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Dienstag, 27. November 2007 14:47
Sehr großzügig
Ein Lebensschützer bedroht die geistige Gesundheit der deutschen Jugend. Zum Glück läßt der Staat nichts unversucht, um die heranwachsende Generation zu verteidigen. Von Günter Annen.
Der deutsche Staat ist um den Schutz der Jugend bemüht.
Der deutsche Staat ist um den Schutz der Jugend bemüht.
(kreuz.net) Am 16. November 2007 fand vor dem Verwaltungsgericht in Köln eine Verhandlung statt. Grund: die Indizierung meiner Homepage ‘www.Babycaust.de’.

Einige Mitstreiter aus dem Raum Köln waren bei der Kölner Gerichtsverhandlung dabei.

Mein sehr bescheidener Internetauftritt, der über die Tötung ungeborener Kinder aufklärt, darf auf Beschluß der deutschen „Bundesprüfstelle jugendgefährdender Medien“ in Bonn, Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren nicht zugänglich gemacht werden.

Die gelieferte Begründung: „Das Internetangebot könne Kinder und Jugendliche in ihrer Entwicklung zu einer eigenständigen und verantwortungsvollen Persönlichkeit beeinträchtigen.“

In der Zwischenzeit scheint die Bundesprüfstelle offenbar etwas zurückgerudert zu sein.

Wenn ich den Holocaust nicht mit der Abtreibung gleichsetzen würde, was ich nie getan habe, und nur ein bis zwei Abtreibungsbilder veröffentlichen würde, könnte von einer Indizierung abgesehen werden, so der Anwalt der Gegenseite.

In diesem Falle wäre dem Schutzbereich der Meinungsfreiheit aus Artikel 5 Absatz 1 Satz 1 Grundgesetz Vorrang einzuräumen.

Sehr großzügig, von der Prüfstelle, nicht wahr?

Unter Meinungsfreiheit verstehe ich aber etwas anderes: Ich möchte so viele Aufklärungsbilder über die Abtreibung auf meine Homepage setzen können, wie ich für notwendig erachte.

Die Bilder auf meiner Webseite zeigen eine grausame Realität. Sie zeigen, was die Kinderabtreibung ist. Wer die Kinderabtreibung will, der muß letztendlich auch solche Bilder akzeptieren.

In unserem Staat ist die Abtreibung rechtswidrig, bleibt aber straffrei, ist somit legal. Warum sollen dann Bilder von legalen Abtreibungstötungen verboten werden?

AbtreibungsleichenAbtreibungsleichenKlicken Sie auf das Bild, um die Photomeile mit 5 Bildern zu starten.

Das Urteil wird in einigen Wochen mitgeteilt, worüber ich natürlich berichten werde.

Schon jetzt bin ich gespannt, welche Begründung die Richter vorbringen werden. Sie werden vermutlich versuchen, zu erklären, warum sie der Indizierung der Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien und somit der Zensur zustimmen.

Meinen Besuch in Köln habe ich übrigens ausgenutzt, um in der Fußgängerzone Flugblätter gegen den Abtreibungsmord zu verteilen. Wie vorauszusehen, blieb auch diese Aktion nicht ohne Folgen.

Drei Personen vom Ordnungsamt Köln forderten mich auf, das Verteilen von Flugblättern zu unterlassen. Sie erklärten mir, daß in Köln für das Verteilen von Flugblättern eine Sondernutzungserlaubnis erforderlich sei. Diese konnte ich nicht vorlegen.

Diese Vorgehensweise ist in einigen Städten Deutschlands und nun auch in Köln ein direkter Versuch der Obrigkeit, nicht genehme Verteilaktionen zu unterbinden.

Solche Maßnahmen sind reine Willkür und mit dem Grundgesetz nicht vereinbar.

Wir dürfen in solchen Fällen nicht nachgeben. Sonst ist es bald ganz aus mit der berühmten Meinungsfreiheit.

In den nächsten Tagen werde ich wohl Post aus Köln mit einer Zahlungsaufforderung für eine Ordnungsgeldstrafe erhalten.

Da ich diese Ordnungsgeldstrafe nicht bezahlen werde, ist heute schon abzusehen, daß ich in einigen Wochen wieder nach Köln fahren muß.

So wie der Richter in Karlsruhe das Verhalten des Ordnungsamtes gerügt und mir Recht gegeben hat, so werden früher oder später auch die Richter in Köln dem Ordnungsamt die Richtung angeben müssen.

Für unseren Kampf um den Schutz des ungeborenen Lebens und der Menschenwürde ist die Garantie der Meinungsfreiheit in Wort und Bild ein unabkömmliches Hilfsmittel, das es zu erhalten gilt.

Wer sich Meinungsdiktatur gefallen läßt, darf sich später nicht darüber beklagen, das Opfer von Meinungsdiktatoren geworden zu sein.

