Nationalsozialismus
Die Gewalt entscheidet, was wahr ist
Die Jungtürken hatten einen vernünftigen Grund für ihren Völkermord an den Armeniern. Dagegen besaßen die National-Sozialisten keinen solchen Grund, um die Juden zu töten.
Opfer des armenischen Genozids 1915
Opfer des armenischen Genozids 1915
(kreuz.net) Man kann nicht unterscheiden ohne zu vergleichen.

Das erklärte der Historiker Egon Flaig (58) in der Oktoberausgabe der Stuttgarter Kulturzeitschrift ‘Merkur’.

Flaig ist Inhaber des Lehrstuhls für Alte Geschichte an der Ernst-Moritz-Arndt-Universität Greifswald.

Vergleichen ist nach Flaig die maßgebliche Operation, um zu differenzieren: „Vergleichend gewinnen wir differenzierte Vorstellungen“.

Auch wer das Unvergleichliche denken wolle, müsse es von allem anderen Seienden begrifflich absondern:

„Dieses Absondern setzt voraus, daß man es unterschieden hat. Man muß es also zuvor schon verglichen haben mit allem Vergleichlichen.“

Flaigs Fazit: „Nicht einmal das Absolute ist unvergleichlich.“

Die Behauptung, daß ein Sachverhalt oder Ereignis unvergleichlich seien, ist nach Flaig logisch gesehen ein Unsinn: „Solcherlei geschieht, wenn es um Geltung und Tabuierung geht.“

Ob diese Tabuisierung gelingt, hängt nach Flaig davon ab, wie wuchtig die moralische Einschüchterung wirkt.

In Wahrheit ist in der Welt der Erscheinungen alles notwendigerweise relativ, nichts absolut – so Flaig.

Unvergleichlichkeit zu postulieren, heiße, die intellektuelle Welt zu terrorisieren:

„Wer mit diesem vorandröhnenden Postulat durch die wissenschaftliche Landschaft marschiert, treibt das Denken mit dem moralischen Granatwerfer zurück in jene selbstgegrabenen Gruben, aus denen die Vernunft sich immer wieder freikämpfen muß.“

Flaig stellt die Frage, welches Recht die Deutschen Bischöfe bei ihrem Israelbesuch hatten, die Lage der Palästinenser in Ramallah mit dem Warschauer Ghetto zu vergleichen.

Er antwortet: „Alles Recht der logischen und wissenschaftlichen Welt.“

Darum hält er den „terroristischen Aufschrei gegen ihr Vergleichen“ für alarmierend.

Als Kernsatz des moralischen Terrors sieht Flaig die Aussage: „Wer vergleicht, bestreitet das Einzigartige.“

Flaigs Kommentar: „Es gibt keinen dümmeren Satz.“

Rein logisch sei alles Existierende singulär, weil die Bedingungen des Existierens für zwei Dinge unmöglich dieselben sein können: „Sogar der Rotz in meinem Taschentuch ist singulär.“

Singularität sei kein Privileg, sondern die banalste Bestimmung überhaupt:

„Dumm ist der obige Satz eben aus diesem Grund: weil er das belangloseste Prädikat zu einem Privileg erheben will.“

Flaig kommentiert die Aussage der US-Historikerin Deborah Lipstadt, wonach die Leugnung der „Einzigartigkeit“ der Schoah eine Weise sei, um die Schoah selber zu leugnen.

In einem logischen Sinn könne Frau Lipstadt nicht meinen, was sie sage – so Flaig:

„Lipstadt zielt auf die radikale, alle Kontexte sprengende Unvergleichlichkeit; so wird aus der Schoah ein sakrales Geschehen, das höchstens der Offenbarung Gottes am Berg Horeb gleichkommt.“

Das gehe eben nur gegen Logik und Vernunft. Darum würden die Anhänger der Lipstadt-These zum „moralischen Terror“ greifen.

Dieser sei eine logische Konsequenz einer grundsätzlich skeptischen Einstellung:

„Eben weil der Skeptiker der wissenschaftlichen Wahrheit und den Methoden des Bewahrheitens nicht traut, verfügt er über keine Mittel, das Sagbare vom Unsäglichen zu unterscheiden und verfemt die wissenschaftlichen Mittel, welche das sehr wohl vermögen.“

Dann bleibe ihm nichts anderes übrig, als das Für-wahr-zu-Nehmende mit moralischen Tabus zu erzwingen.

