17:48:58 | Freitag, 23. November 2007
Der Bischof von Basel bringt die Heuchelei auf den Punkt: „Ich möchte sehen, ob Greenpeace einen Mitarbeiter, der sich öffentlich für Atomkraftwerke einsetzt, einfach so weiter beschäftigt.“

Bischof Kurt Koch von Basel
(kreuz.net, Solothurn) Der Bischof von Basel, Mons. Kurt Koch, dachte wegen des
Falls Röschenz „mehr
als einmal“ an Rücktritt. Das erklärte er vor der Schweizerischen ‘Sonntagszeitung’:
Doch letztlich
kam Mons. Koch zur Auffassung, daß ein Rücktritt „feige“ gewesen wäre. Er würde auch nichts lösen:
„Eine solche Hypothek möchte ich meinem Nachfolger nicht hinterlassen.“
Der Bischof betont, daß es
sich nicht um einen rein persönlichen Konflikt zwischen dem suspendierten Ex-Pfarradministrator Franz
Sabo und ihm handle. In dem Fall hätte er die Sache „schon lange“ auf sich beruhen lassen.
Die Vorgänge
in Röschenz entsprächen nicht mehr dem katholischen Kirchenverständnis.
Der Kirchgemeinderat von Röschenz
habe von Anfang an gesagt, was er wolle – zu zeigen, daß der Kirchgemeinderat in der Schweiz das letzte
Wort hat.
Mons. Koch möchte verhindern, daß
das Urteil des Kantonsgerichts Basel-Land im Fall Sabo
zum Präzedenzfall wird.
Es brauche eine klarere Regelung zwischen Kirche und halbstaatlicher Landeskirche.
Die KernfrageVor der ‘Neuen Zürcher Zeitung’ vom letzten Sonntag sprach der Bischof auch direkt vom
Ende des Kirchensteuer-Systems.
Die gegenwärtige Regelung funktioniere zwar im Normalfall. Doch falls
der Mißbrauch Schule mache, müsse die Kirche für eine Trennung von Staat und Kirche einstehen – so
Mons. Koch.
Das Urteil des Kantonsgerichts Basel-Land bezeichnete Koch
erneut als inhaltlich unverständlich
und nicht nachvollziehbar.
Letztlich gehe es um die Frage, ob der Staat darüber entscheiden könne,
wer für die Kirche arbeiten kann und wer nicht:
„Ich möchte sehen, ob Greenpeace einen Mitarbeiter,
der sich öffentlich für Atomkraftwerke einsetzt, einfach so weiter beschäftigt.“
EinmischungenMit
seiner klaren Stellungnahme trat Bischof Koch eine Diskussion los.
Der Präsident der Diözesankonferenz
des Bistums Basel und christdemokratisches Mitglied der Lokalregierung des Kantons Solothurn, Walter Straumann,
kritisierte den Bischof vor der ‘Sonntagszeitung’.
Die Schweizer Christdemokraten – die sich früher
‘Katholisch Konservative Partei’ nannten – agieren schon seit Jahren in einem kirchenfeindlichen Sinn.
Ein Urteil könne nur anerkannt oder bei der nächsten Instanz angefochten werden. Eine Rückweisung
wie von Mons. Koch gebe es nicht – so Straumann.
Eusebius Spescha – sozialistisches Mitglied des Lokalparlamentes
des Kantons Zug – fiel ebenfalls über den Bischof her.
Die ‘Sozialdemokratische Partei’ der Schweiz
ist traditionell antikirchlich.
Spescha behauptet heute Freitag vor einer Lokalzeitung, daß Mons. Koch
„die Garantien eines rechtsstaatlich korrekten Verfahrens“ in Frage gestellt habe.
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#8
Agiafortuni 22:46:55 | Freitag, 23. November 2007
#7
Morus 21:43:01 | Freitag, 23. November 2007
#6
Montfalcone 21:24:46 | Freitag, 23. November 2007
#5
Morus 21:18:15 | Freitag, 23. November 2007
#4
Gotthard 21:03:42 | Freitag, 23. November 2007
#3
Morus 19:47:28 | Freitag, 23. November 2007
#2
Typ 18:20:16 | Freitag, 23. November 2007
#1
Waldemar Michael 17:54:49 | Freitag, 23. November 2007