(kreuz.net, Vatikan) Wenige Monate nach Erscheinen des Motu Proprio zur Freigabe des Alten Ritus hat die
Liturgiekommission der Niederländischen Bischofskonferenz ihre Hausaufgaben gemacht:
Sie publizierte
ein lateinisch-niederländisches Volks-Meßbuch unter dem Titel „Het heilig Misoffer“.
Das berichtete
die deutschsprachige Webseite von Radio Vatikan Mitte November.
In dieser Ausgabe finden sich alle Texte,
Rubriken und Erklärungen der Alten Messe in paralleler zweisprachiger Anordnung.
Die Publikation will
den Gläubigen die Teilnahme an der Alten Messe erleichtern.
Radio Vatikan
sprach dazu mit dem Sekretär der Liturgiekommission der Niederländischen Bischofskonferenz, Prälat
Jo Hermans.
Der Prälat erklärte dabei, daß man nach dem Erscheinen von ‘Summorum Pontificum’ die notwendigen
Hilfsmittel bereitstellen wollte – nicht nur für die Priester, sondern auch für die Gläubigen.
Von
der Alten Liturgie werden zwar viel geredet, aber die meisten Priester und Gläubigen würden diese Form
nicht aus eigener Erfahrung kennen:
„Man soll wissen, worüber man redet und als katholische Gläubige
offen sein für die kirchlich approbierte ordentliche, wie auch für die außerordentliche Form der gottesdienstlichen
Feier des katholischen Glaubens.“
Es sei gut, daß die niederländische Kirchenprovinz, die Bischöfe
und ihrer Liturgiekommission ein Zeichen gesetzt hätten, „daß die Entscheidung des Papstes angenommen
wird und auch die außerordentliche Form in die von den Bischöfen geführte Ordnung eingebunden ist.“
Das publizierte Büchlein ist nach Prälat Hermans vor allem von vielen Priesteramtskandidaten bestellt
worden.
Der Prälat berichtet, daß es seit dem Jahr 1988 in den Niederlanden eine kleine Zahl von Orten
gibt, wo die Alte Liturgie regelmäßig gefeiert wird: „Zahlenmäßig war und ist das Interesse dafür
in den Niederlanden aber nicht so groß.“
Das könne man verstehen, wenn man die Entwicklung der Kirche
in den Niederlanden seit dem Zweiten Vatikanum berücksichtigt:
„Die Kirche in Holland hat turbulente
Zeiten erlebt. Aber sie erlebt in den letzten Jahrzehnten zugleich eine Neuorientierung im Sinne des Zweiten
Vatikanischen Konzils.“
Der Gregorianische Choral sei im Land ziemlich beliebt gewesen und sei beibehalten
worden.
Das Latein sei auch in der Neuen Liturgie nicht verlorengegangen.
In den Niederlanden gebe es
heute „sehr viele Kirchen“, in denen die Liturgie nach den Büchern des Novus Ordo unter Beibehaltung
der lateinischen Gesänge gefeiert werde.
Darum könne man verstehen, „daß traditionalistische Gruppen
in Holland nie viele Anhänger hatten und daß auch kaum nach dem Alten Ritus gefragt wurde“.
Prälat
Hermans erwähnt, daß es in den Niederlanden eine kleine Zahl von Priestern – „besonders zwischen 30
und 45 Jahre alt“ – gibt, die den Alten Ritus in ihren Pfarrkirchen an bestimmten Tagen zusätzlich zum
Novus Ordo eingeführt haben:
„Es ist noch zu früh, um etwas über die weitere Rezeption des außerordentlichen
Ritus zu sagen. Eine große Nachfrage kann man aber bis jetzt nicht feststellen.“
Bei der Umsetzung von
‘Summorum Pontificum’ sieht Prälat Hermans noch einige Probleme.
Als Beispiele nennt er: das Verhältnis
der alten und der neuen Leseordnung, die Frage neuer Präfationen und die zwei liturgischen Kalender.