Flaigs Schlußfolgerung: „Wer das wissenschaftliche Feld dergestalt zu einem Gelände vorsätzlich geführter semantischer Kämpfe zur Unterdrückung macht, hat den Weg des politischen Machtkampfes, letztlich des Terrors gewählt.“

Wer das tue, dürfe sich nicht wundern, daß andere Kulturen zurückschlagen und das Verabsolutierte höhnisch und herausfordernd leugneten.

Wer die wissenschaftliche Geschichtsschreibung dem kulturellen Gedächtnis der eigenen Gruppe aufopfere, verliere den gemeinsamen Boden, auf dem diskursiv mit rivalisierenden Interpretationen zu streiten wäre.

Ohne gemeinsamen diskursiven Boden entscheide die politische Macht darüber, was als wahr zu gelten habe: „Das heißt letztlich: Die Gewalt entscheidet.“

Jener moralische Terror fordere unentwegt seine Opfer. Flaig zitiert den Holocaust-Ideologen Elie Wiesel, der stets bestritten hat, daß die Vernichtung der Armenier als Genozid gelten dürfe.

Im Jahr 1984 behauptete Lucy Dawidowicz sogar, daß die Türken „einen vernünftigen Grund“ gehabt hätten, die Armenier zu vernichten, wogegen die Deutschen „keinen vernünftigen Grund“ besaßen, die Juden zu töten.

Völkermord an den Armeniern
Öffentliche Erhängung der Armenier in Konstantinopel.Totenköpfe deportierter Armenier.Armenier im aussichtslosen Kampf gegen die Osmanen.
      
