Er lebt in der besten aller Welten
Das Hauptproblem der deutschen Kirche besteht darin, daß man dort die Probleme nicht mehr ansprechen darf. Die Verantwortlichen beschränken sich darauf, die Kirche unter einem Schwall sinnloser Lobeshymnen zu begraben. Ein Kommentar.
(kreuz.net) Der neue Nuntius in Berlin, Erzbischof Jean-Claude Périsset (68), hat sich seit seiner Ernennung
Mitte Oktober viel Mühe gegeben, die deutschen Katholiken und ihre Bischöfe für sich einzunehmen.
Das berichtete Gernot Facius in einem Online-Artikel der deutschen Tageszeitung ‘Die Welt’ vom 21. November.
Facius weist darauf hin, daß der Nuntius das soziale Engagement der Kirche gepriesen hat.
Den Zustand der Kirche in Deutschland, der er eine angeblich wachsende Rolle im gesellschaftspolitischen Leben bescheinigte, beurteilte er als „durchaus positiv“.
Der Nuntius widersprach nach Facius sogar der Auffassung, daß es im Mutterland der Reformation unter Katholiken einen besonderen antirömischen Affekt gebe.
In den deutschen Bistümern sieht Nuntius Périsset vielmehr eine „Tradition größerer Autonomie“ gegenüber Rom.
Das Zweite Vatikanische Konzil habe diese ausdrücklich gefördert:
„Wenn hier übertriebene Vorstöße versucht werden, muß man den Grund dafür erkennen und nach einem Weg suchen, dieses Verhalten zu überwinden“.
Diese Aussage bezeichnet Facius als „diplomatisch-vorsichtig“.
Er weist auch darauf hin, daß die Blicke in Deutschland gegenwärtig auf das Erzbistum München und Freising gerichtet sind:
„Wer dort Nachfolger von Kardinal Friedrich Wetter (79) werden soll, ist derzeit eine der brisantesten ungelösten Fragen im deutschen Katholizismus.“
Leider ist der Vatikan schon länger dafür bekannt, in solchen Situationen dem innerkirchlichen und öffentlichen Druck nachzugeben.
Damit ist die Wahrscheinlichkeit groß, daß in München nicht der beste Mann, sondern irgendein Leisetreter zum Zuge kommt.
Dieser dürfte dann den „durchaus positiven“ Zustand der Kirche in Deutschland weiter am Leben erhalten.
Das berichtete Gernot Facius in einem Online-Artikel der deutschen Tageszeitung ‘Die Welt’ vom 21. November.
Facius weist darauf hin, daß der Nuntius das soziale Engagement der Kirche gepriesen hat.
Den Zustand der Kirche in Deutschland, der er eine angeblich wachsende Rolle im gesellschaftspolitischen Leben bescheinigte, beurteilte er als „durchaus positiv“.
Der Nuntius widersprach nach Facius sogar der Auffassung, daß es im Mutterland der Reformation unter Katholiken einen besonderen antirömischen Affekt gebe.
In den deutschen Bistümern sieht Nuntius Périsset vielmehr eine „Tradition größerer Autonomie“ gegenüber Rom.
Das Zweite Vatikanische Konzil habe diese ausdrücklich gefördert:
„Wenn hier übertriebene Vorstöße versucht werden, muß man den Grund dafür erkennen und nach einem Weg suchen, dieses Verhalten zu überwinden“.
Diese Aussage bezeichnet Facius als „diplomatisch-vorsichtig“.
Er weist auch darauf hin, daß die Blicke in Deutschland gegenwärtig auf das Erzbistum München und Freising gerichtet sind:
„Wer dort Nachfolger von Kardinal Friedrich Wetter (79) werden soll, ist derzeit eine der brisantesten ungelösten Fragen im deutschen Katholizismus.“
Leider ist der Vatikan schon länger dafür bekannt, in solchen Situationen dem innerkirchlichen und öffentlichen Druck nachzugeben.
Damit ist die Wahrscheinlichkeit groß, daß in München nicht der beste Mann, sondern irgendein Leisetreter zum Zuge kommt.
Dieser dürfte dann den „durchaus positiven“ Zustand der Kirche in Deutschland weiter am Leben erhalten.
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Freitag, 23. November 2007 11:20
Benedikt: @ Exbochumer
Hoffentlich reicht dieser auch mit 75 seinen Rücktritt ein.
Angesichts einer entsprechenden Regwelung im Kirchenrecht wüsste ich nicht, warum das anders sein sollte. Allerdings kann er nicht aus freien Stücken zurücktreten, der Papst muss das Rücktrittsgebot annehmen.
Angesichts einer entsprechenden Regwelung im Kirchenrecht wüsste ich nicht, warum das anders sein sollte. Allerdings kann er nicht aus freien Stücken zurücktreten, der Papst muss das Rücktrittsgebot annehmen.
Donnerstag, 22. November 2007 15:26
Aleph: Nachtkastlgeschichte
ExBochumer @ Wie ist eigentlich die Botschaft dieser Nachtkastlgeschichte? Möchten Sie, dass man über Ihre Person ähnlich herzieht und lächerlich macht?
Donnerstag, 22. November 2007 15:18
ExBochumer: Liebevoll wird Kardinal Wetter vom Diözesanklerus
(jedenfalls von einigen mir bekannten Klerikern aus der Erzdiözese München bestätigt) liebevoll „Tante
Frieda“ genannt.
Scheinbar sind im Münchener Diözesanklerus Kräfte dabei, dem bisherigen Erzbischof einen Ruf anzudichten, der evtl. gar nicht Stand hat.
Wer wird der nächste Erzbischof von München? – Man darf gespannt sein. – Abwarten, und nicht die öffentliche Diskussion zu hoch schrauben.
Scheinbar sind im Münchener Diözesanklerus Kräfte dabei, dem bisherigen Erzbischof einen Ruf anzudichten, der evtl. gar nicht Stand hat.
Wer wird der nächste Erzbischof von München? – Man darf gespannt sein. – Abwarten, und nicht die öffentliche Diskussion zu hoch schrauben.
Donnerstag, 22. November 2007 14:50
Aleph: Wetterberichte anstatt Hirtenbriefe
In der Tat: @Von Kardinal Wetter ging während dessen Speyerer Zeit der Witz um, dass es von ihm keine Hirtenbriefe, sondern Wetterberichte gibt.
Donnerstag, 22. November 2007 14:49
ExBochumer: Achtung – Privatmeinung, wenn schon Rücktritte hier diskutiert werden:
Hoffentlich ist bald Schluß mit Lehmann. Hoffentlich reicht dieser auch mit 75 seinen Rücktritt ein.
Es reicht !!!!!!!!!
Es reicht !!!!!!!!!
Donnerstag, 22. November 2007 13:57
Benedikt: @ stimme der vernunft
Auf dem Papier.
In praxi ist er ein Abteilungsleiter, der vom Papst nach willkürlichem Gutdünken ein- ab- oder versetzt wird,
Das entspricht doch in keiner Weise der Praxis, schon gar nicht in Deutschland (Konkordat!). Kein Bischof wird einfach so abgesetzt oder versetzt. Dass die Kirche umgekehrt auch keine Sammlung von Einzelkirche ist, dürfte klar sein, ändert aber nichts an der weitgehenden Autonomie des Bischofs in seiner Diözese.
der der Kurie über jeden Pups Rechenschaft ablegen muss,
Alle fünf Jahre ein Besuch beim Papst. Und ob da Rechenschaft verlangt wird kann auch bezweifelt werden.
der jederzeit damit rechnen muss, das alles, was er in „seiner Teilkirche“ sagt oder tut, aus Rom kassiert wird
In der Theorie…
und der mit 75 seinen Rücktitt einreichen muss, auch wenn der regierende Papst zu diesem Zeitpunkt 97 und senil ist.
Das geht doch auf die Anregung des Episkopats zurück. Das hat kein Papst erfunden.
Das mit den Teilkirchen war einmal, lang ist es her. Heute gibt es nur noch die Kirche von Rom und ihre Abteilungsleiter rund um die Welt.
Wenn es so ist, so war das von Ihnen gesagte jedenfalls kein überzeugender Beweis.
In praxi ist er ein Abteilungsleiter, der vom Papst nach willkürlichem Gutdünken ein- ab- oder versetzt wird,
Das entspricht doch in keiner Weise der Praxis, schon gar nicht in Deutschland (Konkordat!). Kein Bischof wird einfach so abgesetzt oder versetzt. Dass die Kirche umgekehrt auch keine Sammlung von Einzelkirche ist, dürfte klar sein, ändert aber nichts an der weitgehenden Autonomie des Bischofs in seiner Diözese.
der der Kurie über jeden Pups Rechenschaft ablegen muss,
Alle fünf Jahre ein Besuch beim Papst. Und ob da Rechenschaft verlangt wird kann auch bezweifelt werden.
der jederzeit damit rechnen muss, das alles, was er in „seiner Teilkirche“ sagt oder tut, aus Rom kassiert wird
In der Theorie…
und der mit 75 seinen Rücktitt einreichen muss, auch wenn der regierende Papst zu diesem Zeitpunkt 97 und senil ist.
Das geht doch auf die Anregung des Episkopats zurück. Das hat kein Papst erfunden.
Das mit den Teilkirchen war einmal, lang ist es her. Heute gibt es nur noch die Kirche von Rom und ihre Abteilungsleiter rund um die Welt.
Wenn es so ist, so war das von Ihnen gesagte jedenfalls kein überzeugender Beweis.
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