16:04:50 | Freitag, 23. November 2007
Ein Kurienerzbischof hat die Ursachen der gegenwärtigen Kirchenkrise benannt: Handkommunion, Abschaffung von Kommunion- und Kniebänken, Abschiebung des Tabernakels und Laien am Altar.

Die unterschiedlichen Rollen des Klerikers und des Laien verdunkeln und vermischen sich zusehends.
(kreuz.net) Der Sekretär der Römischen Liturgiekongregation, Erzbischof Malcolm Ranjith, gibt gegenwärtig
eine Flut von Interviews.
Am 16. November sprach er mit dem Missionsnachrichtendienst ‘Fides’.
Dabei
erklärte er, daß das päpstliche Motu Proprio zur Freigabe der Alten Messe den Weg zu einer „vollkommenen
Integration“ der Lefebvristen eröffne.
Das sei insofern wichtig, „als in der Vergangenheit oft falsche
Urteile gefällt wurden, die zu unnötigen, heute fast unüberwindbaren Spaltungen in der Kirche geführt
haben.“
Der Erzbischof sieht in der Freigabe der Alten Messe auch einen ausdrücklichen Versuch des Papstes,
Ansichten zu korrigieren, die das Konzil als Bruch mit der Vergangenheit und als völligen Neuanfang betrachten.
Ferner sieht Mons. Ranjith die Freigabe der Alten Messe auch als Resultat einer „wachsenden Nachfrage“
nach dem Alten Ritus.
Im Zusammenhang mit dem Motu proprio ortet der Erzbischof eine Gehorsamskrise dem
Heiligen Vater gegenüber. Es gebe unter einigen Geistlichen – auch in höchsten kirchlichen Rängen –
eine „Haltung der Autonomie“.
Als Beispiel nennt er die von Bischöfen bestimmter Länder erlassenen
Ausführungsbestimmungen zum Motu Proprio, welche die Intention des Papstes annullierten oder entstellten.
Ein solches Handeln widerspreche der Würde und Erhabenheit der Berufung eines Bischofs.
Mons. Ranjith
gesteht ein, daß einige Richtlinien der nachkonziliaren Liturgiereform Teile der Liturgie verdunkelt
hätten. Doch das sei nicht die Absicht des Konzils gewesen.
Der frühere Kardinal Ratzinger habe den
sogenannten „Geist des Konzils“ als wahren „Konzils-Ungeist“ bezeichnet.
Das Fazit des Erzbischofs: „Fortschritt
ist gut, aber nicht auf Kosten der Geschichte oder ohne die Geschichte.“
Dennoch ist für den Erzbischof
klar, daß die nachkonziliare Reform „nicht im ganzen“ negativ war: Es gebe viele positive Aspekte.
Mißbräuchliche
HandkommunionAls negatives Beispiel nennt der Erzbischof die Handkommunion. Sie sei mißbräuchlich
eingeführt worden. Jetzt werde sie trotz ihrer schädlichen Auswirkungen auf den Glauben beibehalten.
Die Handkommunion habe „in gewisser Weise“ dazu beigetragen, daß der Glaube an die reale
Gegenwart Christi in der Eucharistie geschwunden sei:
„Diese Praxis und die Abschaffung der Kommunionbänke
vor dem Altarraum und der Kniebänke in den Kirchen sowie die Einführung von Praktiken, welche die Gläubigen
zwingen, während der Wandlung zu sitzen oder zu stehen, verkürzen die wahre Bedeutung der Eucharistie.“
Der Erzbischof bedauert ferner, daß die Kirche mancherorts als Saal für brüderliche Begegnungen, Konzerte
oder interreligiöse Feiern mißbraucht werde:
„In einigen Kirchen wird das Allerheiligste fast versteckt
oder in eine kaum sichtbare und wenig geschmückte Kapelle verbannt.“
Dies alles verdunkle den zentralen
Glauben der Kirche an die wirkliche Gegenwart Christi im Sakrament.
Als weiteren Irrtum benennt Mons.
Ranjith das Verwischen der spezifischen Rollen der Kleriker und der Laien am Altar: „Der Altarraum wird
deshalb zu einem Ort des Durcheinanders.“
Die Einführung von Tänzen, Musikinstrumenten und Gesängen –
die nur wenig Liturgisches an sich haben – entspreche der Liturgie und dem Kirchenraum „in keiner Weise“.
Abschließend kritisierte der Erzbischof „gewisse Predigten, die politisch-sozialen Charakter haben und
oft wenig vorbereitet sind“.
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Isidor 15:35:24 | Freitag, 30. November 2007
#20
Rudolfus 12:23:28 | Freitag, 30. November 2007
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#17
kath.Sachs † 10:15:16 | Montag, 26. November 2007
#15
monti 02:13:35 | Sonntag, 25. November 2007
#14
Samurai 17:38:09 | Samstag, 24. November 2007
#13
sani † 16:23:20 | Samstag, 24. November 2007
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Gunsenum 22:40:16 | Freitag, 23. November 2007
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Gotthard 22:30:07 | Freitag, 23. November 2007
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Gotthard 21:10:07 | Freitag, 23. November 2007
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Regina 1961 21:02:17 | Freitag, 23. November 2007
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Typ 18:22:22 | Freitag, 23. November 2007
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Anton 18:07:32 | Freitag, 23. November 2007
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defendor 17:34:30 | Freitag, 23. November 2007
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Aufrechter † 17:25:40 | Freitag, 23. November 2007
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Yaoi 16:47:27 | Freitag, 23. November 2007