Auf der Straße
In einer Bischofstadt kämpft der dortige Oberhirte gegen die Lefebvre- Traditionalisten, die dort zahlreicher sind als die Gläubigen in der Kathedrale.
(kreuz.net) Die Gemeinde der Priesterbruderschaft St. Pius X. in Amiens sitzt gegenwärtig auf der Straße.
Die Stadt mit 136.000 Einwohnern befinden sich 130 Kilometer nördlich von Paris.
In den letzten 35 Jahren zelebrierte die Piusbruderschaft die Heilige Messe in der dem Staat gehörenden Kapelle zum Guten Hirten.
Doch im Oktober wurden die Gläubigen nach einem Beschluß des Regionalparlamentes des Departements Somme aus dem Gotteshaus vertrieben.
Das berichtete die Tageszeitung ‘L’Union’ am 19. November.
Als die Bruderschaft von der Ausweisung aus der Kapelle erfuhr, setzte sie sich mit dem Bischöflichen Ordinariat der Stadt in Verbindung, um eine Lösung zu finden:
„Nachdem im Oktober bekannt wurde, daß keine Lösung vorgesehen war, sahen wir uns gezwungen, die Messe auf der Straße zu zelebrieren.“
Das erklärte der Französische Distriktobere der Piusbruderschaft, Hw. Régis de Cacqueray, vor der Tageszeitung ‘L’Union’:
„Wir haben mit den politischen Autoritäten verhandelt. Aber das Ordinariat besitzt die Verfügungsgewalt über die Kirchen.“
Hw. de Cacqueray kann die Haltung des Bischofs von Amiens, Mons. Jean-Luc Bouilleret (54), nicht verstehen:
„Aber ich weiß, daß ihn hohe Amtsträger der Kirche kontaktiert haben oder noch kontaktieren werden, um eine Lösung zu finden.“
Am vorletzten Sonntag fand die Messe der Lefebvristen auf dem Vorplatz der Kirche Saint-Germain statt.
Am letzten Sonntag wurde sie um 10.00 Uhr auf dem Vorplatz der Kathedrale zelebriert. Die fast 500 anwesenden Gläubigen knieten bei klirrender Kälte auf den Pflastersteinen. Hw. de Cacqueray zelebrierte die Messe.
Der Kommentar von ‘L’Union’: „Das Unverständnis wächst in der Stadt, wo die Katholiken – die im Inneren der Kathedrale weniger zahlreich sind als die Traditionalisten draußen – ihre Unzufriedenheit, daß heißt, ihre Empörung, zum Ausdruck gebracht haben.“
Jetzt hoffen die Traditionalisten von Amiens, daß ihnen die Kirche Saint-Rémi zugewiesen wird.
Ansonsten werden sie die Messe nächsten Sonntag wieder vor der Kirche Saint-Germain im Freien zelebrieren.
Die Diözese Amiens besitzt 350 unbenützte Kirchen.
Video eines französischen Journalisten
© Bilder: amiens-catholiques-sdf.com
Die Stadt mit 136.000 Einwohnern befinden sich 130 Kilometer nördlich von Paris.
In den letzten 35 Jahren zelebrierte die Piusbruderschaft die Heilige Messe in der dem Staat gehörenden Kapelle zum Guten Hirten.
Doch im Oktober wurden die Gläubigen nach einem Beschluß des Regionalparlamentes des Departements Somme aus dem Gotteshaus vertrieben.
Das berichtete die Tageszeitung ‘L’Union’ am 19. November.
Als die Bruderschaft von der Ausweisung aus der Kapelle erfuhr, setzte sie sich mit dem Bischöflichen Ordinariat der Stadt in Verbindung, um eine Lösung zu finden:
„Nachdem im Oktober bekannt wurde, daß keine Lösung vorgesehen war, sahen wir uns gezwungen, die Messe auf der Straße zu zelebrieren.“
Das erklärte der Französische Distriktobere der Piusbruderschaft, Hw. Régis de Cacqueray, vor der Tageszeitung ‘L’Union’:
„Wir haben mit den politischen Autoritäten verhandelt. Aber das Ordinariat besitzt die Verfügungsgewalt über die Kirchen.“
Hw. de Cacqueray kann die Haltung des Bischofs von Amiens, Mons. Jean-Luc Bouilleret (54), nicht verstehen:
„Aber ich weiß, daß ihn hohe Amtsträger der Kirche kontaktiert haben oder noch kontaktieren werden, um eine Lösung zu finden.“
Am vorletzten Sonntag fand die Messe der Lefebvristen auf dem Vorplatz der Kirche Saint-Germain statt.