38 Lesermeinungen
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#38   HeinrichvonOfterdingen   15:13:10 | Sonntag, 2. Dezember 2007
Lieber Lutheraner,
Zumindest hat kreuz.net den richtigen Weg in den Abgrund eingeschlagen.
… kreuz.net auf dem Weg zu Ihnen?
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#37   Lutheraner   15:08:24 | Sonntag, 2. Dezember 2007
Machtkampf hinter den Kulissen voni kreuz.net?
Zwischen diesem häälichen Phamplet und anderen Artikeln liegen Welten! Oder sollen wir annehmen, daß die Redakteure schizophren sind?
Hinter den Kulissen von kreuz.net scheint ein Machtkampf zu toben. Zur Zeit scheint der reaktionäre Judenklüngel die Zügel in der Hand zu halten; der will erzwingen, was die Vernunft nicht vermag.
Die Gegner können sich freuen, denn Zwang wirkt bitter und wenn es je vorhanden war, ist ein aufrichtiges Bedauern für den sog. „Holocaust“ längst vertrieben.
Zumindest hat kreuz.net den richtigen Weg in den Abgrund eingeschlagen.
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#36   matt2 †   18:36:00 | Freitag, 30. November 2007
Das Denken vom Absoluten her…
ist ein sehr gelungener Ansatz. Schauen Sie, der Gott der Philosophen sollte letztlich dem Gott der Gläubigen doch entsprechen. Ich möchte meinen, dass der Philosoph vielleicht genug narzistisch ist um mit der Erschließung des Absoluten bei sich selbst zu beginnen. Es ist auch eine korrekte Sicht, dass ich zunächst einmal jener Existenz Bedeutung gebe, die ich nicht in Frage stellen kann und die bin eben ich selbst. Nun ist aber dabei bedeutsam, dass das Ich weniger ein determinierter Seinszustand ist, sondern vielmehr der Verweis auf das innere Wesen im Werdegang seiner Realisierung. Dieses Wesen nun ist bereits das Prinzip all dessen, was aus ihm werden kann, deshalb ist es auch „durchgehendes (ewiges) Subjekt“. Es bleibt es selbst auch im Wandel seiner Person zum wahren, bewußten Selbst.
Worauf ich hinaus will: das Wesen des Menschen ist Prinzip des Absoluten. DAS Absolute ist somit Absolutheit des Menschen und nur eben deshalb für ihn relevant. Das ist aus meiner Sicht der Ansatz der wahren Philosophie.
Es ist nun nicht verwunderlich, dass der Mensch vom Absoluten her denkt und relativiert, denn das ist sein Wesen. Viele Menschen sind sich dessen nur nicht bewußt, sie sehen es nicht ein.
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#35   Pünktchen   18:04:20 | Freitag, 30. November 2007
„Antisemit“
Flaig spricht in seinem Essay als Historiker und bezieht einen erkenntnistheoretischen Standpunkt, der uralt ist. Nikolaus von Kues sieht im Vergleich (Proportion) DIE intellektuelle Grundoperation des Erkennens. Der menschliche Geist, „mens“, hat als „das messende Vermögen“ auch die Unendlichkeit als Maßstab in sich: totum mensurat partem. Alles Endliche steht in einem radikalem Gegensatz zum Absoluten und ist zugleich von diesem „eingefaltet“. Das Absolute wird von uns keineswegs er-messen wie jedes Endliche und Relative und bleibt nach dem oben Gesagten dennoch ein Maßstab.
Die „Wahrheit“ des Mythos ist prinzipiell dieselbe wie die des (metaphysischen) Logos – nur in anderer Aussageweise. Was die Wahrheiten des Credo betrifft, so sind sie nach katholischer Auffassung nicht-mythologisch zu verstehen. Demnach hat es eine „Auferstehung am dritten Tage“ als geschichtliches Ereignis gegeben und die Rede vom Hl. Geist ist auch nicht mythologisch, sondern hat einen realen soz. „logischen“ Kern!
Was Sie als „modernen Mythos“ bezeichnen, ist der Versuch neuzeitliche historische Ereignisse mit einer tieferen quasi-heilsgeschichtlichen Bedeutsamkeit „aufzuladen“. Dieser Versuch ist i.d.R. erkennbar, wenn bestimmte Tatsachen- und Ablaufbeschreibungen, Quantifizierungen und Bewertungen einen quasi-amtlichen Charakter erhalten oder sogar iustitiabel sein sollen. Es beansprucht übrigens jeder Mythos – auch der klassische! – NICHT als solcher verstanden zu werden, sondern sensu proprio!
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#34   "Antisemit" †   16:53:49 | Freitag, 30. November 2007
