Scheitert die Alte Messe dieses Mal am Pfarrer?
Kein Glück mit der Alten Messe haben die Gießener. Alles ist da: das Motu Proprio, der Priester, die Kapelle. Doch jetzt fehlt das Meßbuch.
(kreuz.net, Gießen) Walter Schwemmler hat für das katholische Dekanat Gießen eine Alte Messe beantragt.
Das berichtete der ‘Gießener Anzeiger’ am 16. November.
Die Universitätsstadt Gießen mit rund 74.000 Einwohnern ist das administrative Zentrum Mittelhessens. Kirchlich gehört die Stadt zum Bistum Mainz.
Dem örtlichen Antrag für die Alte Messe war bisher kein Glück beschieden.
Der Pfarrer der Gießener Gemeinde St. Albertus, Hw, Hermann Heil (56), bei dem Schwemmler seine Bitte einreichte, will nicht richtig.
Er leugnet sogar, daß Schwemmler eine – vom Motu Proprio verlangte – „feste Gruppe“ hinter sich habe.
Schwemmlers Antrag wurde von 33 weiteren Katholiken unterzeichnet.
Im Jahr 2002 sammelte er bereits mehr als 300 Unterschriften für die Alte Messe. Er schickte den Antrag nach den damals geltenden Regeln an das Mainzer Ordinariat – und wartet seit fünf Jahren auf eine Antwort.
Dieses Mal hat er nach eigenen Angaben nach 34 Unterschriften mit dem Sammeln aufgehört. Er glaubt, daß diese Zahl ausreicht, um – im Sinne des Motu Proprios – die Existenz einer „festen Gruppe“ nachzuweisen.
Die Liste von 2002 beweist seiner Meinung nach auch die Dauerhaftigkeit dieser Gruppe.
Die 34 Unterzeichner kommen – so Schwemmler – mehrheitlich nicht aus Gießen, sondern aus dem ganzen Dekanat.
Den Antrag stellte er in der Pfarrei St. Albertus, weil dort 14 der Unterzeichner leben.
Schwemmler weiß auch schon einen passenden Ort für die Meßfeier – die Krypta der Albertus-Kirche in der Nordanlage, einem Stadtteil von Gießen.
Auch einen Priester gibt es – der im Ort Lollar lebende Resignat Dr. Bernhard Falck. Gläubige aus der Albertus-Gemeinde sind bereit, sich als Meßdiener zur Verfügung zu stellen.
Doch jetzt droht Schwemmlers Antrag an Pfarrer Heil zu scheitern.
Dieser vertröstet ihn und gibt keine konkrete Antwort – so Schwemmler.
Vor dem ‘Gießener Anzeiger’ dementierte der Priester, daß er die Alte Messe blockieren wolle: „Obwohl sie im Grunde mein Anliegen nicht ist“.
Der Pfarrer erklärte weiter, daß es gar keine Gruppe gebe. Bisher seien nur zwei Leute an ihn herangetreten.
Daß Resignat Falck bereit ist, die Alte Messe zu lesen, weiß er. Das solle aber in der Filialgemeinde Heuchelheim – die westliche Nachbargemeinde von Gießen – geschehen.
Doch zuerst müsse Hw. Falck ein geeignetes Meßbuch finden und sich vorbereiten.
Das mit dem Meßbuch will Schwemmler dem Pfarrer nicht abkaufen: Es sei kein Problem, kurzfristig ein solches zu beschaffen.
Die vom Pfarrer vorgeschlagene Kapelle hält er für zu klein. Außerdem wolle man keine Werktagsmesse einmal im Monat, sondern eine regelmäßige Sonntagsmesse.
Inzwischen hat Pfarrer Heil von St. Albertus eine Gesprächsrunde veranstaltet, bei der er erläuterte, daß der neue Ritus zwar einiges geändert habe, aber kein Bruch mit der Vergangenheit darstelle.
Wie die Sache ausgehen wird, ist noch unklar. Doch einen Trumpf hat Meß-Initiator Schwemmler noch im Sack: Rom einschalten.
© Titelbild: Vernon Quaintance, traditionalcatholic.org.uk
Die Universitätsstadt Gießen mit rund 74.000 Einwohnern ist das administrative Zentrum Mittelhessens. Kirchlich gehört die Stadt zum Bistum Mainz.
Dem örtlichen Antrag für die Alte Messe war bisher kein Glück beschieden.
Der Pfarrer der Gießener Gemeinde St. Albertus, Hw, Hermann Heil (56), bei dem Schwemmler seine Bitte einreichte, will nicht richtig.
Er leugnet sogar, daß Schwemmler eine – vom Motu Proprio verlangte – „feste Gruppe“ hinter sich habe.