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Defensor fidei – Gotthard: Eucharistie In sämtlichen Ostkirchen wird Christus im hl. Altarssakrament
stehend emfpangen, genauso, wie das Evangelieum stehend gehört wird. Stehen ist im Übrigen auch während
der gesamten Liturgie die übliche Körperhaltung dort. Nur die römische Tradition kennt neben dem Stehen
auch Knien und Sitzen. Damit ist der stehende Empfang der hl. Eucharistie nicht von vornherein ehrfurchtslos.
Die Byzantiner machen allerdings unmitelbar vor dem Empfang eine Methanie (entspricht in etwa unserer
Kniebeuge). Die römische Tradition und zum Teil die mit Rom vereinigten Ostkirchen unter römischem Einfluß
sind die einzigen Kirchen, die ausschließlich den Leib des Herrn reichen. In der römischen Tradition
hat das m. W. ausschließlich hygienische Gründe zu Vermeidung der Ausbreitung von Seuchen, also keine
Glaubensgründe. Der römische (deutsche) Kaiser hat die hl. Eucharistie immer unter beiderlei Gestalten
empfangen. Die Ausführungen Gotthards bezüglich Ehrfurcht sind m. E. mißverständlich. Hier bitte ich
um eine genauere Formulierung.
#39 Rudolfus 08:24:49 | Dienstag, 4. Dezember 2007
@Samurai: Persönlich nehme ich an Messen im Ritus Romanus ordinarius nur in Ausnahmefällen teil Dann
habe ich eine konkrete Frage: Wie oft waren Sie schon bei Eucharistiefeiern im Hohen Dom zu Münster und
was kritisieren Sie dort an der Art, wie dort die Liturgie gefeiert wird? Die hl. Messen im Ritus Romanus
ordinarius werden in fast allen Pfarren und Kirchen nur nach dem Gutdünken der Zelebranten gefeiert und
diese ignorieren gewöhnlich wesentliche römische Vorschriften, am störendsten in der ehrfurchtslosen
Handhabung des heiligsten Altarsakramentes, das zumeist ohne Hostienpatene ausgeteilt wird. An solchen
sakrilegischen Meßveranstaltungen, wie sie dem real existierenden Ritus Romanus ordinarius entsprechen,
nehme ich deshalb von vornherein nicht teil, außer bei manchen papsttreuen Gemeinschaften, die den Ritus
ordinarius in absoluter Vorschriftentreue zelebrieren.
Die Ältesten schmeissen sich ja auch nieder vor Gottes Thron… Gotthard scheint seine Beziehung zu Christus
eher pragmatisch zu verstehen im Sinne der Konsumation einer Dienstleistung. Ich glaube nun, dass Jesus
ein ziemlich eingeschworener Traditionalist ist. Und seine Mutter unterstützt ihn dabei zweifelsohne.
Der denkt sich: die kommen zu mir, weil sie was von mir wollen, also sollen sie sich auch entsprechend
demütigen. Das hat ja was für sich. Jetzt kann es natürlich sein, dass bei einem Menschen, wie dem
Gotthard, dem das alles recht zuwider ist der erwünschte Effekt der Hostie wiederum ausbleibt. Denn Jesus
ist ja nicht auf den Kopf gefallen. Wenn der gewisse Voraussetzungen nicht erbracht sieht, dann ist die
Hostie halt bloß ein Stück Gaumenkleber und kein Bindemittel mit Jesus. Wieso sollte sich Jesus denen
hingeben, die ihm keine Ehrfurcht erweisen. Das kann ich nun auch wieder verstehen.
