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Dienstag, 20. November 2007 14:40
Roter Bischof im Alleingang?
Der Vorsitzende der Spanischen Bischofskonferenz entschuldigte sich gestern für die heroische Rolle der Kirche während des Spanischen Bürgerkrieges.
Der spanische Bischof Ricardo Blazquez
Der spanische Bischof Ricardo Blazquez
(kreuz.net, Madrid) Der scheidende Vorsitzende der Spanischen Bischofskonferenz, Mons. Ricardo Blazquez (65) von Bilbao, hat bei der Vollversammlung der Spanischen Bischofskonferenz eine Vergebungsbitte ausgesprochen.

Sie betraf die Rolle der Katholischen Kirche während des Spanischen Bürgerkrieges (1936 bis 1939). Damals schüttelte das Land die Herrschaft eines kommunistischen Regimes ab.

Mons. Blazquez bezog sich bei seiner Tat ausdrücklich auf das umstrittene ‘Mea Culpa’ von Papst Johannes Paul II. im Jahr 2000.

Die Vergebungsbitte des Bischofs kam – selbst für einige Mitglieder der Bischofskonferenz – überraschend.

Erst Ende Oktober hatte Papst Benedikt XVI. fast 500 spanische Märtyrer seliggesprochen. Sie waren während des Bürgerkrieges von kommunistischen Horden abgeschlachtet worden.

Francisco Franco
Francisco Franco
Während der kommunistischen Regierung in Spanien wurden Hunderte Priester von antiklerikalen Verbänden ermordet und zahllose Kirchen verwüstet und niedergebrannt.

Mons. Blazquez erklärte in seiner Ansprache, daß die Kirche auch für „konkrete Handlungen“ während der Bürgerkriegszeit um Vergebung bitten müsse.

Es gebe viele Gründe, Gott für das, was getan wurde, zu danken. Aber es gebe andere Dinge, für die man um Vergebung bitten müsse.

In vielen Situationen habe man nach dem Evangelium gehandelt, in anderen dagegen Dinge getan, die das Evangelium verurteile.

Die Erinnerung an die Geschichte solle nicht dazu benutzt werden, sich gegenseitig zu beschuldigen, sondern aus ihr zu lernen und zu vergeben.

In diesem Sinn sei auch die kürzliche Seligsprechung von 498 katholischen Märtyrern, die im Bürgerkrieg von kommunistischen Republikanern ermordet wurden, „gegen niemanden gerichtet“ gewesen:

„Obwohl wir uns auf die christlichen Märtyrer beziehen, respektieren wir alle Personen, die bis zum letzten Moment für ihre Ideale gekämpft haben“ – so eine umstrittene Aussage des Bischofs.

Bischof Blazquez lobte außerdem den in Spanien als „roten Bischof“ bekannten Vicente Kardinal Enrique y Tarancon von Madrid († 1994) als „wirksames Instrument der Versöhnung nach dem Tod des Diktators [Francisco] Franco“.

Der progressive Kardinal hatte während seiner Amtszeit sogar gedroht, den katholischen Staatschef zu exkommunizieren.

Die Rede von Mons. Blazquez war offenbar nicht mit allen Bischöfen abgesprochen.
Alle Lesermeinungen anzeigen 6 von 31 Lesermeinungen:
Donnerstag, 22. November 2007 16:37
Alois Bischof: Rodolfo Panetta
In der Tat durch das Eingreifen der göttlichen Vorsehung, Die General Franco an Spaniens Spitze einsetzte, ist im II. Weltkrieg die iberische Halbinsel von Krieg verschont geblieben und haben hunderttausende Juden in den Staaten der sog. „Diktatoren“ und angeblichen „Faschisten“ (Corporatisten) Salazar und Franco Unterschlupf und herzlichen Empfang bekommen, und wurden in voller Sicherheit untergebracht. Der Sieg Francos brachte dies mit sich mit. Sonst wären sowieso 1940 die Deutschen in ein rotes Spanien einmarschiert.