Am letzten Sonntag wurde sie um 10.00 Uhr auf dem Vorplatz der Kathedrale zelebriert. Die fast 500 anwesenden Gläubigen knieten bei klirrender Kälte auf den Pflastersteinen. Hw. de Cacqueray zelebrierte die Messe.
Der Kommentar von ‘L’Union’: „Das Unverständnis wächst in der Stadt, wo die Katholiken – die im Inneren der Kathedrale weniger zahlreich sind als die Traditionalisten draußen – ihre Unzufriedenheit, daß heißt, ihre Empörung, zum Ausdruck gebracht haben.“
Jetzt hoffen die Traditionalisten von Amiens, daß ihnen die Kirche Saint-Rémi zugewiesen wird.
Ansonsten werden sie die Messe nächsten Sonntag wieder vor der Kirche Saint-Germain im Freien zelebrieren.
Die Diözese Amiens besitzt 350 unbenützte Kirchen.
Video eines französischen Journalisten
© Bilder: amiens-catholiques-sdf.com
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Donnerstag, 22. November 2007 09:57
landorganist: Warum sollte
die Kirche den Pius-Schismatikern eine Kirche zur Verfügung stellen? Diese wettern, allen voran dieser
Williamson, gegen die päpstliche Autorität, dass sich die Balken biegen. Die Entscheidung des Bischofs
ist daher völlig korrekt.
Man sehe sich die Kapelle an, die die Piussbrüder 35 Jahre genutzt haben! Eine Abstellkammer voll von Kitsch und Krempel. Sie hätten wenigstens zwischendurch mal einen Pinsel in die Hand nehmen können. Aber sowas ist ja bei denen wohl unter der vorkonziliaren klerikalen Würde…Ich schließe mich der Forderung an: Sie sollen sich ihre eigenen Gipsfiguren-Kabinette bauen.
Man sehe sich die Kapelle an, die die Piussbrüder 35 Jahre genutzt haben! Eine Abstellkammer voll von Kitsch und Krempel. Sie hätten wenigstens zwischendurch mal einen Pinsel in die Hand nehmen können. Aber sowas ist ja bei denen wohl unter der vorkonziliaren klerikalen Würde…Ich schließe mich der Forderung an: Sie sollen sich ihre eigenen Gipsfiguren-Kabinette bauen.
Donnerstag, 22. November 2007 00:25
Agiafortuni: Weisser Ritter: Unredlichkeit
Einen Satz aus dem Zusammenhang zu reissen ist kein Zeichen besonderer Redlichkeit. Hätte Sie meine ganze Stellungnahme gelesen, hätten Sie festgestellt, dass mein Satz an eine Erklärung Benedikt XVI aus seinem Begleitschreiben zum Motu proprio anschliesst. Sie können doch nicht erwarten, dass ein kirchliches Oberhaupt, das sich dem Erbe der Konzilspäpste Johannes XXIII, Paul VI und Johannes Paul II verpflichtet weiss, eine Gemeinsachaft anerkennt, die sich weigert den Beschlüssen einer dieser drei Amtsinhaber Folge zu leisten. Darf ich Sie in diesem Zusammenhang auf eine in der KU erschienene Stellungnahme zu einer Erklärung Kardinal Meisner hinweisen. Sie lautet: Meisner erkennt also implizit an, dass zur neuen Messe eine neue Theologie gehört, die sich offenbar von der überlieferten unterscheidet. Und diese wird die Priesterbruderschaft St.Pius X nie und nimmer annehmen! Ich halte die Stellungnahme für durchaus richtig, denn auch mir ist der NOM zuwider, doch sollte man in einem solchen Falle die Konsequenzen ziehen und wenigstens von einer selbstgefälligen Verteufelung sedesvakantistischer Thesen absehen,
Mittwoch, 21. November 2007 23:57
Gotthard: 21.11.: Mariä Opferung
Haben die Pius-Hanseln auch das heutige Fest „Mairä Opferung“ vor den Stufen der Kathedrale gefeiert?
Die Kunde, daß Maria im Alter von 3 Jahren von ihren Eltern in den Tempel gebracht wurde, um dort im Schatten des Heiligtums erzogen zu werden, findet sich in frühchristlichen Schriften, wenn auch nicht in den Berichten des Evangeliums.
Das liturgische Fest – aus dem griechischen Osten kommend – wurde durch Papst Gregor XI im Jahr 1372 erstmalig im Westen eingeführt.
