Kinderabtreibung
Die US-Bischöfe tun etwas gegen die Mythen der Abtreibung
Während die europäischen Bischöfe in der Abtreibungsfrage im besten Fall schlafen, regt sich bei ihren Mitbrüdern in den USA der Widerstand gegen die Tötung von Kleinkindern im Mutterleib.
(kreuz.net, Washington) Die US-amerikanischen Bischöfe haben eine Pressekampagne gegen die Mythen der legalisierten Kinderabtreibung in den USA eingeleitet.

Das Sekretariat für Lebensschutz-Aktivitäten der US-Bischofskonferenz hat vor wenigen Tagen eine große Inseratenkampagne gestartet. Sie betrifft die Metropole der US-Bundeshauptstadt Washington sowie einige landesweite Medien.

Die Aktion nennt sich „Wirf einen zweiten Blick!“ und präsentiert grundlegende Tatsachen über die Abtreibung, die dem allgemeinen Publikum unbekannt sind. Das Projekt lädt die Menschen ein, ihre Ansichten über die Kinderabtreibung zu revidieren.

„Drei Jahrzehnte nach der Einführung der Abtreibung in den USA sind grundlegende Fakten über die Tötung von Kindern im Mutterleib vielen Amerikanern immer noch nicht bekannt. Eines davon ist, zum Beispiel, daß die US-amerikanische Gesetzgebung die Abtreibung bis zur Geburt des Kindes erlaubt“, erklärt eine Vertreterin des bischöflichen Lebensschutzbüros.

Meinungsumfragen in den USA kamen zum Ergebnis, das eine Mehrheit der Bevölkerung die Kinderabtreibung angeblich unterstütze. Bei der Umfrage wurde die Abtreibung allerdings als rechtliche Möglichkeit präsentiert, ein Kind in den ersten drei Lebensmonaten zu töten. Das sei eine offensichtliche Verkehrung der Wahrheit, meinte dazu die bischöflich bestellte Lebensschützerin.

Das US-amerikanische Abtreibungsgesetz kennt keine Einschränkung, sondern erlaubt die unbeschränkte Abtreibung bis zur Geburt. Eine Mehrheit der Amerikaner ist aber der Auffassung, daß eine solche schrankenlose Tötung von ungeborenen Kindern abzulehnen sei.

Das Projekt der Bischöfe ist innovativ, weil es grundlegende aber unbekannte Tatsachen über das US-Abtreibungsgesetz vorführt und die Fakten für sich sprechen läßt.

Über 500 Werbetafeln werden im Januar und Februar in Zügen der Untergrundbahn sowie Bussen in der Metropole von Washington erscheinen.

Zeitungsanzeigen sind bereits in den Tageszeitungen „The Washington Post“ und „The Washington Times“ erschienen. Daneben machen die Bischöfe ihre Aktion auch in verschiedenen katholischen Medien bekannt. Unter ihnen befindet sich der von den Legionären Christ herausgegebene „The National Catholic Register“ und das liberale Magazin der Jesuiten „America“.

Die publizierten Inserate und Schautafeln führen die Leser zu einer Homepage, wo weitere Informationen über die grausame Wirklichkeit der Kinderabtreibung erhältlich sind.
      
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