@ Gotthard, den Hostiengrapscher Die Ehrfurcht vor der sakramentalen Speise & dem sakramentalen Trank
ist eine sekundäre Hört, hört! Für Gotthard spielt die Ehrfurcht nur eine untergeordnete Rolle, wenn
es darum geht zu entscheiden, wie man die Kommunion empfängt. Primär ist der Empfang & Verzehr dieser
Speise Wenn der Genuß der Speise auch das Ziel sein mag, so heißt dies ja noch lange nicht, daß auf
die „Tischsitten“ verzichtet werden kann. Ansonsten möchte ich nicht wissen, wie es bei Ihnen zu Hause
zugeht. Tischmanieren sind mit diesem Argument ja unnötig, weil das primäre Ziel der Mahlzeit lediglich
das Futterfassen ist. Super Argument…echt! :)3 Wenn aus lauter „Ehrfurcht“ die Stiftung des Kelches
als Trank unterbleibt, ist ein echter Defekt gegeben Wenn ein Defekt vorliegt, dann höchstens in Ihrer
Dogmatik. Da es bei der Kommunion nicht darum geht Brot & Wein zu trinken, sondern Christus zu empfangen,
dieser jedoch schon in der gewandelten Hostie ganz & gar gegenwärtig ist, liegt natürlich kein Defekt
vor. Verunehrung ist ein absichtliches Tun… Blödsinn! Verunehrung definiert sich objektiv. Die „Absicht“
ist nur für das Maß der Schuld interessant. Dabei reicht es jedoch schon aus, wenn jemand etwas billigend
in Kauf nimmt, um vorsätzlich zu handeln. Sein unzweideutiger Auftrag heißt: nehmt und eßt – nehmt
und trinkt! Waren diese Worte an das Volk oder die Apostel gerichtet? Ich kann die von dir bevorzugte
Art des Kommunionempfangs… Schön für Dich… back Dir’n Ei drauf!
@vermeintlichen Verteidiger des Glaubens Deine Argumentation ist wunderbar. Bei der Schilderung der von
dir bevorzugten Mundkommunion vergehst du in vermeintlicher Frömmigkeit. Die von Dir abgelehnte Handkommunion
erfreut sich bei dir einer derben und vulgären Sprache. Argumentationsstil: ungenügend! Die Ehrfurcht
vor der sakramentalen Speise und dem sakramentalen Trank ist eine sekundäre. Primär ist der Empfang
und Verzehr dieser Speise. Wenn aus lauter „Ehrfurcht“ die Stiftung des Kelches als Trank unterbleibt,
ist ein echter Defekt gegeben. Jesus hat sich als Speise und Trank gegeben … mit allem, was zu Speise
und Trank und mit ihrem Umgang gehört. Verunehrung ist ein absichtliches Tun – aber nicht etwas, was
im Umgang mit diesen sakramentalen Gaben unabsichtlich geschieht Sein unzweideutiger Auftrag heißt: nehmt
und esst – nehmt und trinkt! Eindeutiger kann ein Auftrag nicht sein – eindeutiger sind sonst kaum Originalworte
Jesu. Ich will ja jedem seine Art Frömmigkeit lassen – erwarte aber eine respektvolle Sicht auf die Frömmigkeit
anderer. Ich kann die von dir bevorzugte Art des Kommunionempfangs auch in einer dir vertrauten Sprache
kommentieren – merk dir das bitte!
Typ’s Problem mit Äpfeln und Birnen… Nach Ihrer Argumentation müsste sich dann also auch der Glauben
geändert haben, als in der Liturgie die vom Herrn selbst angeordnete Kelchkommunion verboten wurde. Diese
scheinbare Parallele, die Typ glaubt zu entdecken, ist der durchsichtige Versuch Äpfel und Birnen miteinander
zu vertauschen. Ob er selber nicht in der Lage ist, den Unterschied zu erkennen oder ob er all die anderen
hier im Forum für so blöd hält, diesen plumpen Versuch nicht zu durchschauen, sei mal dahingestellt.
