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Montag, 26. November 2007 10:08
Beunruhigende Berufung
Kürzlich ernannte der Papst einen neuen Sekretär der vatikanischen Bildungskongregation. In dessen Heimatland wundert man sich über diesen Karrieresprung.
Bischof Jean-Louis Bruguès
Bischof Jean-Louis Bruguès
(kreuz.net) „Die jüngste Beförderung von Mons. Jean-Louis Bruguès – Skandal-Kirchenmann und Persönlichkeit von trauriger Berühmtheit, zeigt, wie mächtig die Partei der Anhänger von Paul VI. in der Kirche und in der Römischen Kurie ist.“

Das erklärte Jean Madiran – Chefredaktor der französischen Tageszeitung ‘Présent’ – am 14. November in ‘Présent’. Die Zeitung besitzt nach eigenen Angaben eine national-christliche Ausrichtung.

Mons. Jean-Louis Bruguès (63) – Dominikaner und Bischof von Angers – wurde am 10. November von Papst Benedikt XVI. zum zweiten Mann der Bildungskongregation berufen und gleichzeitig zum Erzbischof erhoben.

Vor seiner Ernennung zum Bischof war er Professor für Moraltheologie zuerst in Toulouse und dann in Freiburg/Schweiz.

Mons. Bruguès hat eine steile Karriere hinter sich. Er wurde im Januar 2005 zum Berater der Bildungskongregation, im Juni 2006 zum Berater der Ordenskongregation und im November 2007 zum Sekretär der Bildungskongregation ernannt.

Diesen Aufstieg kommentiert Madiran so: „Drei päpstliche Beförderungen in weniger als drei Jahren für den ehemaligen skandalösen Präsidenten der Glaubenskommission der Französischen Bischofskonferenz“.

Als „Gipfel des Skandals“ sieht Madiran die Aussagen des Neo-Erzbischofs zum Verhältnis von Kirche und Judentum.

Erzbischof Bruguès hatte im Jahr 2004 behauptet, daß die christliche Interpretation des Messias die – jener widersprechende – jüdische Messias-Auslegung nicht in Frage stelle.

Jede Partei besitze ihre eigene Art der Interpretation: „Daß der eine im Recht ist, bedeutet nicht, daß sich der andere im Unrecht befindet“ – so Mons. Bruguès.

Diese Aussagen machte der Neo-Erzbischof in einer „Note der Glaubenskommission der Bischöfe Frankreichs über die Fernsehsendung »Die Ursprünge des Christentums«“.

Die Note wurde vom damaligen Präsidenten der Kommission, Mons. Jean-Louis Bruguès, vorgestellt und im Mai 2004 in ‘ La Documentation catholique’ veröffentlicht.

Madiran faßt die Aussage des Erzbischofs zusammen: „Wer erklärt, daß Jesus der Messias ist, widerspricht nicht jenen, die das abstreiten.“

Die zwei „Interpretationen“ würden den gleichen Respekt verdienen:

„Bezüglich der Frage nach der Göttlichkeit Christi schließen sich Ja und Nein nicht aus. Sie sind beide wahr“ – so Madiran über die theologische Meinung des zweiten Mannes in der vatikanischen Bildungskongregation.
Alle Lesermeinungen anzeigen 6 von 28 Lesermeinungen:
Donnerstag, 29. November 2007 01:04
Rudolfus: Die jüdische Messiasinterpretation ist die christliche Messiasinterpretation,
nämlich die richtige jüdische Messiasinterpretation durch Christus und die Apostel.
Dienstag, 27. November 2007 14:23
Benedikt: @ Nachtlaterne
Wer hat etwas von Geburt gesagt? Taufe!
Montag, 26. November 2007 19:29
Nachtlaterne: ach kurt,
stellst aber auch immer wieder dumme fragen!
die bibel ist voll von priestern und es steht auch oft genug geschrieben, dass diese im sinne gottes sind.
Montag, 26. November 2007 19:21
Kurt K.: @ Nachti: Gegenfrage
Wo in der Bibel steht, dass es überhaupt Priester im heutigen Sinne geben soll?
Montag, 26. November 2007 19:17
matt2 †: ich will gar kein Priester sein…
ein Priester ist auch nur ein Diener… ich aber möchte herrschen!!!!!!!!!
Montag, 26. November 2007 19:14
Nachtlaterne: wo steht in der bibel…
…dass der mensch per geburt priester ist?
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