Franco hat sehr vielen Juden geholfen, war in diesem Sinne ein Heiliger (wird heute aber öffentlich noch kaum anerkannt, obwohl noch immer von vielen sephardischen Überlebendenorganisationen), genausowie Salazar.

Diese beiden Staatsmänner brauchten keine Propagandamaschinerie wie die Westmarxisten und die Liberalistischen Parteien von heute, sie vertrauten auf das Endgericht am Ende der Welt, dabei werden ihre Taten alle offenbart und beurteilt werden.

Lese-Tipp: ‘Salazar et la terre de Notre-Dame’ in: ‘CRC – La Contreréforme Catholique dans le XXIme siècle’, Juilliet-Août, 2007, S. 5.

Damals hatten die katholischen Hirten noch nicht die Krankheit der Heuchelei mit Sozialismus und Anarchismus und wagten es offen Marxisten, Nationalsozialisten, Rassisten, Nationalisten und Liberalen zu widersprechen wo das Lebensrecht und das Christentum aufs Spiel stand.
Donnerstag, 22. November 2007 10:37
Rodolfo Panetta: Verblendete Bischöfe
Gewiß ist es für einen Katholiken kein Fehler, stets selbstkritisch zu sein. Doch es gibt auch ein Kritikastertum gegen das Eigene, welches die Unterschiede zwischen Wahrheit und Lüge zu verwischen droht. Im Spanischen Bürgerkrieg mußte jeder wahre Katholik auf der Seite General Francos stehen, und es gibt keinerlei Anlaß, solches aus heutiger Sicht zu kritisieren.
Mittwoch, 21. November 2007 15:17
müllermüller: Ausspruch von Guntram: Zur Hölle mit ihm
Sie sollten sich wenigstens in Ihrer Schreibweise mäßigen, aber Sie geben gottseidank zu erkennen, wie weit es mit Ihrem „Christsein“ tatsächlich ist. Das Wort Pharisäer ist bei Ihren seltsamen, aggressiven 515 Lesermeinungen völlig untertrieben.
Passen Sie auf, dass Ihr Kommentar „Zur Hölle mit ihm“ nicht eines Tages S i e von jemand zu hören bekommen.
So wie Sie richten, wird Gott Sie richten, das sollten Sie doch wissen.
Noch einen Rat an Sie: Schauen Sie erst einmal in den Spiegel!
Dienstag, 20. November 2007 22:51
Alois Bischof: Dem Baskischen Rotfrontverbündeten
werden die Anliegen der Einsatzkommandos „unserer“ Allgemeinen SS wohl auch sehr „respektvoll“ erscheinen. Er wird wohl diesen auch „verstehen“ und „respektieren“. Sie kämpften ja auch für ein Ideal. Das hitlersche Ideal eines judenfreien Europas, ein aus katholischer Sicht verbrecherisches Ideal also, aber dieser Baskische Hirte hat Verständnis.

So ein Schwachsinn. Die Roten Horden haben in Spanien Unschuldige ermordet, das Franco-Regime ganz und gar nicht, daß geben heute sogar damalige linke Partisanen zu, die Allgemeinamnestie bekamen.

Daß man anti-zivilistische (hier: rotmarxistische) Terroristen nach Kriegsgericht hinrichtete, ist in einer Bürgerkriegslage nícht verbrecherisch.
Dienstag, 20. November 2007 22:10
Aleph: …
Wenn Maronensammler in Harnisch geraten…
Dienstag, 20. November 2007 21:39
Vineta: Nebulöses Gefasel
Mons. Blazquez erklärte in seiner Ansprache, daß die Kirche auch für „konkrete Handlungen“ während der Bürgerkriegszeit um Vergebung bitten müsse.

Wäre sicher nicht verkehrt gewesen, wenn er Mann besagte „konkrete Handlungen“ konkretisiert ( lokalisiert, personifiziert, detalliert) hätte!

„Obwohl wir uns auf die christlichen Märtyrer beziehen, respektieren wir alle Personen, die bis zum letzten Moment für ihre Ideale gekämpft haben“

Aha, Hauptsache, man kämpft für ein Ideal!. Egal, für welches. Egal, ob mit, oder ohne Waffengewalt!
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