@Pünktchen: Mythos und Logos; Rationalität und Irrationalität
Die insgesamt doch sehr rationalistische Position Flaigs mag im Hinblick auf die Genozide des 20. Jahrhunderts seine Berechtigung haben. Greift man jedoch um Jahrhunderte zurück, so verschwimmen Mythologie und Geschichtlichkeit doch immer mehr. Die Kunst des echten Hermeneuten dürfte es sein, dem Mythos so weit sei Recht zu lassen, als er nicht jeder wissenschaftlichen Erkenntnis und den vom Lehramt verkündeten ewigen Wahrheiten widerspricht. So gesehen wären „Mythen“ wie die Erschaffung der Welt in sieben Tagen, die Erschaffung des Menschen aus Lehm usw. durchaus akzeptabel, keinesfalls aber moderne Mythen à la „Juden“-„Shoa“/„Holocaust“ (die jeder Erkenntnis unabhängier Wissenschaft widersprechen)…! :-S
Interessant dürfte es in diesem Zusammenhang sein, den Holocaust-Mythos mal mit der Regensburger Rede Ratzingers zu konfrontieren und zu sehen, was von beidem, der Mythos oder der Logos, am Ende standhält…! :-)
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#33   Pünktchen   14:35:02 | Freitag, 30. November 2007
Könnte es sein, daß einige hier
gar nix kapiert haben??? :-S
>>>>Hier www.online-merkur.de/seiten/lp200710b.php<<<< geht’s zum Originalaufsatz!
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#32   Lutheraner   14:28:32 | Freitag, 30. November 2007
Man kann nicht unterscheiden ohne zu vergleichen.
Das ist eine Binsenwahrheit!
Die Behauptung, daß ein Sachverhalt oder Ereignis unvergleichlich sei, ist nach Flaig logisch gesehen ein Unsinn: „Solcherlei geschieht, wenn es um Geltung und Tabuierung geht.“
Ob diese Tabuisierung gelingt, hängt nach Flaig davon ab, wie wuchtig die moralische Einschüchterung wirkt.
Nach Flaig? Was will uns der Autor mitteilen? Daß Dummheit sich nicht steigern läßt? Da brauchte er nur seinen Artikel zu lesen.
In China unter Mao sind 80 Mio. Menschen grausam gequält und ermordet worden.
Der Autor sollte nach Tibet ziehen, um seinen idiotischen Singularitätsbegriff zu relativieren!
www.epochtimes.de/…s-arbeitslagern.html
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#31   "Antisemit" †   12:04:57 | Freitag, 30. November 2007
@Pünktchen: „Singularität“ aus katholischer Sicht…
…wird dennoch ausschließlich in dem bereits kurz skizzierten Sinn zugestanden werden können:
a) die Singularität des einen Gottes in drei Personen;
b) die Singularität geschöpflicher Individuen, insbesondere menschlicher Personen;
c) die Singularität von Ereignissen in der Heilsgeschichte wie der Menschwerdung, des Todes und der Auferstehung Christi, der Geistsendung an Pfingsten usw.;
d) die Singularität der einen, heiligen, katholischen und apostolischen Kirche, die durch keine andere religiöse Vereinigung ersetzt werden kann;
e) die Singularität von Heilsereignissen im persönlichen Leben eines Christen wie Taufe, Firmung usw. o^/
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#30   Pünktchen   10:51:55 | Freitag, 30. November 2007
Antisemit
Dem ist nicht zu widersprechen! Es bildet aber keinen Einwand gegen die Feststellungen von Flaig!
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#29   "Antisemit" †   10:34:16 | Freitag, 30. November 2007
@Pünktchen: Das Verhältnis von Glaube und Vernunft…
…steht hier letztendlich zur Debatte. Natürlich ist das Absolute bis zu einem gewissen Grad auch dem Denken zugänglich, sonst gäbe es keinen „Gott der Philosophen“. Das Denken wird hier aber immer sehr schnell an die eigenen – in seiner geschaffenen Natur begründeten – Grenzen stoßen.
Besser geeignet für einen angemessen Zugang zum und Umgang mit dem Absoluten sind Glaube o^/ , Hoffnung O:O und „Liebe“ :(3 … :-]
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#28   Aleph †   10:27:16 | Freitag, 30. November 2007
Intellektuelle Kapazität
Seminarist@ Sie schweben wohl über dem Ganzen. Das ist vielleicht doch die beste Position. Damit hätten Sie ihrerseits aber auch nicht das Vorhandensein intellektueller Kapazität bewiesen, sondern nur eine unverlangte, antichambrierende Zustandsbeschreibung in den Raum gestellt.