Wenn ein Gläubiger die göttliche Speise nicht mehr ehrfurchtsvoll im Knien und mit dem Mund empfangen
will, sondern lieber im Stehen kommunizieren möchte, indem er den Priester auffordert die göttliche
Speise in die (dreckige) Hand zu legen, um sie dann selber in den Mund stopfen zu können, so ist diese
Änderung offensichtlich das Zeichen mangelnder Ehrfurcht, die in der Regel daraus resultiert, daß man
entweder die Realpräsenz oder aber die Göttlichkeit Jesu leugnet bzw. relativiert. – Motiv für diese
Änderung ist somit ein geänderter, neuer Glaube! Will man dagegen aus der Ehrfurcht heraus vermeiden,
daß das kostbare Blut beim Kommunizieren vergossen wird und verzichtet deshalb auf die Kelchkommunion,
so ist dies nicht der Ausdruck eines neuen Glaubens, sondern die Reaktion auf die geänderten Verhältnisse:
mehr Menschen, größere Städte, vollere Kirchen und die größer werdende Gefahr der Verunehrung. Ein
neuer Glaube wird damit sicher nicht ausgedrückt.
Vater unser Ich bin ein Anhänger der „Alten“ Messe und befürworte ganz klar das es keine Ritenvermischung
geben darf, aber wenn der „Alte“ Ritus sich einmal unter Rom weiterentwickeln kann (wenn der NOM so gut
wie nicht mehr da ist), fände ich ein gemeinsames beten des Vater unser auf Latein gar nicht mal so schlecht.
vater unser „gemeinschaftlich“ muss nicht bedeuten, dass es alle laut beten. wenn es der Priester im Hochamt
singt un die gemeinde stimmt ins „sed libera nos a malo“ ein, ist dies natürlich auch äußeres zeichen
für gemeinschaftlichkeit.
Münstersche Liturgiepraxis Die von ihnen erwähnte Messe im „Alten Ritus“ in der Aegidii-Kirche habe
ich nie besucht, da sie erst nach meiner Zeit in Münster eingeführt wurde. es geht mir aber darum: Die
Messen in den Kathedralen sollten nach dem Willen des Konzils besonders vorbildlich in der Liturgie sein
und das Konzil hat sicherlich keinen totalen Abschied vom Latein gewünscht, ja sogar ausdrücklich gefordert,
dass die Gläubigen die wichtigsten Gebete auch in Latein beherrschen sollten. Die Liturgie in den Kathedralen
sollte da mit gutem Beispiel vorangehen. Wenigstens ab und zu das Vater Unser auf Latein oder eine Präfation
wäre da das Mindeste.
Muttersprache sonntags im nachkonziliaren Ritus – wird das Vater-Unser auf Deutsch gesprochen, klar …
wenn ICH bete, bete ich auf Deutsch. Das Vater unser ist schließlich ein gemeinschaftliches Gebet der
Gemeinde – also auch mein Gebet. Ich will es nicht in Übersetzung mitlesen wollen. Wenn es für mich
gebetet wird – wie im Alt-Ritus – soll es mir egal sein.
@ sacerdos Tja, ich fürchte, ich werde Sie enttäuschen müssen, aber in den Messen, die ich im Dom miterlebe –
sonntags im nachkonziliaren Ritus – wird das Vater-Unser auf Deutsch gesprochen, ebenso die Präfation
und andere Teile der Liturgie. ABer es stört mich nicht ansatzweise, denn wenn ich eine rein lateinische
Messe haben wollte, würde ich um 09.30 Uhr in die Tridentinische Messe gehen, die jeden Sonntag (wenn
sich nichts geändet hat) in der Aegidii-Kirche gefeiert wird. Samurai
Außerordentlich? Was ist an dem alten Ritus noch „außerordentlich“, wenn er allerorts angeboten wird,
ähnlich wie sich die Ladenketten in den Fußgängerzonen präsentieren. Sind die etwa auch außerordentlich?
Limburg Die Neuregelung im Bistum Limburg ist insofern erfreulich, dass es jetzt endlich eine Sonntagsmesse
im „alten Ritus“ gibt. Warum die bisherige Werktagsmesse dafür ausfällt, ist mir nicht klar (immerhin
sind Frankfurt und Wiesbaden recht nah). Hoffen wir, dass es bald auch an anderen Orten regelmässige
Messen im „ausserordentlichen Ritus“ auch an Sonntagen gibt.
