Kardinalsberatungen
Große Rückholaktion?
Heute treffen sich die Kardinäle der Römischen Kirche zu Beratungen im Vatikan. Wie im vergangenen Jahr soll dabei auch die Alte Messe zur Sprache kommen.
Symbolfoto
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© Stephen Wu, CC
(kreuz.net, Vatikan) Diesen Freitag – am Vortag des Konsistoriums zur Kreierung neuer Kardinäle – trifft sich Papst Benedikt XVI. im Vatikan mit seinen Kardinälen.

Wie im Vorjahr beratschlagen die Kirchenfürsten dabei über kirchenpolitische Fragen.

Beim letzten Konsistorium im März 2006 stand das Motu Proprio zur Freigabe der Alten Messe auf dem Programm der Besprechungen.

Paolo Luigi Rodari von der linksgerichteten italienischen Tageszeitung ‘Il Riformista’ berichtet, daß es am Freitag in erster Linie um die Ökumene gehen wird.

Dabei solle ein kürzlich von der katholisch-orthodoxen Dialogkommission in Ravenna verabschiedetes Dokument besprochen werden.

Anglikanische Massenbekehrung?

Ein weiteres Thema sind die Anglikaner. In den letzten Monaten sind in Rom offenbar viele Bitten von Anglikanern eingetroffen, die in die Kirche zurückkehren möchten.

Diese müßten genau ausgewertet werden.

Die Anfragen stammten sowohl von Mitgliedern der ‘Anglikanischen Gemeinschaft’ als auch von der ‘Traditionellen Anglikanischen Gemeinschaft’, die sich von Canterbury abgesetzt hat.

Rodari glaubt außerdem, daß das Problem von Liturgiemißbräuchen zur Sprache gebracht werden könnte.

Ferner könnte der Ungehorsam bei der Umsetzung des Motu Proprio ‘Summorum Pontificum’ ein Thema werden.

Als weitere Diskussionspunkte nennt Rodari die Selbständigkeit der örtlichen Bischofskonferenzen und die wachsende Bürokratisierung der Bischofskonferenzen.

Das Problem dieser und ähnlicher Beratung liegt darin, daß dabei zwar viel geredet wird, es aber kaum zu Entscheidungen kommt, die anschließend umgesetzt werden.
      
10 Lesermeinungen
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#10   Rudolfus   16:15:30 | Donnerstag, 29. November 2007
Die Ursachen für die Glaubenskrise in Deutschland
Gotthard:
aus einschlägigen Kreisen um einen deutschen Kardinal habe ich erfahren, dass über die Diakonenweihe für Frauen und die Priesterweihe für „viri probati“ gesprochen werden soll.
Themen, die seit der Würzburger Synode unbeantwortet in Rom ruhend gestellt wurden… EINE der Ursachen für die Krise des Glaubens in unserem Land.
Gut, daß die Kirchenhierarchie jetzt um die Gründe der Glaubenskrise weiß, sodaß wir bald wieder eine glorreiche Kirchenzeit erleben können.
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#9   Gotthard   21:17:57 | Freitag, 23. November 2007
einschlägige Kreise
aus einschlägigen Kreisen um einen deutschen Kardinal habe ich erfahren, dass über die Diakonenweihe für Frauen und die Priesterweihe für „viri probati“ gesprochen werden soll.
Themen, die seit der Würzburger Synode unbeantwortet in Rom ruhend gestellt wurden… EINE der Ursachen für die Krise des Glaubens in unserem Land.
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#8   Typ   20:30:25 | Freitag, 23. November 2007
@ Desperatus
Es geht um Kult, nicht um Pastoral; es geht um Opfer, nicht um Seelsorge; es geht um Gesetz,nicht um den Menschen.
Lektüretipp: Evangelien und besonders Hebräerbrief.
Da können Sie einiges lernen, was katholische Liturgie zu beachten hat.
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#7   Aurelius   20:19:04 | Freitag, 23. November 2007
r.ruhrgebietler und die „Opfermesse“
Schade, daß der Begriff „Opfermesse“ dabei auch noch falsch gebraucht wird :-(
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#6   stimme der vernunft †   16:11:56 | Freitag, 23. November 2007
Ruhrgebietler
ist nicht römisch-katholisch, aber hat sich irgendwie in den Kopf gesetzt, die römisch-katholische heilige Messe durch irgendwelche „hh Opferrituale“ zu ersetzen, was immer das auch sein mag.
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#5   Desperatus †   16:01:14 | Freitag, 23. November 2007
@Samurai
Warum führen sie einen Begriff ein, der den Initiatoren dieser Seite fremd ist? „Pastorale Realität“. Was soll das? Es geht um Kult, nicht um Pastoral; es geht um Opfer, nicht um Seelsorge; es geht um Gesetz,nicht um den Menschen.
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#4   Samurai   13:57:27 | Freitag, 23. November 2007
@ ruhrgebietler: Träume weiter…
… denn die Tridentinische Liturgie als für alle römisch-katholischen Gemeinden verpflichtende Liturgie ist – ein Wunschtraum der Piusbruderschaft,mehr nicht !
Die pastorale Realität in den Gemeinden sieht anders aus.
Samurai
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#3   Don Camillo   12:53:39 | Freitag, 23. November 2007
@r.ruhrgebietler
Meinungen gibt’s…
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#2   r.ruhrgebietler   11:35:32 | Freitag, 23. November 2007
Wichtig ist,
daß die hhlg. trid. Opfermesse jetzt überall und alleinverbindlich sowie verpflichtend für alle röm.kath. Kirchengemeinden wieder eingeführt wird.
Wehret NOM, wider V-II!
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#1   Aleph †   10:13:55 | Freitag, 23. November 2007
Über die alte Messe wenigstens sprechen
Wie im vergangenen Jahr soll dabei auch die Alte Messe zur Sprache kommen.
Na, das ist doch was: im vergangenen Jahr haben die Kardinäle über die alte Messe parliert und sie werden auch in diesem Jahre geruhen, dies zu tun. So bleibt die alte Messe im Gespräch, in dem sie in den Raum gestellt wird. Das ist doch was und den Kardinälen ist man je nach dem zu großem Dank verpflichtet, dass sie wenigstens über die alte Messe sprechen. Zelebrieren werden sie die alte Messe ja nicht mehr können, infolge NOM. Vielleicht lassen sie die alte Messe von älteren Priestern zelebrieren? (Fragt ein Kardinal den anderen: Wo oder von wem lassen Sie alte Messen zelebrieren?)
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