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#27   Pünktchen   10:24:35 | Freitag, 30. November 2007
„Antisemit“
Prof. Flaig behauptet auch keineswegs, daß wir das Absolute begreifen können. Er spricht davon, daß wir es „denken“! D.h. auch das Absolute bringen wir im Versuch es zu begreifen in ein Verhältnis zu dem, was relativ ist, also nicht-absolut. Gerade in dieser Verhältnisbestimmung zum Nicht-Absoluten denken wir das Absolute!
Es ist jedoch wahr, daß jedes Urteilen im Kern ein Vergleichen ist! Ein Vergleichsverbot auszusprechen bedeutet daher: ein sacrificium intellectus zu bringen. Dieses Verbot kann sich auf Zwang und Einschüchterung stützen, erreicht aber immer nur den „äußeren Menschen“, denn es gilt: die Gedanken sind frei. Am Ende ist noch jedes Denkverbot gefallen!
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#26   Sozialkatholisch   10:16:04 | Freitag, 30. November 2007
@ Seminarist
Du aber dann auch nicht!
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#25   Seminarist   10:14:31 | Freitag, 30. November 2007
Singularätstabuisierungsthese
Ausser dem Schreiber „Pünktchen“ bringt hier überhaupt niemand die intellektuelle Kapazität auf, den Artikel verstehen zu können.
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#24   "Antisemit" †   10:12:27 | Freitag, 30. November 2007
@Pünktchen: Das Absolute ist unvergleichlich und das Unvergleichliche ist absolut!
Das Absolute ist unvergleichlich, weil wir es mit unserem Verstand nicht erfassen können. Der Verstand mag erkennen, daß es ein Absolutes gibt, er kann es aber nicht ergründen, es bleibt für ihn ineffabilis – unfaßbar und somit auch unvergleichbar!
Das hat bereits das 4. Laterankonzil (1215), noch lange bevor Karl Barth von Gott als dem „ganz anderen“ sprach, sehr treffend formuliert: „Inter creatorem et creaturam non potest similitudo notari, quin inter eos maior sit dissimilitudo notanda.“ – „Von Schöpfer und Geschöpf kann keine Ähnlichkeit ausgesagt werden, ohne daß sie eine größere Unähnlichkeit zwischen beide einschlösse.“ (DS 806/NR 280) o^/
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#23   Sozialkatholisch   09:21:57 | Freitag, 30. November 2007
@ Aleph
lies mal ! kath.net/detail.php?id=18350
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#22   Aleph †   09:03:19 | Freitag, 30. November 2007
…weit hinten in der Türkei
„Nichts Bessers weiß ich mir an Sonn- und Feiertagen, als ein Gespräch von Krieg und Kriegsgeschrei, wenn hinten weit in der Türkei die Völker aufeianderschlagen“. Die Zeilen aus Goethes „Faust“ karikieren die wortmächtige Diskussion hier im Forum am trefflichsten.
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#21   Sozialkatholisch   08:55:35 | Freitag, 30. November 2007
Ach der Wichtelpfurzhuber,
merkt nur das seine heilige Holokuh o langsam geschlachtet wird. Er merkt wie seine Felle immer mehr wegschwimmen und er nicht mehr selbstgerecht seine Finger auf die bösen, bösen Deutschen zeigen kann die ihre Köpfe nicht in die Zionistenärsche reinstecken.
Die nächste deutsche Generation die heranwächst wird sich von so einem Dummgeschwätz, Gott sei Dank, nicht mehr so beeindrucken lassen. Ich hoffe das Gott uns Deutschen die schwere Schuld der Religionsspaltung (Strafe dafür war die Spaltung Deutschlands) vezeiht und uns wieder gebraucht für den Aufbau seines Reiches.
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#20   Pünktchen   08:45:51 | Freitag, 30. November 2007
Leblhuber
Sie werfen mir nun vor, ich hätte – gewissermaßen als Antwort auf das absolute „Vergleichsverbot“ – eine Art absolutes Vergleichsgebot formuliert.
Tatsächlich hatte ich nichts anderes gesagt, als Prof. Flaig selber www.online-merkur.de/seiten/lp200710b.php :