Liturgie in Münster Die Liturgiepraxis im Hohen Dom zu Münster kenne ich, zumindest wie sie Anfang der
90er Jahre üblich war. es handelt sich sicher um eine korrekt nach den liturgischen Vorgaben gefeierte
Liturgie und auch (vor allem das Kapitelsamnt am Sonntag und die Pontifikalmessen betreffend) eine festliche
Liturgie. Gestört hat mich dort jedoch, dass die lateinische Sprache so wenig berücksichtigt wird/wurde.
Zwar ist das Kapitelsamt zumeist ein Choralamt, das heisst Proprium und zumeist auch Ordinarium sind Choral,
falls nicht mehrstimmiger Gesang des Chores war. Aus dem Munde des Zelebranten vernahm man jedoch so gut
wie nie ein Wort Latein. Das heisst: So gut wie nie eine lateinische Präfation, ein lateinisches Vater
Unser u.s.w. Ob sich dies in den letzten 10 Jahren geändert hat, weiss ich nicht!
#23 Ultramontanus 01:09:45 | Samstag, 1. Dezember 2007
@Jörg Guttenberger: Nein, ich bin kein Theologe, aber ich weiß was Pius V. ewig gültig festgeschrieben
hat und wie dies vor dem V2 verstanden worden ist und kenne die kurze kritische Untersuchung des NOM sowie
sonstige plausible Analysen.
Ultramontanus: alte und neue Liturgie Sind Sie Theologe? Behaupten Sie, der vom Konzil verabschiedeten
Liturgiekonstitution liege eine falsche Theologie zugrunde? Oder richten sich Ihre Bedenken auschließlich
gegen die Auführungsbestimmungen? Die Pius-Brüder sind sicher kein Maßstab.
#21 Ultramontanus 00:48:24 | Samstag, 1. Dezember 2007
interessante Argumentation von Rudolfus… …seiner Ansicht nach ist also die „neue Messe“ grundsätzlich
Ok. Sie muss nur „würdig“ gefeiert werden. Theologische Gründe sprechen offenbar keine Rolle. Na wenn
das mal nicht von der Linie Papa Lefebvres gewaltig abweicht.
Samurei: alte und neue Liturgie Volle Zustimmung! Meist wird übersehen, daß es vor dem Konzil bereits
Beat-Messen usw. gegeben hat. Nur war der Priester mit seiner Altarassistenz nicht daran beteiligt. Priester
und Gemeinde sind in solchen Fällen oft völlig getrennte Wege gegangen!
@ Rudolfus Dann habe ich eine konkrete Frage: Wie oft waren Sie schon bei Eucharistiefeiern im Hohen Dom
zu Münster und was kritisieren Sie dort an der Art, wie dort die Liturgie gefeiert wird? Samurai
#17 Rudolfus 22:46:28 | Freitag, 30. November 2007
Fast alle in den Pfarren verfügbaren NO-Messen werden nicht vorschriftsgemäß und unwürdig gefeiert
Insbesonders in der Handhabung des heiligsten Altarsakramentes. Aus diesem Grund ist es notwendig, daß
ordentlich gefeierte Liturgien in den FSSPX-Notstandspfarreien gegeben sind.
