kreuzmeldungen
Woher kommt Aids? + Vollendet + Ein niederländisches Geschenk + Verweiblichung des Klerus + Kaum Praktizierende
Woher kommt Aids?Vatikan. „Mißstände wie Promiskuität, Polygamie und die Verbreitung von Geschlechtskrankheiten, die einige Teile der afrikanischen Gesellschaft betreffen, können in einen direkten Zusammenhang mit falschen Vorstellungen über Ehe und Familie gestellt werden.“ Das erklärte Papst Benedikt XVI. gestern Montag beim Ad-Limina-Besuch der Kenianischen Bischöfe im Vatikan.
Vollendet
Frankreich. Der einstmals bekannte Neutestamentler, Pater Xavier Léon-Dufour SJ, ist am 13. November 2007 im Alter von 94 Jahren gestorben. Er war Autor zahlreicher Bücher und unterrichtete im ‘Centre Sèvres’ – der Theologischen Fakultät der Jesuiten in Paris. Er arbeitete vor allem auf dem Gebiet der Evangelien. Requiescat in pace.
Ein niederländisches Geschenk
Niederlande. Der niederländische ‘Nationale Rat für Liturgie’ hat ein Büchlein herausgegeben, welches das päpstliche Motu Proprio ‘Summorum Pontificum’ und das Ordinarium der Alten Messe enthält. Darüber berichtete der Weblog ‘Juventutem’ am 6. November.
Verweiblichung des Klerus
Großbritannien. Die anglikanische ‘Kirche von England’ ordinierte im Jahr 2006 erstmals mehr Frauen als Männer. Insgesamt waren es 244 Frauen gegen 234 Männer. Ruth Gledhill von der Londoner Tageszeitung ‘Times’ erklärte, daß die Frauenordination eine Verweiblichung der Amtsträger mit sich bringe: „Sobald die Frauen repräsentative Rollen in der Seelsorge übernehmen, verschwinden die Männer.“
Kaum Praktizierende
„An Zahl der Gläubigen, die sonntags die Kirche besuchen, ist der Katholizismus in Großbritannien dabei, die etablierte High Church, die Anglikaner zu überholen. In beiden zählt man ungefähr eine Million Kirchenbesucher. Das ist umso bemerkenswerter, als nach Köpfen der Getauften die anglikanische Kirche mit 25 Millionen die Katholiken mit 4,2 Millionen noch immer weit hinter sich läßt.“
Aus einem Bericht der deutschen Tageszeitung ‘Die Welt’ vom 13. November.
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Donnerstag, 22. November 2007 16:01
„Antisemit“ †: @Samurai: Das Wort „Talmud“ ist für mich…
…wie seit Jahrhunderten allgemein üblicher Sprachgebrauch ein pars pro toto(das Teil steht für das
Ganze)-Begriff. Streng genommen müßten wir immer von der Halacha (siehe unten!) sprechen (wer macht
das schon? Sie vielleicht?), die dann ausdrücklich auch die von Ihnen genannten Dinge umfaßt und die
sich auch nach 500 noch wesentlich weiterentwickelt hat und dies bis heute tut. Und da zur Halacha eben
auch die Lehren späterer Rabbiner wie
Maimonides gehören, bleibt das Problem, daß sie an vielen Stellen
dem göttlichen Gesetz
wie es z.B. im Dekalog (und für uns Christen auch im Evangelium) niedergelegt
ist, wider-spricht.
Was das halachische (Sie sehen, ich bin lernfähig!
) falsche Menschenbild betrifft,
kann ich nur auf 1 Mos 1,27 verweisen, wo es heißt „Gott schuf den Menschen (und damit sind definitiv
nicht nur die Juden gemeint!) nach seinem Bild und Gleichnis“
Was das halachische (Sie sehen, ich bin lernfähig!
Donnerstag, 22. November 2007 13:23
Samurai: @ Antisemit
Der Babylonische Talmud wurde etwa um 500 u.Z. abgeschlossen, was die Textzusammenstellung betrifft.
Was danach noch entstand sind Talmudkommentare,-auslegungen etc. wie z.B. die von Raschi, Maimonides etc.
Oder auch die wohl bekannteste „Zusammenfassung“ des Talmud, der „Schulchan Aruch“.
Also gibt es vom „Babli“ nicht soundsoviele verschiedene Ausgaben,sondern eben den (!) Babylonischen Talmud.