„Um negieren zu können, muß der Verstand bereits verglichen haben. Das Vergleichen dürfte mithin die maßgebliche Operation sein, um zu differenzieren. Vergleichend gewinnen wir differenzierte Vorstellungen; allein mittels des Vergleiches gestalten wir das Inventar der Differenzen komplexer und raffinierter, um weiterzukommen beim Begreifen dessen, was der Fall ist. Alles was existiert, ist bestimmt – und deshalb nur über Negieren und Vergleichen erschließbar.
Vielleicht gibt es ein Absolutes, welches sich dem Vergleichen entziehen will. Ist es somit unvergleichlich? Will man es denken, muß man es von allem anderen Seienden begrifflich absondern. Dieses Absondern setzt voraus, daß man es unterschieden hat. Man muß es also zuvor schon verglichen haben mit allem Vergleichlichen. Wir kommen aus den Schranken des logischen Bestimmens nicht heraus: Nicht einmal das Absolute ist unvergleichlich.“
Es ist nicht Folge eines Gebotes, daß wir alles vergleichen, sondern unser Verstand kann nicht anders, als Vergleiche anzustellen. Dies tut er unter anderem auch deswegen, um das schlechthin Singuläre, ja das Absolute, zu denken.
Einen Phänomenkomplex a priori aus der Vergleichbarkeit herauszunehmen, heißt: ihn verabsolutieren!
Vergleichen: ja, Gleichsetzen: nein!
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#19   r.ruhrgebietler   07:04:35 | Freitag, 30. November 2007
Es gibt für niemanden einen Grund
das Leben seines Nächsten oder seiner Mitmenschen zu bedrohen oder es ihm gar zu nehmen.
Insbesonder nicht das Leben von wehrlosen zu bedrohen oder es ihm gar zu nehmen.
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#18   Nachtlaterne   05:57:13 | Freitag, 30. November 2007
seine eigenen…
…kinder treibt deutschland ab und daher kommt immer öfter das diktat der türkei, die deutschland mehr als eine art elsass sehen kann und im gegensatz zu deutschland dieses „elsass“ niemals aufgeben wird. deutschland wird biologisch erobert!
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#17   matt2 †   02:48:41 | Freitag, 30. November 2007
@Leblhuber: Sie sind ein arrogantes Stück…
ich Ihr Maskottchen? Glauben Sie Sie hätten mich in der Tasche und könnten mich hervorholen wie einen Schlüsselanhänger, wenn es Ihnen beliebt? Wer sind Sie denn? Ich kenne Sie nicht und Sie sind mir auch völlig egal, lieber Freund. Ich DACHTE zu einer Zeit, wir hätten einen gewissen Konsens in unseren Anschauungen, aber darüber wurde ich belehrt.
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#16   Leblhuber   02:23:25 | Freitag, 30. November 2007
Lieber matt!
Sie sind sozusagen mein Maskottchen hier. Sie werden doch nicht wirklich annehmen, dass ich Sie ernst nehme?
Ihre „literarischen Ergüsse“ sind nicht ohne Esprit, das gebe ich zu. Als Diskussionsgrundlage taugen sie allerdings nichts. Es ist mir daher auch vollkommen wurscht, ob Sie mir zustimmen, oder auch nicht.
Dennoch wünsche ich Ihnen eine gute Nacht. Irgendwie sind Sie mir immer noch sympathischer, als so manche „kreuz.net-Stimme“.
Bleiben Sie ruhig ein Querschläger, aber suchen Sie sich wenigstens für einige Schüsse zur Abwechslung eine gerade Linie, die auch dort trifft, wo Sie es wirklich wollen.
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#15   juergen   02:04:44 | Freitag, 30. November 2007
Antisemitismus
kreuz.net = Antisemitischer Moloch!
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#14   matt2 †   01:51:52 | Freitag, 30. November 2007
Sie sind der Trottel Leblhuber…
ich schließe mich der Meinung von KTO an. Sie und dieser halbwüchsige Widerling Kurt K. können Sich getrost in die Obhut der Freimaurerei begeben. Um Sie ist es nicht schade.
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#13   Leblhuber   00:55:31 | Freitag, 30. November 2007
@K.TO:
KURT K versucht, den Holocaust gegen Christen in Armenien durch die Mahomedaner/Türken zu bagatelisieren, zu relativieren, zu verharmlosen.
KURT K ist Revisionnist.
Und du bist ein Trottel!!!
PS: Gegen manche Meinungen ist ein sachliches Argument verschwendet, besonders dann, wenn sie ihre Haltung nicht sachlich begründen können.
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#12   K.TO   00:47:29 | Freitag, 30. November 2007