@Jörg Guttenberger Das ist sicher richtig. Das Problem ist eben kaum – obwohl es hier manche glauben –
die nachkonziliare Liturgie, sondern die Art, wie (!) sie gefeiert wird. Zweifellos gibt es Gottesdienste,
in denen – aus welchen Gründen auch immer – die Liturgie de facto „verschandelt“ wird/wurde. Übrigens
habe ich bisher sehr viele sehr schöne nachkonziliar zelebrierte Messen erleben dürfen, die alles andere
als unwürdig waren. Und ich habe einmal eine im „NOM“-Ritus gefeierte und gesungen lateinische Vesper
der Benediktiner von Santo Domingo de los Silos miterlebt – und bin heute noch begeistert. Samurai überzeugter
„NOM-feiernder Christ
Altgläubige Der Begriff ist der russischen Kirchengeschichte entnommen und auch dort nicht ganz richtig,
denn es handelt sich in beiden Fällen zumindest in erster Linie um Fragen der Liturgie bzw. in Russland
auch der liturgischen Kleidung. Richtiger ist bei uns der Begriff „Altliturgiker“ Man wird sicher nicht
sagen können, die Altliturgiker seien grundsäthlich anderen Glaubens, als die Neuliturgiker. Die meisten
Gläubigen sind, genauso, wie ich, keine Theologen und wollen lediglich eine schöne Liturgie. Hierbei
ist zuzugeben, daß in der neuen Liturgie der Unterschied zwischen Hochamt und gesprochener Liturgie aufgehoben
ist. Meist wird eine Mischform benutzt, die von den Anhängern des Hochamtes zu recht als Provisorium
betrachtet wird. Eine vollständige missa cantata habe ich bisher ausschließlich im Rahmen der Reihe
„Alte Liturgien in romanischen Kirchen Kölns“ erlebt. Die Benediktiner von San Anselmo, Rom, haben ein
lateinisches greg. Choralamt zelebriert, die Konzelebranten haben den Canon abwechselnd und die Wandlungsworte
gemeinsam gesungen. Es gab kein einziges gesprochenes Wort. Diese Liturgie war von einer so erhabenen
Schönheit, wie sie die alte Liturgie nicht hergibt und mich so von der Richtigkeit der Liturgiereform
überzeugt. Die durch die Liturgiereform bedingten Möglchkeiten einer feierlichen Liturgie bleiben üblicherweise
leider ungenutzt, so sehr man sich in aller Regel auch mit Erfolg um eine würdige Feier bemüht. .
#14 Rudolfus 20:10:31 | Freitag, 30. November 2007
Generell sind ausländischstämmige Europäer immer gläubiger und religiöser Das beschränkt sich nicht
auf die ausländischstämmigen Niederländer, sondern ist doch auch bei den fremdstämmigen Deutschen
so der Fall.
#13 Gotthard 20:09:01 | Freitag, 30. November 2007
@rudolfus nachdem der Großteil der niederländischstämmigen Niederländer gar keine christliche Religion
mehr praktiziert. wie sieht es denn mit den niederländischstämmigen Deutschen in diesem Punkt aus? Wie
sieht es mit den indonesisch-stämmigen oder den tamilisch-stämmigen Niederländern aus, oder auch den
vietnamesisch-stämmigen Niederländern – bitte aufgeteilt nach Provinzen! Ist Süd-Limburg immer noch
kathlischer als Nord-Holland?
#12 Rudolfus 20:05:44 | Freitag, 30. November 2007
In Relation zu den verbliebenen rechtgläubigen Niederländern muß der Prozentsatz der Altrituellen wohl
ziemlich hoch sein, nachdem der Großteil der niederländischstämmigen Niederländer gar keine christliche
Religion mehr praktiziert.
Kreuz. net im Kreuz mit den Bildern kreuz.net ist einfach nicht in der Lage von der Neuerscheinung in
den Niederlanden zum heiligen Messopfer informative Bilder einzustellen. Das wurde schon einmal an dieser
Stelle moniert, offenbar von der Redaktion im fernen, warmen Kalifornien, aber nicht zur Kenntnis genommen,
bei der Hitze!! Von den eingestellten Bilder kann man nicht erkennen, ob es die alten Messtexte aus der
neuen Originalausgabe sind oder ob da einfach das Messbuch der Heiligen Kirche als Demo-Objekt herhalten
musste. Es ist einfach sträflich was sich die Redaktion im fernen Kalifornien an Disqualifiziertheiten
erlaubt. Da werden mit aller Gewalt zwei Seiten auf Briefmarkengröße zusammengequetscht. Das soll dann
auch was sein…? Auf solche blöden, wenig informativen Bilder kann verzichtet werden. Zumindest, wenn
fraglich bleibt, ob es dabei um die Neuerscheinung handelt.
#8 raindance1 † 18:28:05 | Freitag, 30. November 2007
die alte Messe kann mit etwas Übung jeder Priester lesen. Maria Hellwig könnte auch mal Highway to Hell
singen. Wowereit könnte auch mit einer Frau ins Bett gehen.
