19:30:46 | Montag, 26. November 2007
Die Zeit der sogenannten Künstler, die ihre Kinderzeichnungen als Kunst verkaufen, ist abgelaufen. Von Dr. Heidemarie Seblatnig, Wien.

Nährers Werke sind in der Wiener ‘Katholischen Hochschulgemeinde’ und auf seiner Webseite zu sehen.
(kreuz.net, Wien) Ich finde es gut, daß ‘kreuz.net’ über die
umstrittene Ausstellung in der ‘Katholischen
Hochschulgemeinde Wien’ berichtet hat, obwohl der Möchtegernkünstler dadurch vielleicht den einen oder
anderen Neugierigen als Publikum gewonnen hat.
Die Arbeiten sind so unbeholfen, daß man sich fragt,
was mit dem jungen Mann passiert ist.
Allerdings kann man nicht verwundert sein, daß er in seinem künstlerischen
Handwerk so große Defizite aufweist, wenn
Hermann Nitsch sein Lehrer war.
Nur beigebracht zu bekommen,
wie man Blut schüttet und in Eingeweiden wühlt, und dabei nichts von der Komposition von Bildern zu
lernen, ist eben zu wenig.
Sogar die einfachsten Gemüter haben heute schon begriffen, daß „nicht alles
Kunst“ ist.
Aber das ist ja das Hauptproblem der sogenannten modernen religiösen Künstler, daß sie
immer hintennach sind.
Wenn nun so ein unbedarfter Künstler daherkommt, modern sein möchte, sich aber
an Tendenzen der 50er und 60er Jahre orientiert, dann kommen dabei die in der Hochschulgemeinde gezeigten
Ergebnisse heraus.
Ausstellung in der ‘Katholischen Hochschulgemeinde’

Screenshot Webseite Nährer

Screenshot
Webseite Nährer

Screenshot Webseite Nährer

Screenshot Webseite Nährer

Screenshot Webseite Nährer
Wer
soll denn solche schwache Kritzeleien ernst nehmen?
Ein gläubiger Mensch kann es nicht, denn er fühlt
sich in vielerlei Hinsicht durch diese sogenannten Bilder, richtiger gesagt in der Manier von Kinderzeichnungen
hergestellter Bilder, beleidigt.
Und ein moderner Künstler, der etwas von seinem Handwerk versteht,
kann da nur in Hohngelächter ausbrechen, und wird sich zu der Bemerkung veranlaßt fühlen „fromm sein
allein genügt nicht, um ein Kunstwerk, das Gott ehrt, zu schaffen.“
Die Stärke der katholischen Kirche
ist die Tradition.
An die katholische Tradition anzuschließen heißt, nicht von vorgestern zu sein,
sondern sich an einem hohen künstlerischen Niveau zu orientieren.
Den Veranstaltern bei der Hochschulgemeinde
sei ans Herz gelegt die Künstler sorgfältiger auszuwählen und nach künstlerischen Kriterien zu überprüfen –
und nicht nur nach dem Marktwert seines Lehrers – wenn sie nicht völlig ins Lächerliche abrutschen wollen.
Die Verfasserin ist Drehbuchautorin, Regisseurin und Universitätsdozentin in Wien. Im Juni 2006 publizierte
sie das Buch „Profane Sakralarchitektur in Wien ab 1960“.
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Waldemar Michael 15:03:18 | Dienstag, 27. November 2007
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Ultramontanus 13:40:32 | Dienstag, 27. November 2007
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Waldemar Michael 11:41:15 | Dienstag, 27. November 2007
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Waldemar Michael 09:11:32 | Dienstag, 27. November 2007
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engelhardt † 07:59:59 | Dienstag, 27. November 2007
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Ultramontanus 21:03:18 | Montag, 26. November 2007
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Burgorus 19:50:11 | Montag, 26. November 2007