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Mittwoch, 21. November 2007 08:54
kreuzmeldungen
Schwere Sünde + Gelandet + Angebliche Mißbrauchsopfer im Glück + Illusionsbarock statt Dollfuß + Weniger politische Korrektheit
Papst Benedikt XVI. hält eine Ansprache in Brasilien, Mai 2007
Papst Benedikt XVI. hält eine Ansprache in Brasilien, Mai 2007
Schwere Sünde

„Die direkte Zerstörung eines unschuldigen menschlichen Lebens kann niemals gerechtfertigt werden – gleich wie schwierig die Umstände waren, die zu diesem schweren Schritt führten […]. Die Kirche muß Frauen Unterstützung anbieten, die es schwierig finden, ihr Kind anzunehmen – vor allem, wenn sie von ihrer Familie und ihren Freunden alleingelassen werden. Sie muß auch alle, welche die Mitwirkung an der schweren Sünde der Abtreibung bereuen, willkommen heißen. Mit pastoraler Liebe muß sie sie zur Annahme der Gnade der Vergebung, der Notwendigkeit der Buße und der Freude über den Wiedereintritt in das neue Leben Christi führen.“

Papst Benedikt XVI. am Montag beim Ad-Limina Besuch der kenianischen Bischöfen über die Kinderabtreibung

Gelandet

Deutschland. Gestern um 11.30 Uhr ist der neue Apostolische Nuntius in Deutschland, Erzbischof Jean-Claude Périsset, mit der Lufthansa-Maschine LH 2813 aus Rom kommend in Berlin gelandet. Der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Karl Kardinal Lehmann, begrüßte ihn nach seiner Ankunft auf dem Flughafen Tegel. Für Deutschland sei Erzbischof Périssets große ökumenische Erfahrung wichtig. Er kenne nicht nur die Ökumene mit den reformatorischen Kirchen seiner Schweizer Heimat, sondern habe auch über ein Jahrzehnt die größte orthodoxe Kirche in einem Land der EU – Rumänien – kennengelernt. „Wir haben Vertrauen, daß er sich schnell in die Situation unseres Landes und unserer Kirche einfinden wird“ – so Kardinal Lehmann.

Angebliche Mißbrauchsopfer im Glück

USA. Der Jesuitenorden zahlt 110 mutmaßlichen Opfern klerikaler Homo-Schändung die Riesensumme von umgerechnet 34 Millionen Euro. Das erklärte der Anwalt der angeblichen Opfer vor einer Lokalzeitung. Es handelt sich um eine außergerichtliche Einigung, die nicht voraussetzt, daß der Orden Schuld eingesteht. Auch wurde keiner der angeblichen 13 oder 14 Täter jemals angeklagt. Laut Vermutungen der ‘Los Angeles Times’ soll einer der Verdächtigen zwischen 1968 und 1975 in zwei Dörfern so gut wie alle männlichen Jugendlichen mißbraucht haben.

Illusionsbarock statt Dollfuß

Österreich. Die Darstellung des von National-Sozialisten ermordeten katholischen Märtyrerkanzlers Engelbert Dollfuß († 1934) in der Prandtauerkirche in St. Pölten soll durch Illusionsbarock ersetzt werden. Das berichtete die österreichische Tageszeitung ‘Kurier’. Das Denkmalamt soll einem entsprechenden Gestaltungsvorschlag der Diözese zugestimmt haben. Im Januar dieses Jahres hatte der Bischof von St. Pölten, Mons. Klaus Küng, einer Forderung der kirchenfeindlichen ‘Sozialistischen Jugend’ nachgegeben und eine Entfernung der Abbildung des katholischen Kanzlers angeordnet. Finanzierung und Zeitplan sind noch unklar.

Weniger politische Korrektheit

Rußland. Metropolit Kirill von Smolensk und Kaliningrad, der im Moskauer Patriarchat für die Außenbeziehungen zuständig ist, hat den Vatikan aufgefordert, sich von einer „exzessiven politischen Korrektheit“ zu lösen. Das berichtete die russische Nachrichtenagentur ‘Interfax’ am 12. November: „Die Römisch-Katholische Kirche ist im Westen in einer schwierigen Lage. Man würde glauben, daß der Westen frei sei, doch die Stimme der Römischen Kirche wird dort kaum gehört.“ Mehr als eine Generation von Mitgliedern der katholischen Hierarchie sei mit der Idee der politischen Korrektheit großgeworden. Doch Vertreter der russischen Orthodoxie hätten „unseren römisch-katholischen Partnern“ geholfen, zu verstehen, daß man in Gefahr ist, seine eigene Identität zu verraten, wenn man heute den Prinzipien der politischen Korrektheit folgt.

© Titelbild: Agencia Brasil, Licença Creative Commons Atribuição 2.5 Brasil
Alle Lesermeinungen anzeigen 6 von 142 Lesermeinungen:
Donnerstag, 3. April 2008 19:05
Marcelus: @GerdEric: Es widerspricht der katholischen Bibel
nicht,

was ja bei der Wiedergeburtstheorie sicher der Fall ist.
Donnerstag, 3. April 2008 19:03
GerdEric: Wo steht in der „katholischen“ Bibel,
dass ein nicht getauftes Kind von Gott nicht angenommen wird?
Donnerstag, 3. April 2008 18:53
Marcelus: @GerdEric: Und wo steht das in der Thorá geschrieben?
In der Thorá sicherlich nicht!

Im Judentum geht man bei dem Tod eines Kleinkindes davon aus,
daß die Seele im nächsten Kind wiedergeboren wird.
Freitag, 28. Dezember 2007 23:04
Rudolfus: Die Sammlung der vom sel. Papst Pius IX. geächteten Irrtümer (Syllabus, 8. Dezember 1864 A.D.)
Pius IX. hat im Syllabus unfehlbar den Satz verurteilt, dass man bezüglich des Heils der außerhalb der Katholischen Kirche befindlichen „wenigstens guter Hoffnung“ sein darf.
Der sel. Papst Pius IX. stellte mit seiner Sammlung der von ihm geächteten Irrtümer keinen Anspruch auf Unfehlbarkeit.
Unfehlbare katholische Lehre ist eine Lehramtsäußerung des Papstes nur ab dann, wenn der Papst eine Lehre ausdrücklich als unfehlbar klassifiziert,
ansonsten gilt nur der Glaubensgehorsam gegenüber dem päpstlichen Lehramt:
und dies trifft auch auf den Syllabus zu, der nicht unfehlbar verkündet wurde.
Montag, 26. November 2007 19:56
Rusty Nail: @ Artikel
„Angebliche Mißbrauchsopfer im Glück“
Ich könnte kotzen, wenn ich schon so eine Überschrift sehe.
Freitag, 23. November 2007 12:51
landorganist: Und wer stellt
nun diesem Maranenjäger den Strom endlich ab?
Alle Lesermeinungen anzeigen 136 weitere Lesermeinungen
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