Was die „jüdische Weltherrschaft“ oder den Wunsch danach betrifft (oder besser das, was bezüglich „jüdischer Weltherrschaft“ „Weltjudentum“ etc. durch die einschlägige Literatur spukt) gehe ich nicht näher darauf ein, da ich zum Einen unhöflich werden müsste und Andereseits nicht auf ein gewisses Niveau herabsinken möchte.
Samurai
Was danach noch entstand sind Talmudkommentare,-auslegungen etc. wie z.B. die von Raschi, Maimonides etc.
Oder auch die wohl bekannteste „Zusammenfassung“ des Talmud, der „Schulchan Aruch“.
Also gibt es vom „Babli“ nicht soundsoviele verschiedene Ausgaben,sondern eben den (!) Babylonischen Talmud.
Was die „jüdische Weltherrschaft“ oder den Wunsch danach betrifft (oder besser das, was bezüglich „jüdischer Weltherrschaft“ „Weltjudentum“ etc. durch die einschlägige Literatur spukt) gehe ich nicht näher darauf ein, da ich zum Einen unhöflich werden müsste und Andereseits nicht auf ein gewisses Niveau herabsinken möchte.
Samurai
Donnerstag, 22. November 2007 13:07
„Antisemit“ †: Mit Verlaub, „Arkanum“ und „Samurai“!
@Arkanum
Es ging (und geht) doch nicht nur um den Staat in Palästina als solchen! Es ging (und geht) doch darum, die jüdische Weltherrschaft, die eben auch aus Tora und Talmud begründet wird, weiter auszubauen und zu festigen. Der Staat Israel ist dafür nur ein, wenn auch ein recht willkommenes, Mittel!
@Samurai
Talmud und Bibel lassen sich kaum miteinander vergleichen. Dafür sind Umfang, Literaturgattung, Entstehungszeit und Inhalt zu verschieden.
Der Talmud ist – im Unterschied zur Bibel, die seit ihrer Abfassung praktisch unverändert geblieben ist –, im Lauf der Zeit zahlreichen Veränderungen unterworfen gewesen. Das kann durchaus der Grund auch für die Differenzen zwischen Eisenmenger, Rohling und heutigen Talmudausgaben sein. Streng genommen müßte also in jedem einzelnen Fall geprüft werden, welche Ausgabe zugrunde lag…
Aber unabhängig davon sind die einschlägigen Stellen auch heute noch in den Talmudausgaben zu finden, ja wurden nach 1945 teilweise sogar wieder in diese aufgenommen!
Es ging (und geht) doch nicht nur um den Staat in Palästina als solchen! Es ging (und geht) doch darum, die jüdische Weltherrschaft, die eben auch aus Tora und Talmud begründet wird, weiter auszubauen und zu festigen. Der Staat Israel ist dafür nur ein, wenn auch ein recht willkommenes, Mittel!
@Samurai
Talmud und Bibel lassen sich kaum miteinander vergleichen. Dafür sind Umfang, Literaturgattung, Entstehungszeit und Inhalt zu verschieden.
Der Talmud ist – im Unterschied zur Bibel, die seit ihrer Abfassung praktisch unverändert geblieben ist –, im Lauf der Zeit zahlreichen Veränderungen unterworfen gewesen. Das kann durchaus der Grund auch für die Differenzen zwischen Eisenmenger, Rohling und heutigen Talmudausgaben sein. Streng genommen müßte also in jedem einzelnen Fall geprüft werden, welche Ausgabe zugrunde lag…
Aber unabhängig davon sind die einschlägigen Stellen auch heute noch in den Talmudausgaben zu finden, ja wurden nach 1945 teilweise sogar wieder in diese aufgenommen!
Donnerstag, 22. November 2007 12:54
Pünktchen: Arkanum
Widerspruch, Juden zu hassen (Antisemitismus) und die Erfüllung des Wunsches vieler Juden nach einem
eigenen Staat (Zionismus) zu befürworten. Da führt kein Weg vorbei.
Wo besteht da ein Widerspruch?
Wo besteht da ein Widerspruch?
Donnerstag, 22. November 2007 12:47
Arkanum/kreuts.net: Mit Verlaub, „Antisemit“,
es ist ein unauflösbarer Widerspruch, Juden zu hassen (Antisemitismus) und die Erfüllung des Wunsches
vieler Juden nach einem eigenen Staat (Zionismus) zu befürworten. Da führt kein Weg vorbei.