Ist doch dieses Festgeheimnis besonders für die katholische Erziehung wichtig. Die christlichen Eltern können ihrem Kind nichts besseres tun, als es im Schatten des Heiligtums aufwachsen zu lassen, es mit dem Leben der Kirche, besonders dem liturgischen, vertraut zu machen und es zu eifrigem Sakramentenempfang und zur Benutzung der Sakramentalien anzuhalten.
Die Kunde, daß Maria im Alter von 3 Jahren von ihren Eltern in den Tempel gebracht wurde, um dort im Schatten des Heiligtums erzogen zu werden, findet sich in frühchristlichen Schriften, wenn auch nicht in den Berichten des Evangeliums.
Das liturgische Fest – aus dem griechischen Osten kommend – wurde durch Papst Gregor XI im Jahr 1372 erstmalig im Westen eingeführt.
Ist doch dieses Festgeheimnis besonders für die katholische Erziehung wichtig. Die christlichen Eltern können ihrem Kind nichts besseres tun, als es im Schatten des Heiligtums aufwachsen zu lassen, es mit dem Leben der Kirche, besonders dem liturgischen, vertraut zu machen und es zu eifrigem Sakramentenempfang und zur Benutzung der Sakramentalien anzuhalten.
Mittwoch, 21. November 2007 23:47
Weißer Ritter: @Agiafortuni
Zitat:
Der Sache der Piusbruderschaft wäre weitaus mehr geholfen, wenn ihre Oberen sich endlich einmal die Mühe nehmen würden, sich auf intellektuell redliche Weise mit dem Problem auseinanderzusetzen und Wunschvorstellungen beiseite lassen würden.
Die Behauptung, daß man sich bislang nicht intellektuell redlich mit dem Problem auseinandergesetzt hat, zeugt entweder von völliger Unkenntnis oder von unglaublicher Frechheit.
Seit der Gründung der FSSPX werden die Probleme beim Namen genannt – nicht nur von Seiten der FSSPX.
Der Sache der Piusbruderschaft wäre weitaus mehr geholfen, wenn ihre Oberen sich endlich einmal die Mühe nehmen würden, sich auf intellektuell redliche Weise mit dem Problem auseinanderzusetzen und Wunschvorstellungen beiseite lassen würden.
Die Behauptung, daß man sich bislang nicht intellektuell redlich mit dem Problem auseinandergesetzt hat, zeugt entweder von völliger Unkenntnis oder von unglaublicher Frechheit.
Seit der Gründung der FSSPX werden die Probleme beim Namen genannt – nicht nur von Seiten der FSSPX.
Mittwoch, 21. November 2007 15:27
Agiafortuni: Kohärenz tut weh
Der Bischof hält sich streng an die Anweisungen Roms und an das Kirchenrecht. Ob diese Anweisungen gut oder schlecht sind ist eine andere Frage. Es nützt der Piusbruderschaft wenig, wenn sie ständig aus plolitischer Korrektheit beteuert sie sei weder gegen das Konzil noch gegen den NOM. Benedikt XVI spricht in seinem Begleitschreiben eine klare Sprache: Auf das Motu proprio können sich nur jene Gäubigen berufen, die klar die Verbindlichkeit des II. Vaticanums anerkennen und treu zum Papst und zu den Bischöfen stehen, sich aber nach der ihnen vertrauten Gestalt der heiligen Liturgie sehnen. Im gleichen Schreiben kann man aber auch lesen: „Um die volle communio zu leben, können die Priester, die den Gemeinschaften des alten Usus zugehören, selbstverständlich die Zelebration nach den neuen liturgischen Büchern im Prinzip nicht ausschließen. Ein völliger Ausschluß wäre nämlich nicht in Übereinstimmung mit der Anerkennung des Wertes und der Heiligkeit des Ritus in seiner erneuerten Form. „ Der Sache der Piusbruderschaft wäre weitaus mehr geholfen, wenn ihre Oberen sich endlich einmal die Mühe nehmen würden, sich auf intellektuell redliche Weise mit dem Problem auseinanderzusetzen und Wunschvorstellungen beiseite lassen würden. Vielleicht könnte ihr dazu Gadamer’s Wahrheit und Methode als Leitfaden dienen
Mittwoch, 21. November 2007 12:16
raindance1: hat die Piusbruderschaft das nötig?
vielleicht wurde ein großteil der Gläubigen noch mit Bussen angekarrt…
Da war man in Paris mit St. Nicolas du Chardonnet geschickter und erfolgreicher.
Da war man in Paris mit St. Nicolas du Chardonnet geschickter und erfolgreicher.
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