@ Defensor FIdei Zauberhaft! Nach Ihrer Argumentation müsste sich dann also auch der Glauben geändert
haben, als in der Liturgie die vom Herrn selbst angeordnete Kelchkommunion verboten wurde. Das waren dann
die „Neugläubigen“, im Gegensatz zu den „Altgläubigen“ zuvor… Dann sind die Tridentiner als „Neugläubige“
verglichen mit anderen „Altgläubigen“. Wirklich interessant.
@ timpressum: „altgläubig“ & „neugläubig“ Was heisst denn „altgläubig“? Gibts auch „neugläubige“?
Oder gibt es auf einmal in der röm.-kath. Kirche keine kontinuierliche Tradition? Die Antwort darauf
hat Gotthard am 26. November um 23:01 Uhr gegeben. Auf die Frage, warum in 99 Prozent der NOM-Pfarrmessen
in Deutschland die gemeinsame Gebetsrichtung von Priester und Volk, die Verwendung des ersten Hochgebets
und der knieende Empfang der Kommunion auf die Zunge durch die Gläubigen ausgeschlossen sei, antwortete
er: „DAS ist ein Ergebnis des Glaubenssinns der Gläubigen … DAS ist die lebendige Tradition!“ Er hat
damit den Nagel auf den Kopf getroffen und Ihre (rhetorische!?) Frage beantwortet. Er – selber ein bekennender
Liberaler – sagt gerade heraus, daß diese scheinbar unbedeutenden Änderungen im äußeren Ablauf kein
bloßer Zufall sind, sondern vielmehr Ausdruck der neuen inneren Haltung Der Glaubenssinn ist heute offensichtlich
ein anderer. Im Gegensatz zu Ihnen scheint er aber auch kein Problem damit zu haben, diesen offensichtlichen
Bruch als „Tradition“ zu bezeichnen. Folglich ist es mehr als gerechtfertigt von „Neugläubigen“ & „Altgläubigen“
zu sprechen.
@St. Georg Nein, nicht Spielzeug für Priester, die bleiben beim NOM. Ist auch viel bequemer so, außerdem
sind sie vom NOM felsenfest überzeugt und hassen die Alte Messe. Ich meinte Spielzeug für Priesterseminaristen…
Und zwar insofern, als dass diese Leute sich einen Dreck um die Pastoral kümmern werden. Um die Alte
Messe zu feiern gehört der überlieferte katholische Glaube sowie eine entsprechende Spiritualität dazu.
Beides fehlt in 98% der Fälle gänzlich.
@romolus Schade, aber die Altes Messe ist nur ein schönes Spielzeug für diese Leute…ja was denn nun ?
leute wie sie wollten doch immer die wiedereinführung…und jetzt nur spielzeug für priester? oder geht
es ihnen in wahrheit nur ums dauermäkeln gegen die kirche und das kochen ihrer eigenen schisma-suppe
bei den pius-hanseln ?
Alte Messe und neuer Glaube… Das publizierte Büchlein ist nach Prälat Hermans vor allem von vielen
Priesteramtskandidaten bestellt worden. Schade, aber die Altes Messe ist nur ein schönes Spielzeug für
diese Leute.
#2 timpressum † 17:17:10 | Freitag, 30. November 2007
Was heisst denn „altgläubig“? Was heisst denn „altgläubig“? Gibts auch „neugläubige“? Oder gibt es
auf einmal in der röm.-kath. Kirche keine kontinuierliche Tradition? Und überhaupt: wie kann ein Buch
„gläubig“ sein?
Keine Zeichen und Wunder Von ihnen hätte man es am wenigsten erwartet. Doch auch in der Konzilskirche
geschehen noch Zeichen und Wunder. So ein Schwachsinn. Damit zeigt die „Redaktion“ (also die Gruppe anonymer
Schmierfinken, die das hier alles verzapft), wie zerfressen sie von Vorurteilen ist.