© Titelbild: RYN TMRW, CC
Alle Lesermeinungen anzeigen 6 von 48 Lesermeinungen:
Donnerstag, 29. November 2007 18:08
methusalix †: @Stephanus
… ,alles nur dazu gemacht um Die kalt zu stellen, die sich wirklich unter Erbringung zahlreicher Opfer, um den Fortbestand der Gesellschaft auf den Wurzeln der christlich-abendländischen Kultur, mühen.

Wenn Sie die „Mühen“ der kreuz.net Hexenverbrenner meinen, so bin ich dem Lieben Gott dreimal täglich dankbar, dass er sie von der Macht fernhält.
Donnerstag, 29. November 2007 18:08
Nachtlaterne: da hast du fraglos recht,
stepahnuus!
Mittwoch, 28. November 2007 13:32
Stephanus: Da fragte doch dieser Tage ein Mitbürger, anläßlich…
durchgeführter sogenannter demokratischer Wahlen in einem Land in Afrika, was da wohl demokratisch sei, hätten die Wähler doch „nur“ die Wahl gehabt zwischen der „Palmen“-und der „Giraffenpartei“.
Für die vielen Analaphabeten wurde mit Piktogrammen gearbeitet!
Ja was ist dran an der Demokratie wenn ich nur die Wahl habe zwischen Palmen und Giraffen und es auf weitere Informationen wohl nicht ankommt?
Aber geht es uns da besser?
Wir haben zwar Zugang zu vielerlei Informationen mit denen uns die Parteien versorgen, aber letztendlich bekommt man doch nur einen „Hals“ und es ist zum“ auf die Palme springen“, wenn man erkennen muß: alles der gleiche gottlose Einheitsbrei: ein wenig Feminismus hier, ein wenig mehr an Marxismus dort und zwischendrin noch allerlei Formen von sogenannten Menschenrechten auf Selbstverwirklichung ,alles nur dazu gemacht um Die kalt zu stellen, die sich wirklich unter Erbringung zahlreicher Opfer, um den Fortbestand der Gesellschaft auf den Wurzeln der christlich-abendländischen Kultur, mühen.
Schwulen -und Lesbenreferate werden mit Füllhörnern an finanziellen Mitteln überhäuft, während gleichzeitig die Beiträge für Kindergartenplätze verteuert werden.
Und wenn man es wagt dagegen eine Meinung zu veröffentlichen, dann macht man sich schnell strafbar, hat man doch eine Minderheit beleidigt oder ist ihr sonstwie zu nahegetreten.
Was Herr Annen hier schreibt paßt daher sehr gut ins Bild…
Mittwoch, 28. November 2007 10:34
kath.Sachs †: Mit „Abtreibung“ oder „Schwangerschaftsunterbrechung“
wird in der Sprache schon ein Tatbestand geleugnet, der in jedem Jahr vieltausendmal vorgenommen wird: die bewußte Tötung von Menschen, die sich nie erfolgreich dagegen wehren können, die Ungeborenen- so als könnte man eine Schwangerschaft „unterbrechen“, um sie danach „fortzusetzen“. Deshalb unterstütze ich Ihre Intention. Daß das Kölner Ordnungsamt einschreitet, halte ich für einen Treppenwitz, weil die sich sonst nie um „Papierverteiler“ kümmert. Über Ihre Methode (z.B. die Bilder im Internet) läßt sich freilich streiten; denn solche Art von „Aufklärung“ erzeugt nur Widerstand und wohl kaum Einsicht. Aber das ist in diesem Fall nicht der zentrale Punkt. ich wünsche Ihnen Durchhaltevermögen!
Mittwoch, 28. November 2007 00:13
Aufrechter †: Es ist schon lange aus damit
Mit der entgegen Ihren Worten noch nie sonderlich berühmten Meinungsfreiheit in diesem staatsähnlichen Gebilde ist es schon lange aus.
Seit Jahren schon wird dieses Recht durch kriminelle Politiker und willfährige Gerichte ausgehöhlt.
Uneingeschränkte Meinungsfreiheit genießen linke Krakeeler, demonstrierende Ausländerhorden wie z. B. Kurden und wie auch immer geartete Perverse, z. B. bei der Schwuchtelparade.
Diejenigen, die nicht in diesem Fahrwasser sind, werden mundtot gemacht.
Aber der Mehrheit gefällt das offensichtlich, da sie ja schon seit Jahrzehnten immer wieder die gleichen Volksverräter in Amt und Würden wählt.
Dienstag, 27. November 2007 18:35
stimme der vernunft: @Nachtlaterne
dann hat er damit nicht gemeint

Drum hab ich ja extra nochmal nachgefragt, weil ich das auch nicht glauben konnte. Eine befriedigende Antwort wird mir leider verweigert.
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