Schwemmlers Antrag wurde von 33 weiteren Katholiken unterzeichnet.
Im Jahr 2002 sammelte er bereits mehr als 300 Unterschriften für die Alte Messe. Er schickte den Antrag nach den damals geltenden Regeln an das Mainzer Ordinariat – und wartet seit fünf Jahren auf eine Antwort.
Dieses Mal hat er nach eigenen Angaben nach 34 Unterschriften mit dem Sammeln aufgehört. Er glaubt, daß diese Zahl ausreicht, um – im Sinne des Motu Proprios – die Existenz einer „festen Gruppe“ nachzuweisen.
Die Liste von 2002 beweist seiner Meinung nach auch die Dauerhaftigkeit dieser Gruppe.
Die 34 Unterzeichner kommen – so Schwemmler – mehrheitlich nicht aus Gießen, sondern aus dem ganzen Dekanat.
Den Antrag stellte er in der Pfarrei St. Albertus, weil dort 14 der Unterzeichner leben.
Schwemmler weiß auch schon einen passenden Ort für die Meßfeier – die Krypta der Albertus-Kirche in der Nordanlage, einem Stadtteil von Gießen.
Auch einen Priester gibt es – der im Ort Lollar lebende Resignat Dr. Bernhard Falck. Gläubige aus der Albertus-Gemeinde sind bereit, sich als Meßdiener zur Verfügung zu stellen.
Doch jetzt droht Schwemmlers Antrag an Pfarrer Heil zu scheitern.
Dieser vertröstet ihn und gibt keine konkrete Antwort – so Schwemmler.
Vor dem ‘Gießener Anzeiger’ dementierte der Priester, daß er die Alte Messe blockieren wolle: „Obwohl sie im Grunde mein Anliegen nicht ist“.
Der Pfarrer erklärte weiter, daß es gar keine Gruppe gebe. Bisher seien nur zwei Leute an ihn herangetreten.
Daß Resignat Falck bereit ist, die Alte Messe zu lesen, weiß er. Das solle aber in der Filialgemeinde Heuchelheim – die westliche Nachbargemeinde von Gießen – geschehen.
Doch zuerst müsse Hw. Falck ein geeignetes Meßbuch finden und sich vorbereiten.
Das mit dem Meßbuch will Schwemmler dem Pfarrer nicht abkaufen: Es sei kein Problem, kurzfristig ein solches zu beschaffen.
Die vom Pfarrer vorgeschlagene Kapelle hält er für zu klein. Außerdem wolle man keine Werktagsmesse einmal im Monat, sondern eine regelmäßige Sonntagsmesse.
Inzwischen hat Pfarrer Heil von St. Albertus eine Gesprächsrunde veranstaltet, bei der er erläuterte, daß der neue Ritus zwar einiges geändert habe, aber kein Bruch mit der Vergangenheit darstelle.
Wie die Sache ausgehen wird, ist noch unklar. Doch einen Trumpf hat Meß-Initiator Schwemmler noch im Sack: Rom einschalten.
© Titelbild: Vernon Quaintance, traditionalcatholic.org.uk
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Dienstag, 27. November 2007 13:35
cum te: Was heißt denn Scheitern?
Wo und wann „scheitert“ denn eine Messe, ihr Irren! Da ist doch wiorklich jeder Begriff von Liturgie über Bord.
Dienstag, 27. November 2007 12:49
Aleph: Ein gerüttelt Maß an Mitleid
r.ruhrgebietler @ Was haben Sie für eine Mühe mit den Unbelehrbaren, die nichts verstehen und sich vehement weigern, Ihre Sermons von der ominösen Opfermesse einfach nicht nachbeten wollen. Das ist fatal. So viel Einsatz auf verbrannter Erde verdient ein gerüttelt Maß an Mitleid. Möge es Ihnen im Jenseits hunderttausendfach vergeben werden.
Dienstag, 27. November 2007 12:35
Komma: @ Don Camillo – ja, Sie haben recht
Bzgl. der Verwendung des Missale Romanum im NOM haben Sie natürlich recht – es ist das derzeit akt. approb.
Buch zu verwenden; Sie sind Priester und wissen das natürlich besser. „Missale 1970“ stand für mich
nur allgemein für das postkonziliare Messbuch Papst Paul VI.
P.S. Danke für die akt. eingefügten Witze, die meisten sind recht amüsant und lockern die z.T. überhitzte Diskussionsatmosphäre etwas auf.
P.S. Danke für die akt. eingefügten Witze, die meisten sind recht amüsant und lockern die z.T. überhitzte Diskussionsatmosphäre etwas auf.