Kurt K
KURT K versucht, den Holocaust gegen Christen in Armenien durch die Mahomedaner/Türken zu bagatelisieren, zu relativieren, zu verharmlosen.
KURT K ist Revisionnist.
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#11   Kurt K.   00:23:10 | Freitag, 30. November 2007
Da ist sogar was Wahres dran
Die Jungtürken hatten einen vernünftigen Grund für ihren Völkermord an den Armeniern. Dagegen besaßen die National-Sozialisten keinen solchen Grund, um die Juden zu töten.
Man kann das sogar so sehen, obwohl dieser „vernünftige Grund“ natürlich keine Rechtfertigung darstellen kann.
Aber immerhin: Es gab auch dem Genozid an den Armeniern schon „Ärger“ mit vielen Armeniern, die z.B. zum Teil in russischen Freiwilligenbataillonen gegen die junge Türkei gekämpft haben, Terror verübt haben etc. Das rechtfertigt natürlich niemals einen Genozid, dennoch: Für den Hass auf die Armenier gab es Gründe, die man nachvollziehen kann. Armenier-Genozid de.wikipedia.org/…ord_an_den_Armeniern
Dagegen: Für den Hass der Nazis gegen die Juden gab es KEINE GRÜNDE – nur bescheuerte Verschwörungstheorien und irrationale Abneigung. Reale Gründe gab es nicht.
Und das ist schon ein Unterschied.
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#10   methusalix †   23:55:11 | Donnerstag, 29. November 2007
comment
Die Gewalt entscheidet, was wahr ist
Ein Satz, der für die römisch-katholische Hierarchie völlig richtig ist. Spötter behaupten sogar, dass er bis heute stimmt.
Leblhuber: @Pünktchen:
Ihnen, Pünktchen, ist nicht zu trauen. Es fehlt Ihnen die Redlichkeit, die durch noch so gestelzte Wortwahl nicht vorgetäuscht werden kann.
Ein wahres Wort, Leblhuber. Fehlende Redlichkeit um einer konstruierten „Wahrheit“ willen, die nicht mehr mit Gewalt durchgesetzt werden kann (merke: ich stimme den Spöttern nicht zu) und jetzt eben per Lüge und Wortpolizei („Kinderschlachthöfe“, „Abtreibungsmord“) durchgedrückt werden soll.
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#9   Leblhuber   23:29:29 | Donnerstag, 29. November 2007
@Pünktchen:
Was Flaig sagen wollte ist dies: Vergleichbar ist schlechthin alles, denn Vergleichen ist eine fundamentale Grundoperation unsres Urteilens und Denkens. Das heißt aber nicht, daß wir auch alles gleichsetzen könnten. Wir können es aber nur dann ablehnen, etwas gleichzusetzen, wenn wir es zuvor verglichenhaben…
Das bedarf keiner wissenschaftl. Diskussion. Dem kann wohl jeder auf dieser theoretischen Diskursebene zustimmen. Nicht akzeptabel ist es auf Stammtischniveau, wo der Vergleich verabsolutiert wird.
Die Forderung nicht zu relativieren führt in diesem Sinne zu einer Verabsolutierung, die sich freilich auf Machtmittel stützen muß, denn der gesunde Menschenverstand vergleicht eben, was als Phänomen dieser Welt vergleichbar ist.
Mit dem „gesunden Menschenverstand“ sind Sie hier auf ein Niveau abgeglitten, das Flaig nicht angesprochen hat. Da wird nämlich dann der banale Vergleich zum Glaubensbekenntnis.
Den Opferstatus z.B. jüdischer Gewaltopfer prinzipiell über den jeder anderen Volksgruppe zu stellen, bedeutet einen religiösen Tabu-Bereich zu errichten
Das ist banale Stammtischpolemik auf etwas höherem Niveau. Denn Sie selbst erheben damit die Diskussion auf eine „religiöse“ Ebene, die die Tabuisierung erst ermöglicht um sie dann gleichzeitig dem Meinungsgegner zum Vorwurf zu machen.
Ihnen, Pünktchen, ist nicht zu trauen. Es fehlt Ihnen die Redlichkeit, die durch noch so gestelzte Wortwahl nicht vorgetäuscht werden kann.
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#8   Gotthard   23:16:23 | Donnerstag, 29. November 2007
@ …K.TO
Gegen den Islam: Widerstand und Zivilcourage.
Quatsch!!!!!!!!!!!!!!!!!
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#7   K.TO   23:02:37 | Donnerstag, 29. November 2007
Die Toten mahnen !
Die Opfer des türkisch-islamischen Holocaust gegen die Christen mahnen !
Nie den Hass der Türken vergessen.
Nie den Hass der Mahomedaner vergessen.
