem ewig gleichen Sermon kommen, daß ja die Kirchen eh die Kindergärten nur zu einem geringen Teil finanzieren …)
Aber beunruhigen Sie sich ruhig auch: Die Kircheneintritte nehmen wieder zu …
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#6   methusalix †   12:20:45 | Sonntag, 18. November 2007
@Beobachterin
Beobachterin: Katholiken als Politiker?
Katholiken werden als Politiker nicht mehr gerne gesehen bzw. kommen erst gar nicht mehr ins Amt, s. den Fall Buttiglione.
Sie haben natürlich wieder einmal völlig recht, Beobachterin! Nicht einmal im erzkatholischen Bayern ist ein Katholik Ministerpräsident. Stellen Sie sich das entsetzliche Elend vor, das mit dem evangelischen Ketzer Beckstein über das Land der Patrona Bavariae kommen wird. Der Untergang steht kurz bevor; wappnen wir uns im Gebet gegen das endgültige Böse, den Protestantismus in Person des bayerischen Landesvaters aus Franken.
Kann so einer überhaupt Regierungschef werden? Ist das erlaubt? Eher nicht, oder? Ich hoffe, die katholischen Bischöfe Bayerns werden heftigst protestieren gegen diese entsetzliche Häresie. Übung im protestieren haben Sie ja alle nachgerade, von Mixa über Wetter und … :-#
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#5   Vineta   12:08:48 | Sonntag, 18. November 2007
Der abgehobene Kardinal
scheint ja wenig Ahnung davon zu haben, was in Deutschland los ist, wer hier die Deutungshoheit über alles an sich gerissen hat, weiß ja nicht mal, daß in Deutschland niemand mehr genau weiß, was katholische Positionen sind.
Kommt da einfach nach Passau, ohne eine riesenlange Liste mit katholischen Positionen zu präsentieren und setzt voraus, jeder müßte doch wissen, warum er gekommen ist.
Vielleicht reichen ihm aber auch schon jene mickrigen Positionen der CSU, von denen man nicht weiß, ob man darüber lachen oder weinen soll: Kreuze in Klassenzimmern, aber kein Kopftuch, Minarette nicht höher als Kirchtürme!
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#4   matt2 †   11:58:21 | Sonntag, 18. November 2007
also doch wieder ein Dogma…
Nur in der Begegnung mit Christus ist die Wahrheit Person
Wo hat er denn das her? Ausserdem dachte ich doch, es gibt drei göttliche Personen und nicht nur Christus. Im AT gibt es genug Stellen, wo Gott auftritt, wo Gott spricht, wo er sogar als physischer Körper herabsteigt (siehe Abrahams Unterredung mit Gott). War das etwa Christus? Ich glaube nicht, dass das Christus war. Euch Katholiken muss es schon schwer fallen mit dem AT umzugehen. Ich glaube das einzige wofür es Euch taugt ist die Konstruktion Eures Erbsündedogmas.
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#3   Gotthard   11:29:26 | Sonntag, 18. November 2007
Kinderbetreuung
Kinderbetreuung ist eine Erfindung der katholischen Kirche. Sie betreibt die meisten Kindergärten.
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#2   Ansgar   11:24:28 | Sonntag, 18. November 2007
Rosmini
Pater Rosminis Aussage ist für einen jungen Menschen doch erstaunlich und zeugt von hohem Intellekt. Zu einer Verurteilung des späteren Paters wegen mangelnder Katholizität taugt sie nicht. Muß man nicht Meere des Zweifels durchschwimmen, um zu einem tief angenommenen, meinetwegen „blinden“ Glauben zu kommen?
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#1   Beobachterin   10:36:32 | Sonntag, 18. November 2007
Katholiken als Politiker?
Katholiken werden als Politiker nicht mehr gerne gesehen bzw. kommen erst gar nicht mehr ins Amt, s. den Fall Buttiglione.
Und wenn sie dann in einem Amt sind, lassen sie selten katholische Leitlinien in die Politik einfließen. Sie befürworten statt dessen die „Homo-Ehe“, fördern den Bau von großen orientalischen Moscheen in Deutschland und setzen sich für sozialistische Kinderbetreuungspolitik ein und dergleichen. Tun sie es nicht, dann gelten sie schnell als „rechtsextrem“.
Armes Deutschland … arme Katholiken …
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