Dienstag, 27. November 2007 12:20
r.ruhrgebietler: @iustus, Aleph – mal wieder nicht verstanden?
Die hhlg. tird. Opfermesse ist doch kein Publikumsmagnet zur belustigung der Massen! Es nähert sich das
Volk, vermittelt durch die ehrwürdige Zelebration der Opfermesse durch den Priester, in seinen Seelen
dem höchsten Gott! Dort ist Tingeltangel doch höchst fehl am Platze!
Banaler Vergleich zum weltlichen Leben: gehen Sie in Bermudashorts und Blümchenhemd zum anstehenden Bewerbungsgespräch, deren Stelle das Pförtneramt zum Vorstand eines Unternehmens ist? Vermutlich nicht.
Wo hat sich also im Beitrag Ironie versteckt, die gar den act de provocteur erzeugen könnte???
Banaler Vergleich zum weltlichen Leben: gehen Sie in Bermudashorts und Blümchenhemd zum anstehenden Bewerbungsgespräch, deren Stelle das Pförtneramt zum Vorstand eines Unternehmens ist? Vermutlich nicht.
Wo hat sich also im Beitrag Ironie versteckt, die gar den act de provocteur erzeugen könnte???
Dienstag, 27. November 2007 12:02
Don Camillo: Ein Amerikaner,
ein Italiener und ein Deutscher gehen am Strand spazieren, als plötzlich ein Hilferuf aus dem Wasser
ertönt. Alle drei springen ins Wasser und retten einen Mann. Wie sich herausstellt ist es der Papst.
„Meine lieben Freunde, ihr habt mir das Leben gerettet! Ihr habt jetzt jeder einen Wunsch frei!“
Der Amerikaner überlegt kurz: „Ich wollte schon immer eine Harley Davidson haben!“
„Dein Wunsch sei dir erfüllt!“ antwortet der Papst.
„Ich als waschechter Italiener wollte schon immer einen Ferrari fahren!“
„Dein Wunsch sei dir erfüllt!“ wiederholt der Papst.
Der Deutsche überlegt mit verkniffenem Gesicht: „Einen Rollstuhl!“
„Aber warum ausgerechnet einen Rollstuhl? Warum nicht einen Mercedes?“
„Na ja! Wenn ich zu Hause erzähle, dass ich dem Papst das Leben gerettet habe, dann schlagen die mich zum Krüppel!“
„Meine lieben Freunde, ihr habt mir das Leben gerettet! Ihr habt jetzt jeder einen Wunsch frei!“
Der Amerikaner überlegt kurz: „Ich wollte schon immer eine Harley Davidson haben!“
„Dein Wunsch sei dir erfüllt!“ antwortet der Papst.
„Ich als waschechter Italiener wollte schon immer einen Ferrari fahren!“
„Dein Wunsch sei dir erfüllt!“ wiederholt der Papst.
Der Deutsche überlegt mit verkniffenem Gesicht: „Einen Rollstuhl!“
„Aber warum ausgerechnet einen Rollstuhl? Warum nicht einen Mercedes?“
„Na ja! Wenn ich zu Hause erzähle, dass ich dem Papst das Leben gerettet habe, dann schlagen die mich zum Krüppel!“
Dienstag, 27. November 2007 11:48
Komma: aleph – nur ruhig Blut!
Sie persönlich zu attackieren liegt mir völlig fern – ich lasse es Ihnen nur nicht gerne durchgehen,
dass Sie so tun, als würde die Hl. Messe im NOM heutzutage in der Regel „ordentlich“, d.h.nach den Büchern
und Vorschriften der Hl. Kirche zelebriert.
Das ist eben aber gerade die Ausnahme, nicht die Regel – und das wissen Sie auch. Daher ist es schon etwas ärgerlich, wenn Sie trotzdem das Gegenteil behaupten.
Aber ich werde jetzt an dieser Stelle die „Diskussion“ mit Ihnen zu diesem Punkt beenden – bringt glaube ich uns beiden (und auch den Mitlesern) keine neuen Erkenntnisse.
Vielleicht zu einem anderen Thema zu einem anderen Zeitpunkt mal wieder.
Das ist eben aber gerade die Ausnahme, nicht die Regel – und das wissen Sie auch. Daher ist es schon etwas ärgerlich, wenn Sie trotzdem das Gegenteil behaupten.
Aber ich werde jetzt an dieser Stelle die „Diskussion“ mit Ihnen zu diesem Punkt beenden – bringt glaube ich uns beiden (und auch den Mitlesern) keine neuen Erkenntnisse.
Vielleicht zu einem anderen Thema zu einem anderen Zeitpunkt mal wieder.
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