Natürlich sind die Nazis nicht gleich nach der Machtergreifung voll in den Völkermord eingestiegen. Niemand behauptet so etwas. Das bedurfte schon einer schrittweisen Vorbereitung über mehrere Stufen und kosmetischer Maßnahmen zur Ablenkung von Absichten, die z.B. aus dem „Stürmer“ schon ungeschminkt hervorgingen. (Den wiederum durfte man während der Berliner Olympiade, vor den Augen der Weltöffentlichkeit, nicht allgemein sichtbar aushängen – ein Beweis, daß die braune Brut nicht nur eine Verbrecherbande, sondern auch noch ein Haufen von Heuchlern war.)
Was die Gründung des Staates Israel betraf: Das war letztlich die Umwandlung einer schon bestehenden Kolonie. Dafür war nicht 1% des Gesamtaufwandes zweier Weltkriege nötig und die Zuweisung von Siedlungsgebieten war im Spätkolonialismus gang und gäbe. Keine Gruppe mit den von Ihnen postulierten Verschwörungskapazitäten würde sich auch nur im Traum auf derart unverhältnismäßige Mittel einlassen, zumal weil sie dann schon für eine simple Verschwörung bei weitem zu blöd wäre. Kanonen auf Spatzen wäre noch ein viel zu harmloser Vergleich – Kernwaffen gegen Stechmücken käme eher hin.
Natürlich sind die Nazis nicht gleich nach der Machtergreifung voll in den Völkermord eingestiegen. Niemand behauptet so etwas. Das bedurfte schon einer schrittweisen Vorbereitung über mehrere Stufen und kosmetischer Maßnahmen zur Ablenkung von Absichten, die z.B. aus dem „Stürmer“ schon ungeschminkt hervorgingen. (Den wiederum durfte man während der Berliner Olympiade, vor den Augen der Weltöffentlichkeit, nicht allgemein sichtbar aushängen – ein Beweis, daß die braune Brut nicht nur eine Verbrecherbande, sondern auch noch ein Haufen von Heuchlern war.)
Was die Gründung des Staates Israel betraf: Das war letztlich die Umwandlung einer schon bestehenden Kolonie. Dafür war nicht 1% des Gesamtaufwandes zweier Weltkriege nötig und die Zuweisung von Siedlungsgebieten war im Spätkolonialismus gang und gäbe. Keine Gruppe mit den von Ihnen postulierten Verschwörungskapazitäten würde sich auch nur im Traum auf derart unverhältnismäßige Mittel einlassen, zumal weil sie dann schon für eine simple Verschwörung bei weitem zu blöd wäre. Kanonen auf Spatzen wäre noch ein viel zu harmloser Vergleich – Kernwaffen gegen Stechmücken käme eher hin.
Donnerstag, 22. November 2007 12:44
Samurai: @ Antisemit: Rohling
Mit Verlaub, mir geht es nicht darum, ob mir der Autor geheuer ist oder nicht, sondern um die Seriosität.
Wenn ein Autor ein Buch über den Talmud schreibt, und aus Talmudtraktaten zitiert, die garnicht existieren, dann ist das schlichtweg unseriös.
Würden Sie einem Autor glauben, der ein Buch über die Pfadfindebewegung (um 1900 gegründet) schreiben würde, und der dabei aus einem Pfadfinderbuch aus dem Jahr 1870 zitieren würde? Ich nicht!
Oder würden Sie einem Autor glauben, der schreibt, die Bibel würde die Tötung von blonden Menschen vorschreiben, und dieser Autor würde das mit einem Bibelzitat aus dem 6. (!) Buch Moses, Kapitel 20,Verse 15-35 belegen? Ich nicht!
Samurai
Wenn ein Autor ein Buch über den Talmud schreibt, und aus Talmudtraktaten zitiert, die garnicht existieren, dann ist das schlichtweg unseriös.
Würden Sie einem Autor glauben, der ein Buch über die Pfadfindebewegung (um 1900 gegründet) schreiben würde, und der dabei aus einem Pfadfinderbuch aus dem Jahr 1870 zitieren würde? Ich nicht!
Oder würden Sie einem Autor glauben, der schreibt, die Bibel würde die Tötung von blonden Menschen vorschreiben, und dieser Autor würde das mit einem Bibelzitat aus dem 6. (!) Buch Moses, Kapitel 20,Verse 15-35 belegen? Ich nicht!
Samurai
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