Gegen den Islam: Widerstand und Zivilcourage.
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#6   Pünktchen   21:57:44 | Donnerstag, 29. November 2007
„Antisemit“
Es war nicht gesagt worden, daß das Singuläre etwas Banales ist, sondern daß Singularitärt „als Bestimmung“ das Banalste überhaupt ist. Und damit hat Flaig natürlich recht!
In der Welt der Erscheinungen ist jedes Ding, sogar das berühmte Ei, das dem anderen gleicht, singulär. Denn keine zwei Dinge, auch wenn sie einander glichen wie ein Ei dem anderen, können dieselbe Raum-Zeit-stelle einnehmen! In diesem Sinne ist alles schlechthin „singulär“…
Was Flaig sagen wollte ist dies: Vergleichbar ist schlechthin alles, denn Vergleichen ist eine fundamentale Grundoperation unsres Urteilens und Denkens. Das heißt aber nicht, daß wir auch alles gleichsetzen könnten. Wir können es aber nur dann ablehnen, etwas gleichzusetzen, wenn wir es zuvor verglichen haben…
Flaig lehnt übrigens in seinem Text die Gleichsetzung des Schicksals der Palästinenser mit dem der Juden im Warschauer Ghetto ab, aber er kann es nur tun, nachdem er die beiden Ereignisse verglichen hat…
Wer freilich irgendein Ereignis aus dem Kontinuum der Phänomene in den Himmel der Unvergleichlichkeit erhebt, der vergöttlicht es. Die Forderung nicht zu relativieren führt in diesem Sinne zu einer Verabsolutierung, die sich freilich auf Machtmittel stützen muß, denn der gesunde Menschenverstand vergleicht eben, was als Phänomen dieser Welt vergleichbar ist.
Den Opferstatus z.B. jüdischer Gewaltopfer prinzipiell über den jeder anderen Volksgruppe zu stellen, bedeutet einen religiösen Tabu-Bereich zu errichten!
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#5   "Antisemit" †   21:34:15 | Donnerstag, 29. November 2007
@Rostiger Nagel: Das erste Mal, daß ich Ihnen zustimmen kann!
Es gibt niemals einen vernünftigen Grund für Völkermord.
Sie würden mir also beistimmen, daß auch die im Hexateuch (Gen – Jos) geschilderten Völkermorde an den Ureinwohnern Palästinas durch das eroberungs- und vernichtungswütige „Volk Israel“ („Juden“ will ich sie jetzt mal nicht nennen) unvernünftig und gegen göttliches Recht (lex divina) waren?
Singularität sei kein Privileg, sondern die banalste Bestimmung überhaupt
Dem ist insofern zu widersprechen als
a) in der Singularität, sprich Einmaligkeit und Unverwechselbarkeit jedes Menschen sein besonderer Wert und seine Würde zu erblicken ist
b) auch die Offenbarung Gottes in Jesus Christus einen einmaligen, durch nicht zu ersetzenden Höhepunkt erreicht hat. In diesem Sinn ist „Einmaligkeit“ mit „Göttlichkeit“ gleichzusetzten und alles andere als „etwas Banales“! :-@
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#4   Pünktchen   21:25:50 | Donnerstag, 29. November 2007
Tja, rustylein, wer lesen kann
und will (! :-D !), ist klar im Vorteil… :-S
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#3   Rusty Nail   21:21:26 | Donnerstag, 29. November 2007
@ Aufrechter
Niemals! Ich habe die ersten 5 Zeilen gelesen, das genügt mir.
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#2   Aufrechter †   21:17:07 | Donnerstag, 29. November 2007
@Rusty Nail
Lies’ den text nochmal ganz langsam, schalte dein Resthirn ein und villeicht verstehst du es dann.
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#1   Rusty Nail   20:54:23 | Donnerstag, 29. November 2007
Sie widern mich an!
„Die Jungtürken hatten einen vernünftigen Grund für ihren Völkermord…“
Es gibt niemals einen vernünftigen Grund für Völkermord. Niemals. Gerade so Menschenrechtler wie ihr Kreuz.net Leute solltest das eigentlich wissen. Aber auf einmal ist das alles vergessen, und man kann Völkermord als vernünftig bezeichnen. Ändern Sie Ihre Meinung eigentlich alle 2 Minuten? Erst reden die Judaspriester vom „Kindergemetzel“, und dann muss ich so etwas lesen.
Sie sind wirklich nicht mehr zu retten. Die passenste Beschreibung wäre da wohl ein Kreuz.net Artikeltitel:
„Er lügt das Blaue vom Himmel.“
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