Die Rechtfertigungslast liegt bei der Neuen Liturgie
Die Freunde der Alten Messe richten sich mehr am Zweiten Vatikanum aus als die unentwegten Erneuerer. Zwischenruf eines Gemeindepfarrers.
(kreuz.net) Konfrontation nein – heilige Rivalität ja: So erklärt Hw. Werner Wolff (71), Pfarrer von
Bad Wurzach, das Verhältnis des Neuen und Alten Ritus in einem Beitrag für die katholische Zeitung ‘Tagespost’
vom 22. November.
Eine heilige Rivalität dürfe es geben, nämlich im Bemühen um einen gläubigen ehrfürchtigen Vollzug der Liturgie: „Das wäre ein Segen für die Kirche.“
Der Priester ist zuversichtlich, daß die Wiedereinsetzung der Alten Messe durch den Papst „vielleicht doch gelingen“ wird:
„Es gibt keine wirklichen Argumente gegen jene Liturgie, von der die Christenheit durch fast ihre ganze Geschichte getragen wurde.“
Die Rechtfertigungslast liege nicht bei der Alten, sondern bei der Neuen Liturgie.
Die angeführten Argumente gegen die Alte Messe seien nicht wirklich stichhaltig: „Wenn sie wirklich der erneuerten Messe so ähnlich ist, daß man kaum einen Unterschied sieht: Warum dann die Aufregung und der Widerstand?“
Der Geistliche wünscht sich in der Frage der Alten Messe eine ruhige, sachliche Auseinandersetzung auf theologischer und pastoraler Ebene: „Bislang gibt es sie so gut wie gar nicht.“
Das Argument, daß die Anhänger der Alten Messe gegen das Zweite Vatikanum wären, bezeichnet Pfarrer Wolff als eine Verleumdung:
„Die Mitglieder der Priesterbruderschaft St. Pius und die Anhänger der Alten Messe im Sinne des Konzils und des jetzt regierenden Papstes werden unvermerkt in eins gesetzt.“
Hw. Wolff erinnert an den Münchner Philosophen Robert Spaemann, der gezeigt hat, daß sich die Freunde der Alten Messe mehr am Konzil ausrichten als die unentwegten Erneuerer.
Der Priester erwähnt auch das Argument, wonach die „geringe Nachfrage“ nach der Alten Messe angeblich deswegen so gering sei, weil die Anerkennung der Neuen Messe gefordert sei:
„Das halte ich, aufs Ganze gesehen, für ein Gerücht, das sich höchstens auf einige Ausnahmefälle berufen kann.“
Er wehre sich als aktiver Pfarrer dagegen, alle Freunde der Alten Messe gleichsam der Piusbruderschaft zuzuschreiben:
„Mir kommt die Aussage des Eichstätter Bischofs Hanke in den Sinn, der davon sprach, daß gerade jene älteren Priester, die den Alten Ritus noch gelernt und gefeiert hätten, einen »Ödipuskomplex« an den Tag legten!“
Er habe als Spätberufener Theologiestudent das Treiben der „Erneuerer“ kennengelernt: „Wer sich dagegen aussprach, galt als hoffnungslos veraltet und rückständig.“
Die alten Mitbrüder, die im Gehorsam gegen die Kirche erzogen waren, seien bespöttelt worden und hätten sich zurückgezogen:
„Denn es hatte ja den Anschein, als ob der Papst dem Treiben wohlwollend zuschaute.“
Pfarrer Wolff feiert „gern und unter wachsender Teilnahme von Gläubigen immer wieder einmal das heilige Meßopfer in der außerordentlichen Form, ohne die ordentliche Form jemals verachtet oder zur Selbstdarstellung mißbraucht zu haben“.
© Titelbild: Vernon Quaintance, traditionalcatholic.org.uk
Eine heilige Rivalität dürfe es geben, nämlich im Bemühen um einen gläubigen ehrfürchtigen Vollzug der Liturgie: „Das wäre ein Segen für die Kirche.“
Der Priester ist zuversichtlich, daß die Wiedereinsetzung der Alten Messe durch den Papst „vielleicht doch gelingen“ wird:
„Es gibt keine wirklichen Argumente gegen jene Liturgie, von der die Christenheit durch fast ihre ganze Geschichte getragen wurde.“
Die Rechtfertigungslast liege nicht bei der Alten, sondern bei der Neuen Liturgie.
Die angeführten Argumente gegen die Alte Messe seien nicht wirklich stichhaltig: „Wenn sie wirklich der erneuerten Messe so ähnlich ist, daß man kaum einen Unterschied sieht: Warum dann die Aufregung und der Widerstand?“
Der Geistliche wünscht sich in der Frage der Alten Messe eine ruhige, sachliche Auseinandersetzung auf theologischer und pastoraler Ebene: „Bislang gibt es sie so gut wie gar nicht.“
Das Argument, daß die Anhänger der Alten Messe gegen das Zweite Vatikanum wären, bezeichnet Pfarrer Wolff als eine Verleumdung:
„Die Mitglieder der Priesterbruderschaft St. Pius und die Anhänger der Alten Messe im Sinne des Konzils und des jetzt regierenden Papstes werden unvermerkt in eins gesetzt.“
Hw. Wolff erinnert an den Münchner Philosophen Robert Spaemann, der gezeigt hat, daß sich die Freunde der Alten Messe mehr am Konzil ausrichten als die unentwegten Erneuerer.
Der Priester erwähnt auch das Argument, wonach die „geringe Nachfrage“ nach der Alten Messe angeblich deswegen so gering sei, weil die Anerkennung der Neuen Messe gefordert sei:
„Das halte ich, aufs Ganze gesehen, für ein Gerücht, das sich höchstens auf einige Ausnahmefälle berufen kann.“
Er wehre sich als aktiver Pfarrer dagegen, alle Freunde der Alten Messe gleichsam der Piusbruderschaft zuzuschreiben:
„Mir kommt die Aussage des Eichstätter Bischofs Hanke in den Sinn, der davon sprach, daß gerade jene älteren Priester, die den Alten Ritus noch gelernt und gefeiert hätten, einen »Ödipuskomplex« an den Tag legten!“
Er habe als Spätberufener Theologiestudent das Treiben der „Erneuerer“ kennengelernt: „Wer sich dagegen aussprach, galt als hoffnungslos veraltet und rückständig.“
Die alten Mitbrüder, die im Gehorsam gegen die Kirche erzogen waren, seien bespöttelt worden und hätten sich zurückgezogen:
„Denn es hatte ja den Anschein, als ob der Papst dem Treiben wohlwollend zuschaute.“
Pfarrer Wolff feiert „gern und unter wachsender Teilnahme von Gläubigen immer wieder einmal das heilige Meßopfer in der außerordentlichen Form, ohne die ordentliche Form jemals verachtet oder zur Selbstdarstellung mißbraucht zu haben“.
© Titelbild: Vernon Quaintance, traditionalcatholic.org.uk
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Freitag, 23. November 2007 16:08
Don Camillo: liturgische Reizwäsche,
wie sie in diesem Artikel abgebildet ist, sollte wieder vermehrt gefördert werden…
Freitag, 23. November 2007 11:17
Benedikt: @ Gotthard
am Dienstag, 27.11. wird es besonders interessant:
17:15 Uhr Hl. Messe im Bilhildis-Kloster (es ist der Gedenktag der hl. Bilhildis, also Patronatsfest)
18:00 Uhr „Messe vom Tage“ (Altritus)
Schlechtes Beispiel. Das Bilhildis-Kloster und die Pfarrkirche St. Joseph sind verschiedene Orte. Auch die Zelebranten sind unterschiedlich. Wenn Sie zB heute in drei Messen (nach usus ordinarius) gehen, dann kann es Ihnen auch passieren, dass Sie beim ersten Mal die Messe von Tage erleben, dann eine zu Ehren des Hl. Kolumban und dann eine zu Ehren des Hl. Klemens.
Wenn sich das Motu Proprio etabliert hat, dann sollte mE die Kalenderreform (also nur die Änderungen im Heiligenkalender) rückgängig gemacht werden. Diese Reform war völliger Unsinn. Weil man regional wichtige Feste an ihrem alten Platz beließ finden heute etliche Feste an unterschiedlichen Tagen statt, etwa das Fest der Hl. Elisabeth unlängst, das auf den 17. Nov. (den eigentlichen Sterbetag) verschoben wurde, im Regionalkalender aber auf seinem alten Platz blieb. Was wollte man denn damit erreichen? Diese Reform kann rückgängig gemacht werden, wegen ihrer Berücksichtung regionaler Bräuche würde das vermutlich den meisten gar nicht auffallen.
17:15 Uhr Hl. Messe im Bilhildis-Kloster (es ist der Gedenktag der hl. Bilhildis, also Patronatsfest)
18:00 Uhr „Messe vom Tage“ (Altritus)
Schlechtes Beispiel. Das Bilhildis-Kloster und die Pfarrkirche St. Joseph sind verschiedene Orte. Auch die Zelebranten sind unterschiedlich. Wenn Sie zB heute in drei Messen (nach usus ordinarius) gehen, dann kann es Ihnen auch passieren, dass Sie beim ersten Mal die Messe von Tage erleben, dann eine zu Ehren des Hl. Kolumban und dann eine zu Ehren des Hl. Klemens.
Wenn sich das Motu Proprio etabliert hat, dann sollte mE die Kalenderreform (also nur die Änderungen im Heiligenkalender) rückgängig gemacht werden. Diese Reform war völliger Unsinn. Weil man regional wichtige Feste an ihrem alten Platz beließ finden heute etliche Feste an unterschiedlichen Tagen statt, etwa das Fest der Hl. Elisabeth unlängst, das auf den 17. Nov. (den eigentlichen Sterbetag) verschoben wurde, im Regionalkalender aber auf seinem alten Platz blieb. Was wollte man denn damit erreichen? Diese Reform kann rückgängig gemacht werden, wegen ihrer Berücksichtung regionaler Bräuche würde das vermutlich den meisten gar nicht auffallen.
Freitag, 23. November 2007 10:58
stimme der vernunft: @ruhrpotti
Diese unselige Seele schmort im tiefen Fegefeuer
Ah, hattest du mal wieder eine Privatoffenbarung?
Mein Tip: Keine Hülsenfrüchte am Abend. Wenn die Blähungen in der Nacht zu sehr drücken, bekommt man solche vermeintlichen Fegefeuervisionen.
Ah, hattest du mal wieder eine Privatoffenbarung?
Mein Tip: Keine Hülsenfrüchte am Abend. Wenn die Blähungen in der Nacht zu sehr drücken, bekommt man solche vermeintlichen Fegefeuervisionen.
Freitag, 23. November 2007 08:51
r.ruhrgebietler: @st. georg – sel. Johannes XXIII???
Diese unselige Seele schmort im tiefen Fegefeuer und sollte zur positiven Demonstrations röm. Katholiken nicht verwendete werden.
Freitag, 23. November 2007 05:25
iustus: @st.georg
,die bisherige einzige! so-messe kann nicht im ausserordentlichen ritus gehalten werden
Diese Behauptung wird durch ständiges Wiederholen nicht richtig. Das ist Art. 5 § 2 nicht zu entnehmen, auch nicht in einem Umkehrschluss.
Die Feier nach dem Messbuch des sel. Johannes XXIII. kann an den Werktagen stattfinden; an Sonntagen und Festen kann indes ebenfalls eine Feier dieser Art stattfinden.
Die Tatsache, dass zunächst Werktagsmessen genannt werden, und dann Sonntagsmessen schließt doch eine einzige in der ao Form nicht aus.
Und Art. 5 Abs. 2 mit anderen Worten: Die Feier dieser Art kann an Werktagen und auch an Sonntagen stattfinden. Noch einmal: Woraus lesen Sie da noch den Vorzug einer Sonntagsmesse in der ordentlichen Form?
Dass Zwietracht vermieden und die Einheit der ganzen Kirche am besten gefördert wird, wenn in jeder Form eine Messe angeboten wird, sehe ich ein. Die Diskussion entweder – oder kann nur entstehen, wenn beides nicht möglich ist. Für diesen Fall aber gibt das MP keine Vorschrift, der Messe in der ordentlichen Form den Vorzug zu geben.
Diese Behauptung wird durch ständiges Wiederholen nicht richtig. Das ist Art. 5 § 2 nicht zu entnehmen, auch nicht in einem Umkehrschluss.
Die Feier nach dem Messbuch des sel. Johannes XXIII. kann an den Werktagen stattfinden; an Sonntagen und Festen kann indes ebenfalls eine Feier dieser Art stattfinden.
Die Tatsache, dass zunächst Werktagsmessen genannt werden, und dann Sonntagsmessen schließt doch eine einzige in der ao Form nicht aus.
Und Art. 5 Abs. 2 mit anderen Worten: Die Feier dieser Art kann an Werktagen und auch an Sonntagen stattfinden. Noch einmal: Woraus lesen Sie da noch den Vorzug einer Sonntagsmesse in der ordentlichen Form?
Dass Zwietracht vermieden und die Einheit der ganzen Kirche am besten gefördert wird, wenn in jeder Form eine Messe angeboten wird, sehe ich ein. Die Diskussion entweder – oder kann nur entstehen, wenn beides nicht möglich ist. Für diesen Fall aber gibt das MP keine Vorschrift, der Messe in der ordentlichen Form den Vorzug zu geben.
Donnerstag, 22. November 2007 21:58
golfi: CampoSanto
Sie sprechen mir aus der Seele, ich habe schon längst die Korrespondenz mit diesem verstockten Forumspartaner
aufgegeben